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Die Alben

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Streamline - Interscope

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
CD16,49 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2011 | Interscope

Auszeichnungen Stereophile: Record To Die For
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Original Soundtrack - Erschienen am 5. Oktober 2018 | A Star is Born OST

Hi-Res
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CD14,99 €

Pop - Erschienen am 29. Mai 2020 | Interscope

Hi-Res
Nach Lady Gagas Vorstellung ist "Chromatica" ein imaginärer Planet, eine Utopie, die Möglichkeit einer Erfüllung ihrer Suche nach Glück. "Ich lebe auf Chromatica, da wohne ich. Ich bin in meine eigene Welt eingetreten. Ich habe die Erde gefunden, ich habe sie verlassen. Die Erde liegt hinter mir ", sagte sie bei der Vorstellung dieses sechsten Albums, das knapp zwei Jahre nach dem weltweiten Erfolg des Soundtracks von A Star Is Born veröffentlicht wurde. Das SF-Konzept von Chromatica brachte die Sängerin dazu, sich der elektronischen Musik mit Tendenz zu prägnantem und melodischem Pop zuzuwenden. Dazu hat sie nicht nur erfahrene Produzenten (BloodPop, Burns, Madeon, Axwell...) eingeladen, sondern auch Guest Stars, die selbst "Außerirdische" sind: Ariana Grande (Rain on Me), die K-Pop-Band Blackpink (Sour Candy) und – mit einem großen Generationsunterschied - Elton John (Sine From Above).Auf diesem Planeten voll extravaganter rosa Kleidung präsentiert sich Lady Gaga als Kriegerin, die gegen ihre eigenen Dämonen, aber auch gegen Bedrohungen von außen kämpft, vor allem gegen jene, die ihre Schwestern bedrohen (Plastic Doll, Free Woman). Ihre ultimative Waffe? Die "dümmste" Liebe der Welt, die sie in einem kathartischen, befreienden Elan lauthals einfordert (Stupid Love). Diejenige, die sich als Königin der binären Basstrommel und des grenzenlosen Vergnügens präsentiert (Fun Tonight), kann aber auch beschwichtigen, vor allem in drei lyrischen und majestätischen Instrumentalstücken (Chromatica I, II und III). Wie es der Name andeutet, präsentiert sich Lady Gagas Planet in ebenso kontrastreichen Farben wie das bunte Seelenleben der Sängerin. ©Nicolas Magenham/Qobuz
HI-RES26,99 €
CD19,49 €

