Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
CD36,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 14. Mai 2021 | WM Germany

"Das war ein heißer Ritt, ich richte meinen Sombrero", singt Udo Lindenberg in "Mittendrin", einem der vier neuen Songs auf der Best-Of-Compilation "Udopium". 75 Jahre dauert der Ritt jetzt schon — und wäre da nicht diese Pandemie, dann würde man standesgemäß zusammen feiern, am besten im Stadion, mit Pauken, Granaten, Aliens und Freunden. Mit jeder Menge "Döpndödö" natürlich und vielleicht ja auch einem Eierlikörchen? Stattdessen schenkt uns Lindenberg eben Durchhalteparolen, macht ordentlich Mut, dass wir da auch mal durch damit sind. "Hey Sailor, da vorn is doch Land in Sicht", singt er in "Land In Sicht" — und trinkt mit uns auf alles, das da noch kommt. Die vier neuen Songs sind das, was man vom Spätwerk Lindenbergs kennt: eingängiger Hochglanz-Pop mit auf den Punkt gebrachten Udoismen, Balladen, Seemannsmetaphern, Carpe-Diem-Bekundungen in Lindenberg-Sprech. "Ey, willkommen mittendrin, schönen Gruß hier aus dem Hurricane", tönt er. Die vier Stücke, "Kompass", "Mittendrin", "Land In Sicht" und "Wieder Genauso" sind allesamt gute Udo-Songs und für viele wahrscheinlich das Hauptargument, sich "Udopium" in den Plattenschrank zu stellen. Wer's ausführlicher mag, kann sich auch die Special Edition auf vier CDs, die acht LP-Vinyl-Box oder die limitierte Fanbox mit vier CDs ins Regal stellen. Ansonsten ist "Udopium" eine bunte Werkschau. Altes und neues, alles auf HD-Sound getrimmt. Da darf "Jonny Controlletti" genauso wenig fehlen wie "Alles Klar Auf Der Andrea Doria", "Honky Tonky Show", "Ich Lieb Dich Überhaupt Nicht Mehr" und "Sonderzug Nach Pankow". Auch ein paar Songs seiner MTV-Unplugged-Session sind dabei — demnach auch Gaststars wie Clueso ("Cello"), Inga Humpe ("Ein Herz kann man nicht reparieren"), Jan Delay ("Reeperbahn" und die reguläre Version von "Ganz anders"). Und dann natürlich auch die Herzstücke von Udos Comeback aus den 2000er-Jahren, sowas wie "Stärker als die Zeit" und "Durch Die Schweren Zeiten". 75? Egal. "Ich bin schneller als das Alter, ein Sprinter und Marathon-Mann", erklärte Lindenberg im Interview mit der DPA. Eins steht fest: Lindenberg ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Musiklandschaft. Ein Original, eine Realität gewordene Kunstfigur mit hochgezogener Schnute, einer, der seine eigene Sprache, seine eigene Sprachmelodie geschaffen und perfektioniert hat. Lebemann, Desperado, Rockstar, Abstürzer und-Wiederaufsteher, Mutmacher, Chef-Udonaut und Seemann. Das gehört gefeiert. Happy birthday, Udo! © Laut
Ab
HI-RES31,99 Fr.
CD27,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 14. Dezember 2018 | WM Germany

