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Die Alben

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Klaviersolo - Erschienen am 24. Februar 2017 | CPO

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klavierkonzerte - Erschienen am 14. September 2018 | Oehms Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Die jüngere Aufführungsgeschichte von Rachmaninows drittem Klavierkonzert leidet noch immer unter den unseligen Nachwehen der trostlosen und schamlos vermarkteten Geschichte David Helfgotts. Seitdem haftet dem 1909 entstandenen Werk der Nimbus des Gefährlichen und Unspielbaren an. Nun ist das Stück gewiss eines der komplexesten des Repertoires, aber das zweite Konzert Bartóks ist viel schwerer, und es gibt erfahrene Pianisten, die auch Rachmaninows c-Moll-Konzert für technisch heikler halten. Aber der pianisten-verzehrende Ruf des so unangenehm kollegial „Rach 3“ genannten Werkes hat in den vergangenen Jahrzehnten eine billig-effekthascherische Deutungshaltung begünstigt – man hat dem Publikum das ersehnte Spektakel halt liefern wollen. Zwei Neuaufnahmen weisen dem lyrischen Opus sehr unterschiedliche Wege aus dieser Rezeptionssackgasse. Michael Korstick zeigt die thematische Dichte des Stoffes, schmiedet sozusagen eine ekstatisch-gleißende Werkgestalt, der nichts Schwelgerisches, Ornamentales geblieben ist. Mit fiebrigem Drang stürzt er sich in den Solopart, der aufnahmetechnisch stark im Vordergrund steht. In der Più-mosso-Sektion, in der der Solist das ins Orchester abgewanderte Thema umspielt, treibt er die Janáček Philharmonie unter Dmitry Liss regelrecht vor sich her. Überleitungsepisoden und dichte kontrapunktische Passagen – etwa in der Durchführung – sind von höchster Transparenz und Emphase. Mit geradezu didaktischem Furor versucht Korstick jedes Detail in einer schmerzhaften Klarheit auszuformulieren. So kennen wir ihn schon seit seinem Beethoven-Zyklus. Wir sollen begreifen, dass es in diesem Konzert trotz der vielen Töne wenig Beiläufiges gibt. Auf die Übergänge und kleinen Kadenzen, die die Variationsepisoden des langsamen Satzes verknüpfen, stürzt er sich, als seien das Sprungbretter in motorisch immer aufgeladenere Entwicklungsstadien. Auch die b-Moll-Sonate gibt er als fiebrigen Reißer, in der Coda des Finales grenzgängerisch entfesselt, aber so expressiv und uneitel, dass man nie auf den Gedanken kommen würde, hier ein Echo selbstdarstellerischen Klavierlöwentums zu vernehmen. Boris Giltburg nähert sich mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Carlos Miguel Prieto dem Werk aus ganz anderer Richtung. Er kultiviert Lyrismus, Klangkultur und eine neben Korstick zunächst fast betulich wirkende, virtuose Effekte dämpfende Deutlichkeit, um das Werk von billiger Überwältigungsrhetorik zu reinigen. Vom ersten Takt an wird der Vorwärtszug nachdenklich gebremst, wird aussingend innegehalten. Die Veloce-Kadenz, mit der das erste Themenfeld endet, fällt rasch in ein murmelndes Mezzoforte zurück. Korstick lässt hier ein regelrechtes Feuerwerk los. Die Espressivo-Episode, in der das Seitenthema dem Solisten allein gehört, bei Korstick ein nervös bebendes kontrapunktisches Gewebe, ist unter Giltburgs Händen ein stiller Traum, der nichts ahnt von den Aufwerfungen der Durchführung. Mit unerhörter Klangkontrolle liest er die lyrischen Schönheiten am Wege auf und riskiert, dramatische Entwicklungen fast zum Stillstand zu bringen. Dafür hört man eben Dinge, die Korstick nicht heraushebt, weil sie seinen motorischen Furor allzu stark bremsen würden. So zeigt uns Giltburg in der locker hingeworfenen Leggiero-Variation des langsamen Satzes, dass Rachmaninow das Hauptthema des ersten Satzes in der linken Hand eingeflochten hat. Ein winziger Beleg für die allgegenwärtige, kaum fassbare kompositorische Dichte des Stückes. Aber auch ein Beispiel, dass man seine Komplexität nicht ohne Abstriche hörbar machen kann. Wer solche Kleinfunde heraushebt, ist vielleicht manchmal zu versonnen, die berauschend-entfesselte Seite des Werkes nachzubilden. So braucht es also mindestens zwei Interpreten dieses Formats, um die Größe des hier wunderbar rehabilitierten Konzerts zu erahnen. © Kornemann, Matthias / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 1. Mai 2009 | SWR Classic

Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 26. Oktober 2010 | SWR Classic

Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klaviersolo - Erschienen am 6. November 2015 | CPO

Booklet Auszeichnungen 4 étoiles Classica
Neues von zwei der großen Baustellen Michael Korsticks. Im Zuge seiner Liszt-Reihe für cpo legt er nach der h-Moll-Sonate und den drei Bänden der „Pilgerjahre“ nun die im Kern frühe Sammlung der „Harmonies poétiques et religieuses“ vor. Nur zwei ihrer zehn Titel, die „Bénédiction de Dieu dans la solitude“ und die „Funérailles“, finden sich heute noch häufiger im Repertoire der Pianisten. Als Ganzes wird der Zyklus dagegen nur selten aufgeführt und eingespielt, denn die Stücke, meist Jugendwerke, die Liszt aber in späteren Jahren überarbeitete, setzen in der Mehrzahl stärker auf Pathos und akkordische Klangentfaltung als auf originäre melodische Erfindung. Korstick, inzwischen 60 Jahre alt, kann und will dies offenbar nicht kaschieren. Er verzichtet in seiner Kölner Aufnahme des mitproduzierenden Deutschlandfunks auf jede Art von belkantistischem Überhöhungsversuch, um die etwas hohle Rhetorik von Stücken wie der „Invocation“ zu überspielen, gewinnt andererseits durch die umstandslose Direktheit seines Zugriffs substanzreichen Sätzen wie den „Funérailles“ eine fast beklemmende Dynamik und Dichte ab – die so allerdings eher die Vorstellung eines Höllenritts als die eines feierlichen Begräbnisses suggeriert. Probleme dieser Art tauchen bei der Interpretation von Debussys Klavierwerken nicht auf. Nicht einmal bei den kleinen Stücken seiner Frühzeit, die sich im neuen vierten Teil seiner entstehenden Gesamteinspielung für SWR und Hänssler finden. Nachdem in den vorausgegangenen Bänden die Sammlungen der „Préludes“ und der „Images“ den Schwerpunkt bildeten, sind auf der neuen CD aber hauptsächlich einige der bekanntesten Debussy-Reihen von der „Suite Bergamasque“ und dem „Pour le piano“ bis zu den „Estampes“ und „Children’s Corner“ vereint. Und auch hier folgt Korstick unverändert seiner Linie einer perfekten, musikalisch unanfechtbar konzentrierten, strengen, aber doch feinsinnig ausgehörten Realisierung des Notentextes. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 7. Oktober 2014 | CPO

Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Es ist nicht immer gut, wenn Musiker ihre Booklet-Texte selbst verfassen. Denn nicht jeder Pianist ist auch ein geborener Autor. Wenn Michael Korstick das jedoch macht, dann mischt sich eine große Lust am Erzählen mit tiefschürfender Analyse. Dass dies auch die Quellen seines Musizierens sind, zeigt diese neu-alte Schubert-CD bestens. Die Sonate in B-Dur und die „Ungarische Melodie“ erschienen vor zehn Jahren erstmals beim Label Ars Musici auf CD. Und Korsticks in den Tempi extreme Interpretation von Schuberts letzter Sonate (vor allem das außergewöhnlich langsame Tempo des Eröffnungssatzes) sorgte schon damals für Aufsehen. Auch in den neuen Aufnahmen sind die Tempi ein wesentliches Gestaltungskriterium. Was zum Beispiel bedeutet „Moderato“, was „Andantino“? Korstick spielt die ersten beiden „Moments musicaux“ bewusst sehr langsam (man höre Brendel im Vergleich), kantabel, sehr lyrisch und dunkel. Das ungewöhnliche Tempo im abschließenden As-Dur-Allegretto thematisiert er im Beiheft gleich selbst, und er spielt das Stück so langsam, als sei es ein Adagio. Man muss seiner Interpretation jedoch zugutehalten, dass wohl kaum ein Pianist den lyrischen Grundcharakter des Stückes (und der Moments musicaux im Ganzen) so schön herausgearbeitet hat. Bei den Sonaten schlägt Korstick (auch) härtere Töne an. Besonders deutlich wird das im Finale der A-Dur-Sonate D 644. Bei Elisabeth Leonskaja (MDG) klingt dieses Allegro liebreizend, bei Korstick hingegen beginnt der Satz zwar ebenfalls sehr klangschön und perlend. Doch er setzt später auch die kräftigen Sforzati-Akzente ein, die Schubert notiert hat, bricht so die Idylle auf. Dass Korstick sich erneut viele Gedanken um den „richtigen“ Klang gemacht hat, zeigen nicht nur seine Anmerkungen im Booklet, wo er etwa der Frage nachgeht, wie man manche von Schuberts Artikulations- und Pedalangaben deuten kann und wie man das dann noch auf dem modernen Flügel umsetzt. Das offenbaren auch die ersten Takte der großen A-Dur-Sonate D 959. Schubert erscheint hier schroff, nicht mehr als netter Wiener Kaffeehaus-Komponist, sondern als kämpferischer Zeitgenosse Beethovens. Das Andantino nimmt Korstick erneut sehr langsam, Schubert wirkt hier melancholisch bis verzweifelt, im Scherzo fast schon übermütig, im Trio erneut sehr ernst und im Finale dann mal wunderbar singend, dann aber auch wieder heftig akzentuierend. Dabei zeichnen die typischen Korstick-Qualitäten, wie eine extrem weite Dynamik, eine wunderbar differenzierte Artikulation und ein trotz intelligenter Lesart jederzeit emotional berührendes Klavierspiel, auch diese existentielle Schubert-Interpretation aus. © Willmes, Gregor / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 5. Juni 2020 | CPO

Booklet
Neues von der grauen Eminenz des hiesigen Klavierbetriebs: Michael Korstick, eher selten live im Konzert zu erlebender, für seine Aufnahmen aber zunehmend mit Lob überhäufter und preisgekrönter Pianist, wendet sich dem sowjetischen Komponisten Dimitri Kabalevsky zu. Die Klavierkonzerte sind von ihm bereits aufgenommen, nun liegen alle drei Klaviersonaten vor. In der Wahrnehmung der Klassikinteressierten liegt Kabalevsky weit zurück hinter Schostakowitsch und Prokofjew. Komponisten, mit deren Schaffen Kabalevskys Opus den Vergleich allerdings aushalten kann. Ungünstig auf die Wahrnehmung dürfte sich vor allem seine Rolle während der Sowjetzeit ausgewirkt haben. Den Zielen des sozialistischen Realismus fühlte sich Kabalevsky ein Leben lang verbunden, im Komponistenverband der Sowjetunion übernahm er bereitwillig Ämter, zahlreich sind seine Werke für die sozialistischen Feiertage. Ob sich darin politische Überzeugung ausdrückte oder doch nur eine geschickte Art, sich mit einem repressiven Regime zu arrangieren, darüber herrscht geteilte Meinung. Michael Korstick stellt uns Kabalevsky jedenfalls vor als einen Komponisten, der meisterhaft und stets mit Lust an der großen Pranke fürs Klavier schrieb: mit Anleihen an Skrjabin und Rachmaninow in seiner ersten Sonate, komponiert mit 23 Jahren; vollgriffig und romantisch gebrochen in der zweiten Sonate, die erst knapp 20 Jahre später folgte; elegant und von mitreißender Spielfreude in der neoklassizistischen dritten. Korstick spielt das brillant, packend, mit romantischer Bewegtheit und zugleich mit viel Sinn für den rhythmischen Reichtum und die rhythmische Härte von Kabalevskys Musik. Sein Zugriff ist dabei so unerschütterlich, dass dem Hörer kaum eine andere Wahl bleibt: ja, unbedingt hörenswerte Musik. © Haustein, Clemens / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 15. März 2019 | CPO

