Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Bon Iver - 22/10

Mes favoris

Cet élément a bien été ajouté / retiré de vos favoris.

22/10

Bon Iver

Verfügbar in
16-Bit CD Quality 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Dem Vernehmen nach fiel Justin Vernon nach seiner letzten Platte im Jahr 2011 und diversen Nebenprojekten in ein ziemliches Loch. Vom Druck, den der Erfolg seines Projekts Bon Iver mit sich brachte – zwei Grammys heimste er dafür 2012 ein – fühlte sich Vernon zusehends eingeschränkt. Zwischendurch erwischte man ihn sogar beim verbalisierten Gedanken, dass es das mit Bon Iver gewesen sein könnte. Nun gibt es mit "22, A Million" nicht nur ein drittes Studioalbum, sondern eines, das seine Kraft genau aus dieser Krise schöpft. Nummern und Sonderzeichen stehen darauf als zeitgeistige Metaphern, von denen einige entschlüsselt sind, andere nach wie vor kryptisch bleiben: Die 22 zumindest steht für Vernon selbst (seine Lieblingszahl), die "Million" für seine gesamte Umwelt. Schenkt man den Begleittexten zum Album Glauben, so handelt die Platte vor allem vom Prozess der Selbstfindung und –öffnung. Von der 22 hin zur Million. In musikalischer Hinsicht lässt sich eine der schönsten Weisheiten des Pop-Zirkus' zitieren: Der Künstler hat sich hier neu erfunden. Vernon schrieb schon immer auf den Punkt reduzierte Pop-Hymnen mit ordentlicher Pathos-Beigabe. Das beschert in vielen Lebenslagen ein veritables Maß an Freude (wer hat noch nie zu "Skinny Love" geknutscht?), befand sich gleichzeitig aber immer am Rande zu unglaublich gesättigtem Kitsch. Auf "22, A Million" tritt Vernon die Flucht aus seinem selbst gezimmerten musikalischen Wohlstand an. Natürlich finden sich auch auf dieser Platte die dicksten Melodien, nur eben in niedrigerer Dichte, zerhackt, mal hier, mal da wieder auftauchend. Analog zu seinem Leben ordnet er seine Musik neu und bedient sich massig an Vocoder- und Hall-Effekten. Bon Ivers neue Künstlichkeit spiegelt sich vor allem im Sample als zentralen Baustein der Platte. Munter montiert Vernon seine Songs zusammen, kopiert und loopt, was das Zeug hält. Das fällt natürlich bereits in den ersten Takten des Openers "22 (Over Soon)" auf und dürfte all jene vergraulen, die den alten Bon Iver – Beanie, Bart und Gitarre – verehrten. Natürlich ist da noch Vernons liebliches Falsett, das er oft in Imogen Heap-Manier pitcht ("715 – Creeks") oder mit so vielen Spuren überlagert, dass es sich anhört, als singe ein ganzer Chor. "33 "God", wegen der wiederkehrenden, refrainartigen Teile bewusst zur Single erkoren, erinnert zudem an den Sound von Son Lux. Vernon muss man deshalb nicht als Opportunisten abstempeln, "22, A Million" mag streckenweise ebenso nach James Blake und Konsorten klingen, doch die Art, wie Vernon hier seine Musik versteht, ist eine andere. Der Amerikaner spielt permanent mit den Erwartungen des Hörers. Auf erwähntes "33 "God"" folgt "29 #strafford Apts", das im höchsten Kontrast die Bon Iver-Essenz der Vergangenheit auf die Platte schleust. Wenn Vernon in "8 (Circle)" dann schließlich 80er-Pop und Holzbläser auffährt, dann weckt das ebenso Erinnerungen an vergangene Tage. Solche Songs neben gänzlich neuem Material quasi als Selbst-Zitate auf der Platte zu wissen, irritiert in musikalischer Hinsicht, erscheint im Kontext der Erzählung aber durchaus sinnvoll. Vernon dokumentiert auf "22, A Million" seinen Weg aus der Krise hin zu Neuem. Weil seine größte Kompetenz nach wie vor darin liegt, Intimität auf Tonträgern zu konservieren, nimmt man ihm das genau so ab. Dafür hätte es nicht einmal die durchgestylte, kryptische Zeitgeist-Ästhetik gebraucht.
© Laut

