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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Juli 1993 | One Little Independent Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Oktober 2011 | Polydor Records

Auszeichnungen Sélectionné par Ecoutez Voir
Biophilia ist das siebte Studioalbum der experimentellen isländischen Sängerin Björk. "Biophilie" bezeichnet wörtlich die "Liebe zum Leben" und ist der Terminus für eine biologische Hypothese, die besagt, dass es eine instinktive Verknüpfung zwischen Mensch und Natur gibt. Das Album wurde teilweise auf einem iPad aufgenommen und auch als Reihe von downloadbaren Apps veröffentlicht. Biophilia, dem die Single "Crystalline" vorausging, ist Björks erstes Album mit neuen Songs seit dem für einen Grammy nominierten Album Volta von 2007. © Jack Semmence /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. September 1997 | One Little Independent Records

Björk stellt die Lust am Experimentieren nicht mehr über den Hörgenuss, das machen Stücke wie "Innocence" überdeutlich. Der Song greift auf Elemente aus dem Synthiepop zurück und klingt teilweise sehr druckvoll, fast schon martialisch. Hier fahren einem die Beats direkt in den Bauch. Andere Tracks kommen überraschend ruhig und gelassen daher. So treten die Stimmen Björks und ihrem Duettpartner Antony Hegarty (Antony & The Johnsons) bei "The Dull Flame of Desire" ganz in den Vordergrund - ein Lied zum Entspannen oder gar Meditieren. Im zweiten Duett mit Antony, "My Juvenlie", treten asiatische Sounds und die dafür typischen Klangschalen hervor. Von einer fast apathischen Gelassenheit ist auch "Pneumonia". Hier bestimmen sehr ruhige Stimmen und im Hintergrund plätschernder Regen das Bild. Abgefahren, elektronisch und tanzwütig gibt sich dagegen "Declare Independence". Björk scheint hier ihr Lyrics und die darin beinhalteten Botschaften "Justice" und "Don't let them do that to you" geradezu heraus brüllen zu wollen. Die Drums und die elektronische Sprechstimme erzeugen eine wütende Atmosphäre. Die letzten beiden Alben "Medulla" und "Drawing Restraint 9" waren ja etwas kopflastig. Auf "Volta" ist der Sound hingegen wieder rhythmischer und die Songs sind zum großen Teil auch tanzbar. Der Spaß stand ganz oben auf der Liste von Björk, als die Frage aufkam, wie das neue Album werden soll. Und erstaunlicherweise macht es auch Spaß, dieses Album anzuhören. Es scheint, als habe sich Björk auf ihre musikalischen Wurzeln besonnen. Dass sie nun wieder einen Schritt zurück geht und wieder mehr Wert auf Melodien legt, bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mit der Zeit geht. In ihrer Rolle als Produzentin lud Björk einige namhafte Künstler und Musiker ins Studio ein. Darunter sind neben dem Gesangspartner Hegarty auch Erfolgsproduzent Timbaland. Außerdem holte sie sich noch zwei experimentelle afrikanische Gruppen und ein zehnköpfiges Blasorchester dazu, die einen unverwechselbaren Sound kreierten. Ganz ohne innovative Ideen kommt die kleine Isländerin natürlich nicht aus. Trotz weicherer Klänge, dem Einsatz von richtigen Instrumenten anstatt nur ihrer Stimme als Soundmachine und einem kleinen Schritt Richtung Mainstream fragt man sich bei dem einen oder anderen Lied doch, was genau sie uns damit sagen will. Wie etwa bei der andauernden Sequenz der ersten Single "Earth Intruders", in der man nichts anderes als marschierende Menschen hört. Der Track ist mit über sechs Minuten eh schon ziemlich lang, und diese Marscheinlage lässt es unendlich erscheinen. Und was genau wollen die Schiffssirenen am Ende des Songs? Man weiß es nicht. Ab und zu überkommt es Björk eben, und man hört Gefiepe, Gewimmer und merkwürdige Geräusche, die nicht so richtig in Einklang mit den sehr sanften Melodien steht. So klingt "Wanderlust" teilweise sehr schief, und Björk spielt mit Disharmonien in ihrer Stimme. Auf der einen Seite bestimmen die Beats die Platte. Andererseits fällt auch immer wieder die Experimentierfreude mit orchestralen Instrumenten wie Bläsern und Streichern auf. Die starke Stimme Björks mit ihrem eindeutigem Wiedererkennungswert hält das Ganze zusammen. Björk wird wohl nie ganz zum Mainstream überlaufen. Ihre Devise war, ein "vollmundiges" Album zu machen. Das ist ihr gelungen - endlich macht es wirklich mal wieder Spaß, ihr zuzuhören. