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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. Juli 2021 | Fat Possum

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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Mai 2017 | Ghost Ramp

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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. November 2010 | Bella Union

"Es wäre einfach nicht mehr so niedlich, wenn du mit 35 immer noch so da sitzt, 'Wäääh, Pizza … Skateboards …'", grinst Neu-Schlagzeuger Billy Hayes seinen Instrukteur im Interview an. Das Gesprächsthema lautet Weiterentwicklung, und Wavves haben sichtlich Spaß. "So höre ich mich also an?", lacht Bandkopf Nathan Williams zurück. Beachpunks liebste Hoffnung bereut offenkundig nicht, sich mit Hayes und Stephen Pope die Jay Reatard-Rhythmusabteilung einverleibt zu haben. Natürlich brauchte es diese Spitze eigentlich nicht, um dem Dauerkiffer die Augen zu öffnen. Für die Erkenntnis, dass Veränderung Not tut, dürfte bereits die katastrophale Festival-Performance 2009 in Barcelona gesorgt haben. Damals waren Wavves das heißeste Eisen im Indienoise-Ofen, Erwartungshaltungen beachtlich gewachsen und Williams darunter psychisch zusammengebrochen. Alkoholsucht brachte er entschuldigend an, ging anschließend in sich sowie das erste Mal überhaupt ins Tonstudio. "Ich habe bereits zweimal dieselbe Platte mit demselben Cover-Artwork fabriziert", kommentiert sich Williams. Gemeint sind die Alben "Wavves" (2008, Kassette) und "Wavvves" (2009, CD), die in ihrer Sturm & Drang-Jugendlichkeit die Presse zu begeistern wussten. Genauso klar war infolgedessen jedoch auch, dass ihn eine weitere Anhäufung von übersteuerten Gitarren, Billigdrums und rotziger Punkphrasendrescherei bald dauerhaft in die NoFi-Schublade verfrachten würde. Deshalb jetzt: Ambition. Der ehemalige Schlafzimmer-Produzent aus dem surfgeilen San Diego sagte dem Laptop in der elterlichen Garage Ade, rekrutierte Drummer und Bassisten und suchte Dennis Herring in Mississippi auf. Besagter ist unter anderem Produzent der beiden letzten Modest Mouse-Werke und nahm sich der Aufgabe an, den Wavves-Sound zu bewahren, aber gleichzeitig zu mehr Fokus zu verhelfen. "Nicht alles mit Lärm und Reverb zu verwässern, macht das Albumschreiben viel schwieriger, weil du weißt, dass jeder Teil genau rausgehört werden kann", so Williams. "You can't half-ass anything." Gesagt, getan: Mit "King Of The Beach" erfüllt das kalifornische Trio jede Entwicklungserwartung ohne Trademark-Verlust. Die Instrumente stolpern nicht mehr ziellos übereinander, sondern ergänzen sich zum kohärenten Punkrocksong. Auf das twangy Surfriff folgt eine polternde Drumabfahrt folgt ein Gitarrenüberfall nebst hymnischem Gesang. Selbst geradlinige No-Brainer wie "Post Acid" und "Idiot" profitieren von einem sowohl konzentrierteren als auch abwechslungsreicheren Songwriting. Schwärmerische Uuuuhs und Aaaahs bleiben dabei weiter entscheidender Baustoff der Stücke. In drei Studiomonaten wuchsen aber auch ganz neue Soundfacetten. So wagt sich die Band mit "Linus Spacehead" deutlicher als je zuvor hinein in Neo-Grunge-Gefilde, in "Baby Say Goodbye" gar in 60s-Lollipoppigkeit: Unter Einbezug eines Synthesizers wird geclapt, gepfiffen, geshalalat, zartgeschmolzen und bittersüß verloren, während man für "When Will You Come?" tempomäßig gleich komplett in die Spielstraße umzieht. Wie The Jesus And Mary Chain in ihren schwelgerischsten Momenten. Für eine Platte, die zwischen NoFi- und LoFi-Appeal steht, mag das Indiepop-Liedchen "Convertible Balloon" dem Freund alter Schule etwas zu weit aus dem Rahmen gelehnt klingen. Insgesamt bilden Schellenkranz, Glockenspiel oder gelegentliche Zuckervocals allerdings keine Antipoden. Weder zum wohlrepräsentierten Distortion-Punkrock fürs Strandbier noch zu Williams' Loser-Lyrics. Seine Texte sind weiterhin überzogen mit einer Glasur Fuck-it-all-Nihilismus ("I still hate my music, it's all the same"). Und mal ehrlich: Sind Pizza und Skateboards denn nicht eh seit jeher vor allem ... Pop? © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Oktober 2015 | Ghost Ramp

