Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

HI-RES65,99 Fr.
CD57,99 Fr.

Rock - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Best New Reissue
Im November 1994 bringt Tom Petty sein zweites Soloalbum ohne seine unschlagbaren Heartbreakers heraus. Die Sache ist nur, dass sie alle da sind, die Heartbreakers, abgesehen von Stan Lynch, der am Schlagzeug von Steve Ferrone ersetzt wurde. Wildflowers ist dennoch Pettys alleiniges Werk, mit Unterstützung einer anderen Schlüsselfigur, seines Produzenten, dem charismatischen Rick Rubin, der im selben Jahr, 1994 also, Johnny Cashs Karriere wieder ins Rollen bringt, nachdem jener auf dem Abstellgleis gelandet war. Der Mitbegründer des legendären Rap-Labels Def Jam ist der richtige Mann. Denn er treibt Petty an, seine Kunst zu verfeinern sowie seine Arrangements und Instrumentierung aufs Wesentliche zu reduzieren. Er ist das glatte Gegenteil von Jeff 'Electric Light Orchestra' Lynne, der bei seinen Vorgängeralben Full Moon Fever (1989) und Into the Great Wide Open (1991) an den Reglern gestanden hatte. Die Laid Back-Atmosphäre des Wildflowers wirkt wie eine Verjüngungskur für von Powerpop durchzogenen Klassikrock, den Tom Petty so gut beherrscht. 26 Jahre nach seiner Veröffentlichung kommt das neu gemasterte Originalalbum in den Genuss einer Deluxe Edition mit einer ganzen Reihe von Bonuszusätzen, darunter Demoversionen, Livemitschnitte und sogar erstmals veröffentlichte Songs. Ein ganzes Arsenal also, um sich der letzten großartigen Platte des Musikers ganz hinzugeben, der 2017 mit 66 Jahren von uns gegangen ist. © Marc Zisman/Qobuz
HI-RES65,99 Fr.
CD57,99 Fr.

Rock - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES25,49 Fr.
CD17,99 Fr.

Pop - Erschienen am 1. Januar 1989 | Geffen*

Hi-Res
CD18,49 Fr.

