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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. April 1999 | Chemikal Underground Records

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Reissue
"Too much, too soon" is a tattered rock & roll cliché, but it continues to tell the tale of many young bands, such as Glasgow's acclaimed post-rock collective Mogwai. Usually, the phrase is hauled out to describe an intoxicated downward spiral by bands that had too much success all at once, but Mogwai suffered too much praise -- too many accolades from critics, too much reverence from underground hipsters. The singles compilation Ten Rapid and the debut Young Team deserved all the acclaim they earned, but a funny thing happened while Mogwai was recording their much-anticipated second album, ironically titled Come on Die Young -- the band went stale, producing a lethargic trawl through post-Slint and Sonic Youth territory. Where their free-form noise improvisations were utterly enthralling on their earlier records, the ebb and flow is entirely too familiar throughout Come on Die Young, largely because they follow the same pattern on each song. And each cut blends into the next, creating the impression of one endless track that teeters between deliberately dreamy crawls and random bursts of noise. Granted, that was the blueprint for Young Team, but there is little dynamism anywhere on Come on Die Young. Mogwai repeat the same riffs with the same inflection, never pushing themselves toward new sonic territory, yet never hitting a mesmerizing trance. It feels like a degraded photocopy of their earlier records -- it's possible to discern the initial spark that made them fascinating, but this current incarnation is too smudged and muddy to hold attention on its own terms. Perhaps Come on Die Young wouldn't have seemed as disappointing if it hadn't arrived on the wave of hype and expectation, but the truth is, it pales in comparison to their own work. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. Januar 2014 | Rock Action Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Die Verpackung des neuen Mogwai-Albums macht schon ein bisschen Angst, vom plakativen Namen ganz zu schweigen. Bereits auf ihrem letzten Werk "Les Revenants", dem Soundtrack zur gleichnamigen französischen TV-Serie, verzichteten die schottischen Post-Rocker nahezu komplett auf flächendeckende Gitarrenwände. Hört das ehemalige Sound-Herz der Insulaner nun komplett auf zu schlagen? Ein an die Bettwäsche von Dr. Motte erinnerndes Coverartwork sowie der Titel "Rave Tapes" sorgen bei Freunden organischer Klänge jedenfalls erst einmal für zittrige Hände. Doch alles halb so wild. Zwar entschwinden die Herren Burns, Braithwaite und Co. hin und wieder in elektronische Sphären fernab des klassischen Rock-Handwerks. Doch das zeigt nur eine Seite eines ansonsten wieder einmal fulminanten Klangpakets voller Aufs und Abs. Synthetischen Wellen, die sich um einiges verschrobener als bisher aus den Boxen zwängen, stehen gewohnt markante Treibsand-Drums und teils tief verzerrte Bass- und Gitarren-Themen gegenüber, die trotz der durchaus kompakten Regler- und Effekt-Offensive zu jeder Zeit die Oberhand behalten ("Simon Ferocious", "Remurdered"). Auch anno 2014 setzen Mogwai wieder einmal Maßstäbe, wenn es um die Verbindung von skurrilen Sound-Verknüpfungen und bezirzenden Harmonieflächen geht. Mit musikalischen High End-Wegbegleitern für allabendliche Feierabend-Stunden ("Hexon Bogon", "Repelish") und komplexen Sudoku-Einschüben ("Master Card") spielt die Band bereits zur Mitte des Albums hin spielend leicht alle Trümpfe aus. Wer allerdings jetzt schon irgendwo zwischen dem schottischen Hochmoor und der Milchstraße Abschied nimmt und sich mit geschlossenen Augen, nur noch vor sich hindämmernd, treiben lässt, der verpasst mit den drei finalen Melancholie-Paukenschlägen "Blues Hour", "No Medicine For Regret" und "The Lord Is Out Of Control" das vielleicht üppigste Post-Rock-Menü der jüngeren Vergangenheit. Wieder einmal packen die Schotten kräftiger zu als alle anderen und legen die Latte im Genre des schwerelosen Bombasts in schwindelerregender Höhe an. Wer hier rüber will, muss sich ganz schön strecken. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. Februar 2013 | Rock Action Records

Auszeichnungen 5/6 de Magic
Erst vor drei Monaten beglückten die schottischen Post-Rocker von Mogwai ihre Anhängerschaft mit dem Remix-Album "A Wrenched Virile Lore". Nun steht mit "Les Revenants" bereits das nächste Werk der emsigen Insulaner in den Startlöchern. Zwar präsentiert sich auch dieses Album nicht als offizieller Studio-Nachfolger des fulminanten "Hardcore Will Never Die, But You Will" von 2011, sondern als Soundtrack-Album zur gleichnamigen französischen TV-Serie, doch das ändert nichts am detailverliebten Hochgenuss, den die Schotten hier abermals abliefern. Mystisch, dennoch leichtfüßig sorgen Mogwai für außergewöhnliche Hintergrundbeschallung, die perfekt zur innovativen Zombie-Thematik des Canal+-Erfolgs-Formats passt. Mit schwerelosen Piano-Themen und akzentuierten Synthie-Sphären leistet das Quintett im ersten Drittel ("Hungry Face", "Jaguar", "The Huts") seichte Einstiegs-Arbeit. Es dauert über zehn Minuten, ehe sich Mogwai auf "Kill Jester" erstmals als Kollektiv präsentieren und mit mitreißenden Harmonien an die Sternstunden des letzten Studioschaffens anknüpfen. Es gibt nur wenige Bands, die simple Melodien in ein derart betörendes Gewand stecken können. Das sich langsam steigernde "Special N" positioniert sich nach den beiden ruhigen Klangreisen "The Messiah Needs Watching" und "Whisky Time" als nächster Eckpfeiler des Albums. Man kann sich den sphärischen Klängen nur schwer entziehen. Auch wenn Mogwai für dieses Projekt nahezu komplett auf gängige Rock-Elemente verzichten und die bandtypischen Spannungsbögen primär unter der Oberfläche schlummern, schaffen die Schotten dennoch ein gewaltiges Ganzes, das den vergangenen Band-Werken in punkto Ausdruck und kontrollierter Geballtheit in nichts nachsteht. Diszipliniert, dennoch frei von Zwängen, geben sich wabernde Key-Effekte ("Relative Hysteria") und Mobile-Sounds ("Fridge Magic") die Klinke in die Hand. Mit offenen Arrangements und einem unvergleichlichen Gespür für Yin-und-Yang-Stimmungen sorgt die Band für ein permanent wohliges Grundgefühl, das der geheimnisvollen, dunklen Basis der Serien-Thematik einen durchweg hoffnungsvollen Schimmer verleiht. Das drohende Unheil entfaltet sich nur unterschwellig. Pünktlich zum Finale ("Wizard Motor"), wenn flirrende Orgelschwaden und crunchige Gitarren ein schlürfendes Paket schnüren, packt die Sound-Apokalypse dann aber doch noch zu. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. November 1997 | Chemikal Underground Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Februar 2011 | Rock Action Records

Auszeichnungen Sélection Les Inrocks
Spiel, Satz und Sieg: Mogwai. Das makellose Portfolio der schottischen Postrock-Hools dürfte inzwischen fast jeder Instrumentalband die Schamesröte ins Gesicht treiben, die sich der Illusion hingibt, mehr als zwei gute Alben in Folge (oder überhaupt) zu Stande zu bringen. Die einzige Band, die völlig ungeniert zugibt, dass sie ihre Musik auch an Tieren testet, hat im LAUTschen Plattenarchiv keine einzige Leiche im Keller: 4, 4, 5, 4, 5, 5, 4, 5 – auf einen ähnlich konstanten Notenspiegel brachten es nicht wenige von uns zuletzt als Pennäler im oktroyierten Religionsunterricht. Auch im Guinnessbuch der beknacktesten Song- und Albumtitel liegen Stuart Braithwaite, John Cummings, Martin Bulloch, Barry Burns und Dominic Aitchison mit den meisten Einträgen längst uneinholbar vor Spinal Tap, Ween und Frank Zappa. Mit der evolutionstheoretisch nur schwer anzufechtenden Ansage "Hardcore Will Never Die, But You Will" hieven die Celtic Glasgow-Ultras ihr lyrisches und musikalisches Erbe auf das nächsthöhere Level. Selbst innerhalb des genrebedingt zwischen den Phänotypen Berserker und Bambi abgesteckten Aktionsradius überraschen Mogwai immer noch mit unvermuteten Sperenzchen. So fällt der Opener "White Noise" entgegen alter Gepflogenheiten ohne langes Vorspiel mit der Tür und Breakbeat ins Haus. Den unpeinlichen Umgang mit einem Vocoder führt uns Multiinstrumentalist Barry Burns dann eindrucksvoll im "Mexican Grand Prix" vor, während seine Teamkollegen keinen Hehl daraus machen, dass sie neben norwegischem Black Metal gelegentlich auch MGMT hörig sind. Mit straightem Uptempo-Beat und verschwurbelten Seifenblasensounds wagen sich Mogwai hier so nahe an Neonlicht beflutete Tanzflächen heran, wie nie zuvor. Dann, nach über zehn Minuten, Auftritt: die unverzichtbare Bratgitarrenmassage. Frühaufsteher, die aus unerfindlichen Gründen meinen, eine Instrumentalband habe in den Singlecharts genauso viel verloren, wie Lothar Matthäus auf der Trainerbank eines deutschen Erstligisten, seien hiermit herzlich eingeladen, sich für den Stadionstomper "Rano Pano" einen noch mit zwei Promille aufwärts mitgrölfähigen Refrain auszudenken, auf dass wir endlich vom totge-'oh'-ten Kurvenschunkler "Seven Nation Army" erlöst werden mögen. Allen, die sich beim Musikhören vornehmlich Orientierung suchend am Gesang festkrallen, empfehle ich, "Rano Pano" fünfmal täglich in den Nachbarschaftsfrieden gefährdenden Dosen einzunehmen. Einen im positiven Sinne penetranteren Floh hat mir in diesem Jahr noch niemand ins Ohr gesetzt. Apropos Ohrwürmer: Fiel der Quickie "The Sun Smells Too Loud" mit seinem Popappeal im Kontext des Vorgängers "The Hawk Is Howling" noch deutlich aus dem Rahmen, dampfen Mogwai ihre einst ausufernden Songstrukturen auf dem siebten Studioalbum verstärkt ein. Bei "Death Rays" oder "San Pedro" lassen sie in knappen sechs bzw. drei Minuten dank kompositorischer Raffinesse, komprimierter Dynamik und gestauchter Spannungsbögen dennoch alle Elemente aufblitzen, die ihren ureigenen Sound auszeichnen. Die Mannschaftsaufstellung ist sozusagen die gleiche geblieben, sie ziehen ihr Spiel lediglich mit einer neuen Taktik auf. Wer Mogwai dennoch Stilbruch vorwirft, ist gut beraten, sich HWND, BYW in der Limited Edition (2CD, 2LP oder Vinyl-Box) zu KAUFEN. Der darauf enthaltene Bonustrack "The Singing Mountain" toppt mit 26 Minuten sogar die bisherige Überlänge von "My Father My King". Mogwai Will Never Die, But You Will. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Februar 2021 | Rock Action Records

