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Soul - Erschienen am 1. Januar 2012 | Polydor Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Hi-Res Audio - Sélection du Mercury Prize
Als "Sound Of 2012" zeichnete die BBC Michael Kiwanuka unlängst aus. Ohne einen Langspieler veröffentlicht zu haben, trat der Engländer damit in die Fußstapfen von Künstlern wie Adele, Keane oder Corinne Bailey Rae. Zwei kleine EPs reichten aus, um die Jury zu überzeugen und die Musikwelt wie gebannt auf das Debüt-Album warten zu lassen. Denn der 23-Jährige ist gesegnet mit einer Stimme, die ihresgleichen bei den ganz Großen sucht. Ein bisschen Bill Withers und Terry Callier schwingt mit, ein wenig Otis Redding und Van Morrison, vielleicht sogar Nick Drake. Sein wohlig-warmer, sanfter Bariton macht Kiwanukas Organ so zeitlos, dass er auch die Wahl zum "Sound Of 1967" hätte gewinnen können. Das reichte der BBC, um die gehypten Mitbewerber Frank Ocean und Azealia Banks auf die Plätze zu verweisen. Verglichen mit den beiden Newcomer-Kollegen wirkt "Home Again" ungewöhnlich ausgereift, erwachsen und überlegt. Was nicht nur an den unterschiedlichen Genres des Trios liegt, sondern auch daran, dass der Londoner und sein Produzent John Butler (The Bees) wenig Neues wagen. Sie haben ja schließlich schon gewonnen. Kiwanukas Debüt strotzt nicht gerade vor Innovation und Originalität, sondern plätschert zunächst relativ mutlos auf den sicheren Pfaden des jazzigen Souls der frühen Siebziger – zumindest auf den ersten Umdrehungen. Erst nach mehreren Durchgängen entwickelt diese knapp 40 minütige Mischung aus Soul, Blues, Folk und Gospel eine seltsam aufregende Dynamik, die eigentlich gar nicht zum entspannten Grundtenor des Albums passt. "Always Waiting" heißt das Programm, schließlich haben auch Langsamkeit und Ruhe ihre faszinierenden Momente. Zumindest, wenn man sich darauf einlässt. Denn erst dann entdeckt der Hörer die Detailliebe und Perfektion, mit der Butler seiner Entdeckung zehn wunderschöne Songs auf den Leib geschneidert hat. Das gilt natürlich vor allem für das schon längst überall gefeierte "Tell Me A Tale", ein großes Stück Musik, das verschiedene Flöten, Percussion und Brass-Bläser vereint und schon jetzt zu den besten Songs des Jahres zählt. Mit dem alles überstrahlenden Opener als Antrieb entführt "Home Again" auf eine spirituellen Reise durch reichhaltige, aber nicht aufdringliche akustische Welten, die eine E-Gitarre und ein Rhodes Piano nur gelegentlich sanft durchbrechen. Eine Sitar hier ("I'll Get Along"), eine Kora ("I Won't Lie") da, hin und wieder zurückhaltende Streicher, um den Songs noch mehr Tiefe zu verleihen als sie durch das ausgefeilte Arrangement und Kiwanukas vereinnahmende Stimme ohnehin schon haben. Aber nicht die allerlei ausgefallenen Instrumente sind es, die "Home Again" zu einem grandiosen Pop-Album machen, sondern die Vertrautheit, mit der Kiwanuka jeden umgarnt, der ihn an sich ran lässt. "Rest" könnte auch von Eric Clapton stammen, etwas mehr Folk im Dylan-Stil bringt das nicht minder bluesige "Bones", das zweite große Highlight des Albums. "I'm Getting Ready" und "Any Day Will Do Fine" würden auch Leonard Cohen gut zu Gesicht stehen. Das schwerfällige, chorale "Always Waiting" lockert ein Charango auf, deutlich luftiger ist "I'll Get Along", das mit Flöten und Cowbell arbeitet und ein fast unanständiger Gute Laune-Ohrwurm ist. Kiwanuka erfüllt die Erwartungen, die die Vorschusslorbeeren geschürt haben, wenn er auch etwas Anlauf dafür braucht. Allerdings schließt sich die Frage an, was als nächstes kommt, auf einem zweiten Album dürfte das "Home Again"-Konzept nicht wieder funktionieren. Doch das ist Zukunftsmusik, zunächst gilt es, die Gegenwart und damit den "Sound Of 2012" bis zum Schluss auszukosten. Ende April findet der Engländer den Weg in hiesige Konzerthallen. Der Besuch ist Pflicht. © Laut
