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Kendrick Lamar

Seit der Erscheinung der Rapgruppe NWA und dem Album Straight Outta Compton wird das Stadtviertel Compton wie der Ort Nummer eins für Gewalt und Armut dargestellt, an dem weder Glaube noch Gesetze herrschen. Obwohl er erst ein Jahr vor der Erscheinung dieses legendären Albums geboren wurde, hat auch Kendrick Lamar inmitten dieses Chaos des von den Medien gehypten Viertels von Los Angeles gelebt.




Er wird von dem Label Aftermath unter Vertrag genommen, das keinem Geringeren als einem der bekanntesten, ehemaligen NWA-Mitglied überhaupt gehört: Dr. Dre höchstpersönlich. So wurde Kendrick Lamar in kürzester Zeit das Gesicht der Rapbewegung der 2010er Jahre. Alles, was der MC anfasst, wird zu Gold. Seine sorgfältig ausgesuchten und mit Erfolg belohnten Featurings, darunter mit The Game, Eminem, 50 Cent und Snoop Dogg beweisen dies. Sie haben dazu beigetragen, den Hype um das Rapwunder aus Compton am Anfang seiner Karriere noch weiter auszubauen…




Mit 8 Jahren macht Lamar seine ersten Schritte im Rapbusiness, als er in Dr. Dres und Tupacs Video zu California Love mitspielt. Mit 13 Jahren beginnt er, eigene Lieder zu schreiben. Bis er seinen eigenen Stil findet, lässt er sich vom ersten Album von DMX und der Musik seiner Idole NAS, Jay-Z und Notorious BIG inspirieren. Im Sommer seines 17. Lebensjahrs betritt er zum ersten Mal ein Tonstudio und hier, fernab von den Gangs, fernab vom Elend, fühlt er sich zum ersten Mal wie zuhause angekommen.




Ein Jahr später schreibt Lamar seine erste Zusammenstellung verschiedener Lieder, die er Youngest Head Nigga In Charge nennt. Er entscheidet, sein Projekt in die Hände des Boss von Top Dowg Entertainment zu legen. Lamar beginnt seine Karriere unter dem Pseudonym K.Dot und bringt die beiden Mixtapes Training Day und C4 raus, bevor das passiert, was den Wendepunkt seiner Karriere darstellen wird.




2009 erscheint seine erste, nach ihm benannte EP, die die beiden Singles P&P und She Needs Me beinhaltet. Dieses Werk erlaubt Lamar, der Welt seinen eigenen Stil und seine eigene Art, zu schreiben und zu rappen zu präsentieren. Nicht einmal ein Jahr später wird diese erste EP von der zweiten gefolgt: Overly Dedicated mit den darin enthaltenen Singles Michael Jordans und Cut You Off. Unter seinen Berufsgenossen wird er unmittelbar zu einem der Lieblingsrapper und erhält die Unterstützung von Snoop und Dre und erscheint mit weiteren Rappern auf der heißbegehrten Titelseite der Sonderausgabe Freshmen des Magazins XXL. Er nimmt also im Jahre 2011 sein erstes Album Section 80 auf, das unter dem Einfluss der Musik des Rappers Tupac steht.




Mit seiner darauffolgenden Platte good kid, m.A.A.d. city gehen einige sogar soweit, Kendrick Lamar als Nachfolger des amerikanischen Poeten und Autors Langston Hughues zu bezeichnen. good kid, m.A.A.d. city ist eins dieser Alben, an denen vom ersten Reinhören an fast alle überzeugt sind. Die, die ihn schon von seinen früheren Mixtapes kennen, wussten bereits, das seine Rhymes, sein Flow und sein Sound direkt ins Herz gehen. Die Gelassenheit, die typisch ist für die kalifornischen Klassiker (wie zum Beispiel Warren G, Snoop Dogg, oder auch die ersten Produktionen von Dr. Dre) ist auch auf diesem Meisterwerk wiederzufinden. Eine abgeklärte Platte, die eine Vorliebe für das Detail hat und auf der Lamars Stimme samtweich und flexibel klingt.




Durch seine Featurings mit den größten Stars des amerikanischen Raps (The Game, Drake, Rick Ross usw…) wird er 2012 der erste Künstler seiner Generation, der es schafft, nicht nur die allgemeine Meinung über den Hip Hop der Westküste zu ändern, sondern auch über Hip Hop im Allgemeinen.




Mit To Pimp A Butterfly, das Anfang 2015 erscheint, bringt der Rapper aus Compton seine Karriere sogar noch Level weiter. Dieses dritte Album, eine Anspielung auf Harper Lees Album To Kill A Mockingbird ist nur ein weiteres Werk, dass ihm seinen Platz auf dem Thron sichert. Ein Werk, das von einer beeindruckenden Komlexität zeugt, im Inneren wie auch in seiner äusserlichen Form, in seiner Produktionsart wie auch in seinen Texten. Ein Album, das man sich immer und immer anhören möchte, um auch ja jede einzelne der unzähligen Feinheiten zu erkennen und auszukosten. Er ist kein MC, der sich auf dem Erfolg seines vorherigen Albums ausruht, sondern übt sich hier in den unterschiedlichsten, manchmal sogar gewagten Stilrichtungen: G-funk, Jazz, Boom Bap, Nu Soul, Elektro, Blaxploitation, Funk, P-Funk, Dirty South, all das findet man auf dem Album wieder. Lamars Soul Train schaut gleichermaßen rückspiegelnd auf die Great Black Music als auch in seine Zukunft.




Auch die Vielseitigkeit seiner Schreibweise ist beeindruckend. Selbstbeobachtend, gesellschaftskritisch, ironisch, mal ein politischer Einschub, mal ein humorvoller, Prosa oder Egotrip, Kendrick Lamar kann sich alles erlauben. Und auch seine Featurings können sich zeigen lassen: George Clinton, Snoop Dogg, Pharell „Ich bin überall dabei“ Williams, Ronald Isley von den Isley Brothers, Bilal, die Rapperin Rapsody und sogar Thundercat! Man könnte vielleicht behaupten, dass Lamar den 2010ern das liefert, was NAS den 90ern mit seinem legendären Illmatic geliefert hat. Ambitiös und jetzt schon geschichteschreibend…Kann man vielleicht heute schon von To Pimp A Butterfly als Klassiker sprechen?
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