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Alice Cooper, made in Detroit

Von Charlélie Arnaud |

Mit "Detroit Stories" zollt Alice Cooper seiner Heimatstadt Tribut und lässt Klassiker von Velvet Underground, MC5 und Bob Seger wieder aufleben!

Zu seinen Ursprüngen kehrt jetzt der 73-jährige Alice Cooper zurück, denn er erweist Detroit, seiner Geburtsstadt, und ihrer brodelnden Szene der siebziger Jahre die Ehre. Der Prinz des Schockrocks, der so ziemlich alle Stilrichtungen durchlaufen hat (man denke an seine auf Hardrock-Sender zugeschnittenen Hits Ende der achtziger Jahre), kehrt zu seiner Basis zurück, indem er eine reine Hardrock-Platte veröffentlicht und dem Gegröle genauso freien Lauf lässt wie den Gitarren.

Alice und Bob Ezrin, Produzent und Alter Ego des Sängers, haben die Sache ernst genommen: mit insgesamt 15, von nicht weniger als 25 Musikern gespielten Titeln (darunter 4 Coverversionen) ist man zweifellos reichlich bedient. Und mit der Crème de la Crème noch dazu: Joe Bonamassa, Steve Hunter (Lou Reed), Larry Mullen Jr. (U2), Johnny Badanjek (Ted Nugent, Bob Seger…), Mark Farner (Grand Funk Railroad)..., um nur einige zu nennen, denn Cooper trommelt auch, insbesondere für Social Debris, Musiker aus seinem historischen Line-up zusammen.

Die vier Neuinterpretationen beziehen sich auf die oben erwähnte Stadt und bedeuten zugleich eine Hommage an sie: Rock'n'roll von Velvet Underground (das Lou Reed komponierte, als er sich einen Tag lang in Detroit aufhielt), Sister Anne von MC5, East Side Story von Bob Seger, sowie das persönlichere Our Love Will Change the World von einer einheimischen Band namens Outrageous Cherry.

Detroit Stories zeigt einen Alice Cooper in Höchstform und wird zweifellos eine seiner besten Veröffentlichungen der letzten Jahre werden. Die Sache ist nur, dass diese Art nostalgisch angehauchter Rückblick oft den wohlverdienten Ruhestand ankündigt, der bald vor der Haustür steht… Darauf hat er durchaus ein Recht, auch wenn niemand möchte, dass diese wahnsinnig faszinierende (und immer überzeugende) Gestalt in den kommenden Jahren von der Bildfläche verschwindet.

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