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Pat Metheny unterwegs in klassischen Gefilden

Von Max Dembo |

Auf "Road to the Sun" widmet sich der große amerikanische Jazz-Gitarrist dem klassischen Repertoire.

Pat Metheny ist immer bereit, sich in Frage zu stellen und deshalb vollbringt er hier erneut einen Doppelsalto rückwärts mit einem eindeutig hybriden Album, zu dem er fünf Kollegen eingeladen hat, die genauso virtuos sind wie er selbst. Für Road to the Sun bat der amerikanische Gitarrist den derzeitigen Meister der klassischen Gitarre Jason Vieaux, seine Gitarrensuite Four Paths of Light zu spielen.

Road to the Sun ist das Kernstück der Platte, ein Opus in sechs Sätzen, das vom Los Angeles Guitar Quartet (John Dearman, William Kanengiser, Scott Tennant und Matthew Greif) gespielt wird. Metheny selbst, der das Ganze entworfen und arrangiert hat, interpretiert am Ende auf seiner 42-saitigen Gitarre ein Solo: Arvo Pärts Für Alina. Diese ursprünglich für Klavier geschriebene Komposition, mit der das Album ausklingt, ist für den Interpreten eine Gelegenheit, ein weiteres Mal in seiner schlichten Art mit unübertrefflicher Genauigkeit zu brillieren…

Solche Abstecher zu „Hits“ wie diesen hier macht er nicht zum ersten Mal, denn er hatte nicht zuletzt auch Steve Reichs Electric Counterpoint eingespielt. Diesmal jedoch schlägt er einen komplizierteren Ton an und manchmal nimmt er Werke von Komponisten wie Francisco Tárrega als Ausgangspunkt. Metheny ist jedoch nach wie vor unverkennbar. Und seine farbklangliche Palette ist jeden Augenblick aus dieser Platte herauszuhören, die alle Liebhaber von klassischen und anderen Gitarren entzücken wird.

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