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Soul - Erschienen am 15. Juli 2016 | Polydor Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Dank des brillanten Debütalbums Home Again, das Michael Kiwanuka im Jahre 2012 herausbrachte, ist der Brite zu einem der großen Stars des heutigen Szene des Nu Soul aufgestiegen. Mit nur 25 Jahren wurde Kiwanuka mit nicht weniger großen Namen als Bill Withers, Otis Redding und Marvin Gaye verglichen. Auf seinem zweiten Album Love & Hate, das nun erscheint, zeigt uns der Londoner seine rockige Seite, ohne seine eindeutig souligen Einflüsse zu verleugnen. Es wurde produziert von Danger Mouse und enthält viele anspruchsvolle Kompositionen (wie zum Beispiel die zehnminütige Sinfonie Cold Little Heart, die das Album eröffnet) und unerwartete Referenzen wie Akkorde, die eindeutig an David Gilmour von Pink Floyd erinnern. Aber auch die Refrains zeigen Kiwanukas Brillanz und die Eingängigkeit der Melodien - sowohl wenn er beim gleichnamigen Song "I'm a white man in a white world" singt oder den Titelsong Love & Hate zum Besten gibt. Wenn er gezielt das Saitenspiel einsetzt oder wir uns über gospelähnliche Chorgesänge freuen können. Kurz gesagt: Ein großes Soul-Album, das reich an Einflüssen großer Künstler ist, hinter denen es sich nicht zu verstecken braucht. © MZ/Qobuz
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Soul - Erschienen am 1. November 2019 | Polydor Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Hat Michael Kiwanuka etwa dadurch, dass er sein drittes Album ganz einfach Kiwanuka genannt hat, endlich mit sich selbst Frieden geschlossen? Seit seinen Anfängen im Jahr 2012 hat sich der Londoner ununterbrochen die Frage gestellt, welchen Platz als Künstler er einnimmt, welchen Bezug er zu seinem musikalischen Erbe hat, aber auch, wer er eigentlich ist und welche Rolle er in einer Gesellschaft spielt, die nach wie vor vom Rassismus zermürbt wird… Schon seit seinem ausgezeichneten Debütalbum Home Again gilt Kiwanuka als neues Wunder des heutigen Soul. Es ist dieser bewusst orientierte, ganz in der Art von Terry Callier mit Folk durchtränkte Soul, der so herrliche Erinnerungen an die Seventies wachruft. Gewisse Leute vergleichen ihn sogar mit keinen Geringeren als Bill Withers, Otis Redding und Marvin Gaye… Auf Love & Hate, seinem zweiten, 2016 erschienenen Album, präsentierte der Songwriter eine kleine Spur mehr Rock, ohne gleichzeitig auf seine Einflüsse aus dem Gospel und dem Soul zu verzichten, wo er doch von Danger Mouse bei der Produktion so große Unterstützung bekam. Kiwanuka strahlt im Endergebnis jetzt mehr Ruhe aus, die Instrumente sind aber genauso vielfältig und die Texte sind immer noch gleichermaßen politisch engagiert. Somit setzt er den Weg fort, den er mit seinen vorhergehenden Alben eingeschlagen hat. Danger Mouse steht erneut an den Reglern, aber dieses Mal verleiht er allem eine noch nie dagewesene Reichweite und Stärke, wenn wir nur unsere Ohren auf Empfang stellen: Soul im Breitwandformat, Gospel in XXL-Größe, recht funkige Gitarren mit Wah-Wah-Effekt, zarte Streicher, Bässe bigger than life, lange Instrumentaleinlagen usw. Ganz wie schon beim Opener You Ain't The Problem handelt es sich um ein wahrhaft architektonisches Meisterwerk mit reinstem Soul. Michael Kiwanuka hat aus seiner Bewunderung für den Marvin Gaye am Anfang der siebziger Jahre nie einen Hehl gemacht, und dabei denken wir sehr oft an What’s Going On (sein Lieblingsalbum par excellence) und Trouble Man, auch wenn die Stimmen der beiden Männer grundsätzlich verschieden sind. Dieses dritte Opus des 32-jährigen Briten ist vor allem kompakt wie nie zuvor. Und bei jedem weiteren Anhören der Platte taucht ein anderes subtiles Arrangement auf, ein wohl überlegtes Wort oder es macht sich ein Instrument bemerkbar, das in den Vordergrund tritt. Eine großartige Platte. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 15. Juli 2016 | Polydor Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
