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Gidon Kremer|Weinberg: Sonatas for Violin Solo

Weinberg: Sonatas for Violin Solo

Gidon Kremer

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Das Repertoire des lettischen Geigers Gidon Kremer ist so umfangreich und vielfältig, dass eine ganze Reihe attraktiver Programme zur Auswahl stünde, mit denen er seinen 75. Geburtstag im Aufnahmestudio hätte feiern können. Seine Kollaborationen zeugen stets von Großzügigkeit, Kreativität und Originalität, die sich für die Werke zeitgenössischer russischer und osteuropäischer Komponisten einsetzen.

Seine Entscheidung für die 3 Sonaten für Violine solo des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919-1996) ist jedoch ziemlich gut getroffen. Vor allem war Kremer eine Schlüsselfigur bei der jüngsten Wiederbelebung des Interesses an diesem in Moskau lebenden Freund von Schostakowitsch, der von den sowjetischen Behörden immer wieder ins Abseits gedrängt wurde. Er stand an der Spitze bedeutender Projekte wie der Zusammenarbeit seiner eigenen Kremeratica Baltica und dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Gražinytė-Tyla mit Weinbergs Sinfonien Nr. 2 und Nr. 21 (2020 bei Deutsche Grammophon), die mit dem Gramophone Award ausgezeichnet wurde. Aber auch die Tatsache, dass der in Moskau ausgebildete ehemalige Schüler von David Oistrach seine eigene Karriere aufs Spiel setzte, weil er sich für Komponisten wie Schnittke und Pärt einsetzte, die von den sowjetischen Behörden missbilligt wurden, hat etwas sehr Emotionales, wenn man bedenkt, dass er dieses Repertoire komplett solo präsentiert.

Doch zurück zu Weinbergs Soloviolinsonaten. Diese 1964, 1967 und 1979 komponierten radikalen, ausdrucksstarken und technisch äußerst anspruchsvollen Werke, die im Geiste Bachs stehen, aber auch Anklänge an die Folklore und die jüdische Musik enthalten, stellt Kremer aufgrund ihrer technischen Herausforderungen gleich neben Bartóks Solosonate. Die hier vorliegenden Einspielungen, die bei Kremers eigenem Kammermusikfest Lockenhaus und im Studio Residence Palesius in Litauen aufgenommen wurden, zeugen sowohl von einer intimen Kenntnis der Partitur als auch des kulturellen Hintergrunds. 

Die trotzige 1. Sonate verblüfft unsere Ohren mit ihrer beeindruckenden menschlichen Artikulierung ebenso wie durch ihre schwindelerregende Virtuosität, wobei Kremer seine seidige technische Perfektion mit einer fabelhaften rauen Textur würzt. Auch die Abfolge von Teilen in der 2. Sonate, die wie Charakterstücke wirken, ist durchdrungen von Subtext, da Kremer eine enorme Bandbreite an klanglichen und emotionalen Farben bietet. Im zarten Accompaniment (Nr. 5) tauschen sich hauchzarte obere Register der Violine und die dunkleren, breiteren unteren Lagen wie in einem Gespräch miteinander aus, wobei arco und pizzicato mit brillanter Wirkung eingesetzt wird. Es folgen darauf weite, trotzige, elegisch lange Linien in der Invocation.

Sollten Sie auf der Suche nach einer Interpretation solch kraftvoller Werke sein, dann werden diese Aufnahmen sicherlich Ihre erste Wahl sein. © Charlotte Gardner/Qobuz

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Weinberg: Sonatas for Violin Solo

Gidon Kremer

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1
Weinberg: Sonata No. 3, Op. 126
00:22:24

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Peter Laenger, Recording Engineer, StudioPersonnel - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer

℗ 2022 ECM Records GmbH

Sonata No. 2, Op. 95 (Mieczysław Weinberg)

2
I. Monody
00:01:28

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

3
II. Rests
00:01:44

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

4
III. Intervals
00:01:58

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

5
IV. Replies
00:02:17

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

6
V. Accompaniment
00:02:41

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

7
VI. Invocation
00:03:47

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

8
VII. Syncopes
00:03:23

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

Sonata No. 1, Op. 82 (Mieczysław Weinberg)