Pop - Erschienen am 21. Oktober 2016 | Interscope

Hi-Res Booklet
Glaube nicht, was die anderen über dich sagen. Sie kennen dich nicht. Lady Gaga beging den Fehler, auf die Stimmen zu hören, die ihr aufgrund ihrer extravaganten Auftritte zuflüsterten, sie sei eine wegbereitende Künstlerin. Als Resultat dieser Fehlinterpretation entstand das überambitionierte "Artpop", das mit Sun Ra-Zitaten krampfhaft versuchte, Kirmes-Techno mit Anspruch zu verbinden. Ein einziges Missverständnis. Lady Gaga war und ist in erster Linie eine aus der Masse herausragende Pop-Sängerin mit dem Talent, sich selbst perfekt zu inszenieren. Von "Artpop" aus gab es nur eine logische Weiterentwicklung: den maximalen Schnitt, das erwachsene Album. Mit "Joanne" hat das Versteckspiel hinter kunterbunten Masken, Kostümen und Alter Egos vorerst ein Ende. Lady Gaga zeigt sich als Mensch, als Stefani Joanne Angelina Germanotta. In dieser persönlichsten ihrer Rollen offenbart sie mehr von ihrem musikalischen Potenzial als in jeder Sekunde des Vorgängers. Den Schritt zurück zu ihren Stärken, der sie letztendlich nach vorne bringt, begleiten unter anderem die Produzenten Mark Ronson und Blood Pop, Florence Welch (Florence And The Machine), Kevin Parker (Tame Impala), Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und Beck. Am Ende des Weges steht zunehmend eingängiger und selbstreflektierter Pop ohne große Sperenzchen. Gemeinsam mit Josh Homme entstand der Dance Pop-Alternative Rock-Zwitter "John Wayne". Während der Queens Of The Stone Age-Frontmann Gitarre und Schlagzeug übernimmt, wünscht sich die von den New York City Boys gelangweilte Lady Gaga in bester Gitte Hænning-Tradition einen Cowboy als Mann. Ein energischer Rodeo-Ritt mit druckvoller Produktion, während dem "Joanne" nicht zum letzten Mal an Madonnas "Music" erinnert. Der zweite mit Homme geschriebene Track, der Opener "Diamond Heart", pendelt zwischen wehmütigem Siebziger-Piano, trotzigem Beat und ausufernden Synthesizern. "Some asshole broke me in / Wrecked all my innocence", verarbeitet sie ihre mit 19 erlebte Vergewaltigung. Das nervig überdrehte "Perfect Illusion" mit reichlich dünnem Refrain basiert auf einem Tame Impala-Demo aus den "Currents"-Sessions und offenbart eine der wenigen Schwächen ihres Gesangs. Mehrfach verwechselt Lady Gaga Schreien mit Dynamik und Emotionen. Dem komplett gegenüber steht die akustische Nashville-Gitarrenballade "Joanne" mit ihrem erhabenen Chorus, eine bittersüße Hommage an ihre verstorbene Tante Joanne, der Lady Gaga ihren zweiten Vornamen verdankt. "Ich glaube, in jedermanns Leben gibt es eine Joanne. Jeder hat jemanden, den er entweder verloren hat oder bald verlieren wird", erklärt sie. "In dieser Welt versuchen wir alle, Schritt zu halten und die beste Seite dessen zu zeigen, das uns ausmacht." Die Power-Ballade "Million Reasons" fördert ihren Country-Einfluss noch deutlicher zutage als das Titelstück. Beide stehen jedoch im Schatten von "Angel Down", einem traurig-eleganten Song, von Klavier und psychedelischen Verzierungen getragen, in dem Gaga ihre beste Gesangsleistung auf diesem Longplayer liefert. Deutlich spürbar verbindet sie ihre Emotionen bezüglich des Mordes an Christina Grimmie und dem Orlando-Anschlag, bei dem 49 Menschen getötet und 53 verletzt wurden. "Shots were fired on the street / By the church where we used to meet / Angel down, angel down / Why do people just stand around?" "Dancin' In Cirles", das die Freuden der Autoerotik zelebriert, klingt mit seinem Ace Of Base-Reggae wie ein zweiter "Alejandro"-Teil. Textlich bietet die Beck-Kollaboration eine Mischung aus den großen Oden der Selbstbefleckung: Cyndi Laupers "She Bop" und Billy Idols "Dancing With Myself". "Dancin' in circles, feels good to be lonely / … / Let's funk downtown." Das anmutige, mit Florence Welch vorgetragene Duett "Hey Girl" vermischst Elton Johns "Benny And The Jets" mit 1980er-Funk. Statt wie zuletzt mit überkünsteltem Nippes, fordert Lady Gaga ihre Zuhörer mit Nähe heraus. Sie minimiert die Entfernung zwischen Kunstfigur und Publikum. Auf den ersten Blick fehlen dem fünften Album die überlebensgroßen Pop-Brecher wie "Poker Face", "Bad Romance" oder "Telephone". Stattdessen liefert sie mit "Joanne" ein authentisches und in sich schlüssiges Werk und ihr bisher bestes Album. © Laut
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Original Soundtrack - Erschienen am 5. Oktober 2018 | A Star is Born OST

Booklet
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Interscope

Hi-Res
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CD13,99 €

Pop - Erschienen am 23. Mai 2011 | Interscope

Hi-Res
CD21,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2009 | Streamline - Interscope

Original Soundtrack - Erschienen am 5. Oktober 2018 | A Star is Born OST

Download nicht verfügbar
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Pop - Erschienen am 18. November 2009 | Interscope

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2010 | Interscope

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 21. Oktober 2016 | Interscope

