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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Mexican Summer

Die Allah-Las hätten in einer gerechten Welt dank dieses Albums eine gute Figur bei Woodstock 50 abgegeben. Dass die Veranstalter diese Band nicht buchten, zeugt vom fehlenden Feeling bei der Planung des Revivals. Keine heutige Band spielt und vereint die Sounds mehrerer Acts des Original-Line-Ups von 1969 so wie die Kalifornier. Nach ihrem bisherigen Surf-Rock mit Anklängen an The Kinks und andere Londoner 60s-Bands traktiert das Quartett jetzt astrein die Klangpalette von Country Joe And The Fish, The Lovin' Spoonful, CSNY mit einer hauchfeinen Note Jimi Hendrix. "Lahs" steckt voller Charakteristika jenes alten Sounds, aber ohne Zitate oder Hipster-Wichtigtuerei. Es geht um ein Reisealbum, das zugleich eine Zeitreise darstellt. So legen die Herren aus Los Angeles in "Holding Pattern" die Orgeltöne der bis an die Wahrnehmungsschwellen ausgereizten Keyboards und das fette Widerhallen des Verstärkers auf Mono-Klangkanäle. Sie lassen also viele Signale nur aus dem linken Tonkanal kommen, was sehr an die Zeit bis Mitte der 60er erinnert. Das heißt beim Hören mit bügellosen Kopfhörern: Nimmt man einen Stöpsel aus dem Ohr, hört man einen anderen Song als mit beiden zusammen im Gehörgang. Wie beim legendären Woodstock Festival geht es den Allah-Las um die Szene der frühen Garage-Punk-Bands und psychedelisch geschwängerten Folk-Sounds. Dabei fokussieren sie sich auf die entspannten Vibes der damaligen Psychedelic-Welle. Die Musik der Westcoast-Nostalgiker profitiert von solchen Einflüssen immer noch glaubhaft, auch nach den starken Vorgängern "Worship The Sun" und "Calico Review". Wie ein Spitzenkoch den Eigengeschmack von Zutaten so herausarbeitet, dass man jede Faser herausschmeckt, statt alles in Soßen zu ertränken und mit Gewürzen zu ersticken, so handhaben es die Kalifornier mit ihren akustischen Zutaten zu vorliegendem Gesamtkunstwerk. Ungestört genießt man den Sound von Snare-Drum, Hi-Hats, Bass, Akustikgitarre, Keyboards und Hawaiigitarre, einzelne Soundeffekte oder das Wimmern einer Gitarrensaite. Die Allah-Las lassen Spielräume - und Passagen wirken nach. Musik, die sehr aus dem Bauch heraus kommt. Die Konventionsbrüche fangen mit dem Bandnamen an, der ihnen schon ziemliche Probleme bescherte. Frei von Konventionen wählt die Band auch ein bisschen Japanisch für den Text in "Royal Blues". Spoken Word-Fetzen von einem Tonband künden von etwas, das wie "Oh kikayaya / a wo kikayaya" klingt und offiziell aus dem Japanischen transskribiert "Kono yo no yami wa / yomo harete" lautet. Darin geht es um den Affensee, der im Laufe der Reisen vorkommt. Wobei er (hier) einen düsteren Hintergrund hat. Der Song beginnt mit dem Szenario, über den Boden zu taumeln, "mehr" zu brauchen, im Regen zu beten und sich entlang von Todespfaden in besagten See stürzen. Nimmt man alle Puzzleteile des Textes, geht es wohl um Suizidtendenzen, wenn man unheilbar krank ist. Starker Tobak. Außer Englisch und Japanisch kommt auch wieder ein bisschen Spanisch vor (in "Pleasure") und dieses Mal sogar Portugiesisch (in "Prazer Em Tem Conhecer"), hat doch der Schlagzeuger brasilianische Wurzeln. Instrumentals sind "Houston" und "Roco Ono", der beste Track der Platte. Jener liebliche Vierminüter blendet mit einer einzelnen, versonnen klingenden E-Gitarre auf, zu der sich schnell Bass und Schlagzeug gesellen, die dabei eine recht harte Ausstrahlung haben. Zusammen formen sie ein tragendes Riff, das sofort ins Ohr schießt. Ein Wendepunkt ergibt sich ab der dritten Minute, wenn die Lead-Gitarre ein feines Tremolo in Hochgeschwindigkeit liefert und ein dichtes Gewusel aus Keyboard- und Percussion-Sounds hinzu kommt. Bass und Snare Drums kämpfen gegen die wachsende Lautstärke an. Klitzekleiner Schönheitsfehler ist, dass die Songs auf der MP3-Version noch im Verhallen des letzten Tons abreißen. Dafür entschädigt dann aber immer sofort der nächste Titel, wie hier das süße "Star" mit Blick in den Sternenhimmel. Das Thema ist Reisen: Von "endless holidays" ist in "Holding Pattern" die Rede. Der Song "Keeping Dry" spielt mit dem Bild, in einem Wasserfall trocken zu bleiben, und nennt Situationen kurz vor der Abreise, "gotta catch this train", "don't want to miss this flight". Die Gitarren geben exakt dieses Gefühl wieder, wenn man gerne noch länger bliebe, sich im Moment wohlfühlt, sich aber trennen muss, wenn es am schönsten ist. Der Text von "Polar Onion" fließt durch Reiseeindrücke, Wunschvorstellungen und, im psychedelischen Stil, durch Traum- und Zerrbilder. Zum Beispiel ist von "einem Raum voller starrender Blicke" die Rede. Ein Kennzeichen von "Polar Onion" ist ein Instrument, das wie eine dezente Harmonika klingt und wohl doch ein wandlungsfähiges Keyboard ist. Der Track stellt die virtuosen Fertigkeiten von Pedrum Siadatian an der Akustikgitarre unter Beweis und besticht durch Mega-Harmonien. Der Song dürfte gerne eine halbe Stunde dauern, endet aber nach drei Minuten. Für Abwechslung sorgt der ungewohnte Sprung zwischen vier verschiedenen Leadsängern, die mal hell und hoch, mal um einiges tiefer im Keller der Oktaven klingen. Dabei bauen die US-Westküstler nebenbei eine Brücke zum brasilianischen Psychedelic-Kosmos, einer spannenden Szene, die rund um Caetano Veloso und Gilberto Gil vor 50 Jahren in Protest gegen die dortige Militärdiktatur aufblühte und heute von Bands wie Graveola fortgeführt wird. Die schlafwandlerisch bizarre und dahin gleitende Darbietung macht diese Platte vorzeitig zu meinem Lieblingsalbum 2019. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Oktober 2012 | Innovative Leisure

