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John Scofield, eine Freundschaft

Von Max Dembo |

Mit "Swallow Tales" veröffentlicht der großartige amerikanische Gitarrist sein erstes Album bei ECM und damit eine Hommage an seinen alten Freund Steve Swallow...

Nach 68 Jahren und mehr als 40 eingespielten Alben auf dem Konto bringt John Scofield nun bei ECM seine erste Platte, Swallow Tales, als Leader heraus. Das Album wurde Anfang 2019 innerhalb eines einzigen Tages in New York eingespielt, womit er in erster Linie die Musik seines langjährigen Freundes und Mentors Steve Swallow feierte.

Als der Gitarrist den um elf Jahre älteren Bassisten kennenlernt und zum ersten Mal mit ihm spielt, ist er erst 20 Jahre alt und Student in Berklee - eine Kooperation, die noch heute andauert. Mit Neuinterpretationen von so unterschiedlichen Stücken wie Hullo Bolinas, Eiderdown, Falling Grace, Radio und weniger bekannten Werken betont Sco vor allem, wie sehr ihm Swallows Kompositionen am Herzen liegen. Das gegenseitige musikalische Verständnis ist dermaßen groß, dass diese Swallow Tales sich oft wie eine einzige Stimme anhören. „Manchmal, wenn wir spielen, klingt es so, als würden wir beide eine einzige, sogar richtig große Gitarre sein!“, sagt er. Und es gibt noch einen anderen alten Freund, den Schlagzeuger Bill Stewart, John Scofields Sideman seit Beginn der 90er Jahre. „Das, was er tut, ist viel mehr als ‚Schlagzeug spielen‘. Bill liefert der Musik Nahrung, weil er die Melodie im Blut hat und gleichzeitig einen unheimlichen Swing produziert.“



Übrigens ist es dieser „powervolle Swing“, der dieser „großen Gitarre“ eine zehnmal größere Kraft verleiht. In dieser Dreierrunde gibt es keinen Leerlauf und ihre Balladen spielen sie mit derselben Begeisterung wie ihre Themen im Uptempo. Vor allem ist da dieser Scofield-Klang, eine Stimme, die man unter tausend anderen heraushört und die mit den Jahren mit einem immer wärmer werdenen Hauch überzogen wird.

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