Weitere Informationen

22/10

Bon Iver

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Kopieren Sie den folgenden Link, um das Album zu teilen

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
22 (OVER S∞∞N) (Bob Moose Extended Cab Version)
00:03:23

Bon Iver, Artist, MainArtist - April Base Publishing (ASCAP) c/o Kobalt Songs Music Publishing, MusicPublisher

2016 Jagjaguwar 2016 Jagjaguwar

2
10 d E A T h b R E a s T ⚄ ⚄ (Extended Version)
00:02:58

Bon Iver, Artist, MainArtist - April Base Publishing (ASCAP) c/o Kobalt Songs Music Publishing, MusicPublisher

2016 Jagjaguwar 2016 Jagjaguwar

Albumbeschreibung

Dem Vernehmen nach fiel Justin Vernon nach seiner letzten Platte im Jahr 2011 und diversen Nebenprojekten in ein ziemliches Loch. Vom Druck, den der Erfolg seines Projekts Bon Iver mit sich brachte – zwei Grammys heimste er dafür 2012 ein – fühlte sich Vernon zusehends eingeschränkt. Zwischendurch erwischte man ihn sogar beim verbalisierten Gedanken, dass es das mit Bon Iver gewesen sein könnte. Nun gibt es mit "22, A Million" nicht nur ein drittes Studioalbum, sondern eines, das seine Kraft genau aus dieser Krise schöpft. Nummern und Sonderzeichen stehen darauf als zeitgeistige Metaphern, von denen einige entschlüsselt sind, andere nach wie vor kryptisch bleiben: Die 22 zumindest steht für Vernon selbst (seine Lieblingszahl), die "Million" für seine gesamte Umwelt. Schenkt man den Begleittexten zum Album Glauben, so handelt die Platte vor allem vom Prozess der Selbstfindung und –öffnung. Von der 22 hin zur Million. In musikalischer Hinsicht lässt sich eine der schönsten Weisheiten des Pop-Zirkus' zitieren: Der Künstler hat sich hier neu erfunden. Vernon schrieb schon immer auf den Punkt reduzierte Pop-Hymnen mit ordentlicher Pathos-Beigabe. Das beschert in vielen Lebenslagen ein veritables Maß an Freude (wer hat noch nie zu "Skinny Love" geknutscht?), befand sich gleichzeitig aber immer am Rande zu unglaublich gesättigtem Kitsch. Auf "22, A Million" tritt Vernon die Flucht aus seinem selbst gezimmerten musikalischen Wohlstand an. Natürlich finden sich auch auf dieser Platte die dicksten Melodien, nur eben in niedrigerer Dichte, zerhackt, mal hier, mal da wieder auftauchend. Analog zu seinem Leben ordnet er seine Musik neu und bedient sich massig an Vocoder- und Hall-Effekten. Bon Ivers neue Künstlichkeit spiegelt sich vor allem im Sample als zentralen Baustein der Platte. Munter montiert Vernon seine Songs zusammen, kopiert und loopt, was das Zeug hält. Das fällt natürlich bereits in den ersten Takten des Openers "22 (Over Soon)" auf und dürfte all jene vergraulen, die den alten Bon Iver – Beanie, Bart und Gitarre – verehrten. Natürlich ist da noch Vernons liebliches Falsett, das er oft in Imogen Heap-Manier pitcht ("715 – Creeks") oder mit so vielen Spuren überlagert, dass es sich anhört, als singe ein ganzer Chor. "33 "God", wegen der wiederkehrenden, refrainartigen Teile bewusst zur Single erkoren, erinnert zudem an den Sound von Son Lux. Vernon muss man deshalb nicht als Opportunisten abstempeln, "22, A Million" mag streckenweise ebenso nach James Blake und Konsorten klingen, doch die Art, wie Vernon hier seine Musik versteht, ist eine andere. Der Amerikaner spielt permanent mit den Erwartungen des Hörers. Auf erwähntes "33 "God"" folgt "29 #strafford Apts", das im höchsten Kontrast die Bon Iver-Essenz der Vergangenheit auf die Platte schleust. Wenn Vernon in "8 (Circle)" dann schließlich 80er-Pop und Holzbläser auffährt, dann weckt das ebenso Erinnerungen an vergangene Tage. Solche Songs neben gänzlich neuem Material quasi als Selbst-Zitate auf der Platte zu wissen, irritiert in musikalischer Hinsicht, erscheint im Kontext der Erzählung aber durchaus sinnvoll. Vernon dokumentiert auf "22, A Million" seinen Weg aus der Krise hin zu Neuem. Weil seine größte Kompetenz nach wie vor darin liegt, Intimität auf Tonträgern zu konservieren, nimmt man ihm das genau so ab. Dafür hätte es nicht einmal die durchgestylte, kryptische Zeitgeist-Ästhetik gebraucht.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

