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Die Alben

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Oper - Erschienen am 7. Oktober 2014 | BR-Klassik

Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Die Rezeption der Musik von Walter Braunfels und ihre wachsende Beachtung im Musikleben machen erfreulich rasche Fortschritte. Die Wiederentdeckung von Komponisten wie Schreker oder Zemlinsky scheint diese Braunfels-Rezeption stimuliert zu haben; und nun wird bereits erkennbar, dass sie nachhaltiger ausfallen wird, weil sie weniger zeitgebunden wirkt. Gewiss scheint die Musik von Braunfels recht genau zwischen Strauss und Pfitzner gleichsam auf der Folie des späten Debussy stilistisch zu vermitteln, aber das Sujet vor allem seiner Bühnenwerke erweist sich als gänzlich unabhängig von der jeweils vorherrschenden Zeitströmung; sie ist, ganz im beethovenschen Sinne, eigensinnig. Das im Mittelalter spielende „Mysterium“ in vier Aufzügen und einem Vorspiel „Verkündigung“ geht auf Claudels Drama „L’Annonce faite à Marie“ zurück; Braunfels hätte es gerne im französischen Original vertont, musste jedoch durch eine Verfügung des Dichters auf eine Übersetzung ins Deutsche durch Jakob Hegner zurückgreifen. Doch als Ideendrama ist es nicht unbedingt an eine bestimmte Sprache gebunden. In letzter Instanz geht es in dem Werk um Gottvertrauen, Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft – alles Eigenschaften, die in der Nazizeit verachtet wurden, in der Braunfels wegen seiner jüdischen Herkunft aus allen Ämtern vertrieben wurde, nicht mehr aufgeführt werden konnte und sich auch öffentlich nicht betätigen durfte. Ohne Aussicht auf eine Aufführung vollendete er 1935 das Werk; uraufgeführt wurde es erst 1948, und 1992 spielte es Dennis Russell Davies erstmals ein. Die Missachtung der Musik von Braunfels in der Nachkriegszeit, so muss leider konstatiert werden, dauerte länger als das Totschweigen in der Nazizeit. Nun legt Ulf Schirmer, abermals als Live-Aufnahme, eine inspirierende, spürbar engagierte Einspielung vor, die in der bedeutenden orchestralen Substanz und in der Besetzung der tragenden Rollen dem äußerst anspruchsvollen Werk bestens gerecht wird. Juliane Banse, eine Sopranistin, deren Einsatz für vernachlässigte Musik gar nicht hoch genug zu rühmen ist, gibt der Figur der Violaine naive Unbeirrbarkeit, Adrian Eröd als der ihr versprochene Gatte Jakobäus, der sie liebt, ihr aber nicht vorbehaltlos vertrauen kann, drückt zögernde Entschlossenheit aus. Matthias Klink als Peter von Ulm verkörpert überzeugend Buße und Umkehr, Janina Baechle als Violaines eifersüchtige Schwester freundlose Verbitterung. In dieser Einspielung erweist sich die zweite Szene des dritten Aufzugs, eine Weihnachtsszene, als ein Höhepunkt musikalisch-dramatischer Gestaltung schlechthin, voller Erhebung und Zuversicht, die auch nicht von den letzten Worten der Oper einzuschwärzen sind: „Gepriesen sei der Tod!“ © Schubert, Giselher / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 3. November 2017 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Unter einem banalen Cover verbirgt sich hier ein sehr interessantes Album mit seltenen – sogar sehr seltenen – Orchesterliedern von Joseph Marx, Korngold, Pfitzner und Walter Braunfels, vier Komponisten, die Ende des 19. Jh. bis Mitte des 20. Jh. gelebt und gearbeitet haben. Damit wir uns nicht missverstehen: Es geht nicht um Lieder, die ursprünglich für Klavier geschrieben und später instrumentiert wurden (durch den Komponisten selbst oder jemand anderen), sondern um solche, die von Anfang an mit der Klangfülle eines Orchesters als Begleitung für die Singstimme komponiert wurden – selbst wenn einige davon anfangs für Klavier notiert wurden, vermutlich aus Gründen der größeren Einfachheit bei der Herausgabe, oder um sie neuen Hörern besser nahe zu bringen. Bei allen diesen Komponisten kann man deutliche Anklänge an Wagner entdecken, vielleicht auch an Strauss (ein Zeitgenosse, nebenbei bemerkt, aber von Anfang an sehr einflussreich) an Mahler natürlich, Puccini oder sogar manchmal an Elgar (insbesondere bei Braunfels). Dennoch hat jeder seinen ganz eigenen Stil, seine eigene Art zu Instrumentieren, sein eigenes harmonisches Gerüst – besonders Marx wurde zu Recht als Zauberkünstler der reichen Harmonien betrachtet. Warum zum Teufel ist er dann vor so langer Zeit vom Radar verschwunden, obwohl er früher der meistgespielte österreichische Komponist war? Könnte vielleicht eine gewisse Homonymie mit einem politischen Agitator oder auch einer Familie von Spaßvögeln aus New York damit zu tun haben? Jedenfalls bietet Juliane Banse uns hier eine wunderschöne Auswahl an Werken an, die wir liebend gerne auch einmal im Konzert hören würden. SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2001 | Decca

