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Die Alben

1 Album sortiert nach Am meisten ausgezeichnet und gefiltert nach 24 bits / 48 kHz - Stereo
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Jazzgesang - Erschienen am 9. Februar 2018 | Decca (UMO)

Hi-Res
Melody Gardot ist es mit vier Alben, Worrisome Heart (2008), My One And Only Thrill (2009), The Absence (20125) und Currency Of Man (2015) gelungen, sich im kleinen Club der Sängerinnen mit „ein bisschen, aber nicht allzu viel Jazz“, zwischen Diana Krall und Norah Jones auch einen Platz zu verschaffen, in dieser verträumten und in den 50er Jahren so beliebten, eigenen gesellschaftlichen Kaste, wo sie ihre so wonnevolle, einzigartige Stimme bald in die richtigen Bahnen lenkte. Bei zahlreichen Gelegenheiten hat sie diese Stimme immer wieder auf den Bühnen der ganzen Welt präsentiert. Sie hatte also schon reichlich Aufnahmen in Reserve, um ein Album mit Konzertmitschnitten herauszubringen. Die Live-Alben sind jedoch selten ein absolutes Muss. Oft fehlt ein gewisses, unbeschreibliches Etwas, das nur diejenigen, die an diesem Abend zugegen waren, in ihrem tiefsten Inneren behalten haben… Dieses Live In Europe-Album von Melody Gardot hat zum Glück genau dieses „kleine gewisse Etwas“ festgehalten… Die Amerikanerin hat es wahrscheinlich sorgfältig durchdacht (sie soll angeblich mehr als 300 Aufnahmen angehört haben, bevor sie ihre Wahl traf) und die echt aussehenden Best of vermieden. „Jemand hat eines Tages zu mir gesagt, 'blick nicht zurück, denn du wirst sicher nicht kehrtmachen', erzählt sie". "Das ist gut formuliert, wenn man aber nicht von Zeit zu Zeit einen Blick nach hinten wirft, sieht man kaum, dass einem die Zeit auf den Fersen ist. Wir alle müssen kurz in den Rückspiegel sehen, um nicht vom Weg abzukommen. Die Platte ist genau dasselbe, ein Rückspiegel in einer Corvette Jahrgang 1963, eine Postkarte unserer Tourneen durch ganz Europa. In den letzten Jahren haben wir viel Zeit auf den Straßen verbracht und bei dieser Reise haben wir nicht nur viel Neues sehen und uns erholen können, sondern wir konnten gleichzeitig versuchen, uns möglichst über Regeln hinwegzusetzen und etwas Aufregendes zu schaffen. Jahrelang habe ich davon geträumt, ein Live-Album wie dieses hier herauszubringen.“ Diese Lust macht sich von Anfang bis Ende dieser Platte bemerkbar, deren Titel in Paris, Wien, Bergen, Amsterdam, Frankfurt, Barcelona, Lissabon, Zürich und London aufgenommen wurden. Auch wenn Melody Gardot Neufassungen ihrer Titel Baby I'm A Fool und My One And Only Thrill oder den Klassiker Over The Rainbow bringt, die das Zeug zum Hit haben, so bietet sie hier einen neuen Blick, eine Interpretation mit immer neuen Möglichkeiten. Ihre vorbildlichen Musiker unterstützen sie bei dieser recht rührenden, introspektiven Expedition auf diskrete aber entscheidende Weise. Der Schlagzeuger Charles Staab, der Saxofonist Irwin Hall und der Bassist Sami Minaie sind total auf ihren Gesang eingestimmt, den sie wie eine zarte Hand auffangen, die sie erst bei der allerletzten Note loslassen. Und dann gibt es natürlich dieses Cover, von dem noch oft die Rede sein wird. Oder auch nicht. © Marc Zisman/Qobuz

Der Interpret

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