Booklet
Glaube nicht, was die anderen über dich sagen. Sie kennen dich nicht. Lady Gaga beging den Fehler, auf die Stimmen zu hören, die ihr aufgrund ihrer extravaganten Auftritte zuflüsterten, sie sei eine wegbereitende Künstlerin. Als Resultat dieser Fehlinterpretation entstand das überambitionierte "Artpop", das mit Sun Ra-Zitaten krampfhaft versuchte, Kirmes-Techno mit Anspruch zu verbinden. Ein einziges Missverständnis. Lady Gaga war und ist in erster Linie eine aus der Masse herausragende Pop-Sängerin mit dem Talent, sich selbst perfekt zu inszenieren. Von "Artpop" aus gab es nur eine logische Weiterentwicklung: den maximalen Schnitt, das erwachsene Album. Mit "Joanne" hat das Versteckspiel hinter kunterbunten Masken, Kostümen und Alter Egos vorerst ein Ende. Lady Gaga zeigt sich als Mensch, als Stefani Joanne Angelina Germanotta. In dieser persönlichsten ihrer Rollen offenbart sie mehr von ihrem musikalischen Potenzial als in jeder Sekunde des Vorgängers. Den Schritt zurück zu ihren Stärken, der sie letztendlich nach vorne bringt, begleiten unter anderem die Produzenten Mark Ronson und Blood Pop, Florence Welch (Florence And The Machine), Kevin Parker (Tame Impala), Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und Beck. Am Ende des Weges steht zunehmend eingängiger und selbstreflektierter Pop ohne große Sperenzchen. Gemeinsam mit Josh Homme entstand der Dance Pop-Alternative Rock-Zwitter "John Wayne". Während der Queens Of The Stone Age-Frontmann Gitarre und Schlagzeug übernimmt, wünscht sich die von den New York City Boys gelangweilte Lady Gaga in bester Gitte Hænning-Tradition einen Cowboy als Mann. Ein energischer Rodeo-Ritt mit druckvoller Produktion, während dem "Joanne" nicht zum letzten Mal an Madonnas "Music" erinnert. Der zweite mit Homme geschriebene Track, der Opener "Diamond Heart", pendelt zwischen wehmütigem Siebziger-Piano, trotzigem Beat und ausufernden Synthesizern. "Some asshole broke me in / Wrecked all my innocence", verarbeitet sie ihre mit 19 erlebte Vergewaltigung. Das nervig überdrehte "Perfect Illusion" mit reichlich dünnem Refrain basiert auf einem Tame Impala-Demo aus den "Currents"-Sessions und offenbart eine der wenigen Schwächen ihres Gesangs. Mehrfach verwechselt Lady Gaga Schreien mit Dynamik und Emotionen. Dem komplett gegenüber steht die akustische Nashville-Gitarrenballade "Joanne" mit ihrem erhabenen Chorus, eine bittersüße Hommage an ihre verstorbene Tante Joanne, der Lady Gaga ihren zweiten Vornamen verdankt. "Ich glaube, in jedermanns Leben gibt es eine Joanne. Jeder hat jemanden, den er entweder verloren hat oder bald verlieren wird", erklärt sie. "In dieser Welt versuchen wir alle, Schritt zu halten und die beste Seite dessen zu zeigen, das uns ausmacht." Die Power-Ballade "Million Reasons" fördert ihren Country-Einfluss noch deutlicher zutage als das Titelstück. Beide stehen jedoch im Schatten von "Angel Down", einem traurig-eleganten Song, von Klavier und psychedelischen Verzierungen getragen, in dem Gaga ihre beste Gesangsleistung auf diesem Longplayer liefert. Deutlich spürbar verbindet sie ihre Emotionen bezüglich des Mordes an Christina Grimmie und dem Orlando-Anschlag, bei dem 49 Menschen getötet und 53 verletzt wurden. "Shots were fired on the street / By the church where we used to meet / Angel down, angel down / Why do people just stand around?" "Dancin' In Cirles", das die Freuden der Autoerotik zelebriert, klingt mit seinem Ace Of Base-Reggae wie ein zweiter "Alejandro"-Teil. Textlich bietet die Beck-Kollaboration eine Mischung aus den großen Oden der Selbstbefleckung: Cyndi Laupers "She Bop" und Billy Idols "Dancing With Myself". "Dancin' in circles, feels good to be lonely / … / Let's funk downtown." Das anmutige, mit Florence Welch vorgetragene Duett "Hey Girl" vermischst Elton Johns "Benny And The Jets" mit 1980er-Funk. Statt wie zuletzt mit überkünsteltem Nippes, fordert Lady Gaga ihre Zuhörer mit Nähe heraus. Sie minimiert die Entfernung zwischen Kunstfigur und Publikum. Auf den ersten Blick fehlen dem fünften Album die überlebensgroßen Pop-Brecher wie "Poker Face", "Bad Romance" oder "Telephone". Stattdessen liefert sie mit "Joanne" ein authentisches und in sich schlüssiges Werk und ihr bisher bestes Album. © Laut
CD14,99 €