Hi-Res
Es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit bis Udo Lindenberg in den Bestand des deutschen Kulturerbes aufgenommen wird, oder ihm der Preis des “Kultigsten Künstlers Deutschlands” verliehen wird. Bis dahin macht er wohl einfach weiterhin sein Ding und ist darin nicht nur besonder gut, sondern legt regelmäßig den richtigen politischen Ton an den Tag. Das unschlagbare Konzert von 2011, das in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel stattgefunden hat, erscheint nun auch für unsere digitalen Ohren: MTV Unplugged 2 - Live vom Atlantik. Diese Konzertreihe geht unter die Haut, wenn Udo bei dem Titel Wir ziehen in den Frieden die Kinder des Kids On Stage Chores auf die Bühne holt, die uns den Artikel 1 der Menschenrechtserklärung zitieren und so gemeinsam mit Udo im Chor singend an den Frieden appellieren. Dieser pazifistische Ansatz zieht sich durch das gesamte Konzert hindurch (das er übrigens vor zwei riesigen Schiffen ablaufen lässt). Doch er segelt nicht alleine durch seine Show. Es stechen mit ihm in See: Jan Delay (Hoch im Norden), Alice Cooper ! (No More Mr. Nice Guy (So'n Ruf musste dir verdienen)), Maria Furtwängler (Bist du vom KGB 2018) und sogar das Geschwisterpaar Angus & Julia Stone (Durch die schweren Zeiten (I'll Carry You)). Es sind aber nicht nur internationale Stars an der Front mit dabei. Begleiten lassen sie sich von Musikern des NDR Elbphilharmonieorchesters und das ganz ohne Strom. Somit entsteht eine Intimität, die den Zuschauer (und Hörer dieser Platte) noch enger mit dem musikalischen Geschehen verbindet. Einfach gut. © Sandra Dubroca
Ab
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 29. April 2016 | WM Germany

Hi-Res Videos
2016 ist das Jahr, in dem sich Deutschlands, ja man kann es sagen, erfolgreichster deutscher Künstler mit einem neuen Studio-Album zurückmeldet. Natürlich handelt es sich um keinen geringeren als Udo Lindenberg! Stärker als die Zeit erscheint am 29. April und enthält 15 astreine LINDENBERG-Songs. Beschmückt und aufgepeppelt wurden die Songs von Andreas Herbig, Henrik Menzel & Peter "Jem" Seifert. Weiter geht es im Festjahr am 17. Mai mit seinem 70. Geburtstag. Alles Gute Udo! ©Qobuz, MK
Ab
CD29,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 25. November 2016 | WM Germany

Ab
CD29,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 14. Mai 2021 | WM Germany

"Das war ein heißer Ritt, ich richte meinen Sombrero", singt Udo Lindenberg in "Mittendrin", einem der vier neuen Songs auf der Best-Of-Compilation "Udopium". 75 Jahre dauert der Ritt jetzt schon — und wäre da nicht diese Pandemie, dann würde man standesgemäß zusammen feiern, am besten im Stadion, mit Pauken, Granaten, Aliens und Freunden. Mit jeder Menge "Döpndödö" natürlich und vielleicht ja auch einem Eierlikörchen? Stattdessen schenkt uns Lindenberg eben Durchhalteparolen, macht ordentlich Mut, dass wir da auch mal durch damit sind. "Hey Sailor, da vorn is doch Land in Sicht", singt er in "Land In Sicht" — und trinkt mit uns auf alles, das da noch kommt. Die vier neuen Songs sind das, was man vom Spätwerk Lindenbergs kennt: eingängiger Hochglanz-Pop mit auf den Punkt gebrachten Udoismen, Balladen, Seemannsmetaphern, Carpe-Diem-Bekundungen in Lindenberg-Sprech. "Ey, willkommen mittendrin, schönen Gruß hier aus dem Hurricane", tönt er. Die vier Stücke, "Kompass", "Mittendrin", "Land In Sicht" und "Wieder Genauso" sind allesamt gute Udo-Songs und für viele wahrscheinlich das Hauptargument, sich "Udopium" in den Plattenschrank zu stellen. Wer's ausführlicher mag, kann sich auch die Special Edition auf vier CDs, die acht LP-Vinyl-Box oder die limitierte Fanbox mit vier CDs ins Regal stellen. Ansonsten ist "Udopium" eine bunte Werkschau. Altes und neues, alles auf HD-Sound getrimmt. Da darf "Jonny Controlletti" genauso wenig fehlen wie "Alles Klar Auf Der Andrea Doria", "Honky Tonky Show", "Ich Lieb Dich Überhaupt Nicht Mehr" und "Sonderzug Nach Pankow". Auch ein paar Songs seiner MTV-Unplugged-Session sind dabei — demnach auch Gaststars wie Clueso ("Cello"), Inga Humpe ("Ein Herz kann man nicht reparieren"), Jan Delay ("Reeperbahn" und die reguläre Version von "Ganz anders"). Und dann natürlich auch die Herzstücke von Udos Comeback aus den 2000er-Jahren, sowas wie "Stärker als die Zeit" und "Durch Die Schweren Zeiten". 75? Egal. "Ich bin schneller als das Alter, ein Sprinter und Marathon-Mann", erklärte Lindenberg im Interview mit der DPA. Eins steht fest: Lindenberg ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Musiklandschaft. Ein Original, eine Realität gewordene Kunstfigur mit hochgezogener Schnute, einer, der seine eigene Sprache, seine eigene Sprachmelodie geschaffen und perfektioniert hat. Lebemann, Desperado, Rockstar, Abstürzer und-Wiederaufsteher, Mutmacher, Chef-Udonaut und Seemann. Das gehört gefeiert. Happy birthday, Udo! © Laut
Ab
CD21,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 28. März 2008 | WM Germany