Hi-Res
Ja, Mensch. Dreieinhalb Jahre sind seit "Every Country's Sun" ins Land gezogen. Liebe Mogwai-Fans, Hand aufs Herz: Wie oft lag die Platte seit 2017 bei euch auf dem Teller? Na? Mit der Ankündigung von "As The Love Continues" habe ich mir geschworen, Studioalbum Nummer zehn einem etwas kritischeren Blick zu unterziehen und zumindest zeitweise an der Fanbrille vorbeizuschielen. Weil es da eben diese etwas zu große Kluft zwischen meiner Punktewertung (vier) und der Anzahl von Vinyl-Spins (geschätzt zwei) gab. Oder, wie man 2017 in der Kommentarsektion so trefflich konkludierte: "Ein schlechtes Mogwai-Album wird es nie geben, das hier landet aber im unteren Drittel der Diskografie." Nun mag es ja Stimmen geben, die den Post-Rock-Veteranen bereits seit "Mr. Beast" oder "The Hawk Is Howling" kein wirklich starkes Album in den oberen zwei Dritteln mehr bescheinigen würden. Mumpitz, natürlich. Dennoch klingt "As The Love Continues" nach vertrauter Etikette, wie zu erwarten: ruppig, sanft, poppig, heavy, stimmungsvoll – festgehalten in einem organischen Sound, für den die meisten Bands töten würden. Vielleicht stoßen wir hier schon auf das große Problem, das neueren Mogwai-Alben anhängt: Schon seit Jahren floaten die Schotten produktionstechnisch im absoluten Sound-Olymp umher. Entsprechend dicht schmiegt sich "As The Love Continues" ans Klangbild des Vorgängers. Diese analog-röhrende Verknüpfung von Synthesizern und Gitarren haben sie schon mit "Every Country's Sun" gemeistert. Satte 61 Minuten lang schichten Mogwai mal vertraute, mal weniger vertraute Melodien übereinander. Der Vorab-Track "Ritchie Sacramento" bleibt standesgemäß der einzige mit non-vocoderisiertem Gesang. Seit dem starken "Teenage Exorcists" (2014) hat sich Gitarrist Stuart Braithwaite vorerst von tief brummenden Flüsterballaden verabschiedet und legt mit der Silver Jews-Hommage "Ritchie Sacramento" eine weitere flotte Indie-Rock-Performance hin. Das sitzt. Vielleicht brauchen wir einfach mal ein vollständiges Mogwai-Album mit Gesang? Die behutsamen Klaviermotive eines "Dry Fantasy" haben Potenzial für ein neues "Auto Rock", "Midnight Flit" erinnert im Drumming und mit programmiertem String-Outro stark an goldene "2 Rights Make 1 Wrong"-Zeiten, bevor Nine Inch Nails' Atticus Ross den Song in spacigere Gefilde manövriert. Aber was ist das jetzt – more of the same? Langsam ermüdend? Oder sollten wir uns gar einfach zurücklehnen und genießen, dass Mogwai tun, was sie am besten können? Vielleicht ja letzteres, zumindest solange sie die Zuhörenden noch so schamlos an der Nase herumführen wie hier: Das unaussprechlich tiefgründige Verwirrspiel um Songtitel wie "Fuck Off Money" und "It's What I Want To Do, Mum" hat der geneigte Fan längst verinnerlicht, doch auch musikalisch sitzt Mogwai 2021 noch der Schalk im Nacken: "Ceiling Granny" tarnt sich mit einem erschreckend fetzigen Pop-Punk-Intro, mausert sich dann aber zu einem der atmosphärischsten Gitarren-Tracks des Platte. "Here We, Here We, Here We Go Forever" bleibt seinem augenzwinkernden 8-Bit-Intro hingegen auch im weiteren Verlauf treu. (Hallo, Nintendocore!) Mit einem beseelten Lächeln auf den Lippen wage ich zu guter Letzt noch einen Blick in meine Notiz-App. Hier habe ich versucht, Argumente zu sammeln, die eine niedrigere Bewertung für "As The Love Continues" rechtfertigen könnten. "Haben Mogwai den Ausstieg von John Cummings vielleicht doch nicht so gut verkraftet?" Doch haben sie. Klar, die schiefen Gitarrenläufe eines "Hunted By A Freak" bleiben einmalig, doch auch Braithwaites quirlige Gitarrenarbeit fügt sich nahtlos ins kunterbunte Klangkarussell von Multiinstrumentalist Barry Burns ein. Da hatte "Every Country's Sun" schon mit übleren Dümpel-Momenten zu kämpfen. Was Mogwai fehlt, ist kein weiterer Mann an der Gitarre, sondern vielmehr eine kleine Soundrevolution. Minimale Umschichtungen in Mix, Master und Rauschegrad waren es nämlich, die den bisherigen neun Alben ihren unverwechselbaren Charakter gaben – und natürlich die Rückbesinnung auf analoge Synthesizer 2014. "Nur zwei Hits pro Platte, der Rest ist Überschuss." Auch die nächste geistreiche Notiz kann ich so nicht stehen lassen. Denn im Grunde lassen sich in der Regel lediglich zwei Überhits pro Platte beziffern. Das macht den Rest ja noch nicht schwach. Die haarsträubend fantastische 2015er-Best-of "Central Belters" erstreckt sich ja nicht ohne Grund über sechs LPs. Trotzdem klingen Alben wie "Young Team", "Rock Action" aber eben auch die jüngeren "Rave Tapes" in der Retrospektive kompakter und enger. (Hey, Mogwai, bitte lasst euch dafür kritisieren, dass ihr euch soundtechnisch breiter aufgestellt habt als sonst. Pah!) Wie hetero- oder homogen "As The Love Continues" nun aber klingt, ist am Ende des Tages natürlich völlig wumpe, solange die Hits auch klar als solche zu erkennen sind. Neben "Richie Sacramento" drängt sich da insbesondere ein "Fuck Off Money" auf. Der Track arbeitet sich vom gewohnt erhabenen Hypno-Robot-Part (Mogwai drittbeste Vocoder-Band nach Kraftwerk und Daft Punk) über verzerrtes Laid-Back-Drumming in ein klassisches Crescendo mit reichlich Stereo-Schweinereien. Ja, das ist genau die Rock Action, die wir brauchen. Solche Momente sind der Grund, warum wir uns "As The Love Continues" alle (zu Recht) kaufen werden. Verzückt mit der Hand über die Folie fahren. Mit Freuden den Hype-Sticker abpiddeln und auf unseren eigenen Sleeves anbringen. Die Platte auflegen. Sie ins Regal stellen. Und sie womöglich nie wieder hervorholen. Wie dumm. Wie unglaublich dumm. Kennt eigentlich noch jemand den "Atomic"-Soundtrack? Den habe ich die Tage auch noch einmal ausgegraben. Geiles Zeug, schön unaufgeblasen. Was sagt uns das? Dass wir uns alle viel zu selten diese seligen Kopfhörer-Stunden gönnen, die ein Mogwai-Album von uns verlangt. Ist nämlich eine Menge los da drin. © Laut
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Original Soundtrack - Erschienen am 8. Mai 2020 | Rock Action Records

Hi-Res
Mit "Central Belters" veröffentlicht die Postrock-Ikone Mogwai erstmals eine umfangreiche Werkschau ihres bisherigen Schaffens. Ein Bein reißen sie sich dafür nicht gerade aus. Unter den 35 Titeln befindet sich nicht eine Sekunde bislang unveröffentlichtes Material. Dennoch geht das Boxset - egal ob als LP-Sixpack, Triple-CD oder MP3-Download - nicht als bloße Pflichtübung, sondern als echter Bringer durchs Ziel. Das liegt vor allem an der Auswahl der Stücke. Hier können die Meister des Laut-Leise-Kontrasts aus dem Vollen schöpfen. Egal, welche Platte man aus ihrem Katalog herausgreift: Fast jeder Augenblick ist ein musikalischer Genie-Moment, dem man sich wahlweise intellektuell oder rein instinktiv und emotional nähern kann. Musik von Mogwai wirkt wie Treibsand. Mit jeder Bewegung sinkt man tiefer in den anziehenden Kosmos dieser Klänge. Der überwiegende Teil besteht aus einer nahezu chronologischen Selektion ihrer Alben. Die Schotten haben einfach Titel ausgewählt, die sie selbst als herausragend empfinden. Vor allem Einsteiger stellen fest, dass die Briten zu Beginn ihrer künstlerischen Konzeption (etwa beim definierenden "Young Team") schon unfassbar weit waren. So zeigen die hier vertretenen Titel grandioser Alben wie etwa "Mr Beast" ("Auto Rock") oder meinem persönlichem Liebling "The Hawk Is Howling" ("I'm Jim Morrison, I'm Dead") vor allem eines: Mogwai haben sich meist eher verändert, denn entwickelt. Letzteres hatten sie kaum nötig. Jede Platte bringt neue Facetten dieses Musik-Leviathans hervor. Kleiner Wermutstropfen: Wer schon alle Alben sein Eigen nennt, kann sich die Mogwai-Playlist innerhalb weniger Minuten selbst zusammenstellen. Jäger und Sammler dürfen sich dennoch an einem knappen Dutzend Seltenheiten erfreuen, die man lediglich auf ihren zahllosen Singles oder EPs findet. Zwei außergewöhnliche Stücke verdienen besondere Beachtung: "Devil Rides" ("Batcave" EP) ist ein für Mogwai-Verhältnisse recht konventioneller Song. Er gewinnt vor allem durch die abgerockten Vocals des tragischen Gaststars Roky Erickson (13th Floor Elevators), der sich perfekt in den melancholischen Sound einfügt. "My Father My King" (One-Track-Single von 2001) ist ihr bislang längstes Lied und kultisch verehrtes Ende ihrer Gigs. Sie selbst nennen es "zwei Drittel Gelassenheit, ein Drittel Death Metal!" Und es ist noch viel mehr: Archaische Vergangenheit und moderne Gegenwart, liebliche Mystik und schroffe Realität prallen zur wilden Vereinigung aneinander. Es ist eine Interpretation des "Avinu Malkeinu" ("Unser Vater, Unser König"), einem 2000 Jahre alten hebräischen Chant, den man als Gebet zu Jom Kippur singt. Zusammen mit Produzent und Dekonstruktionsexperte Steve Albini löschen sie alle Worte und schnappen sich zwei Grundmelodien der uralten Vorlage. Die Sanftheit explodiert alsbald im eruptiven Feuer eines harschen Soundgewitters voller Feedbacks und wahnsinnig um sich schlagender Riffs. Nach knapp 20 Minuten ist das Inferno dann vorbei. Der Hörer bleibt angemessen aufgewühlt in der Stille zurück. Allein schon für diesen ultimativen Mogwai-Moment lohnt sich die Anschaffung von "Central Belters". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. September 2017 | Rock Action Records

