Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Jean Michel Jarre - Oxygène

Mes favoris

Cet élément a bien été ajouté / retiré de vos favoris.

Oxygène

Jean-Michel Jarre

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 48.0 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

1976 hatte sich Jean Michel Jarre anscheinend zum Ziel gesetzt, zwischen sämtlichen Stühlen Platz zu nehmen. Die erste Welle experimenteller Elektroniker schwappte vorher bereits über den Erdball. Klaus Schulze "Irrlicht"erte durch fremde Synthie-Sphären, Edgar Froese und Tangerine Dream setzten 1975 mit "Ricochet" eine gewaltige Duftmarke. Kraftwerk fuhren auch schon recht virtuos auf der "Autobahn". Der heißeste Scheiß hörte damals auf den Namen Punk. Da kommt Jean Michel Jarre, der bislang eher als der Filius von Maurice (der unter anderem die Soundtracks von "Lawrence Von Arabien" und "Ghost" verantwortet) und als Produzent von Werbejingles bekannt war, mit einem rein elektronischen Album um die Ecke, das mit den erwähnten Protagonisten und Genres kaum etwas zu tun hat. Zwar verwendet Jarre wie seine Kollegen Synthesizer, Rhythmus-Maschinen und Sequenzer, doch sein Ansatz gestaltet sich weitaus weniger experimentell und abgespacet. Auch mit Mike Oldfield wird Jarre gern verglichen. Mit ihm verbindet ihn etwa die Tatsache, dass er "Oxygène" ebenfalls wie Sauerbier bei Labels und A&R-Typen anbieten musste, ehe sich Querköpfe dazu entschlossen, den ungewöhnlichen Klängen eine Plattform zu bieten. Bei Oldfield griff Virgin-Gründer Richard Branson zu. In Jarres Fall avancierte Francis Dreyfus mit seinem Label zum Geburtshelfer dieses Albums und machte nebenbei einen ganzen Sack Kohle. "Oxygène" verkaufte sich wie geschnitten Baguette. Vielleicht lag es daran, dass sich die Musikpresse damals - besonders in Großbritannien - auf Jarre als Hassobjekt eingeschossen hatte. Schulze und Co. hätten diese Art von Musik schon ausreichend abgehandelt, lautete der Vorwurf, der Franzose habe dem nichts Neues hinzuzufügen. Langweilig, abgehoben und dröge wirkten seine Kompositionen. Noch dazu ehelichte der Gallier die auf der Insel äußerst beliebte Schauspielerin Charlotte Rampling. So einen Typen muss man doch hassen. Was hat der, das ich nicht habe? Wie wärs mit hypnotischen Melodien? Die hält "Oxygène" nämlich zuhauf parat. Wo die Elektroniker der Berliner Schule meist auf Atmosphäre setzen, strafft Jarre dieses Konzept und baut auf kürzere Tracks. Die landen so punktgenau, dass die sechs Teile des Albums schon den Zenit dessen erreichen, was Jarre künstlerisch auszudrücken vermag. Auch wenn sich der aus dem südfranzösischen Lyon stammende Musiker in den Jahren nach diesem Release zu einem gefeierten Star mausert, der nicht selten vor einem Megapublikum von mehreren Hunderttausend Zuschauern auftritt: Die geballte Ladung Inspiration und Atmosphäre setzt er hernach nie wieder so perfekt in Szene. Kaum eine seiner zahlreichen Kompositionen besitzt den Wiedererkennungswert von "Part II" mit seinen hüpfenden Noten und dem ebenso hibbeligen Bass-Rhythmus. Futuristische Soundeffekte schweben am Ohr des Hörers vorbei und bereiten den Boden für einen intergelaktischen Space-Trip der Extraklasse. Wie ein vertonter Drogenrausch schubst Jarre den Hörer in entlegene Galaxien, zieht ihn in Wurmlöcher und spuckt ihn am Ende wieder in die Realität zurück. Diesen Parforce-Ritt toppt nur noch der vierte Teil. Wer die Töne dieses Tracks nicht kennt, muss auf einer einsamen Insel der Molukken aufgewachsen sein. Träumerischer und stilsicherer hat bis dato niemand Elektronik zur Klangerzeugung eingesetzt. Einfach fantastisch, auch wenn sich Jarre bei der Ausformulierung der Melodie von Gershon Kingsley und dessen "Popcorn" inspirieren ließ. Dabei lässt der Start ins Album noch gar keine Großtaten dieser Dimension vermuten. Wie Regentropfen lässt Jarre die Töne ploppen, ehe blubbernde Sounds das Zepter übernehmen. Klänge wie aus dem Theremin jaulen durchs Off und führen auf einen zwischenzeitlichen Höhepunkt hin, der den klassischen Background seines Urhebers anklingen lässt. Ein wenig Wagner auf Acid dudelt hier durch. Die Art und Weise, wie der Franzose das Album aufbaut, lässt vermuten, dass er von seinen beiden 'Hits' schon vorab so überzeugt war, dass er die restlichen Tracks darum herum konstruierte. Wie ein Konstrukt klingt "Oxygène" dennoch nicht. Wäre der Fade Out am Ende des dritten Parts nicht der physischen Begrenztheit des Mediums Schallplatte geschuldet, Jarre hätte ein Album in einem Guss geschaffen, das so harmonisch und natürlich klingt wie das Vogelgezwitscher kurz vor Ende von Seite eins. Elektronische Kühle kann hier gar nicht aufkommen, ganz im Gegenteil. Wenn "Oxygène" nach knapp 40 Minuten mit dem letzten Streich ausklingt, fühlt man sich automatisch an karibische Strände versetzt, mit einem Cocktail in der Hand, ganz nahe bei der sanften Brandung, die einem die Füße umspült. Man muss Jarre zugute halten, dass die sechs Teile gar nicht so antiquiert klingen, wie es das Alter der verwendeten Synths vermuten lassen würde. "Oxygène" gehört zum Kanon der Musikhistorie wie "Sgt. Pepper" der Beatles oder Led Zeppelins "IV". Nicht umsonst verwendet jeder Provinz-Regisseur zur musikalischen Untermalung seiner Dokumentationen Musik aus vorliegendem Album.
© Laut