Da sind die Träume, da ist die Sehnsucht. "Und nun geht er ganz dicht an den Schaufenstern lang / und überprüft darin seinen Cowboy-Gang", beschrieb Udo Lindenberg 1974 im Song "Cowboy Rocker" die Gefühle eines suchenden Heranwachsenden. Am Song-Ende ruft er, auf der Moto Guzzi sitzend, seinem geliebten Mädchen zu: "Hey Baby, steig auf / Lass' uns nach Las Vegas, die Sonne putzen!" Lindenberg setzte die Gedanken, Hoffnungen und Verletzlichkeiten der Jugend meisterhaft um. Manche/r träumt den Traum, wenigstens einmal die Sonne zu putzen, Großes zu erreichen und Wunder zu erleben, einer kam ihm künstlerisch sehr nah in jenen frühen siebziger Jahren. Doch die Geschichte des Udo Lindenberg schien bereits geschrieben. Nun kommt "Stark Wie Zwei" als Lebens-Zusammenfassung voller Beobachtungen und Erkenntnissen und den stärksten Songs seit Lindengedenken. Mit der Start-Nummer "Ich Zieh Meinen Hut" bietet der Künstler einen ungeschminkten, hautnahen Rückblick auf Fehlnisse seines bisherigen Lebens. Vor allem aber fungiert er als Dankeschön an eine treue, hilfreiche Hand, die stets für ihn da war, auch in finsterster Nacht. In der ersten Single-Auskopplung "Wenn Du Durchhängst" winkt von fern der Udo-Klassiker "Horizont". Für die ewige Hoffnung, die Sterblichkeit bedeute nicht das Ende, hält der Hamburger einen neuen, faszinierenden Grundgedanken bereit. In tiefer Trauer drückt Udo die geforderte Münze in die skelettierte Hand Charons, dem dunklen Fährmann des Todes. Für ihn dennoch kein endgültiger Abschied: Denn könnte es sein, dass Kraft und Energie der geliebten, entschwundenen Person auf ihn selbst überspringen? In diesem Falle wäre man dann "Stark Wie Zwei", wie der Titel-Song tröstlich vermittelt. Rockig und mit groovenden Beats unterlegt, unterhält die Silbermond-Kollaboration "Der Deal" prächtig. Die zauberhafte Steffi Kloß und der Altrocker gäben ein gutes Paar ab - wenn sie denn wollten. Ihre Übereinkunft lautet allerdings: Mögen ja, lieben nein. Aus dieser selbst gezogenen Grenze besteht der Deal. Beide wissen: "Richtige Liebe ist zu gefährlich". Zwischen beiden knistert es, doch "Nur ein bisschen / Aber nicht zu viel". Freundschaft ist dem Alten wichtiger als das flüchtige Abenteuer. Das Album begeistert neben Lindenbergs künstlerischer Wiederaufstehung besonders durch die Arbeit des Produzenten Andreas Herbig (u. a. Ich & Ich, Jennifer Rostock, A-ha). So klingt "Stark Wie Zwei" zwar zumeist wie ein klassischer Udo der siebziger Jahre, doch behutsam aufgefrischt und mit gut dosierten, zeitgemäßen Neuerungen ins Heute transferiert. Die musikalische Frischzellenkur scheint auf seine Text-Arbeit ebenfalls positiv abgefärbt zu haben. Der in den vergangenen Jahren oft gequält und gekünstelt wirkende, ganz speziell schnoddrige Lindenberg-Jargon hält