Ihr Warenkorb ist leer!

Rubrik :
Aktuelles

Diversität in den deutschen Charts: Frauenquote erreicht 2021 Tiefstwert

Von Qobuz |

Madonna, Barbara Streisand, Céline Dion, Whitney Houston: Sie alle gehören zu den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten und hatten über Jahrzehnte hinweg Erfolg im Musikbusiness. Betrachtet man aber die heutigen Charts oder die Bühnen der großen Festivals und Konzerthallen stellt man schnell fest: Künstlerinnen sind stark unterrepräsentiert – obwohl Diversität und Frauenquoten auch in der Musikwelt eine immer wichtigere Rolle spielen. Dass Frauen auch in der deutschen Musikindustrie viel seltener vertreten sind als Männer, zeigt unsere aktuelle Analyse: In den Top 20 der deutschen Charts seit dem Jahr 2000 waren ebenfalls nur zu 26 Prozent Künstlerinnen vertreten.

Besonders das letzte Jahr war ein Tiefschlag für die Frauen in der deutschen Musikszene: Bei gerade mal sieben Prozent der Songs in den Top 20 wirkten Frauen mit. Sängerin Olivia Rodrigo, die Bassistin Victoria De Angelis von der italienischen Band Måneskin und die Rapperin Badmómzjay – in einem Feature mit Kasimir1441 – repräsentieren als einzige die Frauen in den Top 20-Charts vom letzten Jahr. Damit liegt die Quote erstmals unter zehn Prozent. Einen Höchstwert erreichte die Frauenquote in den Charts 2002 mit 49 Prozent: Sängerinnen wie Shakira, Nelly und P!nk sowie Girlsbands wie die dreiköpfige Band Las Ketchup und die fünfköpfige Band No Angels konnten in dem Jahr ihre Positionen verteidigen. Ebenfalls sehr hoch war der Frauenanteil 2001 und 2010 (39 Prozent). In Bezug auf das Genre sind in den deutschen Charts auch deutliche Favoriten zu erkennen: Rund ein Viertel aller Songs (27 Prozent) fallen unter das Genre oder haben Einflüsse aus der Popmusik. Auf dem zweiten Platz des Genre-Rankings liegen mit 12 Prozent Hip-Hop und Rap, dicht gefolgt von R&B und Soul mit zehn Prozent. Darüber hinaus sind Dance/Electronic (acht Prozent) und Rock (sechs Prozent) beliebte Genres in Deutschland.

Die gesamten Untersuchungsergebnisse zu der Geschlechter- und Genreverteilung in den deutschen Top 20-Charts seit 2000 können der folgenden Tabelle entnommen werden: