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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Juni 2013 | Warp Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Hi-Res Audio
Dass "Tomorrow's Harvest" in diesen Tagen tatsächlich in Plattenläden und Online-Stores ausgeliefert wird, kommt schon einer kleinen Sensation gleich. Acht Jahre liegen zwischen dem letzten BOC-Longplayer "The Campfire Headphase" und heute. Da alle Releases von Michael Sandison und Marcus Eoin längst als Klassiker gelten, tritt "Tomorrow's Harvest" in große Fußstapfen und kann eigentlich kaum etwas richtig machen. Potenzial genug also für ein grandioses Scheitern, aufgerieben zwischen den enormen Erwartungen des Publikums und den eigenen, vermutlich kaum geringeren Ansprüchen. Aber Boards Of Canada blenden diese Rahmenbedingungen scheinbar mühelos aus und setzen mit "Tomorrow's Harvest" genau dort an, wo sie 2006 mit der EP "Trans Canada Highway" aufgehört haben: Sie schaffen zeitlose elektronische Musik von einer beispiellosen Erhabenheit. Diese beinahe schon sakrale Ausstrahlung findet sich in jeder ihrer Veröffentlichungen. Früher ging sie mit einer beinahe hippiesken Glückseligkeit einher, der die beiden Schotten eine diffuse Dunkelheit injizierten, um sie vor dem Abdriften in Electronica-Kitsch zu bewahren. Diese Gratwanderung vollziehen sie auch heute wieder in Perfektion und eröffnen das Album nach ironisch dick aufgetragenen Fanfarentönen mit einem Melodie-Loop, das im Stile eines bizarr verzerrten Kommentars zum trancigen Sound der 90er Jahre durch zahlreiche Effekte gejagt wird. Mit "Reach For The Dead" kehrt dann die Ernsthaftigkeit zurück. Die ersten Sampleschleifen dürfen für sich allein gestellt rauschen und knacken, bevor sich vorsichtig Synthieflächen auf ihnen breit machen, einzelne Beats einsetzen, sich Takt für Takt zu einem Rhythmus verdichten und dem Track nach knapp drei Minuten helfen, sich in voller Blüte zu entfalten. Schon danach ist klar: Boards Of Canada schwingen sich mit den 17 Tracks von "Tomorrow's Harvest" auf, einen neuen Klassiker zu kreieren und gleichzeitig ihren Sound vorsichtig weiter zu entwickeln. Die üppige Ausgestaltung von "Music Has The Right To Children", "Geogaddi" und "The Campfire Headphase" wurde insgesamt etwas ausgedünnt und der Einsatz der Sounds gerät minimalistischer, wie die Beispiele "Cold Earth", "Transmisiones Ferox" und "Palace Posy" am besten veranschaulichen. Derweil bietet "Jacquard Causeway" Raum für dunkle Experimente, die Boards Of Canada ganz unerwartet in die Nähe des herausragenden Coil-Releases "Horse Rotorvator" von 1986 rücken. Mit "Tomorrow's Harvest" gelingt Sandison und Eoin eine große Rückkehr und man kann nur hoffen, dass die Schotten sich schon bald wieder im Studio treffen, um neue Tracks einzuspielen. Denn kaum einem elektronischen Act gelingt es, Qualität in dieser Konstanz zu formulieren. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 20. April 1998 | Warp Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
