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Polk MagniFi Mini: Eine Soundbar mit Bassbox, die sich wahrlich lohnt und ein Qobuzissime verdient!

Die Idee, eine Soundbar mit Bassbox zu kaufen, würde einem puren HiFi-Kenner, der sie hauptsächlich zum Musikgenuss nutzen will, wohl kaum in den Sinn kommen. Und dennoch haben wir, wenngleich wir vor diesem Produkttest auch dieser Ansicht waren, unsere Meinung mehr als nur revidiert – wir haben sogar ein Qobuzissime an die Soundbar Polk MagniFi Mini verliehen.

Von Charlotte Fiedler | Hi-Fi | 7. Mai 2018
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Qobuz

Vor allem unter HiFi-Kennern bekannt, feiert die amerikanische Lautsprechermarke Polk Audio bald ihr 50-jähriges Jubiläum und hat schon die Tage in Baltimore von 1972 erlebt, als die drei Freunde Matthew Polk, George Klopfer und Sandy Gross sie gegründet haben.

Während seiner Anfangszeit hat das Team versucht, eine professionelle Audioausstattung herzustellen, diesen Ansatz aber schnell zugunsten von Heimsystemen verworfen und seinen ersten Erfolg in diesem Sektor 1974 mit dem Monitor 7 gefeiert, der den Weg zur Anerkennung in der Welt der Audiophilen geebnet hat.

Heute bietet Polk ein Sortiment an Produkten, das beinahe alle Situationen umfasst, in denen man Lautsprecher oder Boxen verwenden möchte: Einbaugeräte für Inneneinrichtungen, Geräte für den Außengebrauch, im Auto, in Offroad-Fahrzeugen und auf See. Aber die Marke hat auch Produkte für HiFi-Enthusiasten und Musikamateure zu bieten, die neuen Trends und Moden folgen wollen.

Und so bietet Polk verschiedene Ausführungen ohne Kabel an, darunter intelligente Wifi-Lautsprecher, tragbare Bluetooth-Lautsprecher und -Kopfhörer sowie Soundbars mit kabelloser Verbindung. Darunter die Serie MagniFi mit ihren vier Modellen, die wir nach Qualität geordnet aufzählen.

Das Sortiment beginnt mit der MagniFi Mini, die wir heute testen (und die uns wahrlich nicht enttäuscht hat), darauf folgt die MagniFi, dann die SB1 Plus und schließlich die MagniFi MAX SR. Diese Systeme haben Chromecast integriert und können daher direkt mit Qobuz verwendet werden.

Aussehen

Diese Soundbar-Kombination setzt sich aus einem kleinen trapezförmigen Lautsprecher für den Fernseher und einer Bassbox zusammen, die per Funkwellen mit der kleinen Soundbar verbunden ist. Diese Kombination präsentiert sich in moderner Ästhetik, diskret und geschmackvoll.


Eine Fernbedienung wird ebenso mitgeliefert. Darauf befindet sich ein Nachtmodus, der den Ton auf ein für die Nacht geeignetes und vorbestimmtes Lautstärkeniveau senkt, sowie ein Mute-Knopf, die Auswahl der Eingänge, HDMI, digital optisch und analog AUX.

Die Lautstärkeregelung ist umrahmt; rechts davon befindet sich ein Regler für die Höhen und links davon ein Regler für die Bassbox. Dann drei Tasten für Play, Vor und Zurück und drei voreingestellte Klangmodi: Film, Sport und Musik.

Die kleinen Lautsprecher für den Fernseher sind an den Seiten abgewinkelt, was die leicht nach oben dringende Klangverteilung erklärt, und auf der Oberseite befindet sich ein Bedienfeld.


Hinten sind die verschiedenen Anschlüsse angebracht, angefangen mit dem Stromeingang, einem ARC-kompatiblen HDMI-Eingang (für den Audio Return Channel, um die Tonausgabe des Fernsehers zu verstärken), einem digitalen optischen Eingang (falls der Fernseher keine HDMI-Verbindung besitzt oder diese nicht ARC-fähig ist), einem AUX-Eingang mit 3,5 mm Stecker, einem USB-A, der für den Hersteller reserviert ist, sowie einem RJ45-Netzwerkstecker. Ein kleiner Knopf ermöglicht die Kopplung per WiFi.


Die Bassbox verwendet einen Lautsprecher mit 15 cm Durchmesser, ausgestattet mit einem Bassreflex-Gehäuse mit Lüftungsöffnung (6 cm Durchmesser). Der Anschluss hinten umfasst nur den Stromanschluss, eine winzige gelbe LED, die die Stromversorgung anzeigt sowie eine weitere LED, die im Kopplungsmodus blinkt und durchgehend leuchtet, wenn die Verbindung zur Soundbar hergestellt ist.