Marvin Gaye, Curtis Mayfield, Isaac Hayes, Bill Withers: Am Vergleich mit diesen Legenden zerbrach schon manch ein Künstler. Nicht jedoch Kiwanuka. Er strauchelt nicht ein bisschen. Sein Debüt "Home Again" gab vor vier Jahren ein Versprechen, das er nun einlöst. Wo andere auf ihrem zweiten Album auf Nummer sicher gehen und nur das Konzept des Vorgängers kopieren, explodiert Kiwanuka förmlich. Er hebt sich selbst und sein Songwriting auf ein neues Level: eindringlich, verletzlich, rau und voller Anmut. Dabei schien es zeitweise so, als liege Kiwanukas Zukunft mit "Home Again" bereits hinter ihm. Als habe er seine 15 Minuten Ruhm bereits verprasst. Verunsichert vom Trubel um seine Person, zog sich der Sänger zurück und begann sich, seine Emotionen, seinen Ehrgeiz und die Spiritualität zu hinterfragen. Dieser kathartische Ansatz gab ihm die Möglichkeit, zu wachsen. Aus dem Lecken seiner Wunden entstanden melodramatische und schwelgerische Songs, die einerseits seine verletzliche Persönlichkeit widerspiegeln, anderseits aber auch universal funktionieren. Mehr Stax als Motown, verbindet "Love & Hate" verschwenderische Streicher-Arrangements, Kiwanukas störrische Fuzz-Gitarren, warme Bassläufe, Hammond-Orgeln und dynamische Percussions. Auch wenn seine angenehme Stimme nicht in der obersten Liga des Genres mitspielt, verhilft ihr sein Songwriting doch zum perfekten Einsatz. Gemeinsam mit psychedelischen und Folk-Einflüssen ergibt sich ein erhabener Soul-Sound, den die Produzenten Brian Burton aka Danger Mouse und Inflo mit behutsamem Feintuning ins Hier und Jetzt heben. Eine Produktion, die Kiwanuka nicht im Weg steht, sondern ihm die zentrale Rolle einräumt. Der Opener "Cold Little Heart" setzt sich nur langsam und zögernd in Gang. Ein Epos, das wie eine lang verschollene Zusammenarbeit von Isaac Hayes und - Überraschung - Pink Floyd klingt. Gerade die erste Hälfte lässt deutliche Reminiszenzen an den Klassiker "Shine On You Crazy Diamond" erkennen, zu dem sich ein Ennio Morricone-Chor gesellt. Stück für Stück setzen Piano, üppige Streicher und ein schleppendes Schlagzeug ein. Burton lässt Kiwanukas Gilmour-Gitarre fünf majestätische Minuten, um sich zu entfalten. Psychedelischer Soul vom Feinsten, der sich ab der Mitte zum Folk wandelt. In dieser ausufernden Verzweiflung gelingt eine Eröffnung zum Niederknien, nahe an der Vollkommenheit. "Maybe this time I can be strong / But since I know who I am, I'm probably wrong." Meditativ wiederholt die alte Seele Kiwanuka in "Black Man In A White World" den Titel des Tracks immer und immer wieder. Klatschen, Percussions und Schlagzeug bauen eine kompromisslose Stimmung auf, konfrontieren Blues mit Afrobeat und Gospel. Streicher setzen ein und sorgen für eine zunehmend bedrückende Anspannung. Indem er Gegensätze gegenüberstellt, reflektiert der schwarze Sänger seine Gefühlswelt in einer von Weißen bestimmten Welt. "I'm in love but I'm still sad / I found peace but I'm not glad." Trotz seiner introvertierten Herangehensweise entsteht vor dem Hintergrund der zunehmenden Rassenunruhen in Amerika eine dringliche Hymne in der Tradition von "The Revolution Will Not Be Televised" (Gil Scott-Heron), "Niggers Are Scared Of Revolution" (The Last Poets) und "Say It Loud – I'm Black And I'm Proud" (James Brown). Wie um diese Gedanken weiterzuführen, fasst das meisterhafte Titelstück die persönliche und politische Seite des Albums in einer einzigen Frage