Pop - Erschienen am 11. November 2013 | Interscope

Booklet
Das wichtige dritte Album! Mit "The Fame" erntet Gaga erste Achtung, "Born This Way" schien danach mehr Suchen als Finden. "Artpop" soll nun endlich den keimenden Ruf als ernsthafte Künstlerin untermauern. Weder schicke Vorbilder wie Warhol und Bowie noch Wildcards im Club der coolen Leute (wie die Einladung zu Robert Rodriguez "Machete Kills") können ihr am Ende des musikalischen Tages helfen. Sobald die ersten Noten aus den Boxen quillen, bleibt jedes Image Schall und Rauch. In diesem Moment reicht es nicht mehr, im Marina Abramovic-Sack zu glänzen. Jetzt muss sie ihn auch zumachen. Das Cover verspricht viel. Ersatz-Andy und Kitschkönig der Popart, Jeff Koons, ist als Wahl nur konsequent. Gaga gibt die personifizierte Antithese zu Pin Ups wie Miley. Wer sich so dermaßen unvorteilhaft in Szene setzt, hat nur noch die Wahl zwischen interessant und verkorkst. Die Lady kann sich den Drahtseilakt erlauben. Sie kontert mit musikalischer Substanz. "Artpop" besteht über weite Strecken aus vielschichtigen Songs. Eingebettet in eine meist bunte, gelegentlich jedoch übertrieben zeitgeistige Produktion. Schon der Opener zeigt, dass Kreativität und Dance kein Widerspruch sein müssen, das ist eine angemessene Göttinnen-Inszenierung mit gelungenem Orientelement. Dazu als Kontrast ein dramatisch geschmetterter Refrain ganz alter Popschule. Mit spielerischer Leichtigkeit verbindet sie rhythmische und melodische Gegensätze auf Albumlänge. "I'm broken." Dazu eine ganze Herde ohrwurmiger Bridges und Refrains für die man ihr überraschend mühelos so manchen Ausrutscher verzeiht. Jene Abstecher, die sie in Richtung Billigfashionshop-Görensound unternimmt. Rockige Lieder wie "Manicure" lässt sie dieses Mal nicht in Gegniedel ersaufen, sondern transportiert den Löwinnenanteil der Härte über die Stimme. Dazu ein paar sommertaugliche Klopper der von Daft Punk reanimierten Marke Moroder trifft Nile Rodgers ("Fashion!"). Doch lediglich Zügen aufzuspringen, reicht ihr zum Glück nicht. Sie hängt mit "Venus" lieber einen eigenen neuen Waggon an. Der nicht minder exzentrische Urvater des Space Jazz, Sun Ra, erhält zur Referenz ein verdientes Zitat aus seinem "Rocket Number Nine Take Off for the Planet Venus" ("Interstellar Low Ways", 1966). Mit Stücken wie dem Titelsong macht Lady Gaga elegant dort weiter, wo Kylie Minogue in ihren zahlreichen guten Momenten vorausging. Doch am allerbesten ist sie, wenn sie ganz auf ein organisches Klangkostüm setzt ("Dope"), um dazu die ganze eigene Schrägheit und kafkaeske Nerdigkeit in leidenschaftliche Outlawromantik zu wandeln. "I need you more than dope.". Dabei gibt es Kritikpunkte. Als weiß geädertes Ohrenrheuma durchzieht die Platte ein all zu demonstratives Nuckeln an den Gegenwartstrends Dubstep und ähnlich modernistischem Schmand. Das haben eigentlich gute Tracks wie das aggressive "Swine" nicht verdient. Nicht solche Songs, wohl aber ihr Sound wird in wenigen Jahren unnötig Patina-behaftet klingen. Schade drum. Auch die überflüssige Gästeliste überzeugt kaum. "Do What U Want - Featuring R. Kelly" ist ein wenig zu nett und routiniert eingerahmt. Ebenso klingen die handwerklich durchaus perfekten Rapparts in "Jewels N' Drugs - Featuring T.I., Featuring Too $Hort Featuring Twista" kaum mehr als das öde Echo der Antwort auf eine Frage, die der Song weder stellte noch brauchte. Trotz solcher Schwachstellen bleibt das Niveau stets überdurchschnittlich. Mit "Artpop" gelingt Lady Gaga somit die Aufwertung einer Musikrichtung, die gemeinhin über kaum mehr Persönlichkeit verfügt als eine leere Coladose. © Laut
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Pop - Erschienen am 6. November 2013 | Interscope