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Februar 2016 | Fat Possum

"Es wäre einfach nicht mehr so niedlich, wenn du mit 35 immer noch so da sitzt, 'Wäääh, Pizza … Skateboards …'", grinst Neu-Schlagzeuger Billy Hayes seinen Instrukteur im Interview an. Das Gesprächsthema lautet Weiterentwicklung, und Wavves haben sichtlich Spaß. "So höre ich mich also an?", lacht Bandkopf Nathan Williams zurück. Beachpunks liebste Hoffnung bereut offenkundig nicht, sich mit Hayes und Stephen Pope die Jay Reatard-Rhythmusabteilung einverleibt zu haben. Natürlich brauchte es diese Spitze eigentlich nicht, um dem Dauerkiffer die Augen zu öffnen. Für die Erkenntnis, dass Veränderung Not tut, dürfte bereits die katastrophale Festival-Performance 2009 in Barcelona gesorgt haben. Damals waren Wavves das heißeste Eisen im Indienoise-Ofen, Erwartungshaltungen beachtlich gewachsen und Williams darunter psychisch zusammengebrochen. Alkoholsucht brachte er entschuldigend an, ging anschließend in sich sowie das erste Mal überhaupt ins Tonstudio. "Ich habe bereits zweimal dieselbe Platte mit demselben Cover-Artwork fabriziert", kommentiert sich Williams. Gemeint sind die Alben "Wavves" (2008, Kassette) und "Wavvves" (2009, CD), die in ihrer Sturm & Drang-Jugendlichkeit die Presse zu begeistern wussten. Genauso klar war infolgedessen jedoch auch, dass ihn eine weitere Anhäufung von übersteuerten Gitarren, Billigdrums und rotziger Punkphrasendrescherei bald dauerhaft in die NoFi-Schublade verfrachten würde. Deshalb jetzt: Ambition. Der ehemalige Schlafzimmer-Produzent aus dem surfgeilen San Diego sagte dem Laptop in der elterlichen Garage Ade, rekrutierte Drummer und Bassisten und suchte Dennis Herring in Mississippi auf. Besagter ist unter anderem Produzent der beiden letzten Modest Mouse-Werke und nahm sich der Aufgabe an, den Wavves-Sound zu bewahren, aber gleichzeitig zu mehr Fokus zu verhelfen. "Nicht alles mit Lärm und Reverb zu verwässern, macht das Albumschreiben viel schwieriger, weil du weißt, dass jeder Teil genau rausgehört werden kann", so Williams. "You can't half-ass anything." Gesagt, getan: Mit "King Of The Beach" erfüllt das kalifornische Trio jede Entwicklungserwartung ohne Trademark-Verlust. Die Instrumente stolpern nicht mehr ziellos übereinander, sondern ergänzen sich zum kohärenten Punkrocksong. Auf das twangy Surfriff folgt eine polternde Drumabfahrt folgt ein Gitarrenüberfall nebst hymnischem Gesang. Selbst geradlinige No-Brainer wie "Post Acid" und "Idiot" profitieren von einem sowohl konzentrierteren als auch abwechslungsreicheren Songwriting. Schwärmerische Uuuuhs und Aaaahs bleiben dabei weiter entscheidender Baustoff der Stücke. In drei Studiomonaten wuchsen aber auch ganz neue Soundfacetten. So wagt sich die Band mit "Linus Spacehead" deutlicher als je zuvor hinein in Neo-Grunge-Gefilde, in "Baby Say Goodbye" gar in 60s-Lollipoppigkeit: Unter Einbezug eines Synthesizers wird geclapt, gepfiffen, geshalalat, zartgeschmolzen und bittersüß verloren, während man für "When Will You Come?" tempomäßig gleich komplett in die Spielstraße umzieht. Wie The Jesus And Mary Chain in ihren schwelgerischsten Momenten. Für eine Platte, die zwischen NoFi- und LoFi-Appeal steht, mag das Indiepop-Liedchen "Convertible Balloon" dem Freund alter Schule etwas zu weit aus dem Rahmen gelehnt klingen. Insgesamt bilden Schellenkranz, Glockenspiel oder gelegentliche Zuckervocals allerdings keine Antipoden. Weder zum wohlrepräsentierten Distortion-Punkrock fürs Strandbier noch zu Williams' Loser-Lyrics. Seine Texte sind weiterhin überzogen mit einer Glasur Fuck-it-all-Nihilismus ("I still hate my music, it's all the same"). Und mal ehrlich: Sind Pizza und Skateboards denn nicht eh seit jeher vor allem ... Pop? © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. März 2021 | Fat Possum