sich zurück und macht einer ernsthaften Umsetzung der Song-Themen Platz. Für den dann und wann nötigen Spaß findet der Künstler ebenfalls das passende Vers-Reim-Händchen. Wortspiele klingen endlich wieder pfiffig und und originell. "Ganz Anders" präsentiert Jan Delay als Gaststar. Eigentlich ein Besprechungsfall für die geschätzte Kollegin Dani Fromm, da ich, vorsichtig formuliert, nicht der größte Fan des Hip Hoppers bin. Die Überraschung: Diese Zusammenarbeit enthält so viel mitreißende Elemente, dass ich mich gern begeistern lasse. Nuschel-Nöhler Lindi und Hip Hop-Fistel Jan - eine prächtige Kombination mitsamt zupackenden Beats. Und im Fade-Out beweist Jan Delay gutes Gespür für Funk und Atmosphäre. Der herrliche Drogenhund-Nonsens "Chubby Checker" mit dem unverwechselbaren Helge Schneider entpuppt sich als weitere Klasse-Nummer: Ein Piano klimpert, Nebengeräusche schleichen sich ein, und ein flauschiger Jazz-Teppich lädt zum vergnügten Verweilen ein. Dass Rock'n'Roll und graue Schläfen sich nicht ausschließen müssen, beweist "Der Greis Ist Heiss". Gewisse Verlangen bleiben stets präsent, egal, in welchem Alter: "Baby, Baby / Gewähr mir mal / Den Gnadenstoß". Udos "Interview Mit Gott", fraglos gut gemeint und akzeptabel in Szene gesetzt, erinnert ein wenig an frühere, blauäugige Interventionen der Marke "Wozu Sind Kriege Da?". "Nasses Gold" ist musikalisch wie textlich die wohl faszinierendste Lindenberg-Umsetzung zum Thema Alkohol seit "Unterm Säufermond". Der Künstler pfeift auf gesundheitsapostelige political correctness, denn er selbst weiß ohnehin nur zu genau, dass die "Gefährliche Whiskybraut" stets ein drohendes Messer im Gewande führt. Doch was wäre die Kunst ohne den heiß geliebten, hochprozentigen Stoff? Zu Recht verweist der Sänger hier auf Charles Bukowski. Und Alltags-Überleben ohne Sprit ist eine schwere Sache, besonders in diesen Tagen. Für die "Verbotene Stadt" erschafft Trompeter Till Brönner eine stimmungsvolle, transparente Sound-Kulisse. Der Alben-Abschied winkt dem Hörer ruhig-zurückhaltend hinterher, und "Der Astronaut Muss Weiter". Nein, Udo Lindenberg muss heute nicht mehr danach streben, eine weit entfernte "Sonne zu putzen". Sie ist ihm ohnehin längst nicht mehr so fern wie in jenen Tagen, als ein scheuer Cowboy-Rocker Selbstbewusstsein aus spiegelndem Schaufensterglas schöpfen musste. Das wahre Erkenntnislicht ist ihm heute - und mit diesem fantastischen Album - sehr viel näher. Etwa in Form einer mild wärmenden Abendsonne, die wohlwollend die Fenster einer gewissen Präsidenten-Suite in Hamburgs Atlantic-Hotel beleuchtet. Denn Udo weiß: Zur Erfüllung von Träumen und Sehnsüchten langen oft genug die vermeintlich kleinen Dinge. © Laut
Ab
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 10. Januar 2020 | WM Germany