Hi-Res
Das wichtige dritte Album! Mit "The Fame" erntet Gaga erste Achtung, "Born This Way" schien danach mehr Suchen als Finden. "Artpop" soll nun endlich den keimenden Ruf als ernsthafte Künstlerin untermauern. Weder schicke Vorbilder wie Warhol und Bowie noch Wildcards im Club der coolen Leute (wie die Einladung zu Robert Rodriguez "Machete Kills") können ihr am Ende des musikalischen Tages helfen. Sobald die ersten Noten aus den Boxen quillen, bleibt jedes Image Schall und Rauch. In diesem Moment reicht es nicht mehr, im Marina Abramovic-Sack zu glänzen. Jetzt muss sie ihn auch zumachen. Das Cover verspricht viel. Ersatz-Andy und Kitschkönig der Popart, Jeff Koons, ist als Wahl nur konsequent. Gaga gibt die personifizierte Antithese zu Pin Ups wie Miley. Wer sich so dermaßen unvorteilhaft in Szene setzt, hat nur noch die Wahl zwischen interessant und verkorkst. Die Lady kann sich den Drahtseilakt erlauben. Sie kontert mit musikalischer Substanz. "Artpop" besteht über weite Strecken aus vielschichtigen Songs. Eingebettet in eine meist bunte, gelegentlich jedoch übertrieben zeitgeistige Produktion. Schon der Opener zeigt, dass Kreativität und Dance kein Widerspruch sein müssen, das ist eine angemessene Göttinnen-Inszenierung mit gelungenem Orientelement. Dazu als Kontrast ein dramatisch geschmetterter Refrain ganz alter Popschule. Mit spielerischer Leichtigkeit verbindet sie rhythmische und melodische Gegensätze auf Albumlänge. "I'm broken." Dazu eine ganze Herde ohrwurmiger Bridges und Refrains für die man ihr überraschend mühelos so manchen Ausrutscher verzeiht. Jene Abstecher, die sie in Richtung Billigfashionshop-Görensound unternimmt. Rockige Lieder wie "Manicure" lässt sie dieses Mal nicht in Gegniedel ersaufen, sondern transportiert den Löwinnenanteil der Härte über die Stimme. Dazu ein paar sommertaugliche Klopper der von Daft Punk reanimierten Marke Moroder trifft Nile Rodgers ("Fashion!"). Doch lediglich Zügen aufzuspringen, reicht ihr zum Glück nicht. Sie hängt mit "Venus" lieber einen eigenen neuen Waggon an. Der nicht minder exzentrische Urvater des Space Jazz, Sun Ra, erhält zur Referenz ein verdientes Zitat aus seinem "Rocket Number Nine Take Off for the Planet Venus" ("Interstellar Low Ways", 1966). Mit Stücken wie dem Titelsong macht Lady Gaga elegant dort weiter, wo Kylie Minogue in ihren zahlreichen guten Momenten vorausging. Doch am allerbesten ist sie, wenn sie ganz auf ein organisches Klangkostüm setzt ("Dope"), um dazu die ganze eigene Schrägheit und kafkaeske Nerdigkeit in leidenschaftliche Outlawromantik zu wandeln. "I need you more than dope.". Dabei gibt es Kritikpunkte. Als weiß geädertes Ohrenrheuma durchzieht die Platte ein all zu demonstratives Nuckeln an den Gegenwartstrends Dubstep und ähnlich modernistischem Schmand. Das haben eigentlich gute Tracks wie das aggressive "Swine" nicht verdient. Nicht solche Songs, wohl aber ihr Sound wird in wenigen Jahren unnötig Patina-behaftet klingen. Schade drum. Auch die überflüssige Gästeliste überzeugt kaum. "Do What U Want - Featuring R. Kelly" ist ein wenig zu nett und routiniert eingerahmt. Ebenso klingen die handwerklich durchaus perfekten Rapparts in "Jewels N' Drugs - Featuring T.I., Featuring Too $Hort Featuring Twista" kaum mehr als das öde Echo der Antwort auf eine Frage, die der Song weder stellte noch brauchte. Trotz solcher Schwachstellen bleibt das Niveau stets überdurchschnittlich. Mit "Artpop" gelingt Lady Gaga somit die Aufwertung einer Musikrichtung, die gemeinhin über kaum mehr Persönlichkeit verfügt als eine leere Coladose. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2009 | Interscope

