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Jazz - Erschienen am 6. Mai 2016 | Universal Music Division Decca Records France

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
In der allgemeinen Wahrnehmung, abseits der eingeweihten Zirkel, kommen Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit. Nur einer äußerst überschaubaren Zahl gelingt der Schritt hin zu anderen, massenkompatibleren Genres, ohne ihre musikalischen Wurzeln komplett zu kappen. Nur wenige riskieren, sich von Puristen auf dem Altar ihrer reinen Lehre dafür opfern zu lassen, dass sie sich Einflüssen und den Hörerschaften anderer Strömungen öffnen. Gregory Porter scheint derlei Befürchtungen nicht zu kennen. Obwohl fraglos im Jazz zu Hause, hebt er hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich. Da er darüber ihren Charakter nicht verwässert, bleiben weite Teile seiner Jazz-Klientel trotzdem bei der Stange. So hielt er es auf "Be Good", so hielt er es auf "Liquid Spirit". "Take Me To The Alley" setzt den Weg nahtlos fort. Warum auch nicht? Er hat sich ja, mit Preisen bis hoch zum Grammy gepflastert, als recht zielführend herausgestellt, wenn auch arm an unerwarteten Wendungen. Dabei bleibt es: Experimente musikalischer wie inhaltlicher Art stellt Porter auch diesmal keine an. Das könnte nur allzu leicht langweilig wirken, zumal die Nummern auf "Take Me To The Alley" auch noch größtenteils dem gleichen Strickmuster gehorchen. Die Instrumentierung hält sich zurück, Klavierakkorde treffen auf sachte angetippte Drums. Ein bisschen Bass, ein paar Orgelklänge, und an irgendeiner Stelle erhebt sich ziemlich sicher ein Solo, Trompete oder Saxophon, über die Szenerie. Dass "Take Me To The Alley" trotz fehlender Überraschungsmomente nicht zu einer öden, kargen Veranstaltung verkommt, liegt in allererster Linie an Gregory Porters Gesang. Aus seiner dunklen, ausdrucksstarken Stimme quillt so viel Gefühl, Sehnsucht und Hingabe, man kommt kaum umhin, sich schlicht hineinfallen zu lassen. Keine Sorge: Die Landung erfolgt weich, freundlich und fürsorglich eingehüllt in einen warmen Mantel. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es umgehend: "Holding On" zelebrierte Gregory Porter schon zusammen mit Disclosure. Hier tritt er allerdings den Beweis an, dass dieser Track seine Wirkung nicht nur seinem Elektrobeat verdankt. Er erwischt einen auch ohne synthetisches Beiwerk, wenn auch auf einer ganz anderen, subtileren, eher emotionalen Ebene. Wenn Gregory Porter nicht zwischendurch summt oder scattet, drehen sich seine Texte um die Liebe und - insbesondere, wenn sie sich zu verabschieden droht - ihre Konsequenzen. "Listen to these chants", mahnt "Don't Be A Fool" in einem Takt, zu dem sich ein langsamer Walzer aufs Parkett legen ließe, zu Aufrichtigkeit in zwischenmenschlichen Dingen. "Day Dream" spürt der blühenden kindlichen Phantasie nach, die beim Erwachsenwerden meist größtenteils auf der Strecke bleibt. Der Titeltrack erinnert an biblische Geschichten, in denen Jesus nicht etwa die Gesellschaft der Frommen sucht, sondern die der Gestrauchelten, Ausgestoßenen, Angeknacksten. "Fan The Flames" fordert - Faust hoch! - Engagement und Aufbegehren, wenn auch in relativ gemäßigter Stimmung. "French African Queen" und vor allem "Don't Lose Your Stream" fahren Funk-Level und Tempo hoch. Das komplette Album klingt derart locker, als haben es die Verantwortlichen mal eben im Vorübergehen aus dem Handgelenk geschüttelt. Wie viel handwerkliches Können es braucht, um solche Leichtigkeit vorzugaukeln, ahnt jeder, der schon einmal ein Instrument in der Hand hielt. Wer sein Metier beherrscht, der muss aber nichts überfrachten. Es genügen Kleinigkeiten, Andeutungen und Details, um einer großen Stimme den Raum aufzuspannen, den sie braucht, um sich zu leise strahlender Pracht zu entfalten. Nein, "Take Me To The Alley" besitzt nichts Aufregendes, nichts Innovatives, birgt rebellischen Geist, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen. Siehe: All das braucht ausnahmsweise niemand. Nicht hier. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 30. November 2018 | Blue Note Records