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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Juli 2021 | Fat Possum

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Alternativ und Indie - Erschienen am 4. Mai 2021 | Fat Possum

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V

Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Oktober 2015 | Ghost Ramp

Wavves' 2013 album Afraid of Heights was an over-produced, overly gloomy album that coated their previously loose and fun sound in layers of studio sheen. It was such a detour into morose musical melancholy that it seemed nearly impossible for the band to ever get back to their brand of normal. Luckily, anyone who liked what Nathan Williams and his crew did before that record will be glad to know that V is a complete return to form. Working with producer Woody Jackson, and with more songwriting input from the rest of the band, Williams strips away all the murkiness and delivers an 11-song blast of bright and sunny alt-rock with all the punch of earlier albums, but with a newfound sonic power. Lyrically, Williams hasn't figured anything out -- he still sounds like he's riding a pretty strong bummer most of the time -- but he hides his pain behind giant singalong hooks and razor-sharp guitars. The music is so fun and infectious that he could be singing about the worst things on earth and it would still be hard not to air drum along or jump up and down when the chorus hits. In fact, Williams is singing about medical issues a lot of the time -- there are at least two songs about headaches and other maladies, both physical and mental, that give enough reason to be a little worried about his future. For now though, it's enough that he's raging his way through his difficulties with the help of his crack band of sidekicks. Drummer Brian Hill is a hero throughout, pushing the songs along like a tightly wound drill instructor. Bassist Stephen Pope and guitarist Alex Gates also contribute mightily and help make this Wavves' best-sounding record yet. Every song sounds like it was made to be blasted out of a car window in the summertime, and every song is the best kind of pop made of shiny surfaces with a tough crunch of real feels underneath when you bite down. Not many bands are able to rekindle their fire when the flame goes out as drastically as in Wavves' case. V shows that they're one of the few to pull it off, and they even sound better than ever. Even people who thought they were a little too weird or a little too jokey in the past will find themselves charmed by the pure pop songcraft and the jumped-up rock & roll delivery here. © Tim Sendra /TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. März 2013 | GHOST RAMP

Die Popwelt wird in ihrer fortschreitenden Intertextualität zusehends komplexer - man denke nur "Hipster-R&B". Um nicht in der Genre-Schublade zu versinken, entwickelt sich der Künstler von heute andauernd weiter, webt neue Intertexte, erfindet sich am besten regelmäßig neu, um immer höhere Reizschwellen zu überschreiten. In Anbetracht digitaler Allverfügbarkeit von Musik ist eben auch der Hörer anspruchsvoller geworden. Nathan Williams beweist mit seinem dritten Album erneut, wie Bandgeschichtsbewusstsein und Novelty zusammengehen. Mit viel Effet entgeht er als Wavves der Gefahr, sein kreatives Potenzial demnächst im autobiografischen Loop aus Gras, Sand und Mädchen zu vergeuden. Nach drei Jahren und dem Hip Hop-Projekt Sweet Valley setzt der Mittzwanziger die auf dem Vorgänger "King Of The Beach" gesponnenen Texte fort. Das Erstaunlichste zunächst: Trash und Thrash sind diesmal nur noch bedingt stilgebend. Zwar finden sich auf "Afraid Of Heights" weiterhin diverse Beachpunk-NoFi-Rocker, Zweiminüter wie "Mystic", die in Attitüde wie Soundspektrum irgendwo bei den Adolescents wurzeln. Sie wirken hier jedoch erstmals fast fehlplatziert. Wo nämlich das völlig clean produzierte "Cop" mit Chor, Pfeifen, Streichern und klimpernden Saiten Neuland zwischen den Beach Boys und Parts & Labor betritt, passt das anschließende, leidenschaftlich dahingerotzte "Beat Me Up" eigentlich so gar nicht in die Tracklist. Man darf sich zu solch harschen Kontrasten Williams' dämonisches Grinsen vorstellen: ein Bild mit unbeugsamem Mittelfinger. Entscheidender als das zurückgefahrene Einszwo mit Sandkruste ist jedoch die Wende, die sich exemplarisch im Titeltrack vollzieht. Williams und Bandkollege Stephen Pope weiden neuerdings ausgiebig im hookgeladenen Poppunk of 1995. Harmonie-schwangere Uhuhuus, sattes, geradeaus verlegtes Wall-of-Sound-Riffing und akuter Ohrwurmbefall wie aus den besten Weezer-Tagen, während gerade der Gesang an Green Days Billie Joe Armstrong erinnert. "Demon To Lean On" hingegen kommt durch die Art, wie der Kalifornier hier weltverdrossen einen Singalong wie "Holding a gun to my head / So send me an angel /Or bury me deeply instead / With demons to lean on" überdehnt, sehr nah ran an Nirvana zu "In Utero". Im Gegensatz zu den Grunge-Ikonen gelingt Wavves allerding das Kunststück, die selbstverachtenden Lyrics in eher hymnische denn depressive Songs zu verpacken. Wobei sich der Superslacker über allen Tateifer nie den Sarkasmus nehmen lässt. Die Streicher und das süßliche Xylophon in "Dog" sind gekonnte Kontrapunkte zum inhaltlichen Zynismus: "In the mooorning / Wake up choking but it's sunny". Außerdem erweitern Fragmente aus Animal Collectives Experimental-Repertoire ("Everything Is My Fault") den identitätsstiftenden Grungepunkpop-Appeal. Wavves transponieren den Kassettensound früher Tage vom Strand erst in die Neunziger und dann bruchstückhaft in die Avantgarde. Sie produzieren an Beachpunk, Grunge und Indierock hochgezüchtete hymnische Cluster, die ungeachtet ihres substanziellen Defätismus aktivierend und catchy sind. Ob all der neuen Textanfänge steht das Duo zukünftig vor der Qual der Richtungswahl. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2009 | Co-operative Music

