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Auf dem Prüfstand

Thonet & Vander Hoch BT: Bluetooth-Lautsprecher sowie interessante und wohlklingende Verstärker.

Von Talin Maas |

Ganz frisch auf dem Markt sind diese verstärkten Lautsprecher des deutschen Herstellers Thonet & Vander. Bluetooth-Verbindung, aber ohne aptX, analoge Anschlüsse, und auch klassischere Lautsprecher sowie zwei mit USB-Verbindung. Interessanter Preis und gute Umsetzung - der Lautsprecher Hoch BT (für Bluetooth) hat bei uns einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

Es handelt sich hierbei um ein recht neuartiges Phänomen: die Dematerialisation der Musik sowie die Übermittlung digitaler Audiodateien über Radioverbindung ohne dabei an Präferenz zu verlieren, in CD- oder dank des W-Lans auch in Hi-Res Qualität, oder in beinahe CD-Qualität dank der exzellenten apt-X Kodierung, die sich mit dem limitierten Debit des Bluetooth begnügt. Man hätte meinen können, all dies würde zu einer ganzen Reihe an neuen Herstellungen führen.

Einige Hersteller von Lautsprechern haben den Schritt gewagt, aber es sind vor allem neue Fabrikanten die den Trend der dematerialisierten Musik mitmachen. Leider kann man nicht gerade sagen, dass ihre Produkte, auch wenn sie durchaus akzeptabel und in Ordnung zu sein scheinen (so wie die wenigen Produkte, die wir bereits testen durften), in der Lage dazu sind, die wahren Audiophilen wirklich glücklich zu machen.

Die deutsche Firma Thonet & Vander, gegründet vo dem Designer Michel Thonet und dem Architekten Ludwig Mies Van Der Rohe, bietet einige Modelle an, die in Bluetooth- sowie in USB-Verbindung funktionieren. Daneben gehören aber auch traditionelle, qualitativ hochwertige Lautsprecher, Monitoren und Multimedia-Systeme zum Angebot der Marke.

In diesem Hi-Res Guide stellen wir Ihnen die Hoch BT Lautsprecher der Marke vor, die mit ihrer beeindruckenden Statur an ein luxuriöses Bibliotheksmodel erinnern. Der rechte Lautsprecher kümmert sich um die gesamte, für das Funktionieren des Gerätes notwendige Elektronik. Er verfügt über eine Bluetooth (nicht apt-X) Verbindung sowie zwei analoge Eingänge, die ganz klassisch über Modulations-Kabel Quellen an den Lautsprecher anschließen.

Aussehen

Die Lautsprecher Thonet & Vander zeugen von einer sehr angenehmen und modernen Ästhetik. Es gibt ihn in zwei recht auffälligen und trendigen Varianten: entweder in satinierter, weißer Vinyl-Verkleidung oder in schwarz mit einer Holzimitation an den Seiten.

Ebenfalls positiv sind die abgeschliffenen, horizontalen Kanten, durch die das Aussehen etwas weicher und sanfter erscheint. Es gibt allerdings keine Lautsprecherabdeckung (zumindestens nicht für das weiße Model, das wir zum Testen ausgeliehen haben).

In der rechten Außenseite des rechten Lautsprechers befindet sich ein kleines Fenster mit Schaltern, das zur Auswahl der Quelle (Bluetooth, Cinch-Stereo-Eingang, PC-Eingang und AUX-Anschluss mit 3,5 mm Stereo-Klinke) und zum Bluetooth-Peering dient. Hier können außerdem die Höhen und Tiefen reguliert werden, indem die Tasten + und ? betätigt werden, die normalerweise zur Regulierung der Lautstärke dienen. Leider ist diese Funktion auf dem Fenster nicht möglich, auf der Fernbedienung, die mehr und eindeutigere Regulierungsmöglichkeiten bietet, finden wir jedoch außerdem einen RESET- sowie einen MUTE-Schalter.

Ausführung

Das Gehäuse des Lautsprechers Hoch BT ist aus einem Medium mit 15 mm Dicke hergestellt und das Innere wird durch Polyester leicht gedämpft.

Die Tiefenlautsprecher, von der Marke Thonet & Vander eigens hergestellt, haben einen Durchmesser von 13 cm und ihre Membran besteht aus geflochtenen Aramidfasern (auch Kevlar genannt). Sein Chassis aus gepresstem Blech ist mit einem Ferrit mit 9 cm Durchmesser ausgestattet, der mit einer Metallhaube gepanzert ist.

Diese zwei parallel angebrachten Lautsprecher sind auf der Rückseite des Gehäuses durch eine einmündende Lüftung mit einem Bass-Reflex ausgestattet.