Hi-Res Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Im Jahre 2017 präsentierte Gregory Porter ein Album, um nicht zu sagen einen Liebesbrief als Hommage an jenen, der für ihn der allergrößte Held ist: Nat King Cole. Dieser außergewöhnliche Musiker und virtuose Pianist war ein überaus feinfühliger Erneuerer, der zwischen reinem Jazz und Easy Listening hin- und herpendelte, und natürlich ein faszinierender Sänger/Crooner mit tiefer, romantischer Velourstimme, die man sofort erkennt. Dieses Genie war selten so gut aufgehoben wie hier. Für dieses in der renommierten Royal Albert Hall aufgezeichnete Live-Album wurde Gregory Porter von seinem treuen Quartett begleitet (dem Pianisten Chip Crawford, dem Bassisten Jahmal Nichols, dem Schlagzeuger Emanuel Harrold und dem Saxofonisten Tivon Pennicott), und insbesondere von den 70 Musikern des London Studio Orchestras unter der Leitung von Vince Mendoza. Er mischt hier Werke, die mit Nat King Cole untrennbar verbunden sind (Mona Lisa, Nature Boy…), mit ein paar eigenen Kompositionen ( Hey Laura, When Love Was King, Don’t Lose Your Steam…). Auf faszinierende Weise kombiniert Gregory Porter von Anfang bis Ende dieses One Night Only seinen Gesang genauso problemlos mit äußerst raffinierten Streichern wie auch mit ungeschliffeneren, groovigen Sequenzen. Vokale Vielseitigkeit macht diese Show zu einem wirklich magischen Erlebnis. © Clotilde Maréchal/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 6. Mai 2016 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
In der allgemeinen Wahrnehmung, abseits der eingeweihten Zirkel, kommen Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit. Nur einer äußerst überschaubaren Zahl gelingt der Schritt hin zu anderen, massenkompatibleren Genres, ohne ihre musikalischen Wurzeln komplett zu kappen. Nur wenige riskieren, sich von Puristen auf dem Altar ihrer reinen Lehre dafür opfern zu lassen, dass sie sich Einflüssen und den Hörerschaften anderer Strömungen öffnen. Gregory Porter scheint derlei Befürchtungen nicht zu kennen. Obwohl fraglos im Jazz zu Hause, hebt er hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich. Da er darüber ihren Charakter nicht verwässert, bleiben weite Teile seiner Jazz-Klientel trotzdem bei der Stange. So hielt er es auf "Be Good", so hielt er es auf "Liquid Spirit". "Take Me To The Alley" setzt den Weg nahtlos fort. Warum auch nicht? Er hat sich ja, mit Preisen bis hoch zum Grammy gepflastert, als recht zielführend herausgestellt, wenn auch arm an unerwarteten Wendungen. Dabei bleibt es: Experimente musikalischer wie inhaltlicher Art stellt Porter auch diesmal keine an. Das könnte nur allzu leicht langweilig wirken, zumal die Nummern auf "Take Me To The Alley" auch noch größtenteils dem gleichen Strickmuster gehorchen. Die Instrumentierung hält sich zurück, Klavierakkorde treffen auf sachte angetippte Drums. Ein bisschen Bass, ein paar Orgelklänge, und an irgendeiner Stelle erhebt sich ziemlich sicher ein Solo, Trompete oder Saxophon, über die Szenerie. Dass "Take Me To The Alley" trotz fehlender Überraschungsmomente nicht zu einer öden, kargen Veranstaltung verkommt, liegt in allererster Linie an Gregory Porters Gesang. Aus seiner dunklen, ausdrucksstarken Stimme quillt so viel Gefühl, Sehnsucht und Hingabe, man kommt kaum umhin, sich schlicht hineinfallen zu lassen. Keine Sorge: Die Landung erfolgt weich, freundlich und fürsorglich eingehüllt in einen warmen Mantel. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es umgehend: "Holding On" zelebrierte Gregory Porter schon zusammen mit Disclosure. Hier tritt er allerdings den Beweis an, dass dieser Track seine Wirkung nicht nur seinem Elektrobeat verdankt. Er erwischt einen auch ohne synthetisches Beiwerk, wenn auch auf einer ganz anderen, subtileren, eher emotionalen Ebene. Wenn Gregory Porter nicht zwischendurch summt oder scattet, drehen sich seine Texte um die Liebe und - insbesondere, wenn sie sich zu verabschieden droht - ihre Konsequenzen. "Listen to these chants", mahnt "Don't Be A Fool" in einem Takt, zu dem sich ein langsamer Walzer aufs Parkett legen ließe, zu Aufrichtigkeit in zwischenmenschlichen Dingen. "Day Dream" spürt der blühenden kindlichen Phantasie nach, die beim Erwachsenwerden meist größtenteils auf der Strecke bleibt. Der Titeltrack erinnert an biblische Geschichten, in denen Jesus nicht etwa die Gesellschaft der Frommen sucht, sondern die der Gestrauchelten, Ausgestoßenen, Angeknacksten. "Fan The Flames" fordert - Faust hoch! - Engagement und Aufbegehren, wenn auch in relativ gemäßigter Stimmung. "French African Queen" und vor allem "Don't Lose Your Stream" fahren Funk-Level und Tempo hoch. Das komplette Album klingt derart locker, als haben es die Verantwortlichen mal eben im Vorübergehen aus dem Handgelenk geschüttelt. Wie viel handwerkliches Können es braucht, um solche Leichtigkeit vorzugaukeln, ahnt jeder, der schon einmal ein Instrument in der Hand hielt. Wer sein Metier beherrscht, der muss aber nichts überfrachten. Es genügen Kleinigkeiten, Andeutungen und Details, um einer großen Stimme den Raum aufzuspannen, den sie braucht, um sich zu leise strahlender Pracht zu entfalten. Nein, "Take Me To The Alley" besitzt nichts Aufregendes, nichts Innovatives, birgt rebellischen Geist, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen. Siehe: All das braucht ausnahmsweise niemand. Nicht hier. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 17. April 2020 | Blue Note