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Mogwais Post-Rock ist vielleicht schon über zwanzig Jahre alt, trotzdem sieht man ihm keine einzige Falte an. Mit Every Country’s Sun bringen die Schotten ein neuntes Album heraus, in dem die erzählerische Kraft der Instrumentalkompositionen nach wie vor mehr als beeindruckend ist. Die langjährige Erfahrung hilft da sicherlich. Sechzehn Jahre nach ihrem dritten Album Rock Action ist Mogwai zu einem alten Bekannten zurückgekehrt, einem gewissen Dave Fridmann, Produzent von einem Großteil der wunderbaren Platten von Mercury Rey und der Flaming Lips. Kurz gesagt, ein Stimmungsmagier, ein Guru der verschiedene Atmosphären zaubert, ein zum Träumen anregender Meister, ein wehmütiger Zauberer…Wie man es von der Band gewohnt ist, ist die Melancholie niemals weit entfernt. Sie vermischt sich hier sogar oftmals mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, manchmal sogar einer Art von Grimmigkeit. Aber Mogwai weiß auch, wie man die grauen Wolken wegbläst und lässt hier und da einige Sonnenstrahlen durchblitzen. Das und noch viel mehr finden wir in Every Country’s Sun wieder, ein wahrer Trip für den Körper und den Geist. © MD/Qobuz 
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. September 2008 | [PIAS] Recordings Catalogue

Mcluskyeske Songtitel à la "I Love You, I'm Going To Blow Up Your School" referieren stärker denn je auf den Drang der Schotten, ihrem im Grunde schwerst melancholischen Schaffen eine luftige äußere Form zu geben. So wie "Rock Action" 2001 schon das Gegenteil seines Sujets bedeutete, muss auch ein blödsinniger Videoclip wie die animierte Version zu "Batcat" verstanden werden - als dickster anzunehmender Kontrapunkt. Es grenzt an Schizophrenie, dass Mogwai die Postrock-Fesseln auf dem siebten Album noch weiter dehnen, gerade indem sie tiefer denn je in dessen Vokabular eintauchen. Weil die Band, die Postrock so entscheidend mitgeformt hat, dessen Schematik auf die Spitze treibt, spielt sie mit einem Korsett, dem sie längst entwachsen ist. Das ohnehin nie recht passte. Dabei lösen Mogwai in jedem Augenblick jedes Riff, jedes Bassdrum-Pochen im Zitatepool des eigenen Vorgartens auf. Das kontemplative "King's Meadow" etwa gehört eindeutig auf den "Zidane"-Soundtrack, während die Songanordnung der drei ersten Titel einer Expander-Version der "Mr. Beast"-Eröffnung entspricht. "I'm Jim Morrison, I'm Dead" gleicht der Klavier-Ouvertüre "Auto Rock", "Batcat" ist das Deathprog-Äquivalent zu "Glasgow Mega-Snake", und die elektronischen Versatzstücke von "Acid Food" stecken diesmal in "Danphe And The Brain". Ging der Vorgänger mit Stücken zwischen drei und fünf Minuten Länge den konsequentesten Schritt Richtung Pop, bricht sich jetzt also erneut das Epische Bahn. Lediglich die upbeat Stadionhymne "The Sun Smells Too Loud" geht in Sachen Stimmungslage tatsächlich ungekannte Wege. So oder so haben diese Diskurstheoretiker das Meta-Siegerlachen mit dem allsichtigen Greifvogelbild auf ihrer Seite. Ihr "Hawk" ist ein selbstreminiszentes und bei aller Reflektion ergreifendes Adleraugenzwinkern hinab aufs eigene Oeuvre und die Standarte eines Genres geworden. Darin erinnern Mogwai frappant an das jüngste Epos der Post-Metaller Isis. Zu gut für alle Schubladen dieser Welt. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. März 2006 | [PIAS] Recordings Catalogue

Mogwais Werdegang ist an Ambivalenz kaum zu überbieten. Zwar erleuchtete das Debüt "Young Team" den Postrock-Horizont 1997 mit nie gehörten Klangfarben und machte die Jungspunde zum unstreitigen Aushängeschild des Genres. Zugleich installierte die Platte über ihnen aber das Damoklesschwert höchster Erwartungshaltung. Jahrelang kämpften die Schotten gegen die Krux, schon mit dem Erstling eine stilistische Blaupause erschaffen zu haben. Zwangsläufig ein Kampf gegen Windmühlen. Album Nummer vier setzt den Schlusspunkt unter die Sisyphus-Arbeit. Man wandert nicht länger durchs eigene Spiegellabyrinth, um in den Reflektionen einen inhärenten Ausweg aus der Sackgasse zu entdecken. Das erneut ironisch betitelte "Mr. Beast" setzt die Einzelteile eines auf stattliche Größe angewachsenen Oeuvres zum prächtigen Panoramabild zusammen. Dabei avanciert das Piano mehr denn je zur konzeptionellen Klammer. Einfühlsam ergreift es in "Auto Rock" die Hand und heißt willkommen. Warme Texturen verstärken das Gefühl des Nachhausekommens, schwelende Saiteninstrumente kitzeln bei ihrer überschwänglichen Umarmung, und die stoische Wucht des Schlagzeugs weist sukzessive Richtung majestätische Eklipse. Berührender kann eine Begrüßung nicht ausfallen. Diesen Absolutheitsanspruch erfüllt "Glasgow Mega-Snake" ebenso, nur an gänzlich anderer Stelle innerhalb des Mogwaischen Kosmos. Waren die Eskalationen bisher stets zum gemächlichen Wall Of Sound-Bau verdonnert, verzichtet das Stück nämlich kurzerhand aufs Vorspiel und erzeugt binnen Sekunden Instant-Epik für den spontanen Weltuntergang. Eine Feuerwand so dicht, wie sie eigentlich nur ein halbes dutzend E-Gitarren speien können. Die Pedal Steel von "Acid Food" erlaubt ein kurzes Durchatmen, Stuart Braithwaites kehliges Organ erdreistet sich gar zu fragen: "What happenend after the storm? Is everyone okay?". Zwischen laut und leise wechselt die Playlist konsequenter denn je. Dem Quintett aus seiner Prinzipientreue einen Strick zu drehen, wäre jedoch unfair. Zu einnehmend webt es selbst in den äußersten Ausbrüchen Harmonie und Melodie ins Chaos. Wenn sich das Klavier in der nokturnen Ballade "Friend Of The Night" zu erhabener Größe erhebt, werden garantiert Herzen schalldurchlässig und jedes Kritikers Knie weich. "Come On Die Young" findet Repräsentanten in der verschleppten Melancholie von "Team Handed" bzw. "Emergency Trap". Und im finalen Eskapismus "We're No Here" zerplatzt die cineastische Atmosphäre in einem sägenden Malstrom, den Mogwai in immer düsterere Gefilde transponieren. "Mr. Beast" ist Zeugnis von Künstlern, die begriffen haben. Musikalisches Gewicht bedingt keine Lautstärke. Intime Schönheit braucht keine Stille. Von nun an scheint alles möglich. © Laut
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KIN

