Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Aldous Harding|Warm Chris

Warm Chris

Aldous Harding

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 96.0 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Aldous Harding sieht sich nicht als Musikerin, das hat sie kürzlich Pitchfork im Interview gestanden. Sie versteht sich eher als "song actor", also "Song-Schauspielerin". "Ich bin irgendwie der Jim Carrey der Indie-Welt", hat sie diesen Gedanken dann gegenüber The Guardian ausgeführt. Sie gibt insgesamt ungerne Auskunft über ihren Songwriting-Prozess und scheint sich mit ihrer wenig greifbaren Art und musikalischer Variabilität geradezu um das Label "Enigma" zu bewerben, mit dem sie von den beiden genannten Publikationen betitelt wird. Auch ihr viertes Album lässt die Figur Aldous Harding nicht durchdringen. Sie scheint in jedem Stück eine andere stimmliche Identität anzunehmen, eine andere Rolle zu spielen, und dennoch gerät "Warm Chris" zu einem wunderbar kohärenten Werk. Obwohl die Musik weiterhin runtergefahren bleibt, Harding sich zurückhaltend gibt, fordert sie die volle Aufmerksamkeit ihrer Hörer*innen ein. Über meist simples, launiges Klavierspiel, charmante, aufgeweckte Basslines und minimalistisch-verjazztes Schlagzeugspiel wirft sie sich in ihre Rollen. Mit ihrer selbstbewussten Unaufgeregtheit füllt sie den durch die minimalistische Instrumentation entstehenden Raum aus. Durch diese Unaufgeregtheit blitzt immer wieder der Charme des Velvet Underground-Songs "After Hours" auf, der wiederum vom sympathischen Gesang von Drummerin Moe Tucker geprägt ist. Das erneut von John Parish produzierte "Warm Chris" klingt wie eine Fortsetzung des ebenfalls großartigen Vorgängers "Designer", ist aber insgesamt etwas leichter und wärmer, was es zu einem fantastischen Begleiter des beginnenden Frühlings werden lässt. Der Opener "Ennui" stimmt vor allem mit dem Saxofon auf die sonnige Atmosphäre des Albums ein. Schon hier zeigt Harding wie großartig sie mit ihrer eigensinnigen Art und dem sanften Gesang immer wieder zu einprägsamen Hooks findet: "Come back, oh, come back and leave it in the right place" heißt es da. "Tick Tock" baut vor allem auf lässig gestrummten akustischen Gitarren auf und erinnert in seiner Hook an "In The Waiting Line" von Zero 7. Die Highlights des Songs sind die fast unscheinbaren Momente, die kleinen Einwürfe, etwa die "Tick Tock"-Rufe und das fast schon lethargisch gespielte Gitarren-Riff, das immer wieder auftaucht. Selbst die Stücke, die komplett auf Drums verzichten, überzeugen. Der Titeltrack bietet zu großen Teilen nur eine akustische Gitarre und Hardings eindringlichen Gesang. Nur sporadisch mischt sich eine E-Gitarre und zweite Stimme dazu. Zwar bleibt Harding auch textlich nicht greifbar, einzelne Lines wie "I love watching paper planes burn out there" begeistern aber auch ohne Kontext. "She'll Be Coming Round The Mountain" ist eine Piano-Ballade, in der später gar ein Banjo mitmischt. Aus einer leicht entrückten Strophe kippt das Stück in eine tolle Hook. "Breathing time is a lonely state of mind / When it comes to eating time / How will I know the mеal is mine?", heißt es da. Die Highlights des Albums sind aber die Stücke mit etwas mehr Antrieb, vor allem "Fever", "Lawn" "Passion Babe". Im Refrain von "Fever" erinnert Harding mit dem leiernden Gesang an Laura Marling, während sie in "Lawn" fast schon kindlich klingt. "Passion Babe" wartet mit dem eingängigsten Refrain des Albums auf. "Passion must play or passion won't stay" singt Harding. Auf dem Mantra-artigen Closer "Leathery Whip" gibt sich Harding gesanglich besonders exaltiert, erinnert dabei an Nina Simone. Der Song gipfelt in der Wiederholung der Zeilen "Here comes life with this leathery whip". Hannah Sian Topp, wie Aldous Harding mit bürgerlichem Namen heißt, arbeitet auf "Warm Chris" also weiter an ihrer Enigma-Persona. Das wirkt nie gezwungen, sondern wirft weiterhin eine ganze Reihe fantastischer Kleinode ab. Ein Musikschauspiel, das seinesgleichen sucht.
© Laut