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Juni 1995 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. August 2001 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. August 2003 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 4. November 2002 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2004 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Mai 2007 | One Little Independent Records

Björk stellt die Lust am Experimentieren nicht mehr über den Hörgenuss, das machen Stücke wie "Innocence" überdeutlich. Der Song greift auf Elemente aus dem Synthiepop zurück und klingt teilweise sehr druckvoll, fast schon martialisch. Hier fahren einem die Beats direkt in den Bauch. Andere Tracks kommen überraschend ruhig und gelassen daher. So treten die Stimmen Björks und ihrem Duettpartner Antony Hegarty (Antony & The Johnsons) bei "The Dull Flame of Desire" ganz in den Vordergrund - ein Lied zum Entspannen oder gar Meditieren. Im zweiten Duett mit Antony, "My Juvenlie", treten asiatische Sounds und die dafür typischen Klangschalen hervor. Von einer fast apathischen Gelassenheit ist auch "Pneumonia". Hier bestimmen sehr ruhige Stimmen und im Hintergrund plätschernder Regen das Bild. Abgefahren, elektronisch und tanzwütig gibt sich dagegen "Declare Independence". Björk scheint hier ihr Lyrics und die darin beinhalteten Botschaften "Justice" und "Don't let them do that to you" geradezu heraus brüllen zu wollen. Die Drums und die elektronische Sprechstimme erzeugen eine wütende Atmosphäre. Die letzten beiden Alben "Medulla" und "Drawing Restraint 9" waren ja etwas kopflastig. Auf "Volta" ist der Sound hingegen wieder rhythmischer und die Songs sind zum großen Teil auch tanzbar. Der Spaß stand ganz oben auf der Liste von Björk, als die Frage aufkam, wie das neue Album werden soll. Und erstaunlicherweise macht es auch Spaß, dieses Album anzuhören. Es scheint, als habe sich Björk auf ihre musikalischen Wurzeln besonnen. Dass sie nun wieder einen Schritt zurück geht und wieder mehr Wert auf Melodien legt, bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mit der Zeit geht. In ihrer Rolle als Produzentin lud Björk einige namhafte Künstler und Musiker ins Studio ein. Darunter sind neben dem Gesangspartner Hegarty auch Erfolgsproduzent Timbaland. Außerdem holte sie sich noch zwei experimentelle afrikanische Gruppen und ein zehnköpfiges Blasorchester dazu, die einen unverwechselbaren Sound kreierten. Ganz ohne innovative Ideen kommt die kleine Isländerin natürlich nicht aus. Trotz weicherer Klänge, dem Einsatz von richtigen Instrumenten anstatt nur ihrer Stimme als Soundmachine und einem kleinen Schritt Richtung Mainstream fragt man sich bei dem einen oder anderen Lied doch, was genau sie uns damit sagen will. Wie etwa bei der andauernden Sequenz der ersten Single "Earth Intruders", in der man nichts anderes als marschierende Menschen hört. Der Track ist mit über sechs Minuten eh schon ziemlich lang, und diese Marscheinlage lässt es unendlich erscheinen. Und was genau wollen die Schiffssirenen am Ende des Songs? Man weiß es nicht. Ab und zu überkommt es Björk eben, und man hört Gefiepe, Gewimmer und merkwürdige Geräusche, die nicht so richtig in Einklang mit den sehr sanften Melodien steht. So klingt "Wanderlust" teilweise sehr schief, und Björk spielt mit Disharmonien in ihrer Stimme. Auf der einen Seite bestimmen die Beats die Platte. Andererseits fällt auch immer wieder die Experimentierfreude mit orchestralen Instrumenten wie Bläsern und Streichern auf. Die starke Stimme Björks mit ihrem eindeutigem Wiedererkennungswert hält das Ganze zusammen. Björk wird wohl nie ganz zum Mainstream überlaufen. Ihre Devise war, ein "vollmundiges" Album zu machen. Das ist ihr gelungen - endlich macht es wirklich mal wieder Spaß, ihr zuzuhören. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. September 2000 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. September 1997 | One Little Independent Records