Hi-Res
Gregory Porters sechstes Album ist eine weitere, perfekte Mischung aus Jazz, Soul, Rhythm’n’Blues, Pop und Gospel. Nicht nur eine samtig-weiche Stimme (ach, ist das klischeehaft, und doch stimmt es) hat der Kalifornier zu bieten, der sich auch in den hintersten Ecken der Great Black Music auskennt, sondern er ist auch ein Autor, ein wahrhaftiger noch dazu. Und in diesen (traurigen) Zeiten wirken seine Hoffnung und Licht spendenden Texte mit diesem wohltuenden Klang wie eine Verjüngungskur. Der Revival Song etwa, eine Art Neo-Gospel-Hymne, die Seelen entflammt und Körper ins Toben bringt, ist einer dieser Songs. Dieses Wonnegefühl entsteht auch, wenn Porter in die Rolle des croonenden Lovers schlüpft, wie zum Beispiel in If Love Is Overrated oder wenn er mit Faith in Love in die Fußstapfen von Marvin Gaye und George Benson tritt. Dank Troy Millers (Laura Mvula, Jamie Cullum, Emeli Sande) erstklassiger Produktion erlangt der amerikanische Sänger mit All Rise eine noch nie dagewesene Popularität. Und mit solch einem Album wird er auch ein Publikum weit über die Grenzen des reinen Jazz hinaus ansprechen. © Max Dembo/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 2. September 2013 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Gregory Porter ist innerhalb kürzester Zeit zum Superstar gereift - ein Begriff den man nur selten mit einem Jazz-Musiker unserer Zeit verbindet. Schon sein letztes Album "Be Good" erreichte durch die eingängige Mischung mit Soul-, Gospel- und Blues-Elementen eine Hörerschaft, die mit Jazz sonst weniger anfangen kann. Den bisher so erfolgreichen Weg geht der Kalifornier auch auf seiner neuen Platte "Liquid Spirit" weiter. Darauf geht es vor allem um die Liebe. Und dass die stirbt, will Gregory Porter nicht so einfach zulassen, wie "No Love Dying" zeigt: "Well the death of love is everywhere / But I won't let it be / There will be no love that's dying here for me". Wie facettenreich die Platte klingt, zeigt sich schon im nächsten Song. Eben noch ruhig und sentimental, strotzt "Liquid Spirit" nur so vor Lebensfreude. Darin symbolisiert Porter Wasser als flüssigen Lebensgeist, der vom Menschen in künstlichen Flüssen und Stauseen festgehalten wird. Dabei könnte er doch freigelassen so viel mehr bewirken: "Watch what happens when the people catch wind / When the water hits the banks of that old dry land". Ein Lied, das klingt, als käme es aus dem Repertoire eines Gospel-Chors, voller Kraft und Hoffung. Also, Wasser marsch! Auf eine ganz andere Weise sorgt "Water Under Bridges" für Gänsehaut. Zu nichts als den wunderschön traurigen Klavierklängen von Chip Crawford erinnert sich der Sänger an seine letzte Liebe. Sogar die schlimmsten Zeiten mit ihr würde er noch einmal erleben wollen, denn "even our worst days are better than loneliness". Ähnlich melancholisch, aber eine Spur jazziger geht es in "Brown Grass" zu. "Now I made a mess / Of the life I had with you". Dass sich das Thema von "Water Under The Bridge" wiederholt, fällt insofern nicht negativ ins Gewicht, als sich der Song in einem anderen Gewand präsentiert - bedingt durch die Anwesenheit von Bass und Drums. Ob nur von Chip Crawford am Klavier wie in "Wolfcry" und "I Fall In Love Too Easily" oder seinem ganzen Ensemble begleitet, Gregory Porter stellt seinen gefühlvollen Gesang immer in den Mittelpunkt der Stücke. Nie wirken die instrumentalen Passagen zu aufdringlich, und experimentell geht's auf "Liquid Spirit" ohnehin nicht zu. Trauer, Hoffnung und Glück - dieser Stimme möchte man jede Geschichte glauben. Vor allem, wenn Porter in "Free" seine Dankbarkeit gegenüber seinen Eltern ausspricht, kauft man ihm jedes Wort ab: "Daddy made a way for me / He paved a road so my burden is lighter / And Momma did just the same / Dropping love just like rain." Dabei wird der Gefühlsbogen zu fast keinem Zeitpunkt überspannt. Lediglich "When Love Was King" kommt zumindest textlich etwas kitschig und insgesamt auch sperriger daher als die anderen Nummern. Als reines Jazz-Album kann "Liquid Spirit" kaum bezeichnet werden. Dafür erscheinen andere Elemente, besonders der Soul, zu präsent und fast ebenbürtig. Aber genau das macht den Reiz der Platte aus. Dass Gregory Porter wahre Jazz-Nerds bezaubert, darf bezweifelt werden. Definitiv bringt er aber auch mit seinem neuen Album den Jazz einem breiteren Publikum näher. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 27. Oktober 2017 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Man tut immer gut daran, das Genie eines Künstlers neu zu beleben. Gregory Porter stürzt sich mit diesem exquisiten Album mit Leib und Seele in das Repertoire eines seiner Idole, Nat King Cole. Bei diesem außergewöhnlichen Musiker, virtuosen Pianisten, überaus feinfühligem Erneuerer, der zwischen reinem Jazz und Easy Listening hin- und herpendelt, und der eindeutig ein faszinierender Sänger/Crooner mit einer tiefen, romantischen Velourstimme ist, die man überall heraushört, ist Nat King Cole hier wirklich gut aufgehoben. Noch dazu ist diese Stimme eine der beeindruckendsten Soul’n’Jazz-Stimmen der letzten Jahre. Gregory Porter, der vor allem ein weitaus stärkeres und komplexeres Gefühl für Soul zeigt als seine Kollegen, nähert sich diesem Thema mit aller größtem Respekt. Denn Nat King Cole schlängelt sich wirklich wie ein roter Faden durch das Leben dieses vierzigjährigen Kaliforniers, der die Great Black Music bis in ihren hintersten Winkel kennt. „Er war einzigartig. Und die Musik, die er uns hinterlassen hat, die ist dermaßen schön. Wenn Sie seine Songs hören, sind Sie unausweichlich von diesem außergewöhnlichen Timbre seiner Stimme beeindruckt, von diesem unvergleichlichen Stil und diesem himmlisch coolen Gefühl... Meine Mutter erzählte mir immer, dass ich ihr eines Tages im Alter von fünf Jahren, ein Lied zu hören gab, das ich geschrieben und auf einer Kassette aufgenommen hatte. Aber du singst doch wie Nat King Cole, sagte sie zu mir! Ich guckte mir seine Plattencovers an und sagte mir, dieser Typ da hat ja wirklich einen komischen Namen, und plötzlich fiel mir dieses Bild in die Hände: ein eleganter Mensch, kräftig und genauso schön, am Kaminfeuer, wohl der Papa eines anderen kleinen Jungen. Ich legte die Schallplatte auf den Plattenspieler und da klang diese recht empathische Stimme aus den Lautsprechern. Da hat sich eine Lücke in mir geschlossen. Mein Vater fehlte in meinem Leben: er kümmerte sich nicht um meine Erziehung, zeigte keinerlei Interesse für mich. Als ich nun Nat Dinge wie 'Pick yourself up, dust yourself off, start all over again' (steh auf, staub deine Klamotten ab und fang nochmals von vorne an) singen hörte, all diese Lebenslehren, so waren sie für mich so etwas wie Ratschläge eines Vaters. Ich hörte diese Worte aus den Lautsprechern und es war, als ob Nat sie zu mir sagte und zu niemand anderem. Ich hörte mir diese Alben an und stellte mir vor, dass Nat mein Vater sei.“ Die Liebe zu Nat King Coles Musik bringt ihn dazu, den Jazzman als seinen Ersatzvater zu adoptieren! Und nachdem Porter in der musikalischen Komödie It Ain’t Nothin’ But the Blues gespielt hat, beschließt er auch, seine Beziehung zu Cole in Szene zu setzen und schreibt Nat King Cole & Me, eine musikalische, großteils autobiografische Komödie, die im Jahre 2004 zum ersten Mal aufgeführt wird. „Damit versuchte ich in gewisser Hinsicht, meinen Vater zu finden. Ich habe sie nach dem Tod meines Vaters geschrieben. Dieses Stück, für das ich die Hälfte der Musik komponiert habe, handelt von Nat King Cole. In erster Linie aber von der Art und Weise, wie ich seiner Musik wegen meines abwesenden Vaters nähergekommen bin. Es war wie eine Art Therapie, die ich mir selbst verschrieben habe. Anders war nur, dass es jeden Abend 800 Personen gab, die kamen.“ Mit Hilfe des Arrangeurs Vince Mendoza und einem Ensemble, zu dem der Pianist Christian Sands, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Ulysses Owens gehören, ersetzt nun Gregory Porter die Fans des im Jahre 1965 aus dem Leben geschiedenen Sängers und Pianisten. © CM/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 14. Februar 2012 | Motema

