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Perahia, back to Beethoven

Der große amerikanische Pianist macht sich an zwei gegensätzliche Sonaten...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 14. Februar 2018
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Aber nein, das hier ist keine Neuauflage einer der vielen Beethoven-Einspielungen, die Murray Perahia in den letzten Jahrzehnten realisiert hat. Es handelt sich vielmehr um eine neue Interpretation aus den Jahren 2016 und 2017 von zwei radikal entgegengesetzten Sonaten: die 14. von 1801, von Rellstab 1832 als „Mondscheinsonate“ bezeichnet, während sie Beethoven selbst Quasi una fantasia überschrieben hatte, und die 29., Große Sonate für das Hammerklavier, die 1819 nach vielen Jahren geringer Produktivität entstanden war.

Hat Perahia, der selbst lange Jahre die Leere kannte, nachdem er aufgrund eines Unfalls zwischen 1990 und 2005 von der Bühne ferngeblieben war, bewusst oder unbewusst diese zwei Werke, das eine „vorher“, das andere „nachher“, nebeneinander gestellt? Man ist versucht, das so zu interpretieren, ob es nun wahr ist oder nicht… Auf jeden Fall ist Perahia wie Beethoven voller Schwung zurückgekehrt. Das ist auf dieser Aufnahme zu hören, auf der kraftvolle Momente und intensive Selbstreflexion abwechseln, wie immer mit derselben einwandfreien und hochmusikalischen Phrasierung und Artikulation. Die Jahre, in denen er sich, geduldig auf Heilung wartend, ausschließlich auf Bachs Werke beschränkt hat, erweisen sich im Nachhinein als höchst fruchtbar.




HÖREN SIE BEETHOVEN: PIANO SONATAS VON MURRAY PERAHIA


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