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Parker Quartet|Kurtág: Six moments musicaux; Officium breve / Dvořák: String Quintet, Op. 97

Kurtág: Six moments musicaux; Officium breve / Dvořák: String Quintet, Op. 97

Parker Quartet

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Auf den ersten Blick mag die Zusammenführung der beiden Komponisten, die das Parker Quartet und die Viola-Spielerin Kim Kashkashian für ihre jüngste Einspielung bei ECM New Series gewählt haben, befremdlich wirken. György Kurtág und Antonín Dvořák eint jedoch mehr, als es die flüchtige Begutachtung des Oeuvres – ein überaus schmaler, konzentrierter Werkkatalog im einen und ein vielseitiges, alle musikalischen Genres üppig umfassendes Lebenswerk im anderen Falle – erahnen läßt.

Man kann das Vereinende auch daran erkennen, welches Werk die beiden Künstler für würdig erachtet haben, die Opus-Zahl 1 ihres offiziellen kompositorischen Schaffens zu tragen. Denn Opus 1 ist ein Ausrufezeichen. Mit ihm stellt sich ein Komponist zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Dass der radikale György Kurtág im Alter von dreiunddreißig Jahren ein zweites Mal als Komponist begann und den Neuanfang demonstrativ mit einer neuen Zählung verband, ist eine bemerkenswerte Pointe der jüngeren Musikhistorie. Und sie passt zu Antonín Dvorák. Denn György Kurtág fing sein (zweites) Schaffen 1959 mit einem Streichquartett als op.1 an, Antonín Dvořák 1861 seine kompositorische Laufbahn mit einem Streichquintett, ebenfalls als op. 1.

Keine Frage, György Kurtág und Antonín Dvořák gehören zu den Schöpfern eminenter Kammermusikwerke. Dvořák schrieb auf diesem Gebiet (die beiden Serenaden und einige verschollene Stücke nicht mitgerechnet) einunddreißig Werke, wobei die am reichsten vertretene Gattung das Streichquartett mit vierzehn Werken darstellt, hinzu kommen für ein reines Streicherensemble die drei Quintette, ein Sextett, zwei Terzette u.a. Gewichtiger noch ist der Anteil an Kammermusikwerken im Gesamtschaffen von Kurtág, wobei seine Orchesterwerke oft auch für kleinere Ensembles und reduzierte Besetzungen geschrieben wurden. Im Grunde entspricht die intime, strenge Form der Kammermusik eher dem künstlerischen Naturell Kurtágs, der weniger in Großformaten denkt, vielmehr mit auf Keimzellen reduziertem Klangmaterial seinen ganz eigenen Stil entwickelt hat.

Das Parker Quartet hat für die vorliegende Einspielung – seine erste für ECM – nun die Six moments musicaux op. 44 und das Officium breve op. 28 – wenn man so will: Kurtágs Streichquartette Nr. 3 und 4 – mit Dvořáks Streichquintett Nr. 3 in Es-Dur op. 97 verbunden, für das Kim Kashkashian den zweiten Violapart übernommen hat. Und hier in der musikalischen Faktur, den kompositorischen Mitteln, im Klangcharakter trennen sich die Wege dieser beiden Komponisten, die zwei musikalische Epochen repräsentieren.

Wie im Grunde alle Werke des skrupulös die Mittel der Gestaltung konzentrierenden und verdichtenden György Kurtág sind auch diese beiden Streichquartette aus kleinsten musikalischen Gesten, Klangfarben, Bruchstücken – freilich von überzeugender Konsistenz – gestaltet; voller Anspielungen auf ihm nahestehende Personen, Werke und Geschehnisse der Vergangenheit und Gegenwart, aus denen sich die ästhetischen Orientierungspunkte des Komponisten ableiten lassen, ohne im einzelnen Klang konkret aufzuscheinen: Beethoven, Olivier Messiaen, der Pianist und Klavierpädagoge György Sebök, der ungarische Dichter Endre Ady, Samuel Beckett, Leoš Janáček. Und Anton Webern selbstverständlich, mit seinem Minimum an Tönen und einem Maximum an Ausdruck als Konsequenz.

