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Dank der Zusammenarbeit im Vorfeld mit den Tonstudios und einer immer größer werdenden Anzahl an Major- und Independent-Labels (ECM, Mirare, Aeolus, Ondine, Winter & Winter, Laborie, Ambronay Editions, Zig Zag Territoires, usw.) kann Qobuz immer mehr Neuheiten und eine umfangreichere Auswahl seines Backkatalogs in Hi-Res 24-Bit anbieten. Diese Alben geben den direkt vom Mischpult stammenden Originalklang wieder und ermöglichen ein unvergleichliches Hörerlebnis, das über die Qualität von CDs (die üblicherweise auf 44,1 kHz/ 16 Bit "reduziert" werden) hinausreicht. Die Dateien in "Qobuz Hi-Res" sind DRM-frei und zu 100 % mit Mac und PC kompatibel. Qobuz setzt sich so für die Klangverbesserung der Online-Musik ein, die lange Zeit vom komprimierten MP3-Format bestimmt war, und bietet Musikliebhabern Klangqualität und Komfort bei der Nutzung von digitaler Musik.

Hinweis Die auf Qobuz angebotenen Alben in Hi-Res 24-Bit werden direkt von den Labels bereitgestellt. Es findet keine SACD-Neukodierung statt, und wir garantieren, dass die Alben auf direktem Wege bezogen werden. Wir nehmen grundsätzlich keine manipulierten Alben in unser Angebot auf.

Ab
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 18. Februar 2013 | Warp Records

Hi-Res Auszeichnungen 4 étoiles Rock and Folk - Hi-Res Audio
Nach Umwegen über Berlin und New York residiert Jamie Lidell inzwischen in Nashville. Der Umzug nach Tennessee schlägt sich tatsächlich in seinem Sound nieder - allerdings anders, als der erste Gedanke vermuten lässt. Dabei wäre einem musikalischen Freigeist seines Kalibers ohne Weiteres zuzutrauen, dass er sich einen Cowboyhut über die Rübe stülpt, Kühe über den Zaun muhen lässt und mit der Fiedel durch den Heuschober springt. Für sein selbstbetiteltes Album wählt Lidell dennoch einen anderen Weg. Was zum Teufel macht also ein Musik-Nerd in der Welthauptstadt des Country? Nun, erst einmal auspacken: "Ich konnte endlich mein ganzes Equipment ausbreiten, das ich früher hochkant lagern musste", entdeckt Jamie Lidell die neuen Möglichkeiten. Er hat jetzt buchstäblich den Platz dafür, sein Faible für analoge Uralt-Synthesizer in epischer Breite auszuleben. Klar, dass man das hört. Statt, wie einst auf "Multiply" an Marvin Gaye oder Otis Redding zu gemahnen, gräbt "Jamie Lidell" ganz andere Erinnerungen aus. "Electricity around us, baby": Diese Platte schwelgt nur so im Elektro-Funk der frühen 80er Jahre. Die Jonzun Crew und Afrika Bambaataa tanzen im Kopfkino Ringelreihe. "No parking on the dancefloor", mahnen Midnight Star dazu. Jamie Lidell kredenzt den Stoff, aus dem B-Boy-Träume gemacht sind. Wo stecken eigentlich all die Breaker? Leicht vorstellbar, dass der Electro-Boogie auf "Jamie Lidell" mit selbigem als Vorreiter die Tänzer-Zombies wieder aus ihren Löchern lockt - "Thriller"-Style. "You got to take back control", fordert der Eröffnungstrack "I'm Selfish" - als ob Jamie Lidell die Kontrolle über seine Regler jemals verloren hätte. Seine musikalischen Einfälle dagegen lassen sich weit schwerer beherrschen. Wie ein Schwarm aufgescheuchter Hühner rennen sie mal hier-, mal dorthin. Jamie Lidell stopft Synthies, Soul und eine Handvoll Disco-Kugeln in einen Topf. Cowbells dürfen mit, ein windschiefes Piano, pixeliger Computerspiel-Sound, Fingerschnippen, die gute alte Talkbox, in "Big Love" mit Gesängen und Händeklatschen sogar eine Ahnung von Gospel. Dazu, als Emulgator, eine Überdosis Groove. Umrühren, fertig. Angesichts der wüsten Mischung höchst erstaunlich, dass die Resultate nur in wenigen Momenten fahrig, sprunghaft oder unentschlossen wirken. Nicht mehr ganz so eingängig zwar, wie etwa auf "JIM", aber auch längst nicht so sperrig und verquer wie noch zu "Muddlin Gear"-Zeiten, dreht "Jamie Lidell" dennoch an jedem verfügbaren Rad. Anders, als auf dem direkten Vorgänger "Compass", verzichtet Jamie Lidell diesmal auf die zahlreichen Kollaborationen. Jemand, in dessen Hals, Hirn und Herz ganz offensichtlich Prince, Stevie Wonder und George Clinton wohnen, braucht aber auch wirklich nicht noch mehr Beistand. Wäre ja unfair. © Laut
Ab
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Soul - Erschienen am 25. Februar 2013 | Differ-ant

