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Symphonieorchester - Erschienen am 8. September 2017 | SWR Classic

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Klassik - Erschienen am 9. August 2019 | SWR Classic

Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
Dieses spannende Album präsentiert zwei Versionen der Sechsten Symphonie von Gustav Mahler eines bedeutenden Spezialisten auf diesem Gebiet, dem deutschen Dirigenten Michael Gielen, der am 8. März 2019 verstorben ist. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war dieser während des Krieges mit seiner Familie nach Buenos Aires geflüchtet und hat dort an der Seite des großen Erich Kleiber gearbeitet, der ihn zum Korrepetitor am Teatro Colon ernannte. Michael Gielen wurde im Alter von etwa fünfzig Jahren in der breiten Öffentlichkeit bekannt und hinterließ Aufnahmen (oft live) der Zweiten Wiener Schule, insbesondere von Mahler.Mahlers tragischste Symphonie erhält unter seinem unerbittlichen und inspirierten Taktstock ein besonderes Profil. Die erste Aufnahme aus dem Jahr 1971, die hier erstmals in einer "offiziellen" Version veröffentlicht wird, wurde Opfer mehrerer Raubkopien, die teilweise falsche Informationen mit einer wahllosen Angabe von Dirigenten wie Eduard van Lindenberg oder Hartmut Haenchen enthielten. Die vorliegende Aufnahme wird hier zum ersten Mal nach den Original-Soundtracks mit einem klaren und präzisen Klang veröffentlicht. Michael Gielen hat die Sechste zum letzten Mal bei einem Konzert in Salzburg am 21. August 2013 dirigiert. Man kann sich keinen größeren Kontrast zwischen zwei Versionen unter demselben Dirigenten vorstellen.Mit zunehmendem Alter war Michael Gielen seit langem davon überzeugt, dass seine Kollegen Mahler viel zu schnell dirigierten und verlangsamte seit 1966 kontinuierlich die Tempi. Diese neueste Version von 2013 stellt vielleicht die äußerste Grenze der Langsamkeit dar. Das ist jedenfalls der Eindruck des Toningenieurs Helmut Hanusch, der ein interessantes Zeugnis hinterlassen hat. Gielen empfand schließlich seine Tempi während der Proben als zu langsam und wählte deshalb während des Konzertes etwas schnellere. Es ist faszinierend, diese beiden vierzig Jahre (fast zwei Generationen!) auseinanderliegende Konzeptionen nacheinander anzuhören. © François Hudry/Qobuz
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