L.A. garage psych revivalists Allah-Las met and formed when three of the four bandmembers were working at Amoeba Records. No doubt they bonded over repeated airings of Pebbles collections and arguments over who was moodier, Love or the Chocolate Watchband, because the sound they conjure up on their self-titled debut album sounds like it came straight out of a Midwestern garage or from the stage of a West Coast teen club. With the help of friend and producer Nick Waterhouse (who expertly re-creates old-school soul music on his own records), the group nails the sometimes overlooked melancholy side of garage rock. Every band worth its Voxx guitars had at least one misty minor-chord ballad in its repertoire to show off the tenderness that lurked below the shouting rockers and pissed-off rants. Allah-Las delve deeply into the murky moods, delivering nothing but low-key, restrained songs that never raise a sweat but creep right into your brain just the same. Part of this can be credited to the sound Waterhouse gets -- perfectly layered guitars (with plenty of chiming 12-string), a chunky but fluid bass pulse, a tinny but tough drum sound, just the right amount of reverb on the vocals -- but the rest has to go to the guys writing the songs. Though they stick to minor chords and middle tempos throughout the album, the songs don't blend together into a hazy mess as the album slowly sulks along, and occasional songs, like "Busman's Holiday," veer away from the typical girl-done-me-wrong tropes of garage rock and help keep things separated. So do the memorable guitar lines Pedrum Siadatian drapes across every song; the musical hooks, like the surging organ of "Catamaran" or the bongos on "Seven Point Five," that pop up repeatedly; and the tender snarl of Miles Michaud's vocals. He's clearly taken his Jagger lessons, but never lapses into pure imitation. In the end, what really makes the record a success is the mood the band sure-footedly creates from beginning to end. The record starts under a cloud of grey sadness and it never lets up; even the two instrumentals have a wistful heart. Plenty of bands have done just as good a job at re-creating the sound and feel of '60s psych and garage bands; few have done it with the unceasingly downcast and yet somehow peaceful approach of Allah-Las. It might be nice to hear them amp it up a bit on their next record for a change of pace, but this works just fine as a bummed-out garage trip. © Tim Sendra /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. September 2016 | Mexican Summer