9
I. Adagio-Allegro
00:05:29

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

10
II. Andante
00:05:37

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

11
III. Allegretto
00:03:46

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

12
IV. Lento
00:05:05

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

13
V. Presto
00:05:42

Gidon Kremer, Violin, MainArtist, AssociatedPerformer - Christoph Stickel, Mixer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Mieczysław Weinberg, Composer - Vilius Keras, Recording Engineer, StudioPersonnel - Aleksandra Kerienė, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2022 ECM Records GmbH

Albumbeschreibung

Das Repertoire des lettischen Geigers Gidon Kremer ist so umfangreich und vielfältig, dass eine ganze Reihe attraktiver Programme zur Auswahl stünde, mit denen er seinen 75. Geburtstag im Aufnahmestudio hätte feiern können. Seine Kollaborationen zeugen stets von Großzügigkeit, Kreativität und Originalität, die sich für die Werke zeitgenössischer russischer und osteuropäischer Komponisten einsetzen.

Seine Entscheidung für die 3 Sonaten für Violine solo des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919-1996) ist jedoch ziemlich gut getroffen. Vor allem war Kremer eine Schlüsselfigur bei der jüngsten Wiederbelebung des Interesses an diesem in Moskau lebenden Freund von Schostakowitsch, der von den sowjetischen Behörden immer wieder ins Abseits gedrängt wurde. Er stand an der Spitze bedeutender Projekte wie der Zusammenarbeit seiner eigenen Kremeratica Baltica und dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Gražinytė-Tyla mit Weinbergs Sinfonien Nr. 2 und Nr. 21 (2020 bei Deutsche Grammophon), die mit dem Gramophone Award ausgezeichnet wurde. Aber auch die Tatsache, dass der in Moskau ausgebildete ehemalige Schüler von David Oistrach seine eigene Karriere aufs Spiel setzte, weil er sich für Komponisten wie Schnittke und Pärt einsetzte, die von den sowjetischen Behörden missbilligt wurden, hat etwas sehr Emotionales, wenn man bedenkt, dass er dieses Repertoire komplett solo präsentiert.

Doch zurück zu Weinbergs Soloviolinsonaten. Diese 1964, 1967 und 1979 komponierten radikalen, ausdrucksstarken und technisch äußerst anspruchsvollen Werke, die im Geiste Bachs stehen, aber auch Anklänge an die Folklore und die jüdische Musik enthalten, stellt Kremer aufgrund ihrer technischen Herausforderungen gleich neben Bartóks Solosonate. Die hier vorliegenden Einspielungen, die bei Kremers eigenem Kammermusikfest Lockenhaus und im Studio Residence Palesius in Litauen aufgenommen wurden, zeugen sowohl von einer intimen Kenntnis der Partitur als auch des kulturellen Hintergrunds. 

Die trotzige 1. Sonate verblüfft unsere Ohren mit ihrer beeindruckenden menschlichen Artikulierung ebenso wie durch ihre schwindelerregende Virtuosität, wobei Kremer seine seidige technische Perfektion mit einer fabelhaften rauen Textur würzt. Auch die Abfolge von Teilen in der 2. Sonate, die wie Charakterstücke wirken, ist durchdrungen von Subtext, da Kremer eine enorme Bandbreite an klanglichen und emotionalen Farben bietet. Im zarten Accompaniment (Nr. 5) tauschen sich hauchzarte obere Register der Violine und die dunkleren, breiteren unteren Lagen wie in einem Gespräch miteinander aus, wobei arco und pizzicato mit brillanter Wirkung eingesetzt wird. Es folgen darauf weite, trotzige, elegisch lange Linien in der Invocation.

Sollten Sie auf der Suche nach einer Interpretation solch kraftvoller Werke sein, dann werden diese Aufnahmen sicherlich Ihre erste Wahl sein. © Charlotte Gardner/Qobuz

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