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iFi Audio xDSD: Ein Qobuzissime für diesen DAC, der eine noch bessere Klangleistung liefert als seine Vorgänger!

Die neueste Kreation eines tragbaren DAC vom englischen Hersteller iFi Audio, der xDSD, präsentiert sich in gänzlich neuem Look und ist für seine Fans sicherlich um vieles attraktiver als seine Vorgänger. Aber auch wenn das Aussehen dieses DAC verjüngt wurde, sind die exzellenten musikalischen Gene seiner Vorgänger stets vorhanden, ja sogar in verbesserter Form. Dafür verdient das Gerät ein Qobuzissime!

Von Charlotte Fiedler | Hi-Fi | 26. Juni 2018
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Qobuz

Die tragbaren DACs der englischen Hi-Fi-Audio-Marke, die nicht das Privileg hatten, von uns beim Test mit einem Qobuzissime belohnt zu werden, sind eher selten anzutreffen.

Deshalb sind wir schon seit längerem ganz aufgeregt, da der Hersteller mit einer neuen Spezialserie herauskommt: dem Mikro-Modell iDSD Black Label Edition – eine Abwandlung des Basismodells in schwarzem Gehäuse, das mit passiven Komponenten ausgerüstet ist. Noch neuer ist das nano iDSD Black Label, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie das nano iOne und scheinbar eine neue Ästhetik für die tragbaren Geräte der Marke einführt, ohne jedoch das ganze Gerät komplett zu revolutionieren.

Das ist jedoch für die neueste Ausgabe der tragbaren DACs des Herstellers nicht der Fall. Der xDSD aus unserem Test zeigt schon beim ersten Anblick, dass er Teil der iFi Audio-Familie ist – mit neuer Ästhetik, die sehr gut gelungen, wenn auch nicht jedermanns Sache ist. Was die Technik und die Klangergebnisse betrifft, so ist dieser iFi Audio gleich gut oder vielleicht sogar besser als seine Vorgänger. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel seine Eigenschaften und Vorzüge nahebringen.


Aussehen

Dies ist nach dem nana iOne die zweite Entwicklungsphase des Erscheinungsbilds der iFi Audio-Geräte, in der der xDSD eine komplett neue Ästhetik aufweist, die vollständig mit der Ästhetik der früheren tragbaren Geräte bricht.

Das Gehäuse, dessen Ober- und Unterseite in einer Art Wellblech-Ästhetik gestaltet sind, besteht an seiner Rückseite aus Kunststoff, damit das Bluetooth-Signal ausgesendet werden kann, sowie einer Aluminium-Mangnesiumlegierung, die ein titan- und metallfarbenes Aussehen liefert. Ein sehr moderner Look, vielleicht etwas Bling-Bling, aber auch nicht zu sehr. Es macht Spaß, dieses digitale Gerät mit seinem glanzvollen und doch revolutionär-widerspenstigen Charakter anzusehen.


Links auf der Außenseite finden wir den 3,5 mm Kopfhöreranschluss, der Standard-Stecker mit drei Polen und vier Polen akzeptiert, und zwei kleine Multicolor-LEDs, von denen die obere mit ihrer Farbe die Samplingrate anzeigt und die untere, ob das Gerät eingeschaltet ist oder nicht.

Die Lautstärke-Taste ist zentral platziert und hat eine lichtdurchlässige Zone, in der das Markenlogo erscheint und deren Hintergrundbeleuchtung das Lautstärkeniveau de Geräts anzeigt. Man kann die Lautstärke mit Hilfe einer Tastenkombination auch auf Maximum stellen und dort sperren, damit der xDSD praktisch wie eine Quelle und der Kopfhörerausgang wie ein Line-Out funktioniert (Line output mode).

Hinten am Gehäuse auf der linken Seite erlaubt ein kombinierter analog-optischer 3,5 mm Eingang den Anschluss einer analogen Quelle oder einer digitalen Quelle, und zwar über ein mitgeliefertes Kabel mit optischem Stecker, wobei die analoge oder optische Erkennung automatisch erfolgt.


Durch den USB-Eingang des Typs USB-A kann der xDSD DAC mit OTG-Kabel direkt mit einem Smartphone oder Android Tablet oder mit Hilfe des Camera Kits von Apple mit einem iPhone oder iPad verbunden werden. Der Hersteller liefert auch einen Adapter für USB-A auf USB-B mit, der mit einem Standard-USB-B-Kabel verwendet werden kann, sowie ein Verlängerungskabel mit USB-A-Anschluss der Version 3, das ebenso mit einem Computer verwendet werden kann. Dieses Kabel kann auch als Verlängerung zum OTG oder Apple Camera Kit verwendet werden, um den xDSD anzuschließen.