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"Wenns scheiße klingt, ist es Jazz", pflegte unser stets ein bisschen unter der Missachtung seines Genres leidender Jazz-Kollege zu witzeln. Sollte darin auch nur ein Körnchen Wahrheit verborgen sein, kann es sich bei "Be Good" keinesfalls um eine Jazz-Platte handeln. Wie Tautropfen in der Morgensonne glitzern die Klaviernoten. Sachte angetipptes Schlagzeug und ein zuweilen ein bisschen im Verborgenen blühender Bass sorgen für den Rhythmus, geschickt arrangierte Bläser ergänzen das Soundbild. Nein, revolutionär oder innovativ erscheint an "Be Good" gar nichts. Das stört aber überhaupt nicht. Kleine Atempause in einer überaus angenehmen Zeitblase gefällig? Dann begeben Sie sich bitte vertrauensvoll in die Obhut von Mr. Gregory Porter. In seinem Bariton scheint die gesamte Geschichte der schwarzen Musik mitzuschwingen. Spirituals, Gospel, Rhythm & Blues, die Erdigkeit des Blues und das Gefühl des Souls - all das spricht aus der samtigen Textur seiner Stimme, ohne, dass es gewollt oder aufgesetzt wirkte. Unabhängig davon, ob ihn das klassische Jazz-Ensemble oder - wie in Sammy Fains "Imitation Of Life" - lediglich ein Klavier begleitet: Gregory Porters Stimme steht stets im Zentrum des Geschehens, groovt, scattet, umschmeichelt und umsorgt seine Zuhörerschaft. Seinen Mitmusikern bleibt reichlich Raum für Soli, Improvisationen und Experimente. Ausgefeiltes Songwriting und zauberhafte Texte runden den Genuss ab. Gregory Porter widmet sich ausschließlich den wirklich wichtigen Dingen - der Liebe, der Familie und der Musik - und präsentiert sich auf seinem zweiten Album dennoch ungeheuer vielseitig. In "On My Way To Harlem" spürt er gleichermaßen seinen familiären und musikalischen Wurzeln von Duke Ellington bis Marvin Gaye nach. "Baptized by a jazzman's horn" - das glaube ich sofort. Seinen "Real Good Hands" können die Schwiegereltern in spe auch die behütetste Tochter bedenkenlos überlassen. Sogar längst vielfach interpretierten Nummern ringt Porter noch neue Facetten ab, kitzelt ihre ungebrochene Kraft heraus: Aus Nat Adderleys "Work Song" spricht die ganze Urgewalt des Blues. Die Idee zu "God Bless The Child" stammte ursprünglich von Billie Holiday. Porters A-capella-Version lässt den Vibe des Südens ebenfalls spüren. "Go to the store, buy grandmother a pound of love", empfiehlt das Hohelied auf die Mütter dieser Welt, "Mother's Song". "I believe it's on sale." Ach, nehmt gleich zwei Pfund - und legt noch diese Platte obendrauf. Mama hats verdient! © Laut
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Jazz - Erschienen am 6. Mai 2016 | Universal Music Division Decca Records France

