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Das Spiel der moldawischen Geigerin Patricia Kopatchinskaja lässt einen, um es milde auszudrücken, nicht gleichgültig, so sehr unterscheidet es sich von der viel glatteren und unverfänglicheren Spielweise zahlloser ihrer Kollegen. Es genügt einmal ihre explosive Interpretation von Ravels Tzigane anzuhören, wo sie einfach alles wagt: ein außergewöhnliches Ergebnis, wobei ihr Spiel der Partitur, die von vielen Geigern zu „ordentlich“ gespielt wird, in der Tat absolut entspricht: nach diesem Hörerlebnis werden Sie das Stück niemals mehr anders hören wollen. Kopatchinskaja säuselt, wütet, träumt, verblasst, enthüllt, bricht aus, explodiert, zerkratzt, wallt, flötet, peitscht, und das alles in den zehn kurzen Minuten, die das witzige und provokative Bravourstück dauert. Sicher wusste der nur wenig zum Scherzen aufgelegte Bartók die pseudo-ungarischen Anspielungen Ravels nicht zu schätzen – er hatte nicht verstanden, dass der französische Komponist damit nur ein wenig Sprengstoff in die pseudo-ungarische Zigeunermusik aus Wien legen wollte –, nach seiner zweiten Sonate für Violine und Klavier zu urteilen, dogmatisch-magyarisch und typisch Bartók zugleich, man muss schon sagen ein ziemlich herbes Stück. Die wunderbare Sonate von Poulenc, 1943 geschrieben, ist deutlich weniger herb, mit einem manchmal tragischen Ton – auch wenn der zu Späßen aufgelegte Poulenc seine ganz persönliche Resistance zum Ausdruck bringen wollte, indem er in allen Sätzen ein verstecktes Zitat aus Tea for Two einfügte, das während der deutschen Besetzung Frankreichs verboten war. Als kleine Atempause (für die Geigerin) bietet uns die Pianistin Polina Leschenko den kurzen aber intensiven Walzer nach Coppelia von Dohnanyi, ein kleines französisch-ungarisches Augenzwinkern im Vorfeld der Tzigane, einem deutlicheren französisch-ungarischen Augenzwinkern und absolutem Höhepunkt des Albums. © SM/Qobuz
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Der Interpret

Patricia Kopatchinskaja im Magazin