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David Gray, raffiniert und ergreifend!

Von Tom Oscar Adams |

Nach seinem Hit-Album "White Ladder" von 1998 und seinem jüngsten Album "Gold in a Brass Age" von 2019 beglückt uns David Gray nun auf "Skellig" mit einer neuen emotionalen Achterbahnfahrt.

Dieses zarte, von tiefer Melancholie und schmerzlicher Trauer durchdrungene Album erzählt die Geschichte von Skellig Michael, einer Insel vor der Küste Irlands, zu der fromme Pilger auf der verzweifelten und gefahrvollen Suche nach Gott reisten. Man kann sich die Trostlosigkeit und das verlorene Leben, das manche dort fernab der Zivilisation geführt haben, bildlich vorstellen. Diese Düsternis wird in Skellig durch die schmachtende Akustikgitarre, das düstere Klavier und den eindringlichen Gesang heraufbeschworen.

Die Einfachheit ist auf dieser Platte die alles bestimmende Rezeptur, von der Instrumentierung bis zu den Arrangements gibt es keine musikalischen Redundanzen oder prätentiöse harmonische Strukturen. Es ist Musik, die auf ihre reichhaltigste, wirkungsvollste Form reduziert ist und bei der das Überflüssige bereitwillig weggelassen wurde. Das Album-Highlight Deep Water Swim ist ein elegantes, von Klavier und Schlagzeug begleitetes Stück, das durch Grays charakteristische Gesangsleistung einen charmanten Ton erhält. Die zweite Strophe reißt einen mit durch die Einführung eines seltsamen, aber sanft stotternden Synthesizers und den warmklingenden Kontrabass. Zusammen mit den üppigen Backing Vocals entsteht eine dichte, verführerische Atmosphäre, die auch das kälteste Herz erwärmen wird. Nichts weniger als Glückseligkeit...

Alles in allem ist Skellig ein ausgewogenes, raffiniertes und ergreifendes Album, das ein langes und ausgiebiges Zuhören verdient.

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