Jack Waterson, psychedelic, dark und funky

Mit Adrian Younge, veröffentlicht das Genie aus der Galaxie des Groove und Ex-Mitglied von Green On Red, ein Psychedelic-Rock-Album mit viel Groove...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 25. April 2019
Meinung äußern
Qobuz

Ein Gespenst! Jack Waterson ist als Musiker die Kultfigur schlechthin. Das heißt, er ist bekannt und beliebt bei einer Handvoll Insider, die recht stolz darauf sind, letzten Endes eben nur eine Handvoll zu sein... Im vorigen Jahrhundert war Jack ein Pionier des Americana! Er ist einer der Gründungsmitglieder der Green On Red, der legendären Gruppe dieses Genres schlechthin, und er sollte ihr führender Bassist werden. Der gute Mensch ist vor allem ein Computerfreak in Sachen Vintage-Ausrüstung und kann sowohl Gitarre, Sitar als auch Schlagzeug spielen. Und das geht so weit, dass er ein paar Jahre später in Los Angeles ein Mekka für alte Instrumente eröffnet: Future Music.

In diesem Laden läuft er 1999 dem damals erst 18-jährigen Adrian Younge über den Weg, der zu seinen Kunden gehört. Trotz des großen Altersunterschiedes befreunden sie sich recht schnell dank ihrer gemeinsamen Begeisterung für die Klänge von früher … Younge ist eine Art Außerirdischer in der groovenden Galaxie und wurde seitdem zu einem einzigartigen Musiker mit einer Vorliebe für alte Soul- und Funkklänge sowie für den Old School Hip-Hop. In seiner Ali Baba-Höhle, voller Vintage-Ausrüstungen, komponiert er die Musik für Rapper wie Wu-Tang oder Kendrick Lamar oder Soulstars wie The Delfonics. Er bastelt aber auch Soundtracks für Filme und produziert allerlei andere Retrosachen.

Adrian holt den guten alten Jack regelmäßig in sein Boot, wenn er einen Gitarristen mit den Fertigkeiten eines Goldschmieds braucht. Dieses Mal macht er es sogar noch besser, weil er seinem Mentor die Einspielung eines ganzen Albums vorgeschlagen hat. Und um die Kunden anzulocken, heißt das Ganze Adrian Younge Presents Jack Waterson. In den Ohren hört sich das Zweiergespann wie ein ganzes Orchester an, das eine psychedelische Sinfonie zum Besten gibt. Das ist ein lysergsäurehaltiger, recht halluzinierender, aber ziemlich kurzer (30-minütiger) Trip, der mit guten, alten, wummernden Beats vorangetrieben wird. Waterson spielt mit seiner magischen Troubadourstimme den beseelten Prediger, während im Hintergrund von schmuddeligem Soul durchtränkter Rock zu hören ist. Ein schöner Outsider.



Jack Waterson und Adrian Younge sind hier mit Ali Shaheed Muhammad von 'A Tribe Called Quest für das Projekt The Midnight Hour vereint:



HÖREN SIE ADRIAN YOUNGE PRESENTS JACK WATERSON VON JACK WATERSON SUR QOBUZ


Um nichts auf Qobuz zu verpassen, folgen Sie uns auf Facebook !

Von Ihnen gelesene Artikel