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D-Stream WAMP 200: Hören Sie Qobuz in CD-Qualität mit diesem Streaming-Verstärker - kraftvoll und profiliert wie eine Rennmaschine!

Mit diesem Verstärker inklusive Streamingfunktion, der die Qobuz-App in CD-Qualität integriert hat, bietet die neue Marke D-Stream ein technisch sehr modernes Gerät mit Schaltverstärkerchips, die digitale Signalprozessoren integrieren und sie für einen ganz bestimmten Zweck verwenden.

Von Charlotte Fiedler | Hi-Fi | 8. Juni 2018
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Qobuz

Im Oktober 2017 erreichte uns ein Streaminggerät mit integrierter Qobuz-App, das uns die Marke NuPrime seit Monaten als Weiterentwicklung ihres Modells WR100 versprochen hatte. Interessanterweise war das neue Gerät mit der Bezeichnung WR100-D ästhetisch dem Vorgängermodell ähnlich und trägt die Marke D-Stream, nicht mehr NuPrime.

Es stellt sich heraus, dass dieses Produkt von mehreren Teams entwickelt wurde, darunter einem französischen Team, das für den Softwarebereich verantwortlich ist. Das Gerät wird auf bestimmten Märkten unter der Marke NuPrime vertrieben, wobei der französische Vertriebspartner die neue Marke bevorzugt hat.

Diese Handhabung wird dem WAMP 200, den wir getestet haben, jedoch nicht (oder noch nicht?) zuteil. Dieses schlanke, futuristisch anmutende Gerät ist mit Schaltverstärkerchips mit 2x60W/8Ω ausgestattet und beherbergt eine Netzwerkkarte, die den Zugriff auf Qobuz in CD-Qualität ermöglicht und den Anschluss einer analogen und einer digitalen Quelle über eine optische Verbindung ermöglicht.

Es verfügt über eine Fernbedienung, die den Zugriff auf die wichtigsten Bedienelemente ermöglicht, wobei die komplette Verwaltung über die für iOS und Android verfügbare D-Stream Air-Anwendung erfolgt.


Präsentation

Der D-Stream WAMP 200-Verstärker hat sich für ein sehr futuristisches Profil entschieden und ist mit einem CX ausgestattet, um den ihn viele Kraftfahrzeuge beneiden würden. Seine Frontplatte bietet einen horizontalen Bereich, auf dem die Hauptbedienelemente gruppiert sind, und deren Farbe je nach Gerätszustand variiert (Während der Initialisierungsphase blinkt es rot, anschließend ist der Bereich weiß hinterlegt) oder die bei Aktivierung weiß aufleuchten, wie die Lautstärketasten.


Die Mode-Taste (Pfeil im Kreis rechts neben der Sendeanzeige) entspricht der Quellenauswahl. Wir haben einen kleinen Fehler in der Bedienungsanleitung festgestellt (Gelb entspricht dem optischen Eingang und Violett dem analogen Eingang und nicht umgekehrt wie abgebildet).

Hier ist das UFO von hinten mit seinen vier Ionenmotoren und seinen seitlichen Triebwerken zu sehen.... oder besser gesagt seinen WiFi-Antennen genau neben den Anschlüssen für die Lautsprecher, die Bananenstecker als abisolierte Kabel aufnehmen. Unter den Anschlüssen für den linken Lautsprecher befinden sich zwei kleine Drucktasten, Direct Mode/Reset und WPS, während sich unter denen für den rechten Lautsprecher ein kleiner Schiebeschalter mit der Bezeichnung Boot befindet.


Auf der restlichen Fläche befinden sich ein RJ45-Netzwerkanschluss, ein Line-Eingang auf 3,5-mm-Buchse, ein optischer S/PDIF-Eingang und der Koaxialanschluss für die Stromversorgung.

Ausführung

Die Elektronik des WAMP 200 D-Stream Streaming-Verstärkers besteht aus einer Hauptplatine, auf der zwei Tochterplatinen montiert sind, eine für WiFi-Streaming, ein Qualcomm Atheros CUS227-Modell, die andere für eine Bluetooth-SBC-Verbindung (Modell Laird BTM510) und eine Platine auf der Vorderseite, auf der die empfindlichen Bedienelemente und das Display mit mehrfarbigen LEDs zusammengefasst sind. Auf der linken Seite der Bluetooth-Karte befindet sich der elektronische Management-Mikrocontroller Skideev CS2310 (Skideev ist die Muttergesellschaft von D-Stream).


Die Netzwerkkarte, die über zwei flexible Schaltkreise mit der Hauptkarte verbunden ist, ist ein Qualcomm Atheros CUS227 mit einem Micron Nand NW361 Flash-Speicher auf der Batterieseite.


Die Ansicht unten zeigt die Hauptplatine, von der wir die Netzwerkkarte entfernt haben, um die darunter liegenden Komponenten zu besehen.