Ist der Teenager ein historisches Subjekt oder bloß Erfindung der Kulturindustrie? In "Teenage: The Creation of Youth Culture" (2007) diskutiert der britische Pophistoriker Jon Savage, ob der Begriff auf das US-amerikanische Bemühen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeht, Faschismus bzw. Kommunismus via konsumistischer Jugendkultur Einhalt zu gebieten. Immerhin, da hat Savage recht, war der Look zur Abgrenzung vom Establishment lange Zeit nur gegen nicht wenig Taschengeld zu haben. Selbst den Gegenkulturen von Hippies und Punks kann man streng genommen die Preisschilder an Kleidung und sonstwie konsumierbaren Substanzen vorhalten. Wo hört die systemaffirmatorische Geste auf, wo fängt jugendlicher Nihilismus an? Wavves, das Ein-Punk-Aufbegehren des 22-jährigen Nathan Williams aus San Diego, liefert auf solche Fragen keine eindeutigen Antworten. Dafür enthält sein zweites Album einige Indizienbeweise gegen den Gedanken, die Verwertungslogik sei a priori das dominierende Konstitutionsmerkmal jeder Popmusik. Ein Slacker vor dem Herrn, prügelt Williams in seinem Schlafzimmer seit einigen Jahren schrottigen, verwaschenen, übersteuerten NoFi-Beach Punk auf Kassetten. Keine Produktion, kein Mastering, kein Zubehör außer Stimme, Gitarre nebst Verzerrer und jedem Schlagwerk-tauglichen Gegenstand in Greifweite. Durch weißrauschenden Powerchord-Fuzz jault und nölt er Phrasen über Mädchen, Gras und Trash (Dämonen, Goths). Dieser Shitgaze eignete sich in seiner jungenhaften Selbstbezogenheit hervorragend als Score für Larry Clarks Skater-Observationen einer richtungslosen, gelangweilten Generation ("Kids"). "Got no car, got no money, got no girlfriend" - nur die üblichen Wirrungen der Adoleszenz also, übersetzt in Untergrundpop? Zweifel sind angebracht. Zum einen gewinnt das Thema Jugend dank Williams' kompromissloser D.I.Y.-Attitüde wieder an Frische. Seinen an sich sehr simplen, dröhnenden Noise weicht er immer wieder mit Psychedelic, Beach Boys-Harmonien und Liars-No Wave auf. Ironisierend gesetzte Uuuuuuhs und Aaaaaahs machen allzeit spürbar, wie zerrissen sich eine Jugend zwischen glorreichen days of being wild unter kalifornischer Sonne und kapitulierender Egalhaltung anfühlen kann. Damit bildet Wavves nicht nur akustisch ein Gegenstück zu Conor Obersts Noiserock-Projekt Desparecidos (2002), das Lärm und Veränderungswillen noch untrennbar zusammendachte. Zum anderen steht Williams' Hang zur Selbstzerstörung konträr zum Verdacht, hier lediglich dem kulturindustriellen Komplex beim Wiederkäuen rebellischer Posen beizuwohnen. So geriet ein Festivalauftritt in Barcelona unlängst zur Katastrophe, weil die Performance unter einem Drogencocktail aus Valium, Ecstasy und Alkohol zusammenbrach. Dem Wavves-Kopf war hinterher alles furchtbar peinlich. Er verblieb in der Hoffnung, seiner Glaubwürdigkeit dadurch keinen dauerhaften Schaden zugefügt zu haben. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Juni 2021 | Fat Possum

