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Rock - Erschienen am 24. April 2018 | Reprise

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Reissue
Tonight’s The Night gehört zu den ganz großen Platten der Rock’n’Roll-Geschichte. Innerhalb von sechs Monaten verlor Neil Young zwei enge Freunde, beide starben an einer Überdosis: sein Gitarrist Danny Whitten und sein Roadie Bruce Berry. Das Album, das er gleich danach im August und September 1973 aufnahm (aber erst im Juni 1975 nach On The Beach herausbrachte), klingt logischerweise ziemlich düster… Der introspektive Trip auf Tonight’s The Night findet seine Inspiration teils in diesen persönlichen Dramen, teils in der bedrückenden Stimmung, die zu diesem Zeitpunkt in Amerika allgegenwärtig ist. Gewalt in den Städten, steigender Konsum von Drogen, der Vietnamkrieg und die wilde Hippie-Utopie liefern den Stoff für seine düsteren und gleichzeitig wunderschönen und ergreifenden Kompositionen. Sogar die zurückhaltende Instrumentation auf Tonight’s The Night klingt mit seinem wankelmütigen Piano und der spärlich eingesetzten Pedal Steel-Gitarre eher zart. Ein recht karg gehaltenes Arrangement, um so die Schönheit der Melodien in ergreifenden Balladen wie Tired Eyes, New Mama und Borrowed Tune noch mehr zur Geltung kommen zu lassen… Am 20., 21. und 22. September 1973 betreten Neil Young und seine Musiker, die auf den Namen Santa Monica Flyers hören (Ben Keith an der Pedal Steel-Gitarre, Nils Lofgren an der Gitarre und am Piano, Billy Talbot am Bass und Ralph Molina am Schlagzeug), die Bühne des Roxy, einem ganz neuen Club in Los Angeles im Stadtteil West Hollywood. Sie haben ihr neues Repertoire im Gepäck, das nach Tod und Leid klingt, aber das dem kalifornischen Publikum dennoch viel Feingefühl, Wärme und sogar ein wenig Freude liefern, wie man sie logischerweise nicht bei den Studio-Versionen verspürt. Und genau hierin liegt die Magie dieses neu ausgegrabenen und restaurierten Werkes. Fans von Neil Young werden Roxy - Tonight’s The Night Live sicherlich in Dauerschleife hören, doch auch für Neulinge stellt die Platte den perfekten Einstieg in das Universum eines einzigartigen Musikers dar, der sich hier auf dem Höhepunkt seiner Kompositionskunst befindet. © Marc Zisman/Qobuz