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Joshua Redman - im Namen des Vaters

Mit "Still Dreaming" ehrt der Saxophonist nicht nur seinen Vater Dewey, sondern auch Ornette Coleman...

Von Charlotte Fiedler | Video des Tages | 31. Mai 2018
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Qobuz

Übermittlung und Erbe haben einen besonderen Stellenwert im Jazz. Selbst in den radikalsten und sogar revolutionärsten Momenten würdigten Jazzmusiker auf irgendeine Art ihre Vorgänger. Mit Still Dreaming beweist Joshua Redman dies ein weiteres Mal. In Begleitung des Trompeters Ron Miles, des Bassisten Scott Colley und des Schlagzeugers Brian Blade steuert der Saxofonist ein Quartett, das die Old and New Dreams würdigt - eine Gruppe, die von 1975 bis 1987 von seinem Saxofonisten-Vater Dewey Redman geleitet wurde. Die Band bestand aus dem Kontrabassisten Charlie Haden, dem Trompeter Don Cherry und dem Schlagzeuger Ed Blackwell, alle drei ehemalige Komplizen von Ornette Coleman…

Und auch wenn Übermittlung und Erbe im Zentrum der Musik von Joshua Redman und seiner Freunde stehen, so haben die Begriffe Erfindung und Kreation einen ebenso wichtigen Stellenwert. Die vier Musiker befinden sich schließlich nicht im Museum! Sogar bei Covern von Kompositionen wie Playing von Charlie Haden oder Comme il faut und The Rest von Ornette Coleman kann man den ganz eigenen Stil der Musiker heraushören. Schließlich hat man es hier mit vier Virtuosen zu tun, die zu den besten in ihrem jeweiligen Gebiet gehören. Und so hat Redman selten so gut gespielt.

seine ganz eigene, eher sparsame Weise. Niemals zu geschwätzig, beschwört er uns beinahe mystische Zauberformeln, die durch die Rhythmusgruppe, bestehend aus Colley und Blade, nur noch majestätischer klingen. Und dann ist da eben dieser Brian Blade, der mit Federn in seinen Händen zu spielen scheint. Ein verblüffender Musiker, der alles, was er anfasst, zum Strahlen bringt… Kurz gesagt: eine meisterhafte Platte für Jazz-Fans.





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