Weitere Informationen

Warm Chris

Aldous Harding

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 80 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie diese Playlist und mehr als 80 Millionen Tracks mit unseren Streaming-Abonnements

Ab 12,50€/Monat

1
Ennui Explicit
00:04:38

Gavin Fitzjohn, AssociatedPerformer - John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher - Hopey Parish, AssociatedPerformer

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

2
Tick Tock
00:03:39

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer, AssociatedPerformer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

3
Fever
00:04:17

Gavin Fitzjohn, AssociatedPerformer - John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

4
Warm Chris
00:03:46

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

5
Lawn
00:03:37

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

6
Passion Babe
00:03:33

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

7
She'll Be Coming Round the Mountain
00:04:28

Gavin Fitzjohn, AssociatedPerformer - John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

8
Staring at the Henry Moore
00:03:19

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Seb Rochford, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

9
Bubbles
00:03:55

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

10
Leathery Whip
00:04:00

John Parish, Producer, AssociatedPerformer - Jason Mitchell, Engineer - BMG Music Publishing Ltd., MusicPublisher - BMG Rights Management, MusicPublisher - Huw Evans, AssociatedPerformer - Ali Chant, Mixer - Jason Williamson, AssociatedPerformer - Aldous Harding, MainArtist - Hannah Topp, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - CMRRA, MusicPublisher

2022 4AD Ltd 2022 4AD Ltd

Albumbeschreibung

Aldous Harding sieht sich nicht als Musikerin, das hat sie kürzlich Pitchfork im Interview gestanden. Sie versteht sich eher als "song actor", also "Song-Schauspielerin". "Ich bin irgendwie der Jim Carrey der Indie-Welt", hat sie diesen Gedanken dann gegenüber The Guardian ausgeführt. Sie gibt insgesamt ungerne Auskunft über ihren Songwriting-Prozess und scheint sich mit ihrer wenig greifbaren Art und musikalischer Variabilität geradezu um das Label "Enigma" zu bewerben, mit dem sie von den beiden genannten Publikationen betitelt wird. Auch ihr viertes Album lässt die Figur Aldous Harding nicht durchdringen. Sie scheint in jedem Stück eine andere stimmliche Identität anzunehmen, eine andere Rolle zu spielen, und dennoch gerät "Warm Chris" zu einem wunderbar kohärenten Werk. Obwohl die Musik weiterhin runtergefahren bleibt, Harding sich zurückhaltend gibt, fordert sie die volle Aufmerksamkeit ihrer Hörer*innen ein. Über meist simples, launiges Klavierspiel, charmante, aufgeweckte Basslines und minimalistisch-verjazztes Schlagzeugspiel wirft sie sich in ihre Rollen. Mit ihrer selbstbewussten Unaufgeregtheit füllt sie den durch die minimalistische Instrumentation entstehenden Raum aus. Durch diese Unaufgeregtheit blitzt immer wieder der Charme des Velvet Underground-Songs "After Hours" auf, der wiederum vom sympathischen Gesang von Drummerin Moe Tucker geprägt ist. Das erneut von John Parish produzierte "Warm Chris" klingt wie eine Fortsetzung des ebenfalls großartigen Vorgängers "Designer", ist aber insgesamt etwas leichter und wärmer, was es zu einem fantastischen Begleiter des beginnenden Frühlings werden lässt. Der Opener "Ennui" stimmt vor allem mit dem Saxofon auf die sonnige Atmosphäre des Albums ein. Schon hier zeigt Harding wie großartig sie mit ihrer eigensinnigen Art und dem sanften Gesang immer wieder zu einprägsamen Hooks findet: "Come back, oh, come back and leave it in the right place" heißt es da. "Tick Tock" baut vor allem auf lässig gestrummten akustischen Gitarren auf und erinnert in seiner Hook an "In The Waiting Line" von Zero 7. Die Highlights des Songs sind die fast unscheinbaren Momente, die kleinen Einwürfe, etwa die "Tick Tock"-Rufe und das fast schon lethargisch gespielte Gitarren-Riff, das immer wieder auftaucht. Selbst die Stücke, die komplett auf Drums verzichten, überzeugen. Der Titeltrack bietet zu großen Teilen nur eine akustische Gitarre und Hardings eindringlichen Gesang. Nur sporadisch mischt sich eine E-Gitarre und zweite Stimme dazu. Zwar bleibt Harding auch textlich nicht greifbar, einzelne Lines wie "I love watching paper planes burn out there" begeistern aber auch ohne Kontext. "She'll Be Coming Round The Mountain" ist eine Piano-Ballade, in der später gar ein Banjo mitmischt. Aus einer leicht entrückten Strophe kippt das Stück in eine tolle Hook. "Breathing time is a lonely state of mind / When it comes to eating time / How will I know the mеal is mine?", heißt es da. Die Highlights des Albums sind aber die Stücke mit etwas mehr Antrieb, vor allem "Fever", "Lawn" "Passion Babe". Im Refrain von "Fever" erinnert Harding mit dem leiernden Gesang an Laura Marling, während sie in "Lawn" fast schon kindlich klingt. "Passion Babe" wartet mit dem eingängigsten Refrain des Albums auf. "Passion must play or passion won't stay" singt Harding. Auf dem Mantra-artigen Closer "Leathery Whip" gibt sich Harding gesanglich besonders exaltiert, erinnert dabei an Nina Simone. Der Song gipfelt in der Wiederholung der Zeilen "Here comes life with this leathery whip". Hannah Sian Topp, wie Aldous Harding mit bürgerlichem Namen heißt, arbeitet auf "Warm Chris" also weiter an ihrer Enigma-Persona. Das wirkt nie gezwungen, sondern wirft weiterhin eine ganze Reihe fantastischer Kleinode ab. Ein Musikschauspiel, das seinesgleichen sucht.
© Laut