By the late '90s, Björk's playful, unique world view and singular voice became as confining as they were defining. With its surprising starkness and darkness, 1997's Homogenic shatters her "Icelandic pixie" image. Possibly inspired by her failed relationship with drum'n'bass kingpin Goldie, Björk sheds her more precious aspects, displaying more emotional depth than even her best previous work indicated. Her collaborators -- LFO's Mark Bell, Mark "Spike" Stent, and Post contributor Howie B -- help make this album not only her emotionally bravest work, but her most sonically adventurous as well. A seamless fusion of chilly strings (courtesy of the Icelandic String Octet), stuttering, abstract beats, and unique touches like accordion and glass harmonica, Homogenic alternates between dark, uncompromising songs such as the icy opener, "Hunter," and more soothing fare like the gently percolating "All Neon Like." The noisy, four-on-the-floor catharsis of "Pluto" and the raw vocals and abstract beats of "5 Years" and "Immature" reveal surprising amounts of anger, pain, and strength in the face of heartache. "I dare you to take me on," Björk challenges her lover in "5 Years," and wonders on "Immature," "How could I be so immature/To think he would replace/The missing elements in me?" "Bachelorette," a sweeping, brooding cousin to Post's "Isobel," is possibly Homogenic's saddest, most beautiful moment, giving filmic grandeur to a stormy relationship. Björk lets a little hope shine through on "Jòga," a moving song dedicated to her homeland and her best friend, and the reassuring finale, "All Is Full of Love." "Alarm Call"'s uplifting dance-pop seems out of place with the rest of the album, but as its title implies, Homogenic is her most holistic work. While it might not represent every side of Björk's music, Homogenic displays some of her most impressive heights. © Heather Phares /TiVo
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Electronic - Erschienen am 21. Januar 2015 | Embassy of Music

Hi-Res Booklet
So unglücklich die Begleitumstände von "Vulnicura" auch sein mögen: Björk is back und basta! Mit dieser Platte sollte sie alle Freunde der frühen bis mittleren Ära bis einschließlich "Homogenic" zurückgewinnen. Nach den Ausflügen vom strengen Minimalismus ("Medulla") bis zum totalen Multimedia-Overkill ("Biophilia") schwingt sich die Isländerin wieder hinab aus ihrem Elfenbeinturm. Mit allem dort Erlernten macht sie nun weiter, wo sie ca. 1997 aufhörte. "Vulnicura" enthält echte Songs und emotionale Klanggemälde, die unterhalten, ohne den Kunstanspruch gänzlich aufzugeben. Die leidenschaftliche Exzentrikerin ihres Kopfes scheint sich mit der gefühlvollen Entertainerin in ihrer Brust endlich zu vertragen. Diese neue Homogenität spiegelt sich auch in der diesmal perfekten Wahl ihrer musikalischen Gäste. Gemeinsam mit dem Venezolaner Arca (u.A. Kanye West) und dem sinistren Dark Ambient-Magier Haxan Cloak webt Björk einen hypnotischen Teppich aus dunkler Elektronik, einem Hauch Klassik und zwischendurch angedeuteten Beats. Vor allem der – wie immer – superbe Haxan Cloak erweist sich als idealer Partner in Crime. Sein Mixing ist schlichtweg optimal. Die introvertierte Kompromisslosigkeit des Briten bildet einen idealen Gegenpol zur sehr expressiven Persönlichkeit der ehemaligen Sugarcubes-Frontfrau. Zur Krönung dieser Traumkonstellation kommt dann noch Antony Hegarty vorbei, um dem "Atom Dance" als Duettpartner dem rechten Kick