zusammen: "Love and hate / How much more are we supposed to tolerate?" Im Song findet sich die "What's Going On"-Ästhetik aus Marvin Gayes "Inner City Blues (Make Me Wanna Holler)" wieder. Der monotone, durch den Track fließende Chor frisst sich nachhaltig ins Hirn. Scheint zuerst nicht viel zu passieren, zieht die Intensität kaum spürbar mehr und mehr an. Letztendlich gipfelt sie in Kiwanukas rostfarbenem Gitarrensolo, das sich zusammen mit den Streichern empor hebt. "You can't break me down / You can't take me down." Die Intensität dieser drei Songs über eine Albumlänge zu halten, erscheint schlichtweg unmöglich. Egal für wen. Trotzdem lässt Kiwanuka weitere aufrichtige Stücke folgen, die "Love & Hate" ruhiger, intimer, aber immer noch betörend klingen lassen. Die leichtfüßige Geradlinigkeit von "One More Night" entspannt. "Rule The World" startet, nur zur Gitarre vorgetragen, beim "Home Again"-Folk, um sich, ähnlich wie der Titeltrack, aufzurichten. Der allgegenwärtige Chor adelt den Slow-Funk "Place I Belong" zu einem Siebzigerklassiker. Einzig das schunkelnde Finale "The Final Frame" mit seiner spröden Fuzz-Gitarre, die dem seidenweichen Arrangements gegenüber steht, erinnert zeitweise zu sehr an die aufgesetzte Retro-Mania eines Lenny Kravitz' und funktioniert nicht vollkommen. Michael Kiwanuka tänzelt mit "Love & Hate" leichtfüßig auf den Schultern von Giganten. Sein Retro-Soul erfindet das Genre zwar nicht neu, lässt sich in seiner Intensität jedoch ohne weiteres neben die Großwerke der späten Sechziger und frühen Siebziger einreihen. © Laut
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Soul - Erschienen am 1. Januar 2012 | Polydor Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Als "Sound Of 2012" zeichnete die BBC Michael Kiwanuka unlängst aus. Ohne einen Langspieler veröffentlicht zu haben, trat der Engländer damit in die Fußstapfen von Künstlern wie Adele, Keane oder Corinne Bailey Rae. Zwei kleine EPs reichten aus, um die Jury zu überzeugen und die Musikwelt wie gebannt auf das Debüt-Album warten zu lassen. Denn der 23-Jährige ist gesegnet mit einer Stimme, die ihresgleichen bei den ganz Großen sucht. Ein bisschen Bill Withers und Terry Callier schwingt mit, ein wenig Otis Redding und Van Morrison, vielleicht sogar Nick Drake. Sein wohlig-warmer, sanfter Bariton macht Kiwanukas Organ so zeitlos, dass er auch die Wahl zum "Sound Of 1967" hätte gewinnen können. Das reichte der BBC, um die gehypten Mitbewerber Frank Ocean und Azealia Banks auf die Plätze zu verweisen. Verglichen mit den beiden Newcomer-Kollegen wirkt "Home Again" ungewöhnlich ausgereift, erwachsen und überlegt. Was nicht nur an den unterschiedlichen Genres des Trios liegt, sondern auch daran, dass der Londoner und sein Produzent John Butler (The Bees) wenig Neues wagen. Sie haben ja schließlich schon gewonnen. Kiwanukas Debüt strotzt nicht gerade vor Innovation und Originalität, sondern plätschert zunächst relativ mutlos auf den sicheren Pfaden des jazzigen Souls der frühen Siebziger – zumindest auf den ersten Umdrehungen. Erst nach mehreren Durchgängen entwickelt diese knapp 40 minütige Mischung aus Soul, Blues, Folk und Gospel eine seltsam aufregende Dynamik, die eigentlich gar nicht zum entspannten Grundtenor des Albums passt. "Always Waiting" heißt das Programm, schließlich haben auch Langsamkeit und Ruhe ihre faszinierenden Momente. Zumindest, wenn man sich darauf einlässt. Denn erst dann entdeckt der Hörer die Detailliebe und Perfektion, mit der Butler seiner Entdeckung zehn wunderschöne Songs auf den Leib geschneidert hat. Das gilt natürlich vor allem für das schon längst überall gefeierte "Tell Me A Tale", ein großes Stück Musik, das verschiedene Flöten, Percussion und Brass-Bläser vereint und schon jetzt zu den besten