Booklet
Als unbestechlichen Wahrheitssucher kennen wir Michael Korstick seit vielen Jahren. Seine unerhört durchdachte, zuweilen fast schmerzhaft deutliche Klavierkunst neigt gelegentlich den Ausdrucksextremen zu. In diesem Programm, das Francks späte Großwerke mit Alfred Cortots kniffligem Solo-Arrangement der Violinsonate verbindet, bewegt er sich auffallend in der erfüllten Mitte. Natürlich meißelt er die monumentale Themenkombination, mit der die Fuge des „Prélude, Choral et Fugue“ kulminiert, gewaltig und transparent aus. Durch die lyrisch angehauchten Augenblicke des Innehaltens, die auf diese aufgetürmten Takte folgen, rauschen dann die meisten Interpreten etwas achtlos hindurch, und vielleicht wären sie Korstick früher auch entgangen. Jetzt aber lässt er im Tempo einmal ganz kurz nach und gestattet sich ein wenig Diminuendo-Zartheit. Gestaltungskraft für große Architekturen besaß er immer, nun leuchtet er auch jene dämmrigen Passagen aus, die dem logischen Aufbau im Wege zu stehen scheinen. Interessanter noch ist das seit jeher vernachlässigte „Prélude, Aria et Final“, dem die Monumentalität des Schwesterwerkes abgehen mag, das uns aber mit größerem Reichtum sublimer Schattierungen belohnt. Das zarte Rezitativ am Beginn der Aria scheint bei Korstick geradezu von innen zu leuchten, und wandert das Hauptthema dann in die linke Hand, begleitet seine Rechte mit einer wirklich phänomenalen Klangkontrolle, als seien die Akkorde bloße Schwingungen. Mit solcher Finesse hört man das in keiner anderen Fassung. Das fast kirmeshaft schmissige Thema des Finales legt er mit der fiebrigen Aufgekratztheit hin, die den alten Franck gelegentlich packte. Am Ende aber stirbt alles in dolcissimo-Akkorden hin, die man vollkommener kaum hinhauchen kann. © Kornemann, Matthias / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. November 2012 | Oehms Classics

Booklet
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Klassik - Erschienen am 23. März 2018 | CPO

