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Lost Girls

Lost Girls verpflichten sich ganz der Experimentierfreude. Ihre Soundskizzen und Improvisationen haben etwas Freies, Ungezwungenes und Eigenwilliges. Das in Oslo ansässige Projekt besteht aus Allroundkünstlerin Jenny Hval und Multiinstrumentalist Håvard Volden. Hval kommt am 11. Juni 1980 in Oslo auf die Welt und sammelt während ihrer Studienzeit in Australien erste Erfahrungen als Sängerin bei den semi-erfolgreichen Combos IPanic und Folding For Air. Der Bandkontext engt sie aber ein. Zurück in Norwegen verwirklicht sie sich lieber als Solomusikerin. Sie veröffentlicht unter dem Pseudonym rockettothesky zwischen 2006 und 2008 zwei Alben und eine EP. Musikalisch bewegt sie sich irgendwo zwischen versponnenem Folk, Pop und Avantgarde. Ab "Viscera" (2011) lässt sie ihren Künstlernamen hinter sich und musiziert unter ihrem tatsächlichen Namen. Auch die Musik ändert sich und fällt zunehmend experimenteller aus. Volden, der in Trondheim ebenfalls 1980 das Licht der Welt erblickt, verschlägt es 2006 nach Oslo. Dort trifft er 2008 auf die Jenny. Er stellt nicht nur sein Talent als Experimentalmusiker in ihrer Live-Band unter Beweis, sondern wird auch ihr Lebensgefährte. Ab 2009 widmet Volden sich eigenen Projekten, etwa seiner Band Flymodus und mehreren anderen Kollaborationen, mit denen er die Möglichkeiten der freien Improvisation auslotet. Mit Hval schließt er sich zu Nude On Sand zusammen, die selbstbetitelte Scheibe erscheint 2012. Sie zeigt mit sanften Liedern und intimen Folk-Klängen die ruhige Seite des Duos. Danach ruht das Projekt. Hval widmet sich weiteren Soloalben, die feministische Theorien, persönliche Gedanken über ihre Rolle als Frau, Kapitalismuskritik, Experiment und Pop miteinander verbinden. Hinzukommt eine viel gelobte Kollaborationsplatte mit Susanna Wallumrød namens "Meshes Of Voice". Zudem veröffentlicht sie seit 2009 in größeren Abständen Romane. Volden konzentriert sich unter derweil seinem eigenen Namen auf das Improvisieren, gründet mit Moon Relay eine Instrumental-Noise-Rock-Jazz-Band, schließt sich elektroakustischen Ensembles an und kollaboriert mit Drummer Carlo Costa. 2018 kehren schließlich beide unter dem Namen Lost Girls zurück und veröffentlichen mit "Feeling" eine EP, die zwei improvisierte, sperrige Tracks enthält. Den Namen für das Projekt entlehnt man einer Graphic Novel gleichen Namens, die von drei Figuren aus der Kindheitsliteratur handelt, die freizügig über ihre sexuellen Erfahrungen kommunizieren. Noch im selben Jahr steuert Jenny für Voldens Soloveröffentlichung "Space Happy" Vocals bei. Im Folgejahr kommt sie mit ihrer Soloplatte "The Practice Of Love" endgültig im Pop an. Davon profitiert auch "Menneskekollektivet" (2021), das erste Album von Lost Girls. Das Duo wirkt noch mehr wie ein eingespieltes Team, wenn Voldens hypnotische Instrumentalpassagen, die auch mal tanzbar werden, auf Hvals Stimme treffen, die zwischen erzählerischen Spoken Words und ätherischen Gesängen hin- und herpendelt. Spontanität und der Wille, sich neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten zu öffnen, bleibt die Antrtriebsfeder der Lost Girls.
© Laut
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