Weitere Informationen

Oxygène

Jean Michel Jarre

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Kopieren Sie den folgenden Link, um das Album zu teilen

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 60 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 60 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
Oxygene, Pt. 1
00:07:39

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Lyricist, Main Artist, Producer, Synthesizer - Scott Hull, Mastering Engineer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

2
Oxygene, Pt. 2
00:07:46

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Main Artist, Producer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

3
Oxygene, Pt. 3
00:03:16

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Main Artist, Producer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

4
Oxygene, Pt. 4
00:04:06

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Main Artist, Producer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

5
Oxygene, Pt. 5
00:10:16

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Main Artist, Producer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

6
Oxygene, Pt. 6
00:06:35

Jean Michel Jarre, Associated Performer, Composer, Main Artist, Producer

(P) 1976 Disques Dreyfus - BMG under exclusive license to Sony Music Entertainment Germany GmbH

Albumbeschreibung

1976 hatte sich Jean Michel Jarre anscheinend zum Ziel gesetzt, zwischen sämtlichen Stühlen Platz zu nehmen. Die erste Welle experimenteller Elektroniker schwappte vorher bereits über den Erdball. Klaus Schulze "Irrlicht"erte durch fremde Synthie-Sphären, Edgar Froese und Tangerine Dream setzten 1975 mit "Ricochet" eine gewaltige Duftmarke. Kraftwerk fuhren auch schon recht virtuos auf der "Autobahn". Der heißeste Scheiß hörte damals auf den Namen Punk. Da kommt Jean Michel Jarre, der bislang eher als der Filius von Maurice (der unter anderem die Soundtracks von "Lawrence Von Arabien" und "Ghost" verantwortet) und als Produzent von Werbejingles bekannt war, mit einem rein elektronischen Album um die Ecke, das mit den erwähnten Protagonisten und Genres kaum etwas zu tun hat. Zwar verwendet Jarre wie seine Kollegen Synthesizer, Rhythmus-Maschinen und Sequenzer, doch sein Ansatz gestaltet sich weitaus weniger experimentell und abgespacet. Auch mit Mike Oldfield wird Jarre gern verglichen. Mit ihm verbindet ihn etwa die Tatsache, dass er "Oxygène" ebenfalls wie Sauerbier bei Labels und A&R-Typen anbieten musste, ehe sich Querköpfe dazu entschlossen, den ungewöhnlichen Klängen eine Plattform zu bieten. Bei Oldfield griff Virgin-Gründer Richard Branson zu. In Jarres Fall avancierte Francis Dreyfus mit seinem Label zum Geburtshelfer dieses Albums und machte nebenbei einen ganzen Sack Kohle. "Oxygène" verkaufte sich wie geschnitten Baguette. Vielleicht lag es daran, dass sich die Musikpresse damals - besonders in Großbritannien - auf Jarre als Hassobjekt eingeschossen hatte. Schulze und Co. hätten diese Art von Musik schon ausreichend abgehandelt, lautete der Vorwurf, der Franzose habe dem nichts Neues hinzuzufügen. Langweilig, abgehoben und dröge wirkten seine Kompositionen. Noch dazu ehelichte der Gallier die auf der Insel äußerst beliebte Schauspielerin Charlotte Rampling. So einen Typen muss man doch hassen. Was hat der, das ich nicht habe? Wie wärs mit hypnotischen Melodien? Die hält "Oxygène" nämlich zuhauf parat. Wo die Elektroniker der Berliner Schule meist auf Atmosphäre setzen, strafft Jarre dieses Konzept und baut auf kürzere Tracks. Die landen so punktgenau, dass die sechs Teile des Albums schon den Zenit dessen erreichen, was Jarre künstlerisch auszudrücken vermag. Auch wenn sich der aus dem südfranzösischen Lyon stammende Musiker in den Jahren nach diesem Release zu einem gefeierten Star mausert, der nicht selten vor einem Megapublikum von mehreren Hunderttausend Zuschauern auftritt: Die geballte Ladung Inspiration und Atmosphäre setzt er hernach nie wieder so perfekt in Szene. Kaum eine seiner zahlreichen Kompositionen besitzt den Wiedererkennungswert von "Part II" mit seinen