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Pop - Erschienen am 23. Mai 2011 | Interscope

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 29. Mai 2020 | Interscope

Booklet
Nach Lady Gagas Vorstellung ist "Chromatica" ein imaginärer Planet, eine Utopie, die Möglichkeit einer Erfüllung ihrer Suche nach Glück. "Ich lebe auf Chromatica, da wohne ich. Ich bin in meine eigene Welt eingetreten. Ich habe die Erde gefunden, ich habe sie verlassen. Die Erde liegt hinter mir ", sagte sie bei der Vorstellung dieses sechsten Albums, das knapp zwei Jahre nach dem weltweiten Erfolg des Soundtracks von A Star Is Born veröffentlicht wurde. Das SF-Konzept von Chromatica brachte die Sängerin dazu, sich der elektronischen Musik mit Tendenz zu prägnantem und melodischem Pop zuzuwenden. Dazu hat sie nicht nur erfahrene Produzenten (BloodPop, Burns, Madeon, Axwell...) eingeladen, sondern auch Guest Stars, die selbst "Außerirdische" sind: Ariana Grande (Rain on Me), die K-Pop-Band Blackpink (Sour Candy) und – mit einem großen Generationsunterschied - Elton John (Sine From Above).Auf diesem Planeten voll extravaganter rosa Kleidung präsentiert sich Lady Gaga als Kriegerin, die gegen ihre eigenen Dämonen, aber auch gegen Bedrohungen von außen kämpft, vor allem gegen jene, die ihre Schwestern bedrohen (Plastic Doll, Free Woman). Ihre ultimative Waffe? Die "dümmste" Liebe der Welt, die sie in einem kathartischen, befreienden Elan lauthals einfordert (Stupid Love). Diejenige, die sich als Königin der binären Basstrommel und des grenzenlosen Vergnügens präsentiert (Fun Tonight), kann aber auch beschwichtigen, vor allem in drei lyrischen und majestätischen Instrumentalstücken (Chromatica I, II und III). Wie es der Name andeutet, präsentiert sich Lady Gagas Planet in ebenso kontrastreichen Farben wie das bunte Seelenleben der Sängerin. ©Nicolas Magenham/Qobuz
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Pop - Erschienen am 21. Oktober 2016 | Interscope