Hi-Res Booklet
In der allgemeinen Wahrnehmung, abseits der eingeweihten Zirkel, kommen Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit. Nur einer äußerst überschaubaren Zahl gelingt der Schritt hin zu anderen, massenkompatibleren Genres, ohne ihre musikalischen Wurzeln komplett zu kappen. Nur wenige riskieren, sich von Puristen auf dem Altar ihrer reinen Lehre dafür opfern zu lassen, dass sie sich Einflüssen und den Hörerschaften anderer Strömungen öffnen. Gregory Porter scheint derlei Befürchtungen nicht zu kennen. Obwohl fraglos im Jazz zu Hause, hebt er hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich. Da er darüber ihren Charakter nicht verwässert, bleiben weite Teile seiner Jazz-Klientel trotzdem bei der Stange. So hielt er es auf "Be Good", so hielt er es auf "Liquid Spirit". "Take Me To The Alley" setzt den Weg nahtlos fort. Warum auch nicht? Er hat sich ja, mit Preisen bis hoch zum Grammy gepflastert, als recht zielführend herausgestellt, wenn auch arm an unerwarteten Wendungen. Dabei bleibt es: Experimente musikalischer wie inhaltlicher Art stellt Porter auch diesmal keine an. Das könnte nur allzu leicht langweilig wirken, zumal die Nummern auf "Take Me To The Alley" auch noch größtenteils dem gleichen Strickmuster gehorchen. Die Instrumentierung hält sich zurück, Klavierakkorde treffen auf sachte angetippte Drums. Ein bisschen Bass, ein paar Orgelklänge, und an irgendeiner Stelle erhebt sich ziemlich sicher ein Solo, Trompete oder Saxophon, über die Szenerie. Dass "Take Me To The Alley" trotz fehlender Überraschungsmomente nicht zu einer öden, kargen Veranstaltung verkommt, liegt in allererster Linie an Gregory Porters Gesang. Aus seiner dunklen, ausdrucksstarken Stimme quillt so viel Gefühl, Sehnsucht und Hingabe, man kommt kaum umhin, sich schlicht hineinfallen zu lassen. Keine Sorge: Die Landung erfolgt weich, freundlich und fürsorglich eingehüllt in einen warmen Mantel. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es umgehend: "Holding On" zelebrierte Gregory Porter schon zusammen mit Disclosure. Hier tritt er allerdings den Beweis an, dass dieser Track seine Wirkung nicht nur seinem Elektrobeat verdankt. Er erwischt einen auch ohne synthetisches Beiwerk, wenn auch auf einer ganz anderen, subtileren, eher emotionalen Ebene. Wenn Gregory Porter nicht zwischendurch summt oder scattet, drehen sich seine Texte um die Liebe und - insbesondere, wenn sie sich zu verabschieden droht - ihre Konsequenzen. "Listen to these chants", mahnt "Don't Be A Fool" in einem Takt, zu dem sich ein langsamer Walzer aufs Parkett legen ließe, zu Aufrichtigkeit in zwischenmenschlichen Dingen. "Day Dream" spürt der blühenden kindlichen Phantasie nach, die beim Erwachsenwerden meist größtenteils auf der Strecke bleibt. Der Titeltrack erinnert an biblische Geschichten, in denen Jesus nicht etwa die Gesellschaft der Frommen sucht, sondern die der Gestrauchelten, Ausgestoßenen, Angeknacksten. "Fan The Flames" fordert - Faust hoch! - Engagement und Aufbegehren, wenn auch in relativ gemäßigter Stimmung. "French African Queen" und vor allem "Don't Lose Your Stream" fahren Funk-Level und Tempo hoch. Das komplette Album klingt derart locker, als haben es die Verantwortlichen mal eben im Vorübergehen aus dem Handgelenk geschüttelt. Wie viel handwerkliches Können es braucht, um solche Leichtigkeit vorzugaukeln, ahnt jeder, der schon einmal ein Instrument in der Hand hielt. Wer sein Metier beherrscht, der muss aber nichts überfrachten. Es genügen Kleinigkeiten, Andeutungen und Details, um einer großen Stimme den Raum aufzuspannen, den sie braucht, um sich zu leise strahlender Pracht zu entfalten. Nein, "Take Me To The Alley" besitzt nichts Aufregendes, nichts Innovatives, birgt rebellischen Geist, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen. Siehe: All das braucht ausnahmsweise niemand. Nicht hier. © Laut
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Jazz - Erschienen am 2. September 2013 | Universal Music Division Decca Records France