Diese Beispiele einer aufs Wesentliche konzentrierten und gerade dadurch wirkungsmächtigen Klangkunst umrahmen Antonín Dvořáks spätes Streichquintett in Es-Dur op. 97, das wie die anderen zur gleichen Zeit entstandenen Werke dieser „amerikanischen Periode“ des Komponisten seine Attraktivität aus der so natürlich erscheinenden und geradezu blühenden Melodik wie der prägnanten Rhythmik bezieht. Dvořáks unverstellte Sinnlichkeit des Melos, seine offenbar nie versiegende Erfindungskraft hatte schon Brahms, der langjährige Mentor des tschechischen Komponisten, neidlos anerkannt. Zugleich aber war die Leichtigkeit des musikalischen Ideenflusses auch verantwortlich für das unausrottbare Vorurteil vom böhmischen Musikanten, der das musikalische Material nicht gedankenschwer bearbeiten musste, weil es ihm nur so zuflog. Ein Blick auf die zahlreichen Skizzenbücher Dvořáks könnten da eines Besseren belehren. So hat Dvořák das Hauptthema des Finalsatzes der neunten Symphonie „Aus der neuen Welt“ zehnmal verändert, die Einleitung zum Adagio fünfmal, bevor diese Motive und Themen Eingang in die Partitur fanden. Was erklingt, ist auch bei Dvořák, wie bei Kurtág, einem Denkprozess unterworfen worden, bis es die so natürlich wirkende, endgültige Gestalt angenommen hat. © ECM New Series

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Kurtág: Six moments musicaux; Officium breve / Dvořák: String Quintet, Op. 97

Parker Quartet

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Six moments musicaux, Op. 44 (György Kurtág)

1
1. Invocatio [un fragment]
00:01:30

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

2
2. Footfalls ... mintha valaki jönne ...
00:02:46

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

3
3. Capriccio
00:01:32

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

4
4. In memoriam Gyoergy Sebeok
00:03:35

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

5
5. ... rappel des oiseaux ... [étude pour les harmoniques]
00:02:31

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

6
6. Les adieux [in Janáčeks Manier]
00:02:48

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

String Quintet in E flat major, Op. 97, B. 180 (Antonín Dvořák)

7
1. Allegro non tanto
00:09:30

Antonín Dvorák, Composer - Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Kim Kashkashian, Viola, MainArtist, AssociatedPerformer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

8
2. Scherzo, Allegro vivace
00:05:58

Antonín Dvorák, Composer - Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Kim Kashkashian, Viola, MainArtist, AssociatedPerformer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

9
3. Larghetto
00:10:05

Antonín Dvorák, Composer - Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Kim Kashkashian, Viola, MainArtist, AssociatedPerformer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

10
4. Finale, Allegro giusto
00:08:34

Antonín Dvorák, Composer - Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Kim Kashkashian, Viola, MainArtist, AssociatedPerformer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

Officium breve in memoriam Andreae Szervanszky, Op. 28 (György Kurtág)

11
1. Largo
00:00:25

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

12
2. Più andante
00:00:44

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

13
3. Sostenuto, quasi giusto
00:00:40

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

14
4. Grave, molto sostenuto
00:00:32

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

15
5. (Fantasie über die Harmonien des Webern-Kanons) Presto
00:00:42

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

16
6. (Canon a 4) Molto agitato
00:00:20

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

17
7. Canon a 2 (frei, nach Op. 31/VI von Webern) Sehr fliessend
00:00:39

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

18
8. Lento
00:00:38

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

19
9. Largo
00:00:56

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20
10. [Webern: Kanon a 4 (Op. 31/VI)]
00:02:21

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℗ 2021 ECM Records GmbH

21
11. Sostenuto
00:02:39

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

22
12. Sostenuto, quasi giusto
00:00:41

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

23
13. Sostenuto, con slancio
00:01:06

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

24
14. Disperato, vivo
00:00:48

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

25
15. Arioso interrotto (di Endre Szervánszky) Larghetto
00:01:14

Peter Laenger, Mixer, Mastering Engineer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer - Gyorgy Kurtag, Composer - Parker Quartet, String Quartet, MainArtist, AssociatedPerformer - Jessica Bodner, Viola, AssociatedPerformer - Daniel Chong, Violin, AssociatedPerformer - Kee-Hyun Kim, Cello, AssociatedPerformer - Ken Hamao, Violin, AssociatedPerformer

℗ 2021 ECM Records GmbH

Albumbeschreibung

Auf den ersten Blick mag die Zusammenführung der beiden Komponisten, die das Parker Quartet und die Viola-Spielerin Kim Kashkashian für ihre jüngste Einspielung bei ECM New Series gewählt haben, befremdlich wirken. György Kurtág und Antonín Dvořák eint jedoch mehr, als es die flüchtige Begutachtung des Oeuvres – ein überaus schmaler, konzentrierter Werkkatalog im einen und ein vielseitiges, alle musikalischen Genres üppig umfassendes Lebenswerk im anderen Falle – erahnen läßt.