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Weihnachtsmusik - Erschienen am 30. November 2018 | Ghost Ramp

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Dezember 2016 | Fat Possum

Alternativ und Indie - Erschienen am 27. September 2011 | Ghost Ramp

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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Oktober 2017 | Epitaph

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Februar 2018 | Epitaph

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. April 2018 | Ghost Ramp

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Juni 2009 | Bella Union

Ist der Teenager ein historisches Subjekt oder bloß Erfindung der Kulturindustrie? In "Teenage: The Creation of Youth Culture" (2007) diskutiert der britische Pophistoriker Jon Savage, ob der Begriff auf das US-amerikanische Bemühen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeht, Faschismus bzw. Kommunismus via konsumistischer Jugendkultur Einhalt zu gebieten. Immerhin, da hat Savage recht, war der Look zur Abgrenzung vom Establishment lange Zeit nur gegen nicht wenig Taschengeld zu haben. Selbst den Gegenkulturen von Hippies und Punks kann man streng genommen die Preisschilder an Kleidung und sonstwie konsumierbaren Substanzen vorhalten. Wo hört die systemaffirmatorische Geste auf, wo fängt jugendlicher Nihilismus an? Wavves, das Ein-Punk-Aufbegehren des 22-jährigen Nathan Williams aus San Diego, liefert auf solche Fragen keine eindeutigen Antworten. Dafür enthält sein zweites Album einige Indizienbeweise gegen den Gedanken, die Verwertungslogik sei a priori das dominierende Konstitutionsmerkmal jeder Popmusik. Ein Slacker vor dem Herrn, prügelt Williams in seinem Schlafzimmer seit einigen Jahren schrottigen, verwaschenen, übersteuerten NoFi-Beach Punk auf Kassetten. Keine Produktion, kein Mastering, kein Zubehör außer Stimme, Gitarre nebst Verzerrer und jedem Schlagwerk-tauglichen Gegenstand in Greifweite. Durch weißrauschenden Powerchord-Fuzz jault und nölt er Phrasen über Mädchen, Gras und Trash (Dämonen, Goths). Dieser Shitgaze eignete sich in seiner jungenhaften Selbstbezogenheit hervorragend als Score für Larry Clarks Skater-Observationen einer richtungslosen, gelangweilten Generation ("Kids"). "Got no car, got no money, got no girlfriend" - nur die üblichen Wirrungen der Adoleszenz also, übersetzt in Untergrundpop? Zweifel sind angebracht. Zum einen gewinnt das Thema Jugend dank Williams' kompromissloser D.I.Y.-Attitüde wieder an Frische. Seinen an sich sehr simplen, dröhnenden Noise weicht er immer wieder mit Psychedelic, Beach Boys-Harmonien und Liars-No Wave auf. Ironisierend gesetzte Uuuuuuhs und Aaaaaahs machen allzeit spürbar, wie zerrissen sich eine Jugend zwischen glorreichen days of being wild unter kalifornischer Sonne und kapitulierender Egalhaltung anfühlen kann. Damit bildet Wavves nicht nur akustisch ein Gegenstück zu Conor Obersts Noiserock-Projekt Desparecidos (2002), das Lärm und Veränderungswillen noch untrennbar zusammendachte. Zum anderen steht Williams' Hang zur Selbstzerstörung konträr zum Verdacht, hier lediglich dem kulturindustriellen Komplex beim Wiederkäuen rebellischer Posen beizuwohnen. So geriet ein Festivalauftritt in Barcelona unlängst zur Katastrophe, weil die Performance unter einem Drogencocktail aus Valium, Ecstasy und Alkohol zusammenbrach. Dem Wavves-Kopf war hinterher alles furchtbar peinlich. Er verblieb in der Hoffnung, seiner Glaubwürdigkeit dadurch keinen dauerhaften Schaden zugefügt zu haben. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2011 | Ghost Ramp