Original Soundtrack - Erschienen am 31. August 2018 | Rock Action Records

Hi-Res
Mit Soundtracks kennen sich Mogwai mittlerweile aus. 2006 erschien das mit Clint Mansell und dem Kronos Quartet eingespielte Album zu Darren Aronofskys Fantasy-Drama "The Fountain", noch im selben Jahr komponierten die Glasgower die Musik für "Zidane: A 21st Century Portrait", das ein Spiel der französischen Fußballer-Legende in Echtzeit unter die Lupe nimmt. Auch ihr Score zur BBC-Dokumentation "Atomic" (2016), die anhand von Archivaufnahmen ein eindrückliches Bild von den Schrecken des Atom-Zeitalters zeichnet, erhielt sehr gute Kritiken. Mit "KIN" lebt erstmalig ein ganzer Kinofilm ausschließlich von Mogwai-Klängen. Die dazugehörigen Leinwandbilder stammen von den australischen Zwillingen Jonathan und Josh Baker. "KIN" stellt zugleich ihr Spielfilmdebüt dar und wartet mit bekannten Schauspielern und Schauspielerinnen wie James Franco, Zoë Kravitz und Dennis Quaid auf. Der Science-Fiction-Streifen erzählt die Geschichte eines entlassenen Häftlings und seines Adoptivbruders, die sich sowohl mit dem FBI als auch mit Außerirdischen waghalsige Verfolgungsjagden liefern. Hört sich zunächst rasant und actiongeladen an, baut sich aber musikalisch vergleichsweise verhalten und geduldig auf. Nur keine Hektik. So nehmen Mogwai in "Eli's Theme" mit behutsamen Pianotönen und flächigen Gitarren eine ruhige Erzählperspektive ein und setzen somit der Fantasie des Hörers keine Grenzen. Anschließend gehen futuristische Elektronik und dynamische Akustik in "Scrap" eine gelungene Symbiose ein und fungieren als Wegweiser durch eine dystopische Welt. In "Flee" entlocken die Schotten ihren Tasten- und Saiten-Instrumenten deutlich kraftvollere Klänge. Für die Untermalung einer abenteuerlichen Jagdszene passt der Song aufgrund der sich kontinuierlich steigernden Spannungskurve wie die Faust aufs Auge. Dementsprechend verlassen sich die Musiker auf dem Soundtrack nach wie vor auf ihr postrockiges Laut/Leise-Wechselspiel - nur kompakter als zuletzt. Dafür sorgt vor allem Barry Burns, der seine Synthies atmosphärischer einsetzt als auf dem Vorgänger "Every Country's Sun". Sein Spiel führt in "Donuts" durch vernebelte, ambiente Soundlandschaften. Dazu schrauben sich verhallte Gitarrenklänge monumental in die Höhe. Zwischendurch blitzt immer wieder kurz eine honigsüße, eingängige Melodie auf. Ein wenig Shoegaze schwang schon auf "Every Country's Sun" in einigen Momenten mit, nun bauen Mogwai diesen Sound aus. Burns' Pianoarbeit zieht sich wie ein roter Faden durch den Score und lenkt "Guns Down" in harmonische Bahnen, selbst wenn Noise-Feedbacks hier und da die vermeintliche Ruhe brechen. Im Titelsong beschwört das Klavier dagegen eine flirrende Stimmung herauf. Zum Schluss mündet das Stück in einer erlösenden Wall Of Sound, während überschwängliche Tastenakkorde gleichzeitig auf ein Ende mit Schrecken statt ein Schrecken ohne Ende hinsteuern. Mitreißender lässt sich der entscheidende Wendepunkt einer Story musikalisch kaum noch gestalten. Im finalen "We're Not Done (End Title)" greift Stuart Braithwaite schließlich zum Mikro und fügt der treibenden und nach vorne gehenden Indie-Nummer, die durchaus klangliche Parallelen zu "Teenage Exorcists" von "Music Industry 3. Fitness Industry" (2014) aufweist, eine jugendlich anmutende Leichtfüßigkeit hinzu. Für einen festen Platz auf der Live-Setlist der Schotten bewirbt sich der Song zweifelsohne. Insgesamt markiert "KIN" eine logische Weiterentwicklung des Vorgängers. Andererseits klangen sie seit "Mr. Beast" selten pianolastiger. Auf dem opulenten Score siegt das Feingefühl der Musiker für melodisches Songwriting über rohe Gitarrengewalt. Eventuell findet so ein Mainstream-Publikum allmählich Zugang zu der Musik Mogwais. Darüber hinaus fällt sie höchstwahrscheinlich besser aus als der Film an sich, der bei Kritikern bislang vernichtende Bewertungen einfährt. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Oktober 2015 | Rock Action Records

