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Modern Jazz - Erschienen am 9. November 2018 | Blue Note Records

Hi-Res
Zusammen mit seiner Gruppe Twi-Life, zu welcher der Trompeter Keyon Harrold, der Bassist Kyle Miles, der Schlagzeuger Charles Haynes und der Organist und Pianist Mitch Henry gehören, hat Marcus Strickland immer schon den Jazz von mehreren Seiten her erkundet. Auf dem bei BlueNote/Revive erschienenen, von Meshell Ndegeocello produzierten Debütalbum nahm der Saxofonist verschiedenste Musikstile zum Vorbild und er inspirierte sich dabei genauso am verstorbenen Hip-Hop-Produzenten J Dilla wie auch an Felas Afro-Beat, an Charles Mingus‘ Musik und sogar an der von Bartók! Anhand von People of the Sun schildert Strickland die afrikanische Diaspora von heute und gestern, aus einem musikalischen und gesellschaftlichen Blickwinkel, um damit seine eigene Identität zur Sprache zu bringen: „Ich stellte mir die Frage, woher wir kommen und welche Probleme sich damit ergeben und wie das zugleich zu dem passt, was wir hier als Afroamerikaner künstlerisch auf die Beine gestellt haben..“ Das Ergebnis ist eine schöne, intensive, komplexe sowie durch und durch ansprechende Platte, auf der Einflüsse aus Westafrika (Griot-Tradition, Afrobeat) und Amerika (Post-Bop, Funk, Soul) zusammenprallen und man Leuten wie Bilal, Pharoahe Monch, Greg Tate, Jermaine Holmes, Weedie Braimah und Akie Bermiss über den Weg läuft. Diese Vielseitigkeit überrascht nicht dermaßen, bedenkt man, dass Strickland in Miami groß geworden ist, wo er von Klängen aus Haiti, afrokubanischen Rhythmen und Southern Rap umgeben war. Auch Stevie Wonder, John Coltrane und der P-Funk, die Lieblingsplatten seines Vaters, dürfen dabei nicht vergessen werden. Resultat ist nun ein facettenreiches Oeuvre, das sich zwischen Jazz, Soul, Funk und Rhythm’n’Blues hindurchschlängelt, um uns mit einem geschmeidigen Saxofon kleine, melodische Schätze zu präsentieren. © Max Dembo/Qobuz