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After two solid albums on Motema, both of which earned Grammy nominations, singer and songwriter Gregory Porter makes his Blue Note debut with Liquid Spirit. A singer whose quicksilver vocal style refuses to be caged by either jazz, gospel, or R&B, his warm, inviting baritone utilizes them all when he wishes to. Using the musicians who appeared with him on 2012's Be Good -- Yosuke Sato and Tivon Pennicott, saxophones; Chip Crawford, piano; Aaron James, bass, Emanuel Harrold, drums -- Porter wrote or co-wrote 11 of these 14 songs. There is a dynamite reading of Billy Page's hard-grooving "The In Crowd" that highlights Porter's rhythmic phrasing. Though it's a soul tune at heart, he swings hard. The cover of Max Roach's and Abbey Lincoln's "Lonesome Lover" evokes the soulful post-bop spirit of the original and offers a bracing portrait of the singer's command of his own upper range. Covers aside, the real strength of Liquid Spirit lies in Porter's songs: his lyrics and melodies are as rich as his voice. Opener "No Love Dying Here" walks a line between jazz and soul; its life-affirming words are underscored by the effortless conviction and authority in his vocal, while Sato's alto saxophone solo affirms the lyric. The fingerpopping, handclapping gospel groove in the title track is punched up by saxophones and Curtis Taylor's trumpet. The call-and-response between Porter and James' bass is tasty, and one can hear a trace of Donny Hathaway in the singer's commanding, heartfelt delivery. "Hey Laura" is characterized by Porter's relaxed but utterly sincere delivery, and packs a knock-out emotional punch in his protagonist's plea to the object of his affection. "Brown Grass" is a close second in the emotional punch department; it's a love song to be sure, but a sadder one. Porter articulates his protagonist's regrets simply and honestly, and therefore resonantly. For all of his innovative ability to effortlessly combine, shift, and shape various musical genres in his own image, Porter is militantly old school -- check "Musical Genocide," as he celebrates the music of the past with a popping piano, hard-grooving horns, funky Rhodes, and swelling B-3. On the tender ballad "Wolfcry," he is accompanied only by Crawford; it's so hip and melodically rich, it could easily have been sung by a young Nat Cole. The way he and his band move through blues, jazz, gospel, and R&B -- simultaneously -- on the declamatory testimonial "Free" is breathtaking. The intro to "Movin'," near set's end, suggests Bill Withers, but Porter quickly shifts it into higher gear with the horns punctuating the ends of his sung lines. While his first two recordings revealed a major new talent with their promise, Liquid Spirit is a giant step forward artistically, and for the listener, an exercise in musical inspiration. © Thom Jurek /TiVo
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Jazz - Erschienen am 13. Dezember 2019 | Universal Music Division Decca Records France