Songs des Jahres zählt. Mit dem alles überstrahlenden Opener als Antrieb entführt "Home Again" auf eine spirituellen Reise durch reichhaltige, aber nicht aufdringliche akustische Welten, die eine E-Gitarre und ein Rhodes Piano nur gelegentlich sanft durchbrechen. Eine Sitar hier ("I'll Get Along"), eine Kora ("I Won't Lie") da, hin und wieder zurückhaltende Streicher, um den Songs noch mehr Tiefe zu verleihen als sie durch das ausgefeilte Arrangement und Kiwanukas vereinnahmende Stimme ohnehin schon haben. Aber nicht die allerlei ausgefallenen Instrumente sind es, die "Home Again" zu einem grandiosen Pop-Album machen, sondern die Vertrautheit, mit der Kiwanuka jeden umgarnt, der ihn an sich ran lässt. "Rest" könnte auch von Eric Clapton stammen, etwas mehr Folk im Dylan-Stil bringt das nicht minder bluesige "Bones", das zweite große Highlight des Albums. "I'm Getting Ready" und "Any Day Will Do Fine" würden auch Leonard Cohen gut zu Gesicht stehen. Das schwerfällige, chorale "Always Waiting" lockert ein Charango auf, deutlich luftiger ist "I'll Get Along", das mit Flöten und Cowbell arbeitet und ein fast unanständiger Gute Laune-Ohrwurm ist. Kiwanuka erfüllt die Erwartungen, die die Vorschusslorbeeren geschürt haben, wenn er auch etwas Anlauf dafür braucht. Allerdings schließt sich die Frage an, was als nächstes kommt, auf einem zweiten Album dürfte das "Home Again"-Konzept nicht wieder funktionieren. Doch das ist Zukunftsmusik, zunächst gilt es, die Gegenwart und damit den "Sound Of 2012" bis zum Schluss auszukosten. Ende April findet der Engländer den Weg in hiesige Konzerthallen. Der Besuch ist Pflicht. © Laut
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Soul - Erschienen am 6. März 2020 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 1. November 2019 | Polydor Records

Hat Michael Kiwanuka etwa dadurch, dass er sein drittes Album ganz einfach Kiwanuka genannt hat, endlich mit sich selbst Frieden geschlossen? Seit seinen Anfängen im Jahr 2012 hat sich der Londoner ununterbrochen die Frage gestellt, welchen Platz als Künstler er einnimmt, welchen Bezug er zu seinem musikalischen Erbe hat, aber auch, wer er eigentlich ist und welche Rolle er in einer Gesellschaft spielt, die nach wie vor vom Rassismus zermürbt wird… Schon seit seinem ausgezeichneten Debütalbum Home Again gilt Kiwanuka als neues Wunder des heutigen Soul. Es ist dieser bewusst orientierte, ganz in der Art von Terry Callier mit Folk durchtränkte Soul, der so herrliche Erinnerungen an die Seventies wachruft. Gewisse Leute vergleichen ihn sogar mit keinen Geringeren als Bill Withers, Otis Redding und Marvin Gaye… Auf Love & Hate, seinem zweiten, 2016 erschienenen Album, präsentierte der Songwriter eine kleine Spur mehr Rock, ohne gleichzeitig auf seine Einflüsse aus dem Gospel und dem Soul zu verzichten, wo er doch von Danger Mouse bei der Produktion so große Unterstützung bekam.Kiwanuka strahlt im Endergebnis jetzt mehr Ruhe aus, die Instrumente sind aber genauso vielfältig und die Texte sind immer noch gleichermaßen politisch engagiert. Somit setzt er den Weg fort, den er mit seinen vorhergehenden Alben eingeschlagen hat. Danger Mouse steht erneut an den Reglern, aber dieses Mal verleiht er allem eine noch nie dagewesene Reichweite und Stärke, wenn wir nur unsere Ohren auf Empfang stellen: Soul im Breitwandformat, Gospel in XXL-Größe, recht funkige Gitarren mit Wah-Wah-Effekt, zarte Streicher, Bässe bigger than life, lange Instrumentaleinlagen usw. Ganz wie schon beim Opener You Ain't The Problem handelt es sich um ein wahrhaft architektonisches Meisterwerk mit reinstem Soul. Michael Kiwanuka hat aus seiner Bewunderung für den Marvin Gaye am Anfang der siebziger Jahre nie einen Hehl gemacht, und dabei denken wir sehr oft an What’s Going On (sein Lieblingsalbum par excellence) und Trouble Man, auch wenn die Stimmen der beiden Männer grundsätzlich verschieden sind. Dieses dritte Opus des 32-jährigen Briten ist vor allem kompakt wie nie zuvor. Und bei jedem weiteren Anhören der Platte taucht ein anderes subtiles Arrangement auf, ein wohl überlegtes Wort oder es macht sich ein Instrument bemerkbar, das in den Vordergrund tritt. Eine großartige Platte. © Marc Zisman/Qobuz