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4 étoiles Rock and Folk - Hi-Res Audio
Vier Jahre nach "Pot Of Gold", einem kurzen Abstecher nach Kolumbien ("Look Around The Corner") sowie einem Gastauftritt bei David Byrne und Fatboy Slim ("Here Lies Love") kommt Alice Russell endlich wieder dort an, wo sie im Grunde hingehört: Zurück in die Arme von Alex Cowan aka TM Juke. Gemeinsam stecken sie "To Dust" in ein enges, strenges Korsett, dass sich deutlich von "Pot Of Gold" abhebt. Schattenhaft unterlegen sie Blue Eyed Soul mit allerlei elektronischen Grooves und Spielereien. "There's a river in my mind / and it won't stop running just for you / there's a thousand forest fires between us / and i can't get through." Der Schmerz der "Heartbreaker"-Suite durchdringt "To Dust". Er umfasst zwei Teile und ein Interlude, wobei sich Pt. 2 ulkigerweise vor Pt. 1 auf dem Album findet. Frau wird sich etwas dabei gedacht haben. Der schwüle Soul-Gospel "Heartbreaker" erinnert mit seinen jazzigen Piano-Klängen, der purzelbaumschlagenden Gitarre und dem malmenden Beat an die großen Tage von Aretha Franklin und Pattie LaBelle. Dem entgegen steht das unterkühlt abweisende "Heartbreaker Pt. 2" und erinnert daran, dass alles was man aussendet, mit gleicher oder sogar verstärkter Intensität zurück kommt. "If a broken heart is what you give / remember that a broken heart is what you get." "Hard And Strong" liefert modernen Soul-Pop. "You can't stop the lights from turning on / dull these words but back they come hard and strong." In Zeiten von Twitter und WikiLeaks wird das Versteckspielen für die bösen Jungs immer schwerer. Dabei klingt sie so energisch und catchy wie Roisin Murphy in besten Moloko-Zeiten. "When we were young / with wild hearts and wild souls / beneath the dreams / an open sea / a life for miles / stretched out before." Nur wenige klare Percussions unterlegen die herbstliche Piano-Ballade "I Loved You". Ihr Text spielt wie fallendes Herbstlaub im Wind mit der Erinnerung an die große verflossene Liebe. Mit ungeschmirgelten Emotionen schindet sich Russell direkt ins Knochenmark. "But now I know / how it feels when it's cold / as the winter rose into your heart / And the tears row with words." Vorbei an Douglas-Tannen führt der Nachhall eines Piano-Loops "Twin Peaks" zu tiefem Bass und einem schleppenden Trip Hop-Takt tief in die Nacht. Echo verschleiert Russells eindringliche Stimme. "Die Eulen sind nicht was sie scheinen." "Let Go (Breakdown)" schnallt sich die schrammelnde Gitarre knapp unter den Hals. "Gotta get my mind clear / got nothing to lose / gotta get my pink stray / jazz away them blues." Ein Kontrabasslauf wie aus besten Beastie Boys-Tagen und ein jubilierender Beat stehen dem Text entschlossen entgegen. Hau ab, ich will jetzt tanzen. Let go! Wie dem Cover scheint auch der Musik von "To Dust" ein Teil der Farbe entzogen worden zu sein. Ohne angestrengt oder gewollt zu klingen, verknüpfen Alice Ruseell und TM Juke die Vergangenheit mit der Zukunft zu ihrer eigenen Gegenwart. Im Herzen bleiben sie der Soul-Tradition verbunden, im Gedanken aber frei. © Laut