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Es gibt Alben, die man am Besten im Ganzen konsumiert und eine Weile wirken lässt, wie es Kollegin Irmschler gerade bei All Diese Gewalt wieder festgestellt hat. Bei den Allah-Las verhält es sich ähnlich: Es empfiehlt sich auch hier, "Calico Review" am Stück zu genießen, allerdings nicht aufgrund der Schwere des Sounds, sondern vielmehr wegen dessen Leichtigkeit sowie der Problematik, überhaupt einen Song als eindeutiges Highlight heraus zu picken. Vor ziemlich genau acht Jahren spielte das Quartett sein erstes Konzert vor zehn Leuten ausgerechnet auf einer Halloween-Party. Hat sicher ganz toll gepasst. Von dem mit fortschreitender Professionalität meist einhergehenden Verschwinden schroffer Ecken und Kanten aber keine Spur. Das Quartett klingt immer noch so wundervoll naiv und zugleich voller Tatendrang, als wäre das ganze Rock-Business ein einziger Spaß, und wenn es doch nix wird mit dem benötigten Monatslohn geht man eben noch mal auf die Uni oder Pizza ausfahren. Konkurrenz für die melodieverliebten und schwer nachhaltigen Garage Pop-Vorstellungen bekommen die Kalifornier ausgerechnet aus Holland, wo Mozes And The Firstborn gerade ein zweites tolles Album vorgelegt haben. Doch das nur am Rande, die dritte Allah-Las-Platte muss keine Rivalitäten fürchten und heißt nur deshalb nicht "Worship The Sun", weil so schon die letzte hieß. Sonnenlichtdurchfluteter Surfrock wechselt sich hier erneut mit großen Psychedelic-Pop-Perlen ab, auf denen so eindeutig der Stempel California-Sound aufgedrückt ist, wie einst bei den Beach Boys. Wouldn't it be nice to break this band? Wird langsam Zeit. Gegen das Etikett "Retrosound" wehren sich die Allah-Las erst gar nicht, was auch lächerlich wirkte, so effizient wie sie exakt 50 Jahre später die "Rubber Soul"-Ära nachleben inklusive steinalter technischer Hilfsmittel. Glücklicherweise bleibt es nicht bei der Vintage-Leidenschaft der Gang, auch den melancholischen Lennon/McCartney-Pop-Tune haben sie inzwischen meisterhaft verinnerlicht ("High & Dry", "Mausoleum", "Famous Phone Figure"). Hier und da auch mal vorwärtspreschende Schrammelakkorde im Velvet Underground-Style ("Could Be You"), zur Abwechslung dezente Düsternis ("Warmed Kippers"), meistens aber einnehmenden Tingeltangel-Folk der Sorte "Terra Ignota" mit mehrstimmigem Gesang und alles, was die alten Helden damals eben noch richtig gemacht haben. Zum Beispiel auf Arrangement-Details achten (geiler Tremolo-Sound beim Gitarrensolo von "Satisfied") So ist "Calico Review" trotz der hohen Hürde des Vorgängers ein weiteres reverbgetränktes Juwel geworden, das sich in Stil und Anmut dem Prädikat der gelungenen Retro-Ästhetik der Gruppe (Cover, Merchandise, Social Media) angleicht: zeitlos. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. November 2017 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. September 2014 | Innovative Leisure

Ja, irgendwie so muss es geklungen haben, wenn man damals, 1967, auf der richtigen Party in L.A. gelandet war. Irgendwo im Dunstkreis des legendären Clubs Whiskey-A-Go-Go, wo die Doors ein- und ausgingen. Der psychedelische Folk-Sound der Allah-Las erinnert in allen Ausprägungen an die Ära, in der Cannabis und LSD als Hauptantriebsfedern des Rock'n'Roll galten. Mag sein, dass die Kalifornier die Retro-Vergleiche schon seit dem Debüt 2012 satt haben, andererseits stößt ein Albumtitel wie "Worship The Sun" die Assoziationsketten förmlich an. Und es ist ja auch so: Was Drummer Matthew Correira, Bassist Spencer Dunham, Sänger Miles Michaud und Gitarrist Pedrum Siadatian aus ihren Instrumenten herausholen, klingt wie das Beste aus allen Welten. Dick Dale, The Mamas & The Papas, Love, Kinks, Byrds, Velvet Underground: So sehr die Vorbilder auch den Sound prägen, so eigenständig agieren die Allah-Las über die volle Albumdistanz. Die rauh belassene Produktion trägt viel zum Retro-Vibe bei, der mehrstimmige Harmonie-Gesang ist ausgefeilt und stets weit vom Kitsch entfernt und die Kompositionen schnörkellos wie das Albumcover. "De Vida Voz" klingt schon beim ersten Mal Hören wie ein Klassiker der Byrds, und auch die infektiöse Single "501-415" verfolgt einen mehrere Tage. Demgegenüber fordern die anderen Songs etwas mehr Zeit ein. Gerade weil das Sound-Setting so klar strukturiert ist, ähneln sich viele Songs beim ersten Mal, doch nach und nach schält sich die Klasse von Songs wie "Had It All", "Recurring" oder "Buffalo Nickel" heraus. "No Werewolf" empfiehlt sich leider etwas zu spät für den "Pulp Fiction"-Soundtrack. Wer auf klugen, melodischen Surf-Rock steht, muss die Allah-Las ab sofort auf dem Zettel haben. Aber wie kann eine Band auch schlecht sein, die sich im Amoeba Records zum ersten Mal getroffen hat? © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. August 2019 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. August 2017 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Juli 2016 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. September 2015 | Innovative Leisure

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Juli 2019 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. September 2019 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. September 2017 | Mexican Summer

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Rock - Erschienen am 24. Januar 2014 | Innovative Leisure

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. August 2017 | Mexican Summer

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Februar 2017 | Mexican Summer

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