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Soul - Erschienen am 18. Juni 2019 | Polydor Records

Wenn Acts mitten in ihrer Karriere einem Album den eigenen Namen geben, dann steht dies meistens für einen Neuanfang. Schaut her, wir haben uns verändert. Dies ist unser neues Ich. Nicht so bei Michael Kiwanuka. Musikalisch ändert sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel. Stattdessen ist der Titel ein Hinwegwischen vieler Selbstzweifel. Er hat sich nicht verändert, er hat sich gefunden. Er ist "Kiwanuka". Anfang des Jahrzehnts sah das noch ganz anders aus. Damals riet man ihm, doch bitte den Namen zu ändern. Mit Kiwanuka verkauft man doch keine Alben. Jeder wird denken, das sei irgendein Weltmusik-Gelersch. Wo wir schon dabei sind, könntest du dir nicht gleich eine andere Identität zulegen? Dass deine Eltern Flüchtlinge aus Uganda sind, das ist schon etwas zu viel Politik. Das muss ja nicht jeder wissen. Er war selbst kurz davor, diesen Stimmen zu glauben. Sein noch stark vom Folk geprägtes Debüt "Home Again" verkaufte sich gut, doch fühlte er sich schnell wie in einer Zwickmühle. Als verrate er sich selbst und sein Erbe. Den bereits fertigen Nachfolger schrotte er komplett, setzte sich mit Danger Mouse und Inflo, der zuletzt Little Simz' "Grey Area" produzierte, zusammen. Heraus kam "Love & Hate" mit "Black Man In A White World" und dem Epos "Cold Little Heart". Für "Kiwanuka" kooperierte Michael wieder mit den beiden. Ein Album, das den Faden des Vorgängers aufnimmt, jedoch neue Variationen des Themas spinnt. Ein Album, das auf diese Art "Home Again" so fern klingen lässt. Als sei das einst ein ganz anderer Künstler gewesen. Doch wo "Love & Hate" noch allgemeine Identitätspolitik war, geht der neue Longplayer für ihn da hin, wo es weh tut. Da, wo die Unterdrückung der Minderheiten auf unserer Welt ihn ganz persönlich traf und in eine tiefe Identitätskrise stürzte, aus der ihn letztlich er selbst als "Kiwanuka" führte. "I won't change my name / No matter what they call me", singt er im zerschürften Intro zu "Hero". Ein Song, dessen Text er dem Black Panther-Bürgerrechtler Fred Hampton widmet, der mit gerade einmal 21 Jahren von der vom COINTELPRO, einem Programm des FBI, in seinem Apartment ermordet wurde. Nur zur akustischen Gitarre startend, steigert sich das Stück zu einer ergreifenden Klage. "Please don't shoot me down / I loved you like a brother / It's on the news again / I guess they killed another", singt er mit seiner warmen, unverwechselbaren Stimme zeitgleich anklagend und tröstend. Ein exzellente Fuzz-Gitarre und ausufernde Chöre lassen den Track ganz im psychedelischen Soul-Rock der späten 1960er und frühen 1970ern versinken. Eben diesen verknüpft er im lebhaften Opener "You Ain't The Problem" mit Afrobeat. "Don't hesitate / Time heals the pain / You ain't the problem", richtet er zeitgleich an seine Hörer*innen und sich selbst. Die possierlichen "Problem"-Rufe lassen das Herz aufgehen. Dabei strahlt Kiwanuka in dieser überbordenden, sich mehrfach überlagernden Produktion Gelassenheit und inneren Frieden aus. Verschworen reichen sich die vielseitigen Tracks die Hände, fließen immer wieder ineinander. Vom offensiv groovenden "Rolling" ("No tears for the young / A bullet if you run away / Another lost one / Like father, like son, we pray") zum