Booklet
Dmitri Kabalewski (1904-1987) war gewissermaßen das vierte Rad am sowjetischen Wagen. Die beiden ersten und wichtigsten waren Prokofjew und Schostakowitsch, die beiden anderen Khatschaturjan und er selbst. Manche warfen ihm Kleinmütigkeit gegenüber der stalinistischen Diktatur vor. Dabei stand auch er auf der berüchtigten Säuberungsliste und riskierte, im besten Fall für zwanzig Jahre nach Sibirien in den Winterurlaub geschickt zu werden oder schlimmstenfalls eine Kugel in den Kopf zu bekommen. Kabalewski fand seinen Ausweg, insbesondere mit einem fantastischen (und übrigens sehr umfangreichen) Repertoire an Kompositionen für Kinder, auch wenn wir ihm ebenfalls die hier dargebotenen drei Klaviersonaten verdanken, von denen die erste aus dem Jahr 1927 und die beiden anderen von 1944 und 1945 stammen. Die erste steht mit ihrer nebulosen Chromatik noch unter dem Einfluss Skrjabins, während die beiden späteren Werke zwar den gleichen Weg einschlagen wie Schostakowitsch und Prokofjew, aber auch – erstaunlicherweise – Poulenc und seinem leichten französischen Humor folgen, hier allerdings eher mit einem Humor à la Bulgakow. Jedenfalls bleibt er in seiner pianistischen Ausdruckweise ganz in der Tradition der russischen Klavierschule, immer lyrisch – auch in den schrillsten Momenten – und großzügig in Konzeption und Ausführung. Internationale Pianisten wie Horowitz, Moiseiwitsch, Zak, Weissenberg oder Gilels haben diese Sonaten in ihr Repertoire aufgenommen. Auf dem vorliegenden Album wird sie vom deutschen Pianisten Michael Kostic interpretiert, der sich im Lauf der Jahrzehnte ein bemerkenswertes und angesehenes Repertoire aus selteneren Werken aufgebaut hat: Busoni, Reger, Milhaud (dessen Gesamtwerk für Klavier er eingespielt hat!), Koechlin und natürlich Kabalewski. Ein geniales Album, dringend zu empfehlen, in einer hervorragenden Tonqualität! © Marc Trautmann/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 3. April 2012 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2007 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2000 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2008 | SWR Classic

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Klassik - Erschienen am 27. Mai 2010 | CPO

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Klassik - Erschienen am 4. Januar 2011 | CPO

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Klassik - Erschienen am 6. November 2015 | SWR Classic

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Neues von zwei der großen Baustellen Michael Korsticks. Im Zuge seiner Liszt-Reihe für cpo legt er nach der h-Moll-Sonate und den drei Bänden der „Pilgerjahre“ nun die im Kern frühe Sammlung der „Harmonies poétiques et religieuses“ vor. Nur zwei ihrer zehn Titel, die „Bénédiction de Dieu dans la solitude“ und die „Funérailles“, finden sich heute noch häufiger im Repertoire der Pianisten. Als Ganzes wird der Zyklus dagegen nur selten aufgeführt und eingespielt, denn die Stücke, meist Jugendwerke, die Liszt aber in späteren Jahren überarbeitete, setzen in der Mehrzahl stärker auf Pathos und akkordische Klangentfaltung als auf originäre melodische Erfindung. Korstick, inzwischen 60 Jahre alt, kann und will dies offenbar nicht kaschieren. Er verzichtet in seiner Kölner Aufnahme des mitproduzierenden Deutschlandfunks auf jede Art von belkantistischem Überhöhungsversuch, um die etwas hohle Rhetorik von Stücken wie der „Invocation“ zu überspielen, gewinnt andererseits durch die umstandslose Direktheit seines Zugriffs substanzreichen Sätzen wie den „Funérailles“ eine fast beklemmende Dynamik und Dichte ab – die so allerdings eher die Vorstellung eines Höllenritts als die eines feierlichen Begräbnisses suggeriert. Probleme dieser Art tauchen bei der Interpretation von Debussys Klavierwerken nicht auf. Nicht einmal bei den kleinen Stücken seiner Frühzeit, die sich im neuen vierten Teil seiner entstehenden Gesamteinspielung für SWR und Hänssler finden. Nachdem in den vorausgegangenen Bänden die Sammlungen der „Préludes“ und der „Images“ den Schwerpunkt bildeten, sind auf der neuen CD aber hauptsächlich einige der bekanntesten Debussy-Reihen von der „Suite Bergamasque“ und dem „Pour le piano“ bis zu den „Estampes“ und „Children’s Corner“ vereint. Und auch hier folgt Korstick unverändert seiner Linie einer perfekten, musikalisch unanfechtbar konzentrierten, strengen, aber doch feinsinnig ausgehörten Realisierung des Notentextes. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 2. August 2011 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Mai 2012 | SWR Classic