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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. Juni 2011 | 4AD

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Sélection Les Inrocks - Stereophile: Recording of the Month
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i,i

Alternativ und Indie - Erschienen am 9. August 2019 | Jagjaguwar

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
„Alle meine Alben ähneln und beeinflussen einander, und das trifft auch auf dieses hier zu. Der Sound ist hier wirklich raumfordernd.“ Auf diese Weise definiert Justin Vernon, die treibende Kraft des Bon Iver-Projekts, sein viertes Opus. Ein Album, das einen zwölfjährigen Lebenszyklus beendet, im Laufe dessen er nach dem Indie-Folk-Winter mit For Emma, Forever Ago zuerst im Kammer-Pop-Frühling seines gleichnamigen Albums und schließlich mit 22, A Million im Sommer mit Gewitterwolken gelandet war. Übrigens hätte es eine vierte Saison beinahe nicht gegeben. Die Promo-Tour des letzten Albums ging nämlich ganz plötzlich zu Ende, weil Vernon mit Depression und Angstanfällen bei dem Gedanken, sein Leben auf dem Land nie mehr wieder fortsetzen zu können, zu kämpfen begann. i,i entstand also nach einer Erholungsphase als Synthese seines Werdegangs.Das ergibt einen Herbst mit unzähligen, bunten Blättern, in dem er die Klangbilder fließend verknüpft und die malerischen Orchestrierungen, digitalen Sounds und Vokalharmonien diskret aufeinanderschichtet, sodass vor unseren Augen plötzlich die noch unbeschriebene Leinwand des nächsten Bildes auftaucht. Diese Art Rückblick auf seine musikalische Vergangenheit enthält auch eine introspektive Rede, mit der Vernon versucht, seinen misanthropischen Hang mit geselligeren Augenblicken zu mildern: „I should’ve known / That I shouldn’t hide/ To compromise and to covet/ All what’s inside“, singt er in Faith bei crescendo ansteigendem Elektro-Folk, der von wummernden Bässen im Hintergrund getragen wird, während andernorts Chöre und übersättigte Leads ineinander übergehen. In RABi, im allerletzten Song dann, scheint er endlich Zufriedenheit zu verspüren, wenn er sich im Rhythmus einer ungewöhnlich nüchternen Instrumentierung an die Zuhörerinnen und Zuhörer wendet: „Sun light feels good now, don’t it? And I don’t have a leaving plan/ But something’s gotta ease your mind/ But it’s all fine, or it’s all crime anyway“. Es kling wie ein kathartisch wirkendes Finale, nicht nur für den Musiker, der nun offensichtlich seine Dämonen losgeworden ist, sondern auch für den Hörer – für uns, obwohl wir ihn nie aus den Augen gelassen, sondern von Anfang an bejubelt haben. © Alexis Renaudat/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. September 2016 | Jagjaguwar

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Dem Vernehmen nach fiel Justin Vernon nach seiner letzten Platte im Jahr 2011 und diversen Nebenprojekten in ein ziemliches Loch. Vom Druck, den der Erfolg seines Projekts Bon Iver mit sich brachte – zwei Grammys heimste er dafür 2012 ein – fühlte sich Vernon zusehends eingeschränkt. Zwischendurch erwischte man ihn sogar beim verbalisierten Gedanken, dass es das mit Bon Iver gewesen sein könnte. Nun gibt es mit "22, A Million" nicht nur ein drittes Studioalbum, sondern eines, das seine Kraft genau aus dieser Krise schöpft. Nummern und Sonderzeichen stehen darauf als zeitgeistige Metaphern, von denen einige entschlüsselt sind, andere nach wie vor kryptisch bleiben: Die 22 zumindest steht für Vernon selbst (seine Lieblingszahl), die "Million" für seine gesamte Umwelt. Schenkt man den Begleittexten zum Album Glauben, so handelt die Platte vor allem vom Prozess der Selbstfindung und –öffnung. Von der 22 hin zur Million. In musikalischer Hinsicht lässt sich eine der schönsten Weisheiten des Pop-Zirkus' zitieren: Der Künstler hat sich hier neu erfunden. Vernon schrieb schon immer auf den Punkt reduzierte Pop-Hymnen mit ordentlicher Pathos-Beigabe. Das beschert in vielen Lebenslagen ein veritables Maß an Freude (wer hat noch nie zu "Skinny Love" geknutscht?), befand sich gleichzeitig aber immer am Rande zu unglaublich gesättigtem Kitsch. Auf "22, A Million" tritt Vernon die Flucht aus seinem selbst gezimmerten musikalischen Wohlstand an. Natürlich finden sich auch auf dieser Platte die dicksten Melodien, nur eben in niedrigerer Dichte, zerhackt, mal hier, mal da wieder auftauchend. Analog zu seinem Leben ordnet er seine Musik neu und bedient sich massig an Vocoder- und Hall-Effekten. Bon Ivers neue Künstlichkeit spiegelt sich vor allem im Sample als zentralen Baustein der Platte. Munter montiert Vernon seine Songs zusammen, kopiert und loopt, was das Zeug hält. Das fällt natürlich bereits in den ersten Takten des Openers "22 (Over Soon)" auf und dürfte all jene vergraulen, die den alten Bon Iver – Beanie, Bart und Gitarre – verehrten. Natürlich ist da noch Vernons liebliches Falsett, das er oft in Imogen Heap-Manier pitcht ("715 – Creeks") oder mit so vielen Spuren überlagert, dass es sich anhört, als singe ein ganzer Chor. "33 "God", wegen der wiederkehrenden, refrainartigen Teile bewusst zur Single erkoren, erinnert zudem an den Sound von Son Lux. Vernon muss man deshalb nicht als Opportunisten abstempeln, "22, A Million" mag streckenweise ebenso nach James Blake und Konsorten klingen, doch die Art, wie Vernon hier seine Musik versteht, ist eine andere. Der Amerikaner spielt permanent mit den Erwartungen des Hörers. Auf erwähntes "33 "God"" folgt "29 #strafford Apts", das im höchsten Kontrast die Bon Iver-Essenz der Vergangenheit auf die Platte schleust. Wenn Vernon in "8 (Circle)" dann schließlich 80er-Pop und Holzbläser auffährt, dann weckt das ebenso Erinnerungen an vergangene Tage. Solche Songs neben gänzlich neuem Material quasi als Selbst-Zitate auf der Platte zu wissen, irritiert in musikalischer Hinsicht, erscheint im Kontext der Erzählung aber durchaus sinnvoll. Vernon dokumentiert auf "22, A Million" seinen Weg aus der Krise hin zu Neuem. Weil seine größte Kompetenz nach wie vor darin liegt, Intimität auf Tonträgern zu konservieren, nimmt man ihm das genau so ab. Dafür hätte es nicht einmal die durchgestylte, kryptische Zeitgeist-Ästhetik gebraucht. © Laut
Promotion Chandos June 2021

Der Interpret

Bon Iver im Magazin
  • Bon Ivers Herbst erhellt uns den Sommer
    Bon Ivers Herbst erhellt uns den Sommer „Alle meine Alben ähneln und beeinflussen einander, und das trifft auch auf dieses hier zu. Der Sound ist hier wirklich raumfordernd.“ Auf diese Weise definiert Justin Vernon, die treibende Kraft des Bon Iver-Projekts, sein viertes Opus. Ein Album, das einen zwölfjährigen Lebenszyklus beendet, i...