traumhaften "I've Been Dazed" mit seiner Call-And-Response-Coda. Vom sich am Anfang von "Cold Little Heart" orientierenden, dann Pink Floyd mit Soul verbindenden Siebenminüter "Hard To Say Goodbye" ("Little butterfly without wings, how do you fly?") zu dem ungewohntem "Final Days". Hier gibt Danger Mouse Kiwanuka zaghaft mit elektronischen Percussions eine neue Richtung. Eines der schönsten Stücke des Albums, tragisch und mit einem an die frühen Massive Attack ("Unfinished Sympathy") gemahnenden Schlagzeug. "Lying on the ground / Feeling like a dyin' man / No reality / Fading memories / Following the crowd / Coulda been a stronger man / Plead insanity / I will die in these." Mit von Orchester, Chören und einem weiteren seiner brillanten Gitarrensoli getragenen "Light", das sich wie wie ein Spaziergang an einem warmen Herbsttag anfühlt, endet "Kiwanuka" in Frieden. "All of my fears are gone." Michael Kiwanuka zitiert die Größten, findet die Essenz aus Bill Withers, Marvin Gaye, Curtis Mayfield und Stevie Wonder. Aber er verkommt nicht zu einer bloßen Kopie, zum Zitateaneinanderreiher. Sie werden Teil seiner eigenen Sprache, seiner Seele. Dabei ist jeder seiner Songs ebenso abwechslungsreich konzipiert wie makellos. Mit Leichtigkeit wechselt er von Soul zu Prog, von Folk zu Gospel. Auch auf seinem dritten Album auf einem so hohen Level, dass man ihn als einen der besten Künstler des nun auslaufenden Jahrzehnts bezeichnen muss. © Laut
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Soul - Erschienen am 7. Juni 2019 | Polydor Records

Alternativ und Indie - Erschienen am 23. April 2018 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 24. Februar 2017 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 10. Juli 2020 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 22. Juni 2016 | Polydor Records

Marvin Gaye, Curtis Mayfield, Isaac Hayes, Bill Withers: Am Vergleich mit diesen Legenden zerbrach schon manch ein Künstler. Nicht jedoch Kiwanuka. Er strauchelt nicht ein bisschen. Sein Debüt "Home Again" gab vor vier Jahren ein Versprechen, das er nun einlöst. Wo andere auf ihrem zweiten Album auf Nummer sicher gehen und nur das Konzept des Vorgängers kopieren, explodiert Kiwanuka förmlich. Er hebt sich selbst und sein Songwriting auf ein neues Level: eindringlich, verletzlich, rau und voller Anmut. Dabei schien es zeitweise so, als liege Kiwanukas Zukunft mit "Home Again" bereits hinter ihm. Als habe er seine 15 Minuten Ruhm bereits verprasst. Verunsichert vom Trubel um seine Person, zog sich der Sänger zurück und begann sich, seine Emotionen, seinen Ehrgeiz und die Spiritualität zu hinterfragen. Dieser kathartische Ansatz gab ihm die Möglichkeit, zu wachsen. Aus dem Lecken seiner Wunden entstanden melodramatische und schwelgerische Songs, die einerseits seine verletzliche Persönlichkeit widerspiegeln, anderseits aber auch universal funktionieren. Mehr Stax als Motown, verbindet "Love & Hate" verschwenderische Streicher-Arrangements, Kiwanukas störrische Fuzz-Gitarren, warme Bassläufe, Hammond-Orgeln und dynamische Percussions. Auch wenn seine angenehme Stimme nicht in der obersten Liga des Genres mitspielt, verhilft ihr sein Songwriting doch zum perfekten Einsatz. Gemeinsam mit psychedelischen und Folk-Einflüssen ergibt sich ein erhabener Soul-Sound, den die Produzenten Brian Burton aka Danger Mouse und Inflo mit behutsamem Feintuning ins Hier und Jetzt heben. Eine Produktion, die Kiwanuka nicht im Weg steht, sondern ihm die zentrale Rolle einräumt. Der Opener "Cold Little Heart" setzt sich nur langsam und zögernd in Gang. Ein Epos, das wie eine lang verschollene Zusammenarbeit von Isaac Hayes und - Überraschung - Pink Floyd klingt. Gerade die erste Hälfte lässt deutliche Reminiszenzen an den