Mit "Central Belters" veröffentlicht die Postrock-Ikone Mogwai erstmals eine umfangreiche Werkschau ihres bisherigen Schaffens. Ein Bein reißen sie sich dafür nicht gerade aus. Unter den 35 Titeln befindet sich nicht eine Sekunde bislang unveröffentlichtes Material. Dennoch geht das Boxset - egal ob als LP-Sixpack, Triple-CD oder MP3-Download - nicht als bloße Pflichtübung, sondern als echter Bringer durchs Ziel. Das liegt vor allem an der Auswahl der Stücke. Hier können die Meister des Laut-Leise-Kontrasts aus dem Vollen schöpfen. Egal, welche Platte man aus ihrem Katalog herausgreift: Fast jeder Augenblick ist ein musikalischer Genie-Moment, dem man sich wahlweise intellektuell oder rein instinktiv und emotional nähern kann. Musik von Mogwai wirkt wie Treibsand. Mit jeder Bewegung sinkt man tiefer in den anziehenden Kosmos dieser Klänge. Der überwiegende Teil besteht aus einer nahezu chronologischen Selektion ihrer Alben. Die Schotten haben einfach Titel ausgewählt, die sie selbst als herausragend empfinden. Vor allem Einsteiger stellen fest, dass die Briten zu Beginn ihrer künstlerischen Konzeption (etwa beim definierenden "Young Team") schon unfassbar weit waren. So zeigen die hier vertretenen Titel grandioser Alben wie etwa "Mr Beast" ("Auto Rock") oder meinem persönlichem Liebling "The Hawk Is Howling" ("I'm Jim Morrison, I'm Dead") vor allem eines: Mogwai haben sich meist eher verändert, denn entwickelt. Letzteres hatten sie kaum nötig. Jede Platte bringt neue Facetten dieses Musik-Leviathans hervor. Kleiner Wermutstropfen: Wer schon alle Alben sein Eigen nennt, kann sich die Mogwai-Playlist innerhalb weniger Minuten selbst zusammenstellen. Jäger und Sammler dürfen sich dennoch an einem knappen Dutzend Seltenheiten erfreuen, die man lediglich auf ihren zahllosen Singles oder EPs findet. Zwei außergewöhnliche Stücke verdienen besondere Beachtung: "Devil Rides" ("Batcave" EP) ist ein für Mogwai-Verhältnisse recht konventioneller Song. Er gewinnt vor allem durch die abgerockten Vocals des tragischen Gaststars Roky Erickson (13th Floor Elevators), der sich perfekt in den melancholischen Sound einfügt. "My Father My King" (One-Track-Single von 2001) ist ihr bislang längstes Lied und kultisch verehrtes Ende ihrer Gigs. Sie selbst nennen es "zwei Drittel Gelassenheit, ein Drittel Death Metal!" Und es ist noch viel mehr: Archaische Vergangenheit und moderne Gegenwart, liebliche Mystik und schroffe Realität prallen zur wilden Vereinigung aneinander. Es ist eine Interpretation des "Avinu Malkeinu" ("Unser Vater, Unser König"), einem 2000 Jahre alten hebräischen Chant, den man als Gebet zu Jom Kippur singt. Zusammen mit Produzent und Dekonstruktionsexperte Steve Albini löschen sie alle Worte und schnappen sich zwei Grundmelodien der uralten Vorlage. Die Sanftheit explodiert alsbald im eruptiven Feuer eines harschen Soundgewitters voller Feedbacks und wahnsinnig um sich schlagender Riffs. Nach knapp 20 Minuten ist das Inferno dann vorbei. Der Hörer bleibt angemessen aufgewühlt in der Stille zurück. Allein schon für diesen ultimativen Mogwai-Moment lohnt sich die Anschaffung von "Central Belters". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. Juni 2003 | [PIAS] Recordings Catalogue

Mogwai sind back in Rock-Action. Back in ihrem eigenen, streng kopfnickenden Gitarren-Kosmos, der den Hörer mit dem Beginn der ersten Melodie wieder völlig in seinen Bann zieht. Er entführt ihn auf eine benebelte Reise durch die schottischen Weiten. Über Stock und Stein, durch den nebligen Wald und über taufrische Wiesen. Augen zu und durch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Diese jungen Herren vermögen es wie keine andere Instrumental-Band, das Kino im Kopf in Gang zu setzen. Beim einfachen Dasitzen und vor sich hin Träumen funktionieren Mogwai deshalb auch am besten. Dieses Dösen gelingt ihnen bei "Happy Songs ..." besser als je zuvor, denn die Platte macht keinen Halt. Das altbewährte Spiel mit lauten, monströsen Ausbrüchen und leisen, zerbrechlichen Flüster-Stellen hat nahezu ausgedient. Hier bewegen sich die Schotten auf einer konstanten Linie des wabberenden Sounds und kreieren einen durchgehenden Fluss von 41 Minuten, der sich mit den bekannten elektronischen Sounds und breitangelegten Streicher-Arrangements am Leben hält. Dadurch wird das inzwischen fünfte Album der Band ihr bisher nebensächlichstetes - und das gar nicht mal im negativen Sinne. Das intensive Zuhören rückt in den Hintergrund und lässt der Träumerei ihren Lauf. Trotz weitaus weniger Sing-Anteil als beim Vorgänger "Rock Action" schaffen es Mogwai wieder, in durchschnittlich vier Minuten lange Songs alles hineinzupacken, wofür andere Bands ihrer Kategorie mal locker die vierfache Zeit brauchen und schon nach drei Minuten die Aufmerksamkeit verlieren. Neue Fans werden die Schotten in Skateboarder-Kluft hiermit wohl kaum finden. Im Endeffekt hat sich nicht viel verändert, aber das will ja sowieso niemand so richtig. Liebe oder hasse die "Band für das 21.Jahrhundert", wie Stephen Malkmus sie bezeichnet. Ich unterschreibe. © Laut
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Rock - Erschienen am 29. Oktober 2006 | [PIAS] Recordings Catalogue

