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Klangmalerei mit Xul Zolar

Das Debütalbum einer Band, die uns einen langersehnten Sound liefert...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 19. Januar 2018
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Qobuz

Auch wenn der Name dieser vierköpfigen Kölner Band - der übrigens von einem argentinischen Maler des 20. Jahrhunderts stammt - vielleicht kompliziert erscheint und nicht direkt hängen bleibt, lohnt es sich, sich der Herausforderung seiner Aussprache zu stellen, ihn im Kopf zu behalten und sich vor allem ihrem lang ersehnten Debütalbum Fear Talk mit voller Aufmerksamkeit zu widmen. Zu oft schon wurde man von deutschstämmigen Bands enttäuscht, die sich an englischsprachiger Musik versuchten und dann doch leider an einem deutschen Akzent oder der fehlenden Originalität scheiterten, so dass man resigniert zurückblieb und die "wahre" Musik eben doch nur im Ausland zu finden glaubte.

Xul Zolar haben uns mit ihren bereits erschienenen EPs eines besseren belehrt und bestätigen diesen Eindruck nun mit Fear Talk, das Elektro-Pop höchster Güte bietet und sich der besten Stilmittel verschiedener Jahrzehnte bedient. Wir erinnern uns an die Talking Heads' Synthesizer der 80er Jahre, an Portisheads Sterilität und Kälte der 90er, an die zögerlichen Vocals von Matt Berninger aus den 2000er Jahren und haben dennoch das Gefühl, etwas Neues zu entdecken, das kaum besser in die heutige Zeit zu passen scheint. Ein Album, das nostalgische Romantik auf elektronischen Klangteppichen bettet und dessen mit Hall überzogene Gesangsstimme uns mit einem positiven Gefühl von verklärter Wehmut hinterlässt.



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