A Love Supreme

John Coltrane

A Love Supreme John Coltrane

The Black Saint And The Sinner Lady

Charles Mingus

Prokofiev: Piano Concerto No.3 / Ravel: Piano Concerto In G Major

Martha Argerich

The Blues And The Abstract Truth

Oliver Nelson

Mehr auf Qobuz
Von Bon Iver

AUATC

Bon Iver

AUATC Bon Iver

i,i

Bon Iver

i,i Bon Iver

For Emma, Forever Ago

Bon Iver

Bon Iver

Bon Iver

Bon Iver Bon Iver

22, A Million

Bon Iver

22, A Million Bon Iver
Das könnte Ihnen auch gefallen...

Back the Way We Came: Vol. 1 (2011 - 2021)

Noel Gallagher's High Flying Birds

Back the Way We Came: Vol. 1 (2011 - 2021) Noel Gallagher's High Flying Birds

Folklore (Explicit)

Taylor Swift

Folklore (Explicit) Taylor Swift

evermore (Explicit)

Taylor Swift

evermore (Explicit) Taylor Swift

WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?

Billie Eilish

Terra Firma

Tash Sultana

Terra Firma Tash Sultana
Panorama-Artikel...
Die Frauen aus Nashville

Für Frauen ist es nicht leicht, sich in der chauvinistischen Szene der "Music City", der Wiege der Country-Musik, zu behaupten. Aber im Laufe der Jahre haben es doch einige geschafft, die starren Denkweisen aufzubrechen. Wie etwa diese zehn Pionierinnen und Revolutionärinnen, die in Nashville mit ihren Westernstiefeln auf die Tische gestiegen sind – und sich durchgesetzt haben.

Destination Mond: The Dark Side of the Moon

Das Flaggschiff der Diskografie von Pink Floyd, "The Dark Side of the Moon", ist das Ergebnis eines relativ langen Arbeitsprozesses, der beinahe bis 1968 zurückreicht. Für Nick Mason hat alles mit dem Album "A Saucerful of Secrets" begonnen. Danach folgte die Platte "Ummagumma", auf der die verschiedenen Persönlichkeiten sich ausdrücken und zusammenschließen konnten. Pink Floyd setzten ihre Suche nach dem idealen Album anschließend mit "Meddle" (mit dem die Band abermals unter Beweis stellte, wie sehr sie die Arbeit im Studios meistert) und "Atom Heart Mother" fort, bevor sie mit "The Dark Side of the Moon" ein Nirwana erreichen, dessen Perfektion nicht verblasst ist.​

Nick Cave, das Unkraut auf der Starwiese

Nick Cave und seine Bad Seeds gelten nach wie vor als eines der produktivsten Abenteuer aus der Postpunk-Ära. Schon Ende der 80er Jahre erreichte die betörend tiefe Stimme des Australiers einen gewissen Höhepunkt unter all den wütenden Wiederaufnahmen, Klavierballaden und schweißgetränktem Rock’n’roll. Im Laufe der Jahre wurde der Cave immer mehr Crooner, irgendetwas zwischen einem punkigen Frank Sinatra und einem enthaltsamen Johnny Cash…

Aktuelles...