Nur die US-Armee durfte sie bislang benutzen: 17 hoch auflösende Spezialkameras filmten am 23. April 2005 den französischen Fußballer Zinedine Zidane beim Spiel Real Madrid gegen den FC Villarreal aus ebenso vielen Perspektiven. Der schottische Regisseur Douglas Gordon begeisterte dieses Jahr bei den Filmfestspielen von Cannes mit seinem Portrait des Französischen Ausnahmefußballers "Zidane: A 21st Century Portrait". Der Film lebt von der Eindringlichkeit seiner Bilder und der Musik. Mogwai, ebenfalls Schotten, komponierten den gesamten Soundtrack und erschaffen mit zehn sphärischen Instrumentalstücken den fruchtbaren Nährboden für Gordons Charakterstudie auf dem Fußballplatz. "Black Spider" beginnt mit den warmen Klängen einer Akustik-Gitarre. Sie gibt das Grundthema vor, um das sich der Song, der sich nach und nach mit Schlagzeug, Bass und einer Synthie-Melodie anreichert, beständig dreht. "Terrific Speech 2" startet mit leisen Störgeräuschen, die ein Klavier sogleich auffängt. Wieder bildet sich nach und nach ein Soundteppich, der durch das gedämpfte Schlagzeug immer ein bisschen nach Schritten im Schnee klingt. Massive Attacks "Danny The Dog", auch ein Stück zu einem Soundtrack, erinnert ein wenig an diese melancholische Songskizze. In "Wake Up And Go Berserk" vermischen sich die verschiedenen Störgeräusche und Instrumente zu einer verwirrenden, verstörten Filmmusik, irgendwo im Hintergrund tastet vorsichtig ein Piano. Die Musik kennt keine festen Strukturen, sondern klingt vielmehr wie ein gemaltes Bild, in dem die Farben anfangen, sich miteinander zu vermischen und die festen Formen und klaren Motive aufgebrochen werden. "Terific Speech" greift das Thema des zweiten Songs mit einer Gitarre wieder auf. Langsam, bedächtig und zähflüssig klebt sich ein Arrangement nach dem anderen um dieses schwermütige Gitarrenmotiv. Es fiepst und flirrt. Am Ende steht monolithisch wieder allein das Ursprungsthema. Diese Musik funktioniert als Grundlage für die Ästhetik des Zidane-Films und als schwerer Klangwald für dunklere Stunden gleichermaßen. Auf brachiale Noise–Ausbrüche verzichten die Schotten dieses Mal. Seinen legendären Kopfstoß während des WM Finales hat der Fußballer zur Zeit der Aufnahmen noch nicht an den Mann gebracht. Typisch sind die sich umspielende Gitarren und ein leicht verschlepptes Schlagzeug, wie bei "7:25" oder spärliche Klaviertöne, die von elektronischen Störgeräuschen traktiert und sanft bedroht werden. In "Half Time" etwa staut sich im Hintergrund etwas an, dass die klangliche Zeitlupen-Idylle verstört und bedrängt. Nie sind es die Strukturen eines Songs, die Mogwai bespielen. Gitarre, verschleppte Drums, Klavier und elektronische Elemente kreisen permanente umeinander, bauen Schichten auf und fallen langsam wider in sich zusammen, wie bei "Do I Have Weapons" und "Time And A Half". Mogwais Musik war schon immer atmosphärisch und cineastisch, das Engagement für diesen Soundtrack ist deshalb nur konsequent. Mit stoischer Ernsthaftigkeit und gereifter Ruhe für die langsamen und leisen Töne greifen sie nach dem Zwischenspiel "It Would Have Happened Anyway" beim letzten Stück "Black Spider 2" das schwermütige Anfangsthema wieder auf und lassen es leicht abgeändert, sanft landen. Als Hidden Track gibt's obendrauf noch eine ordentlich gemeine Klangkaskade. Dekonstruktion und empfindlicher Lärm herrschen hier vor. Ganz so besinnlich wollten sich Mogwai dann wohl doch nicht verabschieden, quasi der musikalische Kopfstoß in der Nachspielzeit. Ändert in beiden Fällen nichts an dem großen Gesamtwerk. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Oktober 1997 | Chemikal Underground Records

Du weißt nicht viel über die Kunst des Postrock, wenn dir die Kenntnis um die Meilensteine fehlt. Mogwais Debüt ist neben den frühen Werken von Tortoise, Dirty Three oder Godspeed You! Black Emperor solch eine Wegmarke. Auch im elften Jahr nach Erstveröffentlichung besteht das in manischer Hast zusammengeschusterte "Young Team" den Test der Zeit. Seine transzendente Dynamik zwischen Herzbrecherisch-schön und Überschäumend-furios, der indirekte Gebrauch von Vocals (AB-Messages, geflüsterte Konversationen), ihr pechschwarzer Humor und ein unerschütterlicher Glaube an das große Gefühl hievte die fünf Glasgower 1997 auf den Olymp. Bis heute gilt Young Team vielen als die ultimative Mogwai-Platte. In seiner Schroffheit und Weitläufigkeit näher dran an Slint als an der späteren Sigur Rós-Fragilität, erscheint nun endlich eine adäquate Remastered Version. Adäquat allerdings vor allem aufgrund der fantastischen zweiten CD, weniger wegen irgendwelcher High-End-System-Ansprüche. Hier wurde vor allem die Lautheit hochgeschraubt, was den prinzipiellen Höreindruck jedoch nicht signifikant ändert. Denn die brutalen Laut-Leise-Breaks in "Like Herod" waren schon in der Werkausgabe überwältigend klaustrophobisch, der Stereoeffekt von "With Portfolio" ein einziger Schwindelanfall. Getreu der gerühmten ersten Worte des Albums "Music is bigger than words and wider than pictures" möchte ich "... and broader than loudness" anfügen. Auch wenn gerade der Pegel das herausragende Kennzeichen der Bühnen-Mogwais ist, was nicht zuletzt auch der Livepart der Bei-Disc aufzuzeigen weiß. Dort schnürt "Young Face Gone Wrong" aus Delay-Waben und Bassklaviatur ein feines Drei-Minuten-Häppchen, während "I Can't Remember" an die flirrenden Romantizismen von Chino Morenos Team Sleep gemahnt. Einer von vielen Ausnahmetracks aus der "Young Team"-Ära, der zeigt, dass für diese unerreicht brillante Band damals wie heute Genres lediglich Drehtüren sind. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. April 2001 | [PIAS] Recordings Catalogue

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. April 2016 | Rock Action Records