Hi-Res
Ab
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 20. September 2013 | WM Germany

Hi-Res
Udo Lindenberg zementiert mit Live aus dem Hotel Atlantic seinen Status als einer der angesehensten Rockstars Deutschlands und gesellt sich zu den Toten Hosen, Herbert Grönemeyer und den Fantastischen Vier im ausgesuchten Club derjenigen deutschen Musiker, die in der legendären MTV Unplugged-Reihe auftreten durften. Auf dem 2011 in Hamburg aufgenommenen 13-Track-Set kleidet die höchst einflussreiche Ikone der Siebziger einige ihrer beliebtesten Songs in ein akustisches Gewand, das uns zeigt, dass kurz nach Udos 65. Geburtstag seine whiskeygetränkte Reibeisenstimme vielleicht noch packender und gleichzeitig weltmüder klingt als je zuvor. © Jon O'Brien /TiVo
Ab
CD24,99 Fr.
Udo

Deutsche Musik - Erschienen am 4. Oktober 2018 | Tacheles!

Ab
CD5,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 19. Oktober 2012 | WM Germany

Ab
CD10,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 1. Januar 2011 | Koch Music

Ab
CD29,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 5. Dezember 2008 | WM Germany

Da sind die Träume, da ist die Sehnsucht. "Und nun geht er ganz dicht an den Schaufenstern lang / und überprüft darin seinen Cowboy-Gang", beschrieb Udo Lindenberg 1974 im Song "Cowboy Rocker" die Gefühle eines suchenden Heranwachsenden. Am Song-Ende ruft er, auf der Moto Guzzi sitzend, seinem geliebten Mädchen zu: "Hey Baby, steig auf / Lass' uns nach Las Vegas, die Sonne putzen!" Lindenberg setzte die Gedanken, Hoffnungen und Verletzlichkeiten der Jugend meisterhaft um. Manche/r träumt den Traum, wenigstens einmal die Sonne zu putzen, Großes zu erreichen und Wunder zu erleben, einer kam ihm künstlerisch sehr nah in jenen frühen siebziger Jahren. Doch die Geschichte des Udo Lindenberg schien bereits geschrieben. Nun kommt "Stark Wie Zwei" als Lebens-Zusammenfassung voller Beobachtungen und Erkenntnissen und den stärksten Songs seit Lindengedenken. Mit der Start-Nummer "Ich Zieh Meinen Hut" bietet der Künstler einen ungeschminkten, hautnahen Rückblick auf Fehlnisse seines bisherigen Lebens. Vor allem aber fungiert er als Dankeschön an eine treue, hilfreiche Hand, die stets für ihn da war, auch in finsterster Nacht. In der ersten Single-Auskopplung "Wenn Du Durchhängst" winkt von fern der Udo-Klassiker "Horizont". Für die ewige Hoffnung, die Sterblichkeit bedeute nicht das Ende, hält der Hamburger einen neuen, faszinierenden Grundgedanken bereit. In tiefer Trauer drückt Udo die geforderte Münze in die skelettierte Hand Charons, dem dunklen Fährmann des Todes. Für ihn dennoch kein endgültiger Abschied: Denn könnte es sein, dass Kraft und Energie der geliebten, entschwundenen Person auf ihn selbst überspringen? In diesem Falle wäre man dann "Stark Wie Zwei", wie der Titel-Song tröstlich vermittelt. Rockig und mit groovenden Beats unterlegt, unterhält die Silbermond-Kollaboration "Der Deal" prächtig. Die zauberhafte Steffi Kloß und der Altrocker gäben ein gutes Paar ab - wenn sie denn wollten. Ihre Übereinkunft lautet allerdings: Mögen ja, lieben nein. Aus dieser selbst gezogenen Grenze besteht der Deal. Beide wissen: "Richtige Liebe ist zu gefährlich". Zwischen beiden knistert es, doch "Nur ein bisschen / Aber nicht zu viel". Freundschaft ist dem Alten wichtiger als das flüchtige Abenteuer. Das Album