Informationen zu dem Album

Auszeichnungen:

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

The Number of the Beast

Iron Maiden

From The Fires

Greta Van Fleet

From The Fires Greta Van Fleet

Powerslave

Iron Maiden

Powerslave Iron Maiden

Somewhere in Time

Iron Maiden

Somewhere in Time Iron Maiden
Mehr auf Qobuz
Von Aldous Harding

Designer

Aldous Harding

Designer Aldous Harding

Party

Aldous Harding

Party Aldous Harding

Aldous Harding

Aldous Harding

Aldous Harding Aldous Harding

Lawn

Aldous Harding

Lawn Aldous Harding

Warm Chris

Aldous Harding

Warm Chris Aldous Harding
Das könnte Ihnen auch gefallen...

Big Time

Angel Olsen

Big Time Angel Olsen

Happier Than Ever (Explicit)

Billie Eilish

My Universe

Coldplay

My Universe Coldplay

Unlimited Love

Red Hot Chili Peppers

Unlimited Love Red Hot Chili Peppers

Blue Banisters

Lana Del Rey

Blue Banisters Lana Del Rey
Panorama-Artikel...
Die Black Keys in 10 Songs

Seit 2001 erinnern uns die Black Keys mit ihrem gradlinigen Sound, der auf jeglichen Schnickschnack und überflüssige Soli verzichtet, an den Ursprung des Blues. Zwei Musiker: wild, brutal, minimalistisch und unverblümt. Ein einmaliger Stil, den Dan Auerbach und Patrick Carney 20 Jahre lang weiterentwickelt haben, ohne jemals ihre Seele dem Teufel zu verkaufen, der am Mississippi-Delta ständig im Hinterhalt lauert. Zehn Songs zum Beweis.

8 große Frauen der elektronischen Musik

Von Pionierinnen der Musique concrète bis zu Clubbing-Stars im 21. Jahrhundert: Qobuz zeichnet den Werdegang von acht Frauen nach, die jede auf ihre Art die elektronische Musik der letzten fünfzig Jahre geprägt haben.

Der Grunge in 10 Alben

Vor dreißig Jahren wurde Seattle zu DER Hauptstadt des Rock. Dies lag am Grunge. Dieser “schmutzige” Stil und diese “Scheiß drauf”-Einstellung, die den Spuren des Punk, Heavy Metal und Alternativ folgte, schlug wie ein Blitz in den Underground ein und wurde zu einem Welterfolg. In den 90er Jahren erstickte dieses Genre, das von einem System zu schnell verneint wurde, in seiner eigenen Karikatur. Ein Rückblick auf zehn repräsentative Alben.

Aktuelles...