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Eigentlich ist es unmöglich, über ein Mogwai-Album in ansprechender Form zu schreiben. Normale Wörter oder Satzkonstruktionen reichen kaum aus, um den musikalischen Schichtungen gerecht zu werden. Außerdem, ihr wisst schon: Über Musik zu schreiben, ist wie ... und so weiter. Doch genau dieses Aufeinanderprallen offenbart eben auch Chancen des Austauschs und der Analyse. "Atomic", das neue Mogwai-Monster - ein Portal in eine andere Welt, einer wabernden Leerstelle gleich leuchtet die tief orange brennende Sonne vom Cover. Wir tauchen kopfüber ein in diesen fremden, non-verbalen Kosmos, den wir versuchen wollen, greifbar zu machen: Ein Unternehmen, das zum Scheitern verurteilt ist. Dies offenbart bereits das Intro "Ether", das zunächst zärtlich umschmeichelt. Eingangs zittert ein dezentes Glockenspiel, das alsbald von brüchigen Streichern umzogen wird, die uns viel eher an Sigur Rós als an die klassischen Mogwai erinnern. Der Auftakt klingt seltsam harmonisch, fast schon kitschig, aufdringlich schön. Aber so richtig traut man der vermeintlichen Idylle nicht - alles schreit hier irgendwie nach Urknall. "Scram" beginnt erneut bei Null, wieder in der Stille. Es gibt keinen künstlichen Übergang, sondern einen kaum merklichen Bruch. Wo zuvor organische Sounds dominierten, kratzt und beißt es jetzt dystopisch, elektronisch. Ein Hauch von Kraftwerk kommt auf, verfliegt aber sogleich wieder, während sich der Song für Mogwai typisch in Loops aufschichtet und eine Soundspur über die nächste schmiert. Dann wieder: Stille. "Bitternes Centrifuge" beginnt mit wildem Rauschen, ein Soundbrett vor dem Kopf. Der Hörer muss sich in diesen Song hineinkämpfen, erst dann schält sich aus der Destruktion angedeutete, dunkle Harmonie, die in der zweiten Songhälfte wütend dramatisch zu kreisen beginnt, um schlussendlich zu implodieren. "Atomic" ist kein Konzeptalbum, das die Songs ineinander verzahnt oder eine geradlinige Geschichte erzählt. Im Gegenteil: "Atomic" ist absolut nicht-linear. Die Songs stoßen sich voneinander ab, jeder funktioniert für sich alleine in seiner eigenen Umlaufbahn. Mogwai erzählen zehn voneinander getrennte Stories, die an unterschiedlichen Punkten anknüpfen und nur punktuell dieselben Diskurse streifen bzw. nur in den allgegenwärtigen Stilmitteln der Schichtung und Loops zusammenfinden. Das Format Album hält die einzelnen Atome irgendwie zusammen und wird dann doch zum abstrakten Klangkörper. So entsteht eine fast kosmische Platte, deren Stimmung so dicht ist, dass man sie schneiden möchte. "Pripyat" wird zum massiven Höhepunkt, ein magnetischer Ausschlag in alle Richtungen. Die Komposition kommt einem Mahlmstrom gleich, der alles in sich aufsaugt. "Pripyat" ist dunkel, groß, bedrohlich, ein echtes Alien, eine künstliche Intelligenz. Überhaupt erinnern weite Teile von "Atomic" an den den Geist einer tiefschwarzen Science Fiction-Reflektion im 80er Jahre-Blade Runner-Gewand. Das Album erinnert in seiner raumgreifenden Offenheit immer wieder an Filmmusik - und dieser Eindruck täuscht nicht: Die Platte knüpft direkt an den Mogwai-Soundtrack zu Mark Cousins gleichnamigen Archiv-Film an. "Die Prämisse war zunächst, Musik zu machen, die gut zu dem Film passt. Wir haben dann aber angefangen, daraus ein Album zu entwickeln und haben weiter mit den Grundlagen gearbeitet, mehr Musik eingespielt und diese stetig erweitert", erklärte Gitarrist Stuart Braithwait unlängst. Aufschichtung, schon klar. Das sind die Sphären in denen sich Mogwai bewegen, ohne die entsprechenden Zitate und Verweise wirklich auszuformulieren. Denn "Atomic" erklärt nichts. Es gibt weder ein ultimatives Sinnangebot noch eine irgendwie geartete Auflösung. Alles überlagert sich in Wellen von Musik, die in der Mitte der Platte kaum noch greifbar werden. Erst "Weak Force" führt das Werk konzentriert zurück in irdische Gefilde. Überhaupt scheint die zweite Hälfte der Platte den kleineren Geschichten gewidmet zu sein, darauf verweisen zumindest Songtitel wie "Little Boy", "Are You A Dancer" und "Fat Man". Und tatsächlich klingt "Little Boy" zunächst wirklich kleiner, fast wie ein normales Stück Rock - ehe dann zum Songende eine herzzereißend, komplett überdrehte Kirchenorgel einsetzt, die umgehend aus der angedeuteten Lethargie reißt. Und da wird wieder deutlich: Mogwai ist nicht zu trauen. Die Schotten legen nur zu gerne falsche Fährten aus, in denen man sich verfängt und der Band vollends ausgeliefert ist. Aber diese Momente sind es eben auch, die Mogwai in Höchstform zu einer so wichtigen, weil total losgelösten Band machen. Und trotzdem hat "Atomic" einige wenige Schwachstellen: "Are You A Dancer" ist das harmloseste Stück der Platte und fällt mit seltsamem Folklore-Charme ab. "Fat Man" beendet die Reise und entlässt von Pianospuren begleitet wieder in die normale Welt. Der Abschluss wirkt beinahe wie eine komprimierte Fassung der restlichen Scheibe - unfassbar, melodiös, kreisend, ausbrechend. Am Ende erweist sich "Atomic" als ein Album, wie man es nur selten zu hören bekommt. Irgendwie analog, irgendwie angestaubt, aber keinesfalls nostalgisch. Klar, da sind elektronische, elektrifizierte Spuren, aber größtenteils entziehen sich Mogwai dem digitalen Diskurs. Viel eher klingen sie denkbar organisch, beinahe naturalistisch, ohne übertrieben verklärt oder romantisch zu wirken. Dieses Muskelspiel zwischen aufgezeigter Härte, beinahe pompösem Größenwahn und fast zärtlich zerbrechlichen Sequenzen bleibt einzigartig und wird auf "Atomic" nahezu in Perfektion aufgeführt. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. August 2010 | Rock Action Records

Fünfzehn Jahre Historie haben sie gebraucht, jetzt erst erscheint sie tatsächlich: die seit langer Zeit herbeigemunkelte Liveausgabe einer Band, die seit jeher das Tag "Lautester Act der Welt" trägt. Wer Mogwai live gesehen hat - das dürften in einer solchen Zeitspanne nicht wenige sein -, weiß um die mitreißenden Momente dieser monumentalen Gitarren-Auf- und –Abfahrt. Sporadische Ansagen, viel Dramaturgie und Tinnitus - was also ist von diesem CD/DVD-Doppel zu erwarten? Eben genau das. Aber eben auch keine Metainformation mehr. Die beiden Regisseure Vincent Moon und Nathanaël Le Scouarnec zeigen die Postrock-Schotten in ästhetisiertem Schwarzweiß. Grobkörnig fangen sie Szenen aus den Straßenschluchten New York Citys ein und mischen sie mit Liveaufnahmen von drei aufeinanderfolgenden Nächten in Brooklyns Music Hall of Williamsburg im Frühjahr 2009. Völlig kommentarlos fahren die beiden in kontemplativen Fotografien die Instrumente ab, zeigen hochkonzentrierte Musiker bei ihrer Darbietung, schwenken auf verzückte Zuschauergesichter. Verraten wird hier kaum etwas. "Burning" ist kein Bandporträt, sondern trotz des schattenlastigen, grobkörnig stilisierten Bilds beinahe 1:1. Das tausendfach erprobte, immer grandiose Livemoment spiegelt sich hier wieder: Mogwai wirken wie zärtliche Autisten an ihren Werkzeugen, deren einziges Kommunikationsmittel die produzierte Musik ist. Durch die Reduktion aufs Allerwesentliche empfiehlt sich "Burning" vor allem als spätes Einstiegsmedium für Neulinge; darüber hinaus bietet die DVD kaum Mehrwert. Wie der Pressetext schon sagt: "Mogwai create their own instrumental soundtrack to the imagination." Ihnen geht es um die Resonanz ihrer Musik in den Körpern und Köpfen der Rezipienten, nicht um die Show. Weil demnach die Live-CD "Special Moves" über das Gehörte hinaus zu transzendieren, ein eigene geistige Vorstellung zu erzeugen vermag, wäre das visuelle Pendant gar nicht nötig gewesen. Das Geheimnis um die Menschen hinter Mogwai bleibt jedoch so oder so gewahrt. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Januar 2021 | Rock Action Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Oktober 2020 | Rock Action Records

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