Der Seidenkalotten-Hochtöner mit 25 mm Durchmesser ist mit einem Hornteillastbereich ausgestattet, um eine besserer Steuerung der Höhen zu gewährleisten und sein Klangergebnis zu verbessern. Sein Kompaktmagnet besteht aus Neodym (unten rechts befindet sich der Infrarot-Rezeptor der Fernbedienung).

Die technische Platte befindet sich im unteren Teil der Hinterseite des rechten Lautsprechers. Hier findet sich der Netzstecker, ein Schalter, ein Cinch-Anschluss-Paar, ein 3,5 mm Klinkenanschluss um analoge Stereoquellen anzuschließen und eine Klemme, um den internen Verstärker an den linken Lautsprecher anzuschließen.

Hinter dieser technischen Platte befindet sich die Karte des Schaltnetzteils sowie die Karte, die die Rezeptionselektronik und die Verstärkung des Hoch BT Lautsprechers zusammenführt.

Auf dem Foto unten kann man direkt links neben den Analog-Eingängen das Modul der Bluetooth-Rezeption erkennen, das Modell BT1213 von Boomtech, leider nicht apt-X.


Etwas über diesen Anschlüssen befindet sich die integrierte Regulierungs-Schaltung für die Lautstärke sowie für die Höhen, das Model PT2313L des Fabrikanten Princeton Technology. Diese ist ebenfalls für das Umschalten der Quellen zuständig.

Die integrierte Verstärkungs-Schaltung, ein TDA7265 von STMicroelectronics, kann bei 8 ? bis zu 2 x 25 W abliefern. Es wird also ein anständiger Rippenheizkörper für die Abkühlung benötigt, wissend, dass ihre Power in diesen Verstärkern mit 6 ? Impedanz sogar noch höher ist.

Die Referenz des Micro Controllers (links in der oberen Partie der Schaltung) wurde gelöscht.

Hörerlebnis

Mit einer Bluetooth-Verbindung (die wir gerne in apt-X gesehen hätten) lässt die Klangwiedergabe etwas zu wünschen übrig. Der Symphonie N°40 von Mozart, von dem Tafelmusik Barockorchester unter der Leitung von Bruno Weil dirigiert, fehlt es etwas an Helligkeit (und dies liegt nicht an der Interpretation des Ensembles!). Um eine akzeptable Wiedergabe zu erhalten, mussten wir erst einmal ordentlich die Höhen erhöhen. Eins steht fest: Mit apt-X hätten wir besserer Ergebnisse erhalten.

Auch beim zweiten Titel, The Upsetter des Albums Love Letters von Metronomy, müssen wir mit der Regulierung der Höhen und Tiefen nachhelfen, indem wir die Ersten erhöhen und die Zweiten herunterschrauben. Letztendlich erhalten wir so eine Wiedergabe, dessen Qualität durchaus befriedigend ist, mit sauberen Höhen, was auch beim Hören des Titels My Sweet Lord des George Harrison Albums All Things Must Pass der Fall ist.

Die Lautsprecher Hoch BT befinden sich auf unserem Schreibtisch zusammen mit dem Monitor unseres PCs, wodurch die Tiefen deutlich verstärkt werden. Als wir die Lautsprecher auf eine an seinen Boden angepasste Unterlage stellen und den analogen Stereo-Eingang benutzen, verbessert sich die Wiedergabe dieses gleichen Stückes unheimlich und wir brauchen die Höhen und Tiefen nicht einmal mehr berühren, um einen ausgeglichenen Klang zu bekommen, in dem die Stimme des Sängers sich frei ausfaltet, begleitet von einem sehr feinfühligen Chor und schön scheppernden Gitarren. Die Tiefen machen sich genau richtig bemerkbar, ohne dabei aufdringlich zu klingen.

Wir hören nun erneut die Symphonie N°40 von Mozart und auch hier klingt die Wiedergabe deutlich besser. Vor allem das klangliche Gleichgewicht und die heraushörbaren Feinheiten gefallen uns gut. Die Höhen klingen jetzt genau richtig, auch wenn wir gegen eine leichte Erhöhung dieser nichts einzuwenden hätten.

Abschließend halten wir fest (auch wenn wir uns hier wiederholen), dass die von Thonnet &Vander ausgewählte Bluetooth-Verbindung zwar nicht die gleiche Qualität wie eine Bluetooth apt-X Verbindung gewährleistet, die Klangwiedergabe aber dennoch absolut in Ordnung ist. Man sollte besonders darauf achten, wie man die Lautsprecher platziert. Und durch den Anschluss einer hochwertigen Analog-Quelle kann man durchaus von einer sehr schönen Klangqualität profitieren!

Technische Eigenschaften
Site Thonet & Vander
Kontakt

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