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Beatrice Berrut|Liszt

Liszt

Beatrice Berrut

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„Darf man solch ein Ding schreiben oder anhören?“, schrieb der alte Liszt auf dem Umschlag des „Csardas macabre“. Er ahnte, was er tat. Noch in der goldenen Ära der Liszt-Renaissance mutete man den Hörern allenfalls eine „Trauergondel“ zu. Es ist eine relativ neue Mode, sich ein ganzes Programm lang auf diesen unwirtlichen Spätwerkplaneten zu begeben. In letzter, gewagter Übersteigerung fixiert sich Beatrice Berrut auf die bittersten Todesreflexionen. Aber erträgt sie es? Die schneidende, ausgeglühte Harmonik des „Csardas macabre“ scheint kaum auszuhalten zu sein, und so feilt und pointiert Berrut schon an der ersten Seite des Stückes erheblich, als wolle sie dem erstorbenen Material einen Rest an einvernehmlicher, spätromantischer Sprache entlocken. Wie trostlos und hässlich klang dieser Beginn beim jungen Brendel – und wie viel beunruhigender. Die Schweizerin will bei ihrem Parcours durch Liszts Beinhaus offenbar nicht auf sozusagen humanisierende pianistische Finesse verzichten. „La notte“ – eine Michelangelo-Meditation und letztes Nachzittern jugendlicher Bildungserlebnisse – gerät vor allem im dolcissimo celeste-Mittelteil zauberhaft feingesponnen, und pointierter kann man jenen blassen ungarischen Melodiefetzen, den Liszt dort rätselvollerweise einem Vergil-Zitat folgen lässt, kaum heranwehen lassen. Dafür werden Rauheiten ein wenig überpoliert. Der in einen irrwitzigen Csardas umschlagende „Trauermarsch“ vertrüge eine deutlich unbarmherziger zupackende Linke, und auch dem „Csardas obstiné“ gehen ein wenig die kleinen Temporückungen, Bissigkeiten, die verzweifelte Nervosität ab, die ein Kocsis da hineinlegt. Und doch, der das schrieb, verkörperte die pianistische Kultur seiner Epoche. Folgt man Beatrice Berrut, hat er sie auch auf seinen späten, einsamen Wegen nicht ganz abgeworfen.
© Kornemann, Matthias / www.fonoforum.de

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Liszt

Beatrice Berrut

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1
La lugubre gondola I, S. 200: Andante
00:04:37

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

2
La lugubre gondola II, S. 200: Andante mesto, non troppo lento
00:08:42

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

3
3 Odes funèbres S. 112: No. 1, Les morts. Lento assai
00:11:38

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

4
3 Odes funèbres, S. 112: No. 2, La notte. Lento funebre
00:12:57

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

5
3 Odes funèbres, S. 112: No. 3, Le triomphe funèbre du Tasse. Lento
00:14:02

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

6
Bagatelle sans tonalité, S. 216a: Allegretto mosso
00:02:58

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

7
2 Csárdás, S. 225: No. 1, Csárdás. Allegro
00:01:22

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

8
2 Csárdás, S. 225: No. 2, Csárdás obstiné. Hartnäckiger Csárdás – Presto
00:03:16

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

9
Csárdás macabre, S. 224: Allegro
00:07:07

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

10
Trauervorspiel und Trauermarsch, S. 206: I, Andante lugubre
00:01:29

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

11
Trauervorspiel und Trauermarsch, S. 206: II, Einleitung. Andante maestoso funebre – Marsch
00:05:42

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

12
Am Grabe Richard Wagners pour piano seul, S. 202: Sehr langsam
00:03:53

Franz Liszt, Composer - Beatrice Berrut, Soloist, MainArtist

2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo 2021 Printemps des Arts de Monte-Carlo

Albumbeschreibung

„Darf man solch ein Ding schreiben oder anhören?“, schrieb der alte Liszt auf dem Umschlag des „Csardas macabre“. Er ahnte, was er tat. Noch in der goldenen Ära der Liszt-Renaissance mutete man den Hörern allenfalls eine „Trauergondel“ zu. Es ist eine relativ neue Mode, sich ein ganzes Programm lang auf diesen unwirtlichen Spätwerkplaneten zu begeben. In letzter, gewagter Übersteigerung fixiert sich Beatrice Berrut auf die bittersten Todesreflexionen. Aber erträgt sie es? Die schneidende, ausgeglühte Harmonik des „Csardas macabre“ scheint kaum auszuhalten zu sein, und so feilt und pointiert Berrut schon an der ersten Seite des Stückes erheblich, als wolle sie dem erstorbenen Material einen Rest an einvernehmlicher, spätromantischer Sprache entlocken. Wie trostlos und hässlich klang dieser Beginn beim jungen Brendel – und wie viel beunruhigender. Die Schweizerin will bei ihrem Parcours durch Liszts Beinhaus offenbar nicht auf sozusagen humanisierende pianistische Finesse verzichten. „La notte“ – eine Michelangelo-Meditation und letztes Nachzittern jugendlicher Bildungserlebnisse – gerät vor allem im dolcissimo celeste-Mittelteil zauberhaft feingesponnen, und pointierter kann man jenen blassen ungarischen Melodiefetzen, den Liszt dort rätselvollerweise einem Vergil-Zitat folgen lässt, kaum heranwehen lassen. Dafür werden Rauheiten ein wenig überpoliert. Der in einen irrwitzigen Csardas umschlagende „Trauermarsch“ vertrüge eine deutlich unbarmherziger zupackende Linke, und auch dem „Csardas obstiné“ gehen ein wenig die kleinen Temporückungen, Bissigkeiten, die verzweifelte Nervosität ab, die ein Kocsis da hineinlegt. Und doch, der das schrieb, verkörperte die pianistische Kultur seiner Epoche. Folgt man Beatrice Berrut, hat er sie auch auf seinen späten, einsamen Wegen nicht ganz abgeworfen.
© Kornemann, Matthias / www.fonoforum.de

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