Klassiker "Shine On You Crazy Diamond" erkennen, zu dem sich ein Ennio Morricone-Chor gesellt. Stück für Stück setzen Piano, üppige Streicher und ein schleppendes Schlagzeug ein. Burton lässt Kiwanukas Gilmour-Gitarre fünf majestätische Minuten, um sich zu entfalten. Psychedelischer Soul vom Feinsten, der sich ab der Mitte zum Folk wandelt. In dieser ausufernden Verzweiflung gelingt eine Eröffnung zum Niederknien, nahe an der Vollkommenheit. "Maybe this time I can be strong / But since I know who I am, I'm probably wrong." Meditativ wiederholt die alte Seele Kiwanuka in "Black Man In A White World" den Titel des Tracks immer und immer wieder. Klatschen, Percussions und Schlagzeug bauen eine kompromisslose Stimmung auf, konfrontieren Blues mit Afrobeat und Gospel. Streicher setzen ein und sorgen für eine zunehmend bedrückende Anspannung. Indem er Gegensätze gegenüberstellt, reflektiert der schwarze Sänger seine Gefühlswelt in einer von Weißen bestimmten Welt. "I'm in love but I'm still sad / I found peace but I'm not glad." Trotz seiner introvertierten Herangehensweise entsteht vor dem Hintergrund der zunehmenden Rassenunruhen in Amerika eine dringliche Hymne in der Tradition von "The Revolution Will Not Be Televised" (Gil Scott-Heron), "Niggers Are Scared Of Revolution" (The Last Poets) und "Say It Loud – I'm Black And I'm Proud" (James Brown). Wie um diese Gedanken weiterzuführen, fasst das meisterhafte Titelstück die persönliche und politische Seite des Albums in einer einzigen Frage zusammen: "Love and hate / How much more are we supposed to tolerate?" Im Song findet sich die "What's Going On"-Ästhetik aus Marvin Gayes "Inner City Blues (Make Me Wanna Holler)" wieder. Der monotone, durch den Track fließende Chor frisst sich nachhaltig ins Hirn. Scheint zuerst nicht viel zu passieren, zieht die Intensität kaum spürbar mehr und mehr an. Letztendlich gipfelt sie in Kiwanukas rostfarbenem Gitarrensolo, das sich zusammen mit den Streichern empor hebt. "You can't break me down / You can't take me down." Die Intensität dieser drei Songs über eine Albumlänge zu halten, erscheint schlichtweg unmöglich. Egal für wen. Trotzdem lässt Kiwanuka weitere aufrichtige Stücke folgen, die "Love & Hate" ruhiger, intimer, aber immer noch betörend klingen lassen. Die leichtfüßige Geradlinigkeit von "One More Night" entspannt. "Rule The World" startet, nur zur Gitarre vorgetragen, beim "Home Again"-Folk, um sich, ähnlich wie der Titeltrack, aufzurichten. Der allgegenwärtige Chor adelt den Slow-Funk "Place I Belong" zu einem Siebzigerklassiker. Einzig das schunkelnde Finale "The Final Frame" mit seiner spröden Fuzz-Gitarre, die dem seidenweichen Arrangements gegenüber steht, erinnert zeitweise zu sehr an die aufgesetzte Retro-Mania eines Lenny Kravitz' und funktioniert nicht vollkommen. Michael Kiwanuka tänzelt mit "Love & Hate" leichtfüßig auf den Schultern von Giganten. Sein Retro-Soul erfindet das Genre zwar nicht neu, lässt sich in seiner Intensität jedoch ohne weiteres neben die Großwerke der späten Sechziger und frühen Siebziger einreihen. © Laut
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Soul - Erschienen am 8. November 2019 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 14. Februar 2020 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 8. November 2019 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 10. Juli 2020 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 13. September 2019 | Polydor Records

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Soul - Erschienen am 28. Oktober 2016 | Polydor Records

Der Interpret

Michael Kiwanuka im Magazin
  • Kiwanuka ist Kiwanuka
    Kiwanuka ist Kiwanuka Mit seinem 3. Album öffnet der Brite sein Herz und singt aus so viel Leib und Seele wie noch nie...