begeistert neben Lindenbergs künstlerischer Wiederaufstehung besonders durch die Arbeit des Produzenten Andreas Herbig (u. a. Ich & Ich, Jennifer Rostock, A-ha). So klingt "Stark Wie Zwei" zwar zumeist wie ein klassischer Udo der siebziger Jahre, doch behutsam aufgefrischt und mit gut dosierten, zeitgemäßen Neuerungen ins Heute transferiert. Die musikalische Frischzellenkur scheint auf seine Text-Arbeit ebenfalls positiv abgefärbt zu haben. Der in den vergangenen Jahren oft gequält und gekünstelt wirkende, ganz speziell schnoddrige Lindenberg-Jargon hält sich zurück und macht einer ernsthaften Umsetzung der Song-Themen Platz. Für den dann und wann nötigen Spaß findet der Künstler ebenfalls das passende Vers-Reim-Händchen. Wortspiele klingen endlich wieder pfiffig und und originell. "Ganz Anders" präsentiert Jan Delay als Gaststar. Eigentlich ein Besprechungsfall für die geschätzte Kollegin Dani Fromm, da ich, vorsichtig formuliert, nicht der größte Fan des Hip Hoppers bin. Die Überraschung: Diese Zusammenarbeit enthält so viel mitreißende Elemente, dass ich mich gern begeistern lasse. Nuschel-Nöhler Lindi und Hip Hop-Fistel Jan - eine prächtige Kombination mitsamt zupackenden Beats. Und im Fade-Out beweist Jan Delay gutes Gespür für Funk und Atmosphäre. Der herrliche Drogenhund-Nonsens "Chubby Checker" mit dem unverwechselbaren Helge Schneider entpuppt sich als weitere Klasse-Nummer: Ein Piano klimpert, Nebengeräusche schleichen sich ein, und ein flauschiger Jazz-Teppich lädt zum vergnügten Verweilen ein. Dass Rock'n'Roll und graue Schläfen sich nicht ausschließen müssen, beweist "Der Greis Ist Heiss". Gewisse Verlangen bleiben stets präsent, egal, in welchem Alter: "Baby, Baby / Gewähr mir mal / Den Gnadenstoß". Udos "Interview Mit Gott", fraglos gut gemeint und akzeptabel in Szene gesetzt, erinnert ein wenig an frühere, blauäugige Interventionen der Marke "Wozu Sind Kriege Da?". "Nasses Gold" ist musikalisch wie textlich die wohl faszinierendste Lindenberg-Umsetzung zum Thema Alkohol seit "Unterm Säufermond". Der Künstler pfeift auf gesundheitsapostelige political correctness, denn er selbst weiß ohnehin nur zu genau, dass die "Gefährliche Whiskybraut" stets ein drohendes Messer im Gewande führt. Doch was wäre die Kunst ohne den heiß geliebten, hochprozentigen Stoff? Zu Recht verweist der Sänger hier auf Charles Bukowski. Und Alltags-Überleben ohne Sprit ist eine schwere Sache, besonders in diesen Tagen. Für die "Verbotene Stadt" erschafft Trompeter Till Brönner eine stimmungsvolle, transparente Sound-Kulisse. Der Alben-Abschied winkt dem Hörer ruhig-zurückhaltend hinterher, und "Der Astronaut Muss Weiter". Nein, Udo Lindenberg muss heute nicht mehr danach streben, eine weit entfernte "Sonne zu putzen". Sie ist ihm ohnehin längst nicht mehr so fern wie in jenen Tagen, als ein scheuer Cowboy-Rocker Selbstbewusstsein aus spiegelndem Schaufensterglas schöpfen musste. Das wahre Erkenntnislicht ist ihm heute - und mit diesem fantastischen Album - sehr viel näher. Etwa in Form einer mild wärmenden Abendsonne, die wohlwollend die Fenster einer gewissen Präsidenten-Suite in Hamburgs Atlantic-Hotel beleuchtet. Denn Udo weiß: Zur Erfüllung von Träumen und Sehnsüchten langen oft genug die vermeintlich kleinen Dinge. © Laut
Ab
CD21,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 22. Mai 2000 | EastWest Germany