hüpfenden Noten und dem ebenso hibbeligen Bass-Rhythmus. Futuristische Soundeffekte schweben am Ohr des Hörers vorbei und bereiten den Boden für einen intergelaktischen Space-Trip der Extraklasse. Wie ein vertonter Drogenrausch schubst Jarre den Hörer in entlegene Galaxien, zieht ihn in Wurmlöcher und spuckt ihn am Ende wieder in die Realität zurück. Diesen Parforce-Ritt toppt nur noch der vierte Teil. Wer die Töne dieses Tracks nicht kennt, muss auf einer einsamen Insel der Molukken aufgewachsen sein. Träumerischer und stilsicherer hat bis dato niemand Elektronik zur Klangerzeugung eingesetzt. Einfach fantastisch, auch wenn sich Jarre bei der Ausformulierung der Melodie von Gershon Kingsley und dessen "Popcorn" inspirieren ließ. Dabei lässt der Start ins Album noch gar keine Großtaten dieser Dimension vermuten. Wie Regentropfen lässt Jarre die Töne ploppen, ehe blubbernde Sounds das Zepter übernehmen. Klänge wie aus dem Theremin jaulen durchs Off und führen auf einen zwischenzeitlichen Höhepunkt hin, der den klassischen Background seines Urhebers anklingen lässt. Ein wenig Wagner auf Acid dudelt hier durch. Die Art und Weise, wie der Franzose das Album aufbaut, lässt vermuten, dass er von seinen beiden 'Hits' schon vorab so überzeugt war, dass er die restlichen Tracks darum herum konstruierte. Wie ein Konstrukt klingt "Oxygène" dennoch nicht. Wäre der Fade Out am Ende des dritten Parts nicht der physischen Begrenztheit des Mediums Schallplatte geschuldet, Jarre hätte ein Album in einem Guss geschaffen, das so harmonisch und natürlich klingt wie das Vogelgezwitscher kurz vor Ende von Seite eins. Elektronische Kühle kann hier gar nicht aufkommen, ganz im Gegenteil. Wenn "Oxygène" nach knapp 40 Minuten mit dem letzten Streich ausklingt, fühlt man sich automatisch an karibische Strände versetzt, mit einem Cocktail in der Hand, ganz nahe bei der sanften Brandung, die einem die Füße umspült. Man muss Jarre zugute halten, dass die sechs Teile gar nicht so antiquiert klingen, wie es das Alter der verwendeten Synths vermuten lassen würde. "Oxygène" gehört zum Kanon der Musikhistorie wie "Sgt. Pepper" der Beatles oder Led Zeppelins "IV". Nicht umsonst verwendet jeder Provinz-Regisseur zur musikalischen Untermalung seiner Dokumentationen Musik aus vorliegendem Album.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...
Tickets To My Downfall Machine Gun Kelly
Tickets To My Downfall Machine Gun Kelly
Tickets To My Downfall Machine Gun Kelly
Tickets To My Downfall Machine Gun Kelly
Mehr auf Qobuz
Von Jean Michel Jarre
Equinoxe Jean Michel Jarre
Oxygene Trilogy Jean Michel Jarre
Planet Jarre Jean Michel Jarre
Miss Moon (Live) Jean Michel Jarre

Playlists

Das könnte Ihnen auch gefallen...
All Melody Nils Frahm
Mixing Colours Roger Eno & Brian Eno
Panorama-Artikel...
New Order, vom Keller auf die Tanzfläche

Wie wurde die dunkelste Band der Punk-Ära zu den Königen der Tanzfläche? New Order wurden in den frühen 80ern aus der Asche von Joy Division geboren, symbolisieren eine der ersten erfolgreichen Verbindungen zwischen Rock und Dance Music und schufen den makellosen Soundtrack des mürrischen Englands unter Margaret Thatcher.

Kraftwerk – 50 Jahre Vorsprung

Kraftwerk – einflussreichste Elektromusik-Gruppe der Geschichte – waren ihrer Zeit immer schon weit voraus. Und das betrifft sowohl die Technologie als auch die Komposition und die Performances. Die Deutschen bewiesen damit dem breiten Publikum, dass auch Maschinen Gefühle auslösen können und bereiteten dem Techno, dem New Wave und sogar dem Hip-Hop den Weg.

Erased Tapes, ein nicht allzu klassisches Label

Gleich bei seiner Gründung im Jahre 2007 machte sich Erased Tapes als eines der innovativsten Labels der letzten fünfzehn Jahre einen Namen und hatte beim Publikum großen Erfolg. Da es manchmal allzu schnell auf seine neoklassischen Aushängeschilder (Nils Frahm, Ólafur Arnalds) reduziert wurde, suchte das Londoner Label nach neuen Ideen an der Grenze zu Ambient, Electronica und Experimental, wobei der harmonisch zusammengestellte Katalog dem Deutschen Robert Raths zu verdanken ist...

Aktuelles...