Es gibt drei Chips von Asahi Kasei, zwei AK4127 Sample Rate Converter (SRC) und einen AK4113 Digital Audio Receiver (DIR), der die digitalen Signale vom Netzwerk, vom optischen Digitaleingang oder vom Cirrus Logic CS5343 (kleine integrierte Schaltung auf der linken Seite des AK4113) lenkt. Letzterer digitalisiert die über den Hilfseingang eintreffenden Analogsignale auf 24 Bit à 96 kHz.


Der AK4113-Chip extrahiert den IS2 aus den ausgewählten digitalen Quellsignalen und sendet sie an die Burr-Brown TAS5754M-Schaltverstärker (Klasse D), die einige Besonderheiten aufweisen.


Der TAS5754M integriert einen digitalen Signalprozessor mit einer PurePath™-Struktur HybridFlow, die je nach Art des Lautsprechers oder des Lautsprechersatzes, mit dem der Verstärker verwendet wird, parametriert werden kann.

Diesem Prozessor folgt je ein Analog-Digital-Wandler pro Kanal, dessen Signale dann in PWM-Signale (Pulse Width Modulation) umgewandelt werden, wobei das Funktionsprinzip der Schaltverstärkung durch im Chip integrierte Leistungstransistoren gewährleistet ist.

Dies wird durch eine andere Funktion von Burr-Brown, genannt 1SPW Modulation (oder generisch Ternary Modulation), ermöglicht, bei der das Schaltgeräusch der Verteilungstransistoren verringert wird, indem man vorübergehend die zwei Panels der Brücke im niedrigen Zustand hält und nur eins nach dem anderen geschaltet wird.


Man wird auf der Karte etwa zehn elektrochemische Kondensatoren von 470 μF/35V um die Verstärker herum bemerken, wobei der Hersteller durch weniger hochwertige Elemente die Unmöglichkeit des Einsetzens von Kondensatoren mit hoher Kapazität aufgrund der geringen Höhe des Gehäuses zu kompensieren versucht.

Hörgenuss

Für den Anfang unserer Hörprobe haben wir aus L'Andanta Spianoto den ersten Teil L'Andante Spianato & Grande Polonaise Brillante aus dem Album Chopin: Works For Piano & Orchestra in Hi-Res 24-Bit bei 96 kHz von Jan Lisiecki gewählt. Diese lange Einleitung des Solisten ertönte in ihrer vollen Pracht und Schönheit - so, wie wir es vom Komponisten gewoht sind. Die von der linken Hand gespielten Akkorde, die dichten Bässe und wunderschönen Tastenanschläge kommen in unserer Hörprobe ohne jeglichen Anflug von Härte voll und ganz zur Geltung. Dies veranlasste uns jedoch dazu, das Verhalten dieses Verstärkers auf den Transienten und auch in den Höhen genauer zu betrachten und große Ausschnitte aus dem Album Vespri per l'Assunzione di Maria Vergine von Vivaldi des Concerto Italiano unter Leitung von Rinaldo Alessandrini zu hören. Die Wiedergabe klingt zwar schön - die Solistenstimmen sind gut herauszuhören -, aber die Anschläge der Streicher sind weniger kräftig; die Obertöne klingen leicht gedämpft. Aber warum nicht? Schließlich enthalten die TAS5754M Verstärkerchips einen digitalen Signalprozessor, der es unter anderem erlaubt, die Dynamik zu komprimieren oder zu erweitern (Compander). Der Hersteller hat diese Schaltverstärker so programmiert, dass sie mehr oder weniger wie analoge Modelle klingen. Dies ist jedenfalls der Eindruck, den wir von diesem WAMP 200 haben.

Das beschriebene Klangbild quasi analog erscheint genauso deutlich beim Hören des Tracks My Sweet Lord aus dem Album All Things Must Pass von George Harrison. Die Stimme von George Harrison und die Chöre besetzen mehr als üblich die Vorderseite der Bühne, und im Großen und Ganzen bemerken wir eine Wiedergutmachung, wo Präzision einer globaleren und konsequenteren Vision Platz macht.

Mit den Tracks North Star und Silent Space aus dem Album Tale Of Us hat der WAMP 200 keinerlei Probleme mit kräftigen Bässen und kann diese auch bei hohen Lautstärken durch Mastering leicht wiedergeben, aber wir sind auch überrascht, dass einige Klänge, die sich im Mittelfrequenzbereich befinden und meist recht diskret sind, in diesem Beispiel etwas projiziert werden.

Fazit: Dieser Verstärker mit Streamer WAMP 200 von D-Stream benimmt sich recht modern und bietet eine Klangwiedergabe, die uns näher an der von analogen Quellen als von digitalen Quellen zu sein schien. Das Ergebnis lässt sich auf jeden Fall sehen!

Technische Daten (auf Englisch)
Bedienungsanweisungen (auf Englisch)
Webseite des Herstellers

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