zu geben. Ein toller Song, der gleichermaßen stoische Rhythmus-Muster parat hält, wie auch das große stimmliche Drama. Das Konzept der neunten Studio-LP ist den letzten Alben weit überlegen. Immerhin entstand es weder im Kopf noch freiwillig. Als Getriebene des eigenen Herzens verarbeitet Björk hier ihre in die Brüche gegangene langjährige Beziehung. Die ersten vier Tracks behandeln das Ringen, das Ablösen und die Erinnerungen. In der Mitte folgt die Trennung. Song sechs bis neun reflektieren schließlich Verlust, Hadern und die finale Heilung der Wunde. Natürlich geht es bei der zierlichen Punk-Veteranin gewohnt schonungslos zur Sache. Jedes an sich selbst beobachtete Detail des Horrors und "every single fuck" fügen sich zu einem individuellen Mosaik, das gleichzeitig hervorragend als Dokument des Trostes funktioniert. Jeder, der ähnliches schon mal durchmachte, findet sich in irgendeinem Satz, einem Wort oder einer Note wieder. Authentischer kann man als Künstler wirklich nicht arbeiten. Björk: "Als ich dieses Album machte, kollabierte gerade mein gesamtes Leben. Es ist die mit Abstand schmerzhafteste Platte geworden, dabei aber auch die vielleicht magischste." Nun steckt der Geysir Björk ohnehin voller Magie. Dennoch hat sie nicht Unrecht. Der spezielle Charakter "Vulnicuras" ergibt sich aus dem abgestimmten Zusammenwirken von Musik und Text. So fungieren die komplett von Björk arrangierten Strings in den Augenblicken der Hoffnung als Kokon. Sobald die Krise naht, kippen sie ins zerrende. Sogar die Beats mutieren vom harmonischen Herzschlag zur knarzig implodierenden Apokalypse ("Black Lake"). Dann versinken sie im schwarzen Gewässer der Hoffungslosigkeit. Dennoch funktioniert die Scheibe auch ohne den symbolischen Zusammenhang. Sie ist kein Downer. Wer sich für den ganzen Ballast nicht interessiert, kann ebenso den rein ästhetischen Flow des Zyklus genießen. Der "Lionsong" etwa glänzt nach strengem "Medulla"-Intro mit runder, sensibler Melodie. Und das "Mouth Mantra" klingt so abgefahren zerrissen, als befinde sich Björks Stimme samt Streichorchester auf einem Gig in Space, während die Klingonen gerade angreifen. "When I'm broken, I am whole and when I am whole, I'm broken!" Absoluter Knüller, Anspieltipp und einer ihrer besten Songs überhaupt ist der grandiose Opener "Stonemilker". Eine typisch treibende Björk-Ballade, deren anmutige Natur jedem gefallen sollte, der die "emotional Landscapes" à la "Yoga" am meisten an ihr liebt. Kein Mensch braucht Kinski oder Rammstein, wenn Frau Guðmundsdóttir inmitten dieses sensiblen, fast niedlichen Gesangs das "R" bei "Clarity" oder "Respect" so harsch und rau rollt, wie die isländische Landschaft aussieht. So stellt sie mit "Vulnicura" nicht nur der eigenen Beziehung, sondern auch dem Hörer die alles entscheidende Frage: "Who is open? And who has shut up?" © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. Januar 2015 | One Little Independent Records

So unglücklich die Begleitumstände von "Vulnicura" auch sein mögen: Björk is back und basta! Mit dieser Platte sollte sie alle Freunde der frühen bis mittleren Ära bis einschließlich "Homogenic" zurückgewinnen. Nach den Ausflügen vom strengen Minimalismus ("Medulla") bis zum totalen Multimedia-Overkill ("Biophilia") schwingt sich die Isländerin wieder hinab aus ihrem Elfenbeinturm. Mit allem dort Erlernten macht sie nun weiter, wo sie ca. 1997 aufhörte. "Vulnicura" enthält echte Songs und emotionale Klanggemälde, die unterhalten, ohne den Kunstanspruch gänzlich aufzugeben. Die leidenschaftliche Exzentrikerin ihres Kopfes scheint sich mit der gefühlvollen Entertainerin in ihrer Brust endlich zu vertragen. Diese neue Homogenität spiegelt sich auch in der diesmal perfekten Wahl ihrer musikalischen Gäste. Gemeinsam mit dem Venezolaner Arca (u.A. Kanye West) und dem sinistren Dark Ambient-Magier Haxan Cloak webt Björk einen hypnotischen Teppich aus dunkler Elektronik, einem