"Rhythmus war für mich immer der Teil der Musik, der sie zeitlich datiert, im Guten wie im Schlechten. Er gibt die Ära preis, und ist der ersetzbare Teil in Coverversionen. Menschen werden von Akkordfolgen oder Tonfiguren gefesselt, die sind nämlich zeitlos. Wir machen unsere Musik auf eine reduktive Art und Weise. Viel, was wir auf "Music Has The Right To Children" gemacht haben, war ein Beseitigungsprozess: Wir nahmen die Sachen weg, die uns bei anderen Künstlern nervten, bis das übrig gebliebene Skelett uns nicht mehr störte. Das ließ den Sound zu einer Art Erscheinung werden, die nicht so ganz real war." Im Grunde beschreibt Mike Sandison, seines Zeichens die eine Hälfte des Brüder-Duos Boards Of Canada, schon zur Genüge, was "Music Has The Right To Children" zu einem wahrhaft zeitlosen Stück Musikgeschichte macht. Auch 20 Jahre nach der Veröffentlichung klingt das erste vollwertige Studioalbum der schottischen Combo derart unverbraucht, dass es beinahe so gespenstisch wie das morbide Cover wirkt. Das rührt wohl vor allem daher, dass sich die beiden im Produktionsprozess radikal einschränkten: Bis auf ein paar Synthesizer, die ihre unverkennbare Klangfarbe praktisch bis zu "Tomorrow's Harvest" (2013) behalten haben, merkwürdigen Samples aus Kinderstimmen sowie Tierlauten und einer künstlich verrohten Klangästhetik gibt es auf den ersten Blick gar nicht so viel zu entdecken. Das Primat der freiwilligen Reduktion und die unweigerlich damit einhergehende Verlagerung auf die Metaebene proklamieren die Gebrüder auch noch 2005 gegenüber dem Groove Magazin: "Wenn man ein einfaches Setup wie einen Mono-Synthesizer und eine Drummachine hat, sind die Sachen, die du damit machen kannst, begrenzt, aber das macht dich auch kreativer im Umgang damit". Eine konkrete Vision von bedeutsamer Musik. Das Album selbst, durch seinen Minimalismus und unverwüstlich avantgardistischen Geist beinahe zwangsläufig auf Warp beheimatet, bricht zunächst mit so ziemlich allen Konventionen elektronischer Tanzmusik um die Jahrtausendwende: Weder klingen die Produktionen glatt, noch nehmen sie jemals ein nennenswertes Tempo auf, ganz im Gegenteil: Nach dem zwischen traumhaft und bedrohlich schwankenden Einstieg "Wildlife Analysis" zuckelt "An Eagle In Your Mind" demonstrativ langsam und unstet vor sich hin. Schon diese beiden Tracks stellen ein Leitmotiv heraus: In allen möglichen Kontexten thematisieren Boards Of Canada Flora und Fauna, das Ursprüngliche und sonstige psychedelische Fixpunkte. Sie dienen als Inspiration, Sehnsuchtsort und Regulativ. Nicht umsonst benannte man sich nach den Dokumentarfilmen des National Film Boards Of Canada, die oftmals die Natur thematisierten und mit ihrem Intro den Sound des Duos gewissermaßen vordefinierten. Konkret heißt das für die 16 Tracks auf "Music Has The Right To Children": Der Synthesizer und seine ätherischen Klänge dominieren, die Beatstruktur stellt sich hinten an. Schon an dritter Stelle steht erneut ein Ambient-Interlude, das auf ein kindliches, höchst unangenehmes "I Love You"-Sample zurückgreift. Auf "Telephasic Workshop" regieren über sechs Minuten Breakbeats und abgehackte Sprachfetzen, "Triangles & Rhombuses" vermittelt in knapp zwei Minuten eine Spur von Optimismus. Hier fällt eine weitere Vorliebe des Brüderpaars ins Auge: Zahlen, Geometrie und mathematische Formeln finden immer wieder ihren Weg in die Stücke. Auf "Music Has The Right To Children" verhält es sich damit allerdings unbestimmter als beim direkten Nachfolger "Geogaddi", der nicht nur wegen seiner 66 Minuten und 6 Sekunden Spielzeit uferlose Diskussionen und Theorien unter den Fans aufbranden ließ. Ihren unbeirrbar gemächlichen Trott, der sich entgegen des damaligen Zeitgeists unablässig näher an Instrumental-Hip Hop als an Techno, House oder Jungle orientiert, ziehen die Gebrüder Sandison konsequent bis zum Ende des Albums durch. Die Formel erweitert sich durch die bereits angesprochenen kurzen Einschübe, die sich wie "Kaini Industries" als wohltuende Synth-Auflockerung entpuppen können, aber