Ein kleiner Schiebeschalter lässt uns zwischen zwei Filtern wählen, von denen einer für Messung, der andere fürs Hören gedacht ist. Der Micro-USB-Eingang dient zum Aufladen der internen Batterie, deren Ladezustand von einer Multicolor-LED angezeigt wird.

Ausführung

Die visuelle Ausführung ist selbst bei den wichtigsten elektronischen Komponenten dieses DAC xDSD von iFi Audio wunderbar.

Wie immer bei diesem Hersteller ist die elektronische Ausstattung sehr sorgfältig gewählt und die doppelseitige Platine mit einer schönen roten Farbe veredelt, auf der gut lesbar die Komponenten in weiß beschriftet sind. Markierungen sowie Marke und Nummer des Geräts sind ins Kupfer eingraviert, und zwar in goldener Farbe (genauso wie die Schweißzonen). Auf dem unteren Bild kann man den Großteil der Komponenten sehen, dies sich auf der Platine befinden. Durch die gute Fotoqualität, die der Hersteller liefert, sind diese wirklich sehr einfach zu identifizieren.

Der USB-Prozessor, ein XMOS 8U6C5, verarbeitet das USB-Signal über den I2S-Bus, das von einem Computer, Smartphone oder Tablet kommt. Darunter, etwas links davon, findet sich der Mikrocontroller für die Steuerung der Elektronik, ein Modell der Marke STC.


Die Schaltung knapp über der Markierung 8V51N107 ist die vom Hersteller entwickelte GMT Femto-Präzisionsuhr, die von den High-End AMR-Markendesigns abgeleitet ist, wobei die U2002 bis U204-Schaltungen die richtige Frequenz auf dem Wandlerchip entsprechend der Abtastfrequenz der digitalen Signale routen, da sie wissen, dass diese von der optischen S/PDIF-Buchse ebenfalls vom XMOS-Prozessor verwaltet werden, sowie die analogen Signale von dieser Buchse, in die ein digitaler Analogwandler integriert ist.

Die aptX-Bluetooth-Karte liefert analoge Signale, die über einen analogen HT4053 (U403)-Schalter an den von iFi Audio entwickelten W990VST-Dämpfer (U401) weitergeleitet werden. Wenn wir uns im USB-Modus oder im analogen oder optischen Eingang befinden, sind es die dekodierten Signale, die vom Analog-Digital-Wandler, einem Modell DSD1793 von Bur-Brown Japan (kompatibles PCM bis zu 32 Bit bei 768 kHz und DSD512) kommen und die wir immer in den DAC-Nomaden iFi Audio gesehen haben, die vom HT4053 auf den Dämpfer gerichtet sind.


Links vom DSD1793 befinden sich zwei 74HCT595-Schaltkreise; Schieberegister, die die LEDs vorne sowie die Hintergrundbeleuchtung des Lautstärkereglers steuern, und zwar mit Hilfe der Daten, die der STC Mikrocontroller ihnen schickt.

Die vom Dämpfungsglied W990VST dosierten Signale werden durch einen rauscharmen, iFi-Audio-spezifischen Operationsverstärker OV4627 (U400) spannungsverstärkt und anschließend an zwei Doppelpuffer Maxim MAX9723 (1 Spannungsverstärkung und hohe Stromverstärkung) weitergeleitet, die dann mit vier Kontakten auf die Ausgangsbuchse geführt werden. Er kann daher einen Kopfhörer mit einer Standard-Dreikontaktbuchse, also mit gemeinsamer Rückmeldung der Signale über die Masseleitung, sowie einen symmetrischen Kopfhörer mit einer Vierkontaktbuchse versorgen und so die beiden Wandler getrennt speisen.


Es wird automatisch erkannt, um welche Art Kopfhörer es sich handelt. Wahrscheinlich lenkt der Schaltkreis HT4053 (U501, ein analoger Wechselschalter) die Signale in entsprechender Form.

Auf der anderen Seite der Schaltung befinden sich eine Vielzahl hochwertiger passiver Komponenten, sowie die Oszillatoren für den USB-Prozessor (X1) und die Femto Clock Präzisionsuhr (Y200). Der Batterieanschluss befindet sich in der Nähe der USB-Mikrofonbuchse, die ausschließlich zum Laden des Akkus über den integrierten Lademanager Cyber Drive (U901) auf der anderen Seite des Bluetooth-Empfängers verwendet wird.