Booklet
Glaube nicht, was die anderen über dich sagen. Sie kennen dich nicht. Lady Gaga beging den Fehler, auf die Stimmen zu hören, die ihr aufgrund ihrer extravaganten Auftritte zuflüsterten, sie sei eine wegbereitende Künstlerin. Als Resultat dieser Fehlinterpretation entstand das überambitionierte "Artpop", das mit Sun Ra-Zitaten krampfhaft versuchte, Kirmes-Techno mit Anspruch zu verbinden. Ein einziges Missverständnis. Lady Gaga war und ist in erster Linie eine aus der Masse herausragende Pop-Sängerin mit dem Talent, sich selbst perfekt zu inszenieren. Von "Artpop" aus gab es nur eine logische Weiterentwicklung: den maximalen Schnitt, das erwachsene Album. Mit "Joanne" hat das Versteckspiel hinter kunterbunten Masken, Kostümen und Alter Egos vorerst ein Ende. Lady Gaga zeigt sich als Mensch, als Stefani Joanne Angelina Germanotta. In dieser persönlichsten ihrer Rollen offenbart sie mehr von ihrem musikalischen Potenzial als in jeder Sekunde des Vorgängers. Den Schritt zurück zu ihren Stärken, der sie letztendlich nach vorne bringt, begleiten unter anderem die Produzenten Mark Ronson und Blood Pop, Florence Welch (Florence And The Machine), Kevin Parker (Tame Impala), Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und Beck. Am Ende des Weges steht zunehmend eingängiger und selbstreflektierter Pop ohne große Sperenzchen. Gemeinsam mit Josh Homme entstand der Dance Pop-Alternative Rock-Zwitter "John Wayne". Während der Queens Of The Stone Age-Frontmann Gitarre und Schlagzeug übernimmt, wünscht sich die von den New York City Boys gelangweilte Lady Gaga in bester Gitte Hænning-Tradition einen Cowboy als Mann. Ein energischer Rodeo-Ritt mit druckvoller Produktion, während dem "Joanne" nicht zum letzten Mal an Madonnas "Music" erinnert. Der zweite mit Homme geschriebene Track, der Opener "Diamond Heart", pendelt zwischen wehmütigem Siebziger-Piano, trotzigem Beat und ausufernden Synthesizern. "Some asshole broke me in / Wrecked all my innocence", verarbeitet sie ihre mit 19 erlebte Vergewaltigung. Das nervig überdrehte "Perfect Illusion" mit reichlich dünnem Refrain basiert auf einem Tame Impala-Demo aus den "Currents"-Sessions und offenbart eine der wenigen Schwächen ihres Gesangs. Mehrfach verwechselt Lady Gaga Schreien mit Dynamik und Emotionen. Dem komplett gegenüber steht die akustische Nashville-Gitarrenballade "Joanne" mit ihrem erhabenen Chorus, eine bittersüße Hommage an ihre verstorbene Tante Joanne, der Lady Gaga ihren zweiten Vornamen verdankt. "Ich glaube, in jedermanns Leben gibt es eine Joanne. Jeder hat jemanden, den er entweder verloren hat oder bald verlieren wird", erklärt sie. "In dieser Welt versuchen wir alle, Schritt zu halten und die beste Seite dessen zu zeigen, das uns ausmacht." Die Power-Ballade "Million Reasons" fördert ihren Country-Einfluss noch deutlicher zutage als das Titelstück. Beide stehen jedoch im Schatten von "Angel Down", einem traurig-eleganten Song, von Klavier und psychedelischen Verzierungen getragen, in dem Gaga ihre beste Gesangsleistung auf diesem Longplayer liefert. Deutlich spürbar verbindet sie ihre Emotionen bezüglich des Mordes an Christina Grimmie und dem Orlando-Anschlag, bei dem 49 Menschen getötet und 53 verletzt wurden. "Shots were fired on the street / By the church where we used to meet / Angel down, angel down / Why do people just stand around?" "Dancin' In Cirles", das die Freuden der Autoerotik zelebriert, klingt mit seinem Ace Of Base-Reggae wie ein zweiter "Alejandro"-Teil. Textlich bietet die Beck-Kollaboration eine Mischung aus den großen Oden der Selbstbefleckung: Cyndi Laupers "She Bop" und Billy Idols "Dancing With Myself". "Dancin' in circles, feels good to be lonely / … / Let's funk downtown." Das anmutige, mit Florence Welch vorgetragene Duett "Hey Girl" vermischst Elton Johns "Benny And The Jets" mit 1980er-Funk. Statt wie zuletzt mit überkünsteltem Nippes, fordert Lady Gaga ihre Zuhörer mit Nähe heraus. Sie minimiert die Entfernung zwischen Kunstfigur und Publikum. Auf den ersten Blick fehlen dem fünften Album die überlebensgroßen Pop-Brecher wie "Poker Face", "Bad Romance" oder "Telephone". Stattdessen liefert sie mit "Joanne" ein authentisches und in sich schlüssiges Werk und ihr bisher bestes Album. © Laut
CD1,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2013 | Interscope