Jazz - Erschienen am 18. November 2020 | UMG Recordings, Inc.

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Jazz - Erschienen am 14. Februar 2020 | Universal Music Division Decca Records France

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Jazz - Erschienen am 17. Januar 2020 | Universal Music Division Decca Records France

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Jazz - Erschienen am 2. September 2013 | Universal Music Division Decca Records France

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After two solid albums on Motema, both of which earned Grammy nominations, singer and songwriter Gregory Porter makes his Blue Note debut with Liquid Spirit. A singer whose quicksilver vocal style refuses to be caged by either jazz, gospel, or R&B, his warm, inviting baritone utilizes them all when he wishes to. Using the musicians who appeared with him on 2012's Be Good -- Yosuke Sato and Tivon Pennicott, saxophones; Chip Crawford, piano; Aaron James, bass, Emanuel Harrold, drums -- Porter wrote or co-wrote 11 of these 14 songs. There is a dynamite reading of Billy Page's hard-grooving "The In Crowd" that highlights Porter's rhythmic phrasing. Though it's a soul tune at heart, he swings hard. The cover of Max Roach's and Abbey Lincoln's "Lonesome Lover" evokes the soulful post-bop spirit of the original and offers a bracing portrait of the singer's command of his own upper range. Covers aside, the real strength of Liquid Spirit lies in Porter's songs: his lyrics and melodies are as rich as his voice. Opener "No Love Dying Here" walks a line between jazz and soul; its life-affirming words are underscored by the effortless conviction and authority in his vocal, while Sato's alto saxophone solo affirms the lyric. The fingerpopping, handclapping gospel groove in the title track is punched up by saxophones and Curtis Taylor's trumpet. The call-and-response between Porter and James' bass is tasty, and one can hear a trace of Donny Hathaway in the singer's commanding, heartfelt delivery. "Hey Laura" is characterized by Porter's relaxed but utterly sincere delivery, and packs a knock-out emotional punch in his protagonist's plea to the object of his affection. "Brown Grass" is a close second in the emotional punch department; it's a love song to be sure, but a sadder one. Porter articulates his protagonist's regrets simply and honestly, and therefore resonantly. For all of his innovative ability to effortlessly combine, shift, and shape various musical genres in his own image, Porter is militantly old school -- check "Musical Genocide," as he celebrates the music of the past with a popping piano, hard-grooving horns, funky Rhodes, and swelling B-3. On the tender ballad "Wolfcry," he is accompanied only by Crawford; it's so hip and melodically rich, it could easily have been sung by a young Nat Cole. The way he and his band move through blues, jazz, gospel, and R&B -- simultaneously -- on the declamatory testimonial "Free" is breathtaking. The intro to "Movin'," near set's end, suggests Bill Withers, but Porter quickly shifts it into higher gear with the horns punctuating the ends of his sung lines. While his first two recordings revealed a major new talent with their promise, Liquid Spirit is a giant step forward artistically, and for the listener, an exercise in musical inspiration. © Thom Jurek /TiVo
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Jazz - Erschienen am 10. Juli 2015 | Universal Music Division Decca Records France

Jazz - Erschienen am 30. Dezember 2020 | UMG Recordings, Inc.

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Jazz - Erschienen am 25. November 2020 | UMG Recordings, Inc.

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Jazzgesang - Erschienen am 17. April 2020 | Blue Note

Gregory Porters sechstes Album ist eine weitere, perfekte Mischung aus Jazz, Soul, Rhythm’n’Blues, Pop und Gospel. Nicht nur eine samtig-weiche Stimme (ach, ist das klischeehaft, und doch stimmt es) hat der Kalifornier zu bieten, der sich auch in den hintersten Ecken der Great Black Music auskennt, sondern er ist auch ein Autor, ein wahrhaftiger noch dazu. Und in diesen (traurigen) Zeiten wirken seine Hoffnung und Licht spendenden Texte mit diesem wohltuenden Klang wie eine Verjüngungskur. Der Revival Song etwa, eine Art Neo-Gospel-Hymne, die Seelen entflammt und Körper ins Toben bringt, ist einer dieser Songs. Dieses Wonnegefühl entsteht auch, wenn Porter in die Rolle des croonenden Lovers schlüpft, wie zum Beispiel in If Love Is Overrated oder wenn er mit Faith in Love in die Fußstapfen von Marvin Gaye und George Benson tritt. Dank Troy Millers (Laura Mvula, Jamie Cullum, Emeli Sande) erstklassiger Produktion erlangt der amerikanische Sänger mit All Rise eine noch nie dagewesene Popularität. Und mit solch einem Album wird er auch ein Publikum weit über die Grenzen des reinen Jazz hinaus ansprechen. © Max Dembo/Qobuz
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CD5,99 €