Ab
CD17,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 1. September 1997 | Polydor

Ab
CD25,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 22. Mai 2000 | EastWest Germany

Ab
CD21,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 22. Mai 2000 | EastWest Germany

Ab
CD17,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 5. November 1986 | Polydor

Ab
CD21,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 22. Mai 2000 | EastWest Germany

Ab
CD27,99 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 14. Dezember 2018 | WM Germany

Udonautenparty, ja ne is klar, ne, döp'n'dödö dä-dä-dä! "Es muss doch irgendwo ne Gegend gebööön / Für so'n richtig verschärftes Leböööön / Und da will ich jetzt hin", singt Udo Lindenberg. Das richtig verschärfte Lebööön, das lebt er sowieso und uns lässt er es alle mitleböönnn. Udos Panikfamily ist eine alle inklusive, eine mit offenen, ausgebreiteten Armen, egal ob im Stadion oder bei MTV. Jeder darf sein Freund sein, Jan Delay wiedermal und Andreas Bourani, Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler, Gentleman und Marteria. Alle singen sie mit ihm auf dem zweiten MTV Unplugged. Auch Angus & Julia Stone sind mit von der Partie. Und weil Udo, darüber sind wir uns ja einig, döpndödö, halt ein arges Kaliber ist, hat er sich auch einen richtig großen Stargast mit ans Bord der Titanic geholt – Alice Cooper nämlich. Zwei Rocker-Legenden unter sich, der eine bedeckt mit Make-up die Jahre, der andere mit der Sonnenbrille. Und nein, Udo singt nicht "Wenn du durchhängst", während Alice am Galgen taumelt. Die beiden singen eine Mischung aus "No More Mr. Nice Guy" und "Den Ruf Musst Du Dir Verdienen", klappt ganz wunderbar. Musikalisch macht das alles durchwegs Sinn: Standard-Akustiksets mit dem NDR Elbphilharmonie-Orchester, das an den richtigen Stellen auf hoher See mal dramatische Windböen reinbringt. Ach ja, einen Kinderchor hat Udo auch dabei beim Lied "Wir ziehen in den Frieden" – wegen der Message wär's, ne, allerdings sind Kinderchöre in der Popmusik natürlich immer etwas hart der Geschmacksgrenze. Bei Udo ist das eben Teil des familienfreundlichen, aber auch durchaus politischen Spektakels. Denn Udo ist natürlich weiterhin um keinen politischen Kommentar verlegen – und das ist gut und wichtig so. Die Setlist bietet einen Querschnitt aus alt und neu – und lässt jene Stücke aus, die auf der ersten "MTV Unplugged" aus dem Jahr 2011 bereits enthalten waren. Das heißt, zahlreiche wesentliche Stücke müssen natürlich außen vor bleiben – gemeinsam mit der ersten Unplugged-Scheibe ergibt das aber ein sehr gutes Werk der kontemporären Udonautik. Gold für Udo-Fans, für Lindenberg selbst ein weiterer Beweis einer höchst geglückten Karrierephase. Wer Udopium vorher schon nicht mochte, wird auch diesmal nicht zugreifen. Is klar ne? Döpndödö! © Laut
Ab
CD21,49 Fr.

Deutsche Musik - Erschienen am 22. Mai 2000 | EastWest Germany

Der Interpret

Udo Lindenberg im Magazin