Hauch Klassik und zwischendurch angedeuteten Beats. Vor allem der – wie immer – superbe Haxan Cloak erweist sich als idealer Partner in Crime. Sein Mixing ist schlichtweg optimal. Die introvertierte Kompromisslosigkeit des Briten bildet einen idealen Gegenpol zur sehr expressiven Persönlichkeit der ehemaligen Sugarcubes-Frontfrau. Zur Krönung dieser Traumkonstellation kommt dann noch Antony Hegarty vorbei, um dem "Atom Dance" als Duettpartner dem rechten Kick zu geben. Ein toller Song, der gleichermaßen stoische Rhythmus-Muster parat hält, wie auch das große stimmliche Drama. Das Konzept der neunten Studio-LP ist den letzten Alben weit überlegen. Immerhin entstand es weder im Kopf noch freiwillig. Als Getriebene des eigenen Herzens verarbeitet Björk hier ihre in die Brüche gegangene langjährige Beziehung. Die ersten vier Tracks behandeln das Ringen, das Ablösen und die Erinnerungen. In der Mitte folgt die Trennung. Song sechs bis neun reflektieren schließlich Verlust, Hadern und die finale Heilung der Wunde. Natürlich geht es bei der zierlichen Punk-Veteranin gewohnt schonungslos zur Sache. Jedes an sich selbst beobachtete Detail des Horrors und "every single fuck" fügen sich zu einem individuellen Mosaik, das gleichzeitig hervorragend als Dokument des Trostes funktioniert. Jeder, der ähnliches schon mal durchmachte, findet sich in irgendeinem Satz, einem Wort oder einer Note wieder. Authentischer kann man als Künstler wirklich nicht arbeiten. Björk: "Als ich dieses Album machte, kollabierte gerade mein gesamtes Leben. Es ist die mit Abstand schmerzhafteste Platte geworden, dabei aber auch die vielleicht magischste." Nun steckt der Geysir Björk ohnehin voller Magie. Dennoch hat sie nicht Unrecht. Der spezielle Charakter "Vulnicuras" ergibt sich aus dem abgestimmten Zusammenwirken von Musik und Text. So fungieren die komplett von Björk arrangierten Strings in den Augenblicken der Hoffnung als Kokon. Sobald die Krise naht, kippen sie ins zerrende. Sogar die Beats mutieren vom harmonischen Herzschlag zur knarzig implodierenden Apokalypse ("Black Lake"). Dann versinken sie im schwarzen Gewässer der Hoffungslosigkeit. Dennoch funktioniert die Scheibe auch ohne den symbolischen Zusammenhang. Sie ist kein Downer. Wer sich für den ganzen Ballast nicht interessiert, kann ebenso den rein ästhetischen Flow des Zyklus genießen. Der "Lionsong" etwa glänzt nach strengem "Medulla"-Intro mit runder, sensibler Melodie. Und das "Mouth Mantra" klingt so abgefahren zerrissen, als befinde sich Björks Stimme samt Streichorchester auf einem Gig in Space, während die Klingonen gerade angreifen. "When I'm broken, I am whole and when I am whole, I'm broken!" Absoluter Knüller, Anspieltipp und einer ihrer besten Songs überhaupt ist der grandiose Opener "Stonemilker". Eine typisch treibende Björk-Ballade, deren anmutige Natur jedem gefallen sollte, der die "emotional Landscapes" à la "Yoga" am meisten an ihr liebt. Kein Mensch braucht Kinski oder Rammstein, wenn Frau Guðmundsdóttir inmitten dieses sensiblen, fast niedlichen Gesangs das "R" bei "Clarity" oder "Respect" so harsch und rau rollt, wie die isländische Landschaft aussieht. So stellt sie mit "Vulnicura" nicht nur der eigenen Beziehung, sondern auch dem Hörer die alles entscheidende Frage: "Who is open? And who has shut up?" © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. August 2003 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. November 2017 | Embassy of Music

Hi-Res