Die Elektronik dieser Bassbox ist in einen kleinen Kunststoffkasten eingebaut, an dem der Stromausgang und die LEDs verschraubt sind. Die Stromversorgung ist ein Modell mit Schaltnetzteil und, wie der Verstärker, ein Modell von STMicroelectronics (STA369BW), das im Überbrückungsmodus arbeitet und von passiven Komponenten umgeben ist. Deren Filterzellen sind wiederum mit Drosseln versehen. Auf der rechten Seite befindet sich das Funkmodul Syncomm Technology IA9Q5, das die Funkverbindung zur Mini-Soundbar sicherstellt, damit die Bassbox die Bassregister übernehmen kann.


Hier unten sieht man in der Ansicht der die Lautsprecher der Soudbar Mini, die mit starken Magneten ausgestattet sind, was die Lebhaftigkeit während der Wiedergabe erklärt.


In der Elektronik der Soundbar Mini finden wir ebenso ein Syncomm Technology IA9Q5-Funkmodul für die Verbindung mit der Bassbox sowie das Herz des Systems, einen leistungsstarken Intersil-Renasas D2-92683-Schaltkreis mit einem digitalen Tonsignalprozessor sowie digitalen Verstärkern (links vor den kleinen Rippenheizkörpern). Das WiFi-Modul befindet sich in der Mitte unten im Bild und ist mit nicht weniger als drei Antennen ausgestattet!


Hörerlebnis

Wir haben uns dem Hörerlebnis über Qobuz für Mac/PC hingegeben, wobei uns die Soundbar Polk MagniFi Mini über die Kompatibilität mit Chromecast problemlos mit Musik versorgt hat.

Wir haben darauf geachtet, die Voreinstellung mit dem doppelten Notensymbol zu verwenden. Das Klangergebnis war auf gutem Niveau und die Klangfarben wurden sehr schön eingehalten, was wir anhand des Türkischen Marsches von der Gesamtaufnahme der Symphonien und Ouvertüren, interpretiert von Jos van Immerseel, Dirigent des Ensembles Anima Eterna, feststellen konnten.

Diese kleine Soundbar zeigt überdies einen Sinn für gut ausgeprägte Details. Glocken und metallische Schlaginstrumente werden in ausgezeichneten Höhen wiedergegeben. Wir loben auch die einwandfreie Wiedergabe der Niveauunterschiede. Die Bassregister werden gut ausgenutzt und integrieren sich natürlich und ohne Künsteleien in das restliche Klangspektrum. Wir sind ebenso vom erzeugten Klangraum überrascht, der sich rund um die Lautsprecher aufbaut und nicht zwischen zwei konvergierenden Lautsprechern, wie dies bei der traditionellen Stereoanlage der Fall ist.

An dem Hörerlebnis haben wir besonders geschätzt, dass man eher den Eindruck hatte, vor einem richtigen Symphonieorchester zu sitzen als vor einer Stereoanlage. Es hat uns zudem an einen Klangraum erinnert, den Multikanalaufzeichnungen über SACD oder Blu-ray mit einem gut eingestellten System liefern können. Und solch eine haben wir gleich durch die MagniFi Mini-Lautsprecher gejagt! Schönes Ergebnis.

Als wir uns weitere Auszüge aus diesem exzellenten Gesamtwerk anhörten, genossen wir schweigend die Lebhaftigkeit und Macht der Trompeten, die das letzte l'Allegro vor dem Übergang ins Pianissimo zwischen dem dritten und vierten Satz der berühmten 5ten Symphonie von Beethoven eröffnen.

Eine Klangwiedergabe voller Spannung und Emotion, die uns die Soundbar Polk MagniFi Mini des Albums No Parlez von Paul Young hier liefert. Der Klangraum zeigt sich nun weniger groß als zuvor, was jedoch nicht schlecht ist, da die Stimme des Sängers zum zentralen Element des Stücks wird. Ein ebenso schönes Musikerlebnis.


Zum Abschluss können wir sagen: Die Soundbar MagniFi Mini von Polk ist eine exzellente Überraschung für HiFi-Amateure wie uns, da sie uns mit ihrer Klangqualität überrascht hat und dies bestimmt auch bei vielen anderen schafft. Wenn ein Gerät mit so viel Sorgfalt und qualitativ hochwertigen Bauelementen hergestellt ist, hat es ein Qobuzissime wahrlich verdient.

Spezifikationen (auf Englisch)
Schnellanleitung (auf Englisch)
Webseite des Herstellers (auf Englisch)
Sound United (auf Englisch, betrifft den Vertrieb)
Kontakt (auf Englisch)

Öffentliche Preisempfehlung: 399 Euro

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