Auszeichnungen Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 8. Juni 2018 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Glenn Gould, für sein Talent als Aufwiegler und Schmierenkomödiant wohlbekannt, hat ohne Umschweife erklärt, er sei „fest überzeugt, dass die Urfassung des Marienlebens [denn es existiert auch eine überarbeitete Fassung, die etwa 20 Jahre nach der ersten entstand, Anmerkung des Verfassers] der größte Liederzyklus sei, der je komponiert wurde. “Man sollte diese Aussage zwar nicht für bare Münze nehmen, aber ganz zu vernachlässigen ist sie auch nicht. Hindemith hat die Texte von Rilke zwischen Juni 1922 und Juli 1923 vertont. Dieser Zeitpunkt ist nicht ganz unwichtig, denn er fällt mit einer fundamentalen Wende im Schaffen des Komponisten zusammen: der Übergang vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit - einer breiten künstlerischen Bewegung in Deutschland, die durch die Entwicklung einer schlichteren, weniger emotionalen Sprache die letzten Spuren der Post-Romantik zu beseitigen versucht. Diese Stilrichtung ist im Bereich der Musik jedoch weniger ausgeprägt als beispielsweise in der Malerei. Immerhin wechselt Hindemith während des ungefähr 70 Minuten langen Zyklus ständig zwischen den Stilen hin und her. Die 15 Stücke, aus denen der Zyklus besteht, wurden nicht in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben: Das fünfte und elfte Lied sind die beiden ältesten, während das 13. und 14. zuletzt geschrieben wurden. Wenn man Hindemith kennt, kann man sich natürlich vorstellen, dass er emotionalen Spannungen nie widersteht, sie fest in seine klar strukturierte kontrapunktische Tonsprache integriert. Juliane Banse und Martin Helmchen bieten uns hier die Originalversion von 1922/23 und nicht die Überarbeitung aus der Zeit zwischen 1936 und 1948 – so können Sie Goulds Lieblingsversion entdecken. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 15. Oktober 2010 | ECM New Series

Auszeichnungen 5 de Diapason
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Oper - Erschienen am 4. Januar 2011 | SWR Classic

Booklet Auszeichnungen Gramophone Record of the Month
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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2000 | Deutsche Grammophon (DG)

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Klassik - Erschienen am 24. Januar 2006 | ECM New Series

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Klassik - Erschienen am 31. März 2003 | ECM New Series

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 1995 | Deutsche Grammophon (DG)

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Klassik - Erschienen am 5. Januar 2001 | ECM New Series

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 1998 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2000 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 1994 | Jecklin

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Klassik - Erschienen am 2. Juni 2008 | Profil

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2000 | CPO

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Klassik - Erschienen am 1. Januar 1999 | Tudor

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Klassik - Erschienen am 8. Juni 2018 | Alpha Classics

Hi-Res Booklet
Hindemiths „Marienleben“ op. 27 gilt als eines der programmatischen Hauptwerke der Neuen Musik; Glenn Gould hielt es für den größten je geschaffenen Liedzyklus (in der Urfassung von 1923/24, die er 1978 mit Roxolana Roslak auf Platte eingespielt hat). Und in der Tat ist dem Komponisten hier so etwas wie die Quadratur des Kreises gelungen, stellt er doch Rilkes mystisch durchglühter Poesie eine kompromisslose musikalische Konstruktion gegenüber, kreiert sozusagen Hülsen aus gehärtetem Material, die Rilkes Worte vor dem Schaden äußerer Einflüsse bewahren. Und er gibt den Gedichten, wie es der im Booklet zitierte Hans Mersmann formulierte, „die Spannungen und die weiten Innenräume der Kirche, welcher ihre sakrale Welt bedarf“. Wobei das Werk zugleich den Wandel des Komponisten vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit mitvollzieht. Später war Hindemith im Hinblick auf diese doch außerordentlich schwierige Komposition recht skrupulös; er fand, in der Erstfassung „nicht sein Bestes“ abgeliefert zu haben, und überarbeitete sie im Lichte seiner altersweisen Meisterschaft des Neobarock – nicht zuletzt auch im Sinne eines leichteren Zugangs. Wobei er die Komposition grundlegend veränderte, sodass man eigentlich von zwei verschiedenen Werken sprechen muss. Juliane Banse und ihr pianistischer Begleiter Martin Helmchen haben sich zu Recht für die deutlich härtere und technisch ungleich schwierigere erste Version entschieden. Banse singt und interpretiert sensationell, mit unnachahmlicher Eindringlichkeit und Tiefe des Ausdrucks. Die gesamte Skala vom zarten Hauch bis zum dramatischen Auftrumpfen steht ihr wie selbstverständlich zur Verfügung. Schönheit, Stimmigkeit und Wahrheit der Gestaltung sind ineinander verwoben. Und Helmchen ist mit wunderbarem Spiel eher Mitgestalter denn Begleiter. Eine exemplarische Aufnahme; ein Präzedenzfall. © Persché, Gerhard / www.fonoforum.de