auch in der Lage sind, den Hörer noch stärker zu entfremden. Dem mulmigen Gefühl, das sich nach und nach einstellt, wirkt an zehnter Stelle "Roygbiv" entgegen, das wohl bekannteste Stück des Albums. Für BOC-Verhältnisse hat man es hier mit einem richtigen Banger zu tun: Eine ungewöhnlich klare, motivierende Synth-Line trifft auf die ikonischen Kinderstimmen, weitere Synths erheben den Track in gar euphorische Sphären. "Rue The Whirl" geht anschließend postwendend den umgekehrten Weg und mutet beinahe wie eine überdrehte, dennoch repetitive MPC-Übung an. Spätestens im jammigen "Aquarius" schimmert der Bandkontext des Brüderpaars durch. Über einem flockigen Stoner-Beat erklingen in bester The Orb-Manier akustische wie elektronische Instrumente. Diese Wohlfühloase komplettieren Samples aus der Sesamstraße. Sucht man nach einer Blaupause für Boards Of Canadas musikalischen Ansatz, so wird man am ehesten in "Pete Standing Alone" fündig. Dieses hätte wohl auf jedem anderen Album des Duos seinen Platz gefunden und erklärt die inflationären Verweise auf David Lynchs Filme, die Musikjournalisten stets aufs Neue reflexartig abfeuern, in nur sechs Minuten wie von selbst. "Open The Light" sorgt mit zyklischen Ambient-Kaskadenfür den epischsten Moment des Albums, "Happy Cycling" beschließt "Music Has The Right To Children" auf einer nachdenklichen, düsteren und unwirtlichen Note. Auch aus diesem Zwiespalt speist sich die Begeisterung für diese faszinierende Platte: Die Stimmung pendelt über die komplette Spielzeit zwischen den Polen angsteinflößend und fröhlich. Dazwischen spielen sich Momente banger Ungewissheit ab. Marcus und Mike Sandison sahen sich zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere als Dance-Producer. Im Grunde haben sich beide ihr eigenes, von Konventionen und Trends restlos befreites Genre geschaffen, das ein ganzes Universum an Symbolen, Anspielungen und Psychedelia beinhaltet. Das erreichten sie ironischerweise mit einem extrem limitierten Setup, einem unfassbar weitläufigen Fundus an alten VHS-Kassetten, sonstigen Tonträgern und selbst hergestellten Aufnahmen, die mitunter bis zur Unkenntlichkeit verfremdet sind, sowie einem in sich ruhenden, öffentlichkeitsscheuen Naturell. Bis heute zeigen sich die beiden höchst ungern in der Öffentlichkeit und meiden das Rampenlicht. Zwischen den unregelmäßigen Releases hört man so gut wie gar nichts von den Schotten, die das Landleben der Großstadt natürlich konsequent vorziehen. Und gerade jenes Leben in einer von gesellschaftlichen Strömungen, Moden und Hysterien weitestgehend unberührten Gegend trug wohl dazu bei, aus "Music Has The Right To Children" das zu machen, was es bis heute ist: ein zeitloses Album. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 19. Februar 2002 | Warp Records

Irgendwo zwischen Mouse On Mars und Autechre würde ich das Duo Boards of Canada ansiedeln, und wo wäre solche "Nicht-Musik" besser aufgehoben als bei Warp Records? Wer seinen Stücken Namen gibt wie "Music Is Math" und "A Is To B As B Is To C", lässt vermuten, dass er sich eher seinen Maschinen als der Akustik-Gitarre verschrieben hat. Nichts desto trotz wirkt "Geogaddi" nicht wie abgeklärte Elektronik, sondern so melancholisch wie der Soundtrack zu einer tragischen Liebesgeschichte zwischen Androiden. Klingt vielleicht seltsam, aber genau so wirkt die verträumte Kombination aus sphärischen Klängen, spielerischen Melodien, und messerscharfen Clicks & Drums. Manche Lieder ("In The Annexe", "Dawn Chorus") leiern bis an die Schmerzgrenze, aber