Kennzeichnung und Legende der Steuerungselemente der Unterseite
Kennzeichnung und Legende der Steuerungselemente der Oberseite
(Synthetische Bilder iFi Audio)

Hörerlebnis

Beginnen wir mit der Essenz: Die Klangergebnisse sind hier noch besser als jene der bereits getesteten Vorgänger.

Wir haben mit unseren OPPO PM-3 Kopfhörern das l'Allegro con fuoco von Tschaikowskis Symphonie Manfred gehört - gespielt vom Melbourne Symphony Orchestra und dirigiert von Oleg Caetani. Das Stück gleicht einem Vulkanausbruch! Der Verstärker des xDSD ist kräftig genug, um diesen Klangdruck zu erzeugen, ohne dass es für die Ohren unangenehm klingt. Die kraftvolle Dynamik des Stücks wird vollständig und ohne Zurückhaltung wiedergegeben. Nennen wir es ein wunderbares Erlebnis! Diese Power wird gepaart mit einer lebendigen und reaktionsfreudigen Wiedergabequalität, die eine große Bandbreite an Klängen bietet - von den tiefen Bässen bis zu den Höhen - ohne dabei ein Teilspektrum zu vergessen.

Mit unserem Referenzsystem, bestehend aus zwei Triangle Antal-Lautsprechern und einem Sony UDA-1-Verstärker, angeschlossen an den DAC xDSD als Quelle (Line output mode), haben wir uns die Kantate der Carmina Burana von Carl Orff angehört - dargeboten vom London Philharmonic Choir und dem London Philharmonic Orchestra, dirigiert von Hans Graf (Version Hi-Res 24-Bit bei 44,1 kHz).

Hier sind wir immer noch ein wenig überrascht von der Leichtigkeit und Natürlichkeit der Wiedergabe, den fließenden Übergängen und der Detailgenauigkeit, die es jeder melodischen Linie erlauben, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wir können unsere Gedanken komplett ausschalten, gleichsam einer Konzerterfahrung, was bei elektronischer Audiowiedergabe nicht oft der Fall ist. IFi Audio weist darauf hin, dass im Line Output Mode die Klangeffekte des Kopfhörers deaktiviert sind und die Lautstärkeregelung umgangen wird und dass das Niveau des Ausgangs genau so eingestellt ist, dass die besten Ergebnisse im Line-Ausgang erzielt werden. Dies können wir so auch bestätigen.

Wir haben jedoch, nachdem derÜberraschungseffekt des Hörerlebnisses mit den Kopfhörern ein wenig verflogen war, das l'Allegro con fuoco der Manfred noch einmal mit unseren verstärkten Lautsprechern gehört und dabei alle Sensationen wiedergefunden, die auch im Kopfhörer-Erlebnis vorhanden waren. Ein großartiger, wohltuender Moment unseres Hörerlebnisses!

Dann wechselten wir wieder zurück zum Kopfhörer und dem Album The Wall von Pink Floyd, um die XBass+ und 3D+-Effekte zu testen. Deren Intensität erschien uns nicht überragend, aber das liegt vielleicht auch daran, dass das Musikstück nicht das am besten dafür geeignetste war.

Über die Bluetooth aptX-Verbindung genossen wir die ausgezeichnete Klangqualität unseres Testgeräts. Die Hörprobe der Vespri per l'Assunzione di Maria Vergine von Vivaldi, dirigiert von Rinaldo Alessandrini, der das Concerto Italiano leitet, enthüllt eine mehr als überzeugende musikalische Leistung der aptX-Kodierung. Wir haben dann nach der Bluetooth aptX-Verbindung noch die OTG-Verbindung getestet. Dieser Übergang ging vonstatten, ohne dass wir einen Unterschied bei der Klangwiedergabe bemerkt hätten – der xDSD resynchronisierte sich ohne Unterbrechung am USB-Eingang.

Abschließend sagen wir, dass der DAC iFi Audio xDSD ein Gerät ist, das alle Erwartungen für einen tragbaren DAC dieser Preisklasse bestens erfüllt. Die Klangleistungen sind mindestens ausgezeichnet, die Verbindungstechnik sehr intelligent gestaltet und die Verwendung relativ einfach. So viele positive Eigenschaften verdienen natürlich ein Qobuzissime.

Spezifikationen
Bedienungsanleitung (auf Englisch)
Webseite von iFi Audio
Webseite von Elite Diffusion (Importeur)
Kontakt

Wiedergabespektrum

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