Jazzgesang - Erschienen am 12. September 2014 | Membran

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Jazzgesang - Erschienen am 27. Oktober 2017 | Universal Music Division Decca Records France

Booklet
Man tut immer gut daran, das Genie eines Künstlers neu zu beleben. Gregory Porter stürzt sich mit diesem exquisiten Album mit Leib und Seele in das Repertoire eines seiner Idole, Nat King Cole. Bei diesem außergewöhnlichen Musiker, virtuosen Pianisten, überaus feinfühligem Erneuerer, der zwischen reinem Jazz und Easy Listening hin- und herpendelt, und der eindeutig ein faszinierender Sänger/Crooner mit einer tiefen, romantischen Velourstimme ist, die man überall heraushört, ist Nat King Cole hier wirklich gut aufgehoben. Noch dazu ist diese Stimme eine der beeindruckendsten Soul’n’Jazz-Stimmen der letzten Jahre. Gregory Porter, der vor allem ein weitaus stärkeres und komplexeres Gefühl für Soul zeigt als seine Kollegen, nähert sich diesem Thema mit aller größtem Respekt. Denn Nat King Cole schlängelt sich wirklich wie ein roter Faden durch das Leben dieses vierzigjährigen Kaliforniers, der die Great Black Music bis in ihren hintersten Winkel kennt. „Er war einzigartig. Und die Musik, die er uns hinterlassen hat, die ist dermaßen schön. Wenn Sie seine Songs hören, sind Sie unausweichlich von diesem außergewöhnlichen Timbre seiner Stimme beeindruckt, von diesem unvergleichlichen Stil und diesem himmlisch coolen Gefühl... Meine Mutter erzählte mir immer, dass ich ihr eines Tages im Alter von fünf Jahren, ein Lied zu hören gab, das ich geschrieben und auf einer Kassette aufgenommen hatte. Aber du singst doch wie Nat King Cole, sagte sie zu mir! Ich guckte mir seine Plattencovers an und sagte mir, dieser Typ da hat ja wirklich einen komischen Namen, und plötzlich fiel mir dieses Bild in die Hände: ein eleganter Mensch, kräftig und genauso schön, am Kaminfeuer, wohl der Papa eines anderen kleinen Jungen. Ich legte die Schallplatte auf den Plattenspieler und da klang diese recht empathische Stimme aus den Lautsprechern. Da hat sich eine Lücke in mir geschlossen. Mein Vater fehlte in meinem Leben: er kümmerte sich nicht um meine Erziehung, zeigte keinerlei Interesse für mich. Als ich nun Nat Dinge wie 'Pick yourself up, dust yourself off, start all over again' (steh auf, staub deine Klamotten ab und fang nochmals von vorne an) singen hörte, all diese Lebenslehren, so waren sie für mich so etwas wie Ratschläge eines Vaters. Ich hörte diese Worte aus den Lautsprechern und es war, als ob Nat sie zu mir sagte und zu niemand anderem. Ich hörte mir diese Alben an und stellte mir vor, dass Nat mein Vater sei.“ Die Liebe zu Nat King Coles Musik bringt ihn dazu, den Jazzman als seinen Ersatzvater zu adoptieren! Und nachdem Porter in der musikalischen Komödie It Ain’t Nothin’ But the Blues gespielt hat, beschließt er auch, seine Beziehung zu Cole in Szene zu setzen und schreibt Nat King Cole & Me, eine musikalische, großteils autobiografische Komödie, die im Jahre 2004 zum ersten Mal aufgeführt wird. „Damit versuchte ich in gewisser Hinsicht, meinen Vater zu finden. Ich habe sie nach dem Tod meines Vaters geschrieben. Dieses Stück, für das ich die Hälfte der Musik komponiert habe, handelt von Nat King Cole. In erster Linie aber von der Art und Weise, wie ich seiner Musik wegen meines abwesenden Vaters nähergekommen bin. Es war wie eine Art Therapie, die ich mir selbst verschrieben habe. Anders war nur, dass es jeden Abend 800 Personen gab, die kamen.“ Mit Hilfe des Arrangeurs Vince Mendoza und einem Ensemble, zu dem der Pianist Christian Sands, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Ulysses Owens gehören, ersetzt nun Gregory Porter die Fans des im Jahre 1965 aus dem Leben geschiedenen Sängers und Pianisten. © CM/Qobuz

Der Interpret

Gregory Porter im Magazin