Man kann das Vereinende auch daran erkennen, welches Werk die beiden Künstler für würdig erachtet haben, die Opus-Zahl 1 ihres offiziellen kompositorischen Schaffens zu tragen. Denn Opus 1 ist ein Ausrufezeichen. Mit ihm stellt sich ein Komponist zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Dass der radikale György Kurtág im Alter von dreiunddreißig Jahren ein zweites Mal als Komponist begann und den Neuanfang demonstrativ mit einer neuen Zählung verband, ist eine bemerkenswerte Pointe der jüngeren Musikhistorie. Und sie passt zu Antonín Dvorák. Denn György Kurtág fing sein (zweites) Schaffen 1959 mit einem Streichquartett als op.1 an, Antonín Dvořák 1861 seine kompositorische Laufbahn mit einem Streichquintett, ebenfalls als op. 1.

Keine Frage, György Kurtág und Antonín Dvořák gehören zu den Schöpfern eminenter Kammermusikwerke. Dvořák schrieb auf diesem Gebiet (die beiden Serenaden und einige verschollene Stücke nicht mitgerechnet) einunddreißig Werke, wobei die am reichsten vertretene Gattung das Streichquartett mit vierzehn Werken darstellt, hinzu kommen für ein reines Streicherensemble die drei Quintette, ein Sextett, zwei Terzette u.a. Gewichtiger noch ist der Anteil an Kammermusikwerken im Gesamtschaffen von Kurtág, wobei seine Orchesterwerke oft auch für kleinere Ensembles und reduzierte Besetzungen geschrieben wurden. Im Grunde entspricht die intime, strenge Form der Kammermusik eher dem künstlerischen Naturell Kurtágs, der weniger in Großformaten denkt, vielmehr mit auf Keimzellen reduziertem Klangmaterial seinen ganz eigenen Stil entwickelt hat.

Das Parker Quartet hat für die vorliegende Einspielung – seine erste für ECM – nun die Six moments musicaux op. 44 und das Officium breve op. 28 – wenn man so will: Kurtágs Streichquartette Nr. 3 und 4 – mit Dvořáks Streichquintett Nr. 3 in Es-Dur op. 97 verbunden, für das Kim Kashkashian den zweiten Violapart übernommen hat. Und hier in der musikalischen Faktur, den kompositorischen Mitteln, im Klangcharakter trennen sich die Wege dieser beiden Komponisten, die zwei musikalische Epochen repräsentieren.

Wie im Grunde alle Werke des skrupulös die Mittel der Gestaltung konzentrierenden und verdichtenden György Kurtág sind auch diese beiden Streichquartette aus kleinsten musikalischen Gesten, Klangfarben, Bruchstücken – freilich von überzeugender Konsistenz – gestaltet; voller Anspielungen auf ihm nahestehende Personen, Werke und Geschehnisse der Vergangenheit und Gegenwart, aus denen sich die ästhetischen Orientierungspunkte des Komponisten ableiten lassen, ohne im einzelnen Klang konkret aufzuscheinen: Beethoven, Olivier Messiaen, der Pianist und Klavierpädagoge György Sebök, der ungarische Dichter Endre Ady, Samuel Beckett, Leoš Janáček. Und Anton Webern selbstverständlich, mit seinem Minimum an Tönen und einem Maximum an Ausdruck als Konsequenz.

Diese Beispiele einer aufs Wesentliche konzentrierten und gerade dadurch wirkungsmächtigen Klangkunst umrahmen Antonín Dvořáks spätes Streichquintett in Es-Dur op. 97, das wie die anderen zur gleichen Zeit entstandenen Werke dieser „amerikanischen Periode“ des Komponisten seine Attraktivität aus der so natürlich erscheinenden und geradezu blühenden Melodik wie der prägnanten Rhythmik bezieht. Dvořáks unverstellte Sinnlichkeit des Melos, seine offenbar nie versiegende Erfindungskraft hatte schon Brahms, der langjährige Mentor des tschechischen Komponisten, neidlos anerkannt. Zugleich aber war die Leichtigkeit des musikalischen Ideenflusses auch verantwortlich für das unausrottbare Vorurteil vom böhmischen Musikanten, der das musikalische Material nicht gedankenschwer bearbeiten musste, weil es ihm nur so zuflog. Ein Blick auf die zahlreichen Skizzenbücher Dvořáks könnten da eines Besseren belehren. So hat Dvořák das Hauptthema des Finalsatzes der neunten Symphonie „Aus der neuen Welt“ zehnmal verändert, die Einleitung zum Adagio fünfmal, bevor diese Motive und Themen Eingang in die Partitur fanden. Was erklingt, ist auch bei Dvořák, wie bei Kurtág, einem Denkprozess unterworfen worden, bis es die so natürlich wirkende, endgültige Gestalt angenommen hat. © ECM New Series

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