man wagt trotzdem nicht, den Skip Knopf zu betätigen, weil die Harmonien trotzdem noch schön sind. Klänge, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen, gleiten wie ein roter Faden durch dieses schwerelose Album. Die stellenweise eingesetzten Vocoder-Stimmen ("1969") und Verzerrungen ("The Devil Is In The Details") bestärken den Eindruck, hier extraterrestrische Botschaften zu entschlüsseln, nur noch mehr. Durch seine spärliche Ausstattung entfaltet "Geogaddi" seine volle Pracht und besticht mit Zurückhaltung statt Aufdringlichkeit. Beim ersten Hören wirkt die Leichtigkeit der Songs streckenweise unspannend, aber wenn man sich die Mühe macht, gibt es überall Sound-fitzelchen und -flickereien zu entdecken. Am Ende gibt uns "Magic Window" in 1 Minute 52 Sekunden absoluter Stille die Gelegenheit, runterzukommen und holt uns entspannt wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Überirdisch ... © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 17. Oktober 2005 | Warp Records

Spätestens seit Maximo Park und allerspätestens seit Gravenhursts neuem Album gilt das ruhmreiche englische Label Warp Records wohl nicht mehr uneingeschränkt als Institution sogenannter 'sophisticated electronic music'. Indie-Rock heißt die neue Marschrichtung. So scheint es zumindest, sieht man vom jüngsten Elektro-Rodeo der Jackson And His Computer Band ab. Bezüglich des neuen BOC-Albums konstatierte unlängst Kollege Schiedel in seiner Gravenhurst-Besprechung, dass jenes "es kaum mehr schafft, größeres Interesse zu generieren". Ganz so drastisch muss man es nicht sehen. Mike Sandison und Marcus Eoin schreiben nach wie vor Musik, die mit dem aufgeschlossenen Hörer einiges anzustellen weiß: Folk, obskure Samples, Streicher und andere windschiefe Klänge. Frei nach dem Albumtitel, wie mit der Akustik-Gitarre am Lagerfeuer, schufen BOC ein Werk, das inklusive Flöten, Orgel und Synthie, analogem Schlagzeug und Retortenbeats eher dem Genre Indietronic zuzuordnen ist als dem Lager puristisch reiner Elektronik ohne Firlefanz. Aber Letzteres war ohnehin nie die Sache von Boards Of Canada. Sandison und Eoin spielten das Ausgangsmaterial zu "The Campfire Headphase" live ein und bearbeiteten das Ganze nachträglich am Rechner. Heraus gekommen ist dabei ein sorgfältig abgestimmtes Album, das zudem durch verfeinerten Einsatz elektronischer Elemente gefällt: durchzogen von sphärenhaften Schwaden und Schleiern, fast wie aus einer anderen Welt. Hier und da unterbrochen von melancholischen Exkursionen in die Welt der Psychedelik. Abwechselnd wunderschöne Melodien und Harmonien prägen die Stücke und machen es einem nicht wirklich schwer das Album entsprechend zu goutieren. Das passt, die Einzelteile sitzen dort, wo sie hingehören. Nichts wirkt aufgesetzt oder bemüht. Vielleicht nicht mehr ganz so befremdlich schräg wie es "Geogaddi" noch war, aber nicht minder einnehmend und betörend. Unverkennbar Boards Of Canada. Und die spielen ohnehin in einer eigenen Elektronika-Liga. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Mai 2006 | Warp Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. November 2000 | Warp Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. November 2019 | Warp Records

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Trip Hop - Erschienen am 25. November 2002 | Warp Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. September 2019 | Warp Records

Trip Hop - Erschienen am 18. Januar 1999 | Warp Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. Mai 2013 | Warp Records