Ein verstörender Nahkampf zwischen Spitzentechnologien und organischen bzw. fleischlichen Sensationen: Vulnicura erweckte die Björk aus Homogenic und Vespertine neu zum Leben. Man hatte Björk selten so entblößt erlebt. Grund hierfür war wohl die Trennung zum Videofilmer und Plastiker Matthew Barney, die im Mittelpunkt dieses intensiven Albums aus dem Jahre 2015 stand, textlich wie auch in seiner musikalischen Struktur. Als Unterstützung holte sich die Isländerin dabei zwei Komplizen der Elektro-Sphäre zur Hilfe: den Briten Bobby Krlic alias The Haxan Cloa und vor allem den jungen Venezueler Alejandro Ghersi alias Arca. Dieser letztere ist auch Teil des Herzstückes von Utopia, das im Herbst 2017 erscheint. Auf Vulnicura ist er erst zum Projekt gestoßen, als alle Songs bereits fertig geschrieben waren. Hier hat er von der ersten Sekunde an mit Björk zusammen gearbeitet, mit dem Ergebnis, dass Björk in jedem Interview betont, dass die Platte von vorne bis hinten zu zweit geschrieben wurde. Wie bereits bei Actress oder Oneohtrix Point Never, bringt Arca auch hier die unterschiedlichsten Charakteristiken der Elektro-Musik zusammen, was auf perfekte Weise zum Planeten Björk passt. Wir lassen uns von Utopia davontragen. So werden wir von der einzigartigen Stimme der Meisterin an die Hand genommen und durchqueren unterschiedlichste Landschaften, manchmal dicht und vielschichtig (Arisen My Senses), an anderen Stellen luftigleicht wie niemals zuvor (Blissing Me, Utopia). Und genau mit diesen weniger dicht aufgetragenen Kompositionen überzeugt Björk uns hier am meisten. Aber Arca ist nicht das einzige Schlüsselelement dieses zehnten Studioalbums. Die Isländerin holt hier ihre Geheimwaffe heraus, die sie seit ihrem 5. Lebensjahr bei sich trägt: ihre Flöte! Sie ist der Leitfaden in diesem träumerischen Werk und man muss das Album schon mehrmals hören, um ihr wildes Spiel zu verstehen. Björk Guðmundsdóttir ist eben nicht Taylor Alison Swift und Utopia ist nicht für alle Ohren bestimmt! © MD/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Juni 1995 | One Little Independent Records

After Debut's success, the pressure was on Björk to surpass that album's creative, tantalizing electronic pop. She more than delivered with 1995's Post; from the menacing, industrial-tinged opener, "Army of Me," it's clear that this album is not simply Debut redux. The songs' production and arrangements -- especially those of the epic, modern fairy tale "Isobel" -- all aim for, and accomplish, more. Post also features Debut producer Nellee Hooper, 808 State's Graham Massey, Howie B, and Tricky, who help Björk incorporate a spectrum of electronic and orchestral styles into songs like "Hyperballad," which sounds like a love song penned by Aphex Twin. Meanwhile, the bristling beats on the volatile, sensual "Enjoy" and the fragile, weightless ballad "Possibly Maybe" nod to trip-hop without being overwhelmed by it. As on Debut, Björk finds new ways of expressing timeworn emotions like love, lust, and yearning in abstractly precise lyrics like "Since you went away/I'm wearing lipstick again/I suck my tongue in remembrance of you," from "Possibly Maybe." But Post's emotional peaks and valleys are more extreme than Debut's. "I Miss You"'s exuberance is so animated, it makes perfect sense that Ren & Stimpy's John Kricfalusi directed the song's video. Likewise, "It's Oh So Quiet" -- which eventually led to Björk's award-winning turn as Selma in Dancer in the Dark -- is so cartoonishly vibrant, it could have been arranged by Warner Bros. musical director Carl Stalling. Yet Björk sounds equally comfortable with an understated string section on "You've Been Flirting Again." "Headphones" ends the album on an experimental, hypnotic note, layering Björk's vocals over and over till they circle each other atop a bubbling, minimal beat. The work of a constantly changing artist, Post proves that as Björk moves toward more ambitious, complex music, she always surpasses herself. © Heather Phares /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Mai 1997 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. November 2015 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. August 2004 | One Little Independent Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. November 1996 | One Little Independent Records

Der Interpret

Björk im Magazin