Pop - Erschienen am 21. Oktober 1994 | 143 - Warner Records

Als "Wildflowers" 1994 erschien, waren viele Reaktionen eher verhalten. "Der macht jetzt auf Bob Dylan", so eine verbreitete Meinung. Die nicht als Kompliment gemeint war, denn Dylan war zu diesem Zeitpunkt nur ein Schatten seiner selbst aus den 1960er und 1970er Jahren, seine "Wiederauferstehung" in Form des Albums "Time Out Of Mind" (1997) noch nicht absehbar. Folk und Rock waren in Zeiten von Britpop, Hip Hop, Grunge und Techno ziemlich out. Mit "Greatest Hits" (1993) hatte der Musiker aus Florida den kommerziellen Höhenflug seines Schaffens erreicht. Bereits sein drittes Album "Damn The Torpedo" (1979) erreichte in den USA Platinum, wie auch sechs der folgenden sieben. Petty schien die Hits nur so aus dem Arm zu schütteln, ohne dabei auf Pop-Rock-Klischees zu achten, darunter die für die Best Of aufgenommene Single "Mary Jane's Last Dance". Seine Texte haben oft eine existentielle, melancholische Note, im Video spielte er einen Bestatter, der seine verstorbene Liebe zu Grabe trägt, interpretiert vom damaligen Sex-Symbol Kim Basinger. Mit der Single begann Pettys Zusammenarbeit mit Produzent Rick Rubin. Der hatte zwar nicht gerade einen tadellosen Ruf, war zu diesem Zeitpunkt aber der richtige Mann. Denn Petty war nach all den Tourneen und Erfolgsalben ausgelaugt, seine Ehe mit Jane Benyo, die er 1974 geheiratet hatte, stand vor dem Ende. Rubin empfahl (oder eher befahl) ihm, sich in seinem Haus mit seinen Lieblingsplatten einzuschließen und zu "schreiben, schreiben, schreiben", wie Petty später berichtete. Über zwei Jahre kamen etwa 30 Tracks zusammen, die sie gemeinsam im Studio aufnahmen. Wobei "gemeinsam" auch seine Stammband, die Heartbreakers, beinhaltete, selbst wenn das fertige Album dann als Solowerk Pettys erschien. Los geht es mit der titelgebenden, zärtlichen Folk-Ballade. "Ich habe einfach tief durchgeatmet und sie kam heraus. Das ganze Lied, Worte, Musik, Akkorde. Ich habe auf dem Recorder Play gedrückt und nicht mehr als dreieinhalb Minuten gebraucht. Tagelang habe ich das das Band immer wieder angehört, weil ich dachte, hier muss etwas nicht stimmen, es war zu einfach. Und dann wurde mir klar, dass hier wahrscheinlich überhaupt nichts falsch ist", so Petty. Recht hat er: "You belong among the wildflowers / You belong in a boat out at sea / Sail away, kill off the hours / You belong somewhere you feel free", so die ersten Zeilen eines seiner schönsten Lieder. Dass das fertige Album schließlich "nur" 15 Stücke enthielt, war eine Entscheidung von Labelchef Lenny Waronker, der darauf bestand, ein Einzelalbum zu veröffentlichen. Rubin und Petty fügten sich, wenn auch zähneknirschend, und ließen die Idee eines Doppelalbums fallen. Vier Auszüge erschienen 1996 auf dem wenig bekannten Soundtrack "She's The One", ein weiterer mit dem anrüchigen Titel "Girl on LSD" als Single-B-Seite. "Leave Virgina Alone" leiteten sie an Rod Stewart weiter, der es 1995 für sein Werk "A Spanner In The Works" aufnahm. Der Rest verschwand in den Archiven. Waronkers Entscheidung erwies sich als richtig, denn "Wildflowers" ist in seiner 1994 erschienenen Form ein durch und durch rundes Album. Das zweite Stück "You Don't Know How It Feels" klingt wesentlich rockiger als der Opener und enthält mit "Let's get to the point / let's roll another joint" einen von Pettys berühmtesten Reimen. Es war sein letzter Top 40-Hit in den USA und führte zu Kontroversen, viele Radio- und TV-Sender spielten eine Version, in der "roll" und "Joint" abgeändert oder nicht zu hören waren. Dabei handelt das Lied gerade vom Unbehagen Pettys, immer die Erwartungen erfüllen zu müssen und sich nicht ehrlich ausdrücken zu dürfen. Ein Konflikt, den die Zensur nur noch mehr betonte. Verantwortung abzugeben ist auch das Thema von "Good To Be King", in dem sich Petty vorstellt, eine kurze Weile Macht auszuüben um sie dann wieder abzugeben. "It's time to move on, time to get going / What lies ahead, I have no way of knowing / But under my feet, baby, grass is growing / It's time to move on, it's time to get going" sinniert er davor in "Time To Move On", eine Fortsetzung seines Hits "Into The Great Wide Open". Ein existentielles Album also, das auch lichte Momente hat. "Honey Bee" etwa, oder "Cabin Down Below", beide mit Rolling Stones-haften Riffs, in denen Petty sich als großer Aufreißer darstellt. Phantasien, mehr nicht, denn in Wirklichkeit sehnte er sich nach Geborgenheit und Liebe. Titel wie "Only a Broken Heart", "Don't Fade On Me", "Hard On Me" oder "Crawling Back To You" sprechen für sich. "In the middle of his life / Left his wife / And ran off to be bad / Boy, it was sad / … / And the days went by like paper in the wind / Everything changed, then changed again / It's hard to find a friend", singt er etwa in der Folk-Nummer "Hard To Find A Friend" mit Ringo Starr als Gastschlagzeuger. Das Abwechseln von dreckigen Rocknummern und ruhigeren Momenten verleiht dem Album, unabhängig von den Texten, das bestimmte Etwas. Rubins zweiter großer Verdienst bestand darin, Pettys Musik zu entschlacken, gerade im Vergleich zum Studio-Vorgänger "Into The Great Wide Open" (1991), den Produzent Jeff Lynne arg glatt poliert hatte und der sich musikalisch klar Ende der 80er / Anfang der 90er einordnen lässt. "Wildflowers" dagegen besitzt jene zeitlose Qualität, die ganz besondere Platten auszeichnet. Leider war "Wildflowers" für Petty nicht das Ende der persönlichen Talfahrt, sondern eher der Beginn. Die Scheidung von seiner Frau wurde 1996 besiegelt, der Schmerz dauerte aber an. Drei Jahre lang war Petty heroinabhängig, bevor er sich 1999 aufrappelte und wieder auf Tour ging. Danach veröffentlichte er zwar weiterhin Alben, auch durchaus brauchbare. Die Erfolge, die er bis 1994 gefeiert hatte, wiederholte er aber nicht mehr. Nicht mal mit "Echo" (1998), dem Abschluss seiner beruflichen Zusammenarbeit mit Rubin. Zwischendrin hatte der Produzent ihn und die Heartbreakers eingespannt, um mit Johnny Cash das Album "Unchained" einzuspielen, das zweite in Cashs (und Rubins) Reihe "American Recordings". "Wildflowers" behielt für Petty einen besonderen Stellenwert. Vor seinem plötzlichen Tod 2017 berichtete er, an einer erweiterten Neuauflage zu arbeiten und eventuell sogar damit auf Tour zu gehen. Die Heartbreakers und Pettys Tochter Arie kümmerten sich dann um die Fertigstellung, die im Oktober 2020 in verschiedenen Formaten als "Wildflowers And All The Rest" erscheint. Neben dem neu abgemischten Album enthält die Neuauflage auch Live-Versionen, aus verschiedenen Tourneen zusammengestückelt. Und zehn Lieder, die für die zweite CD geplant waren. Vor allem aber die Demo-Aufnahmen, die Petty bei sich erstellt hatte. Wie bei den Esher Demos der Beatles für das "White Album" ist es erstaunlich, wie nahe die Lieder den fertigen Versionen nahe kommen. Hörern, die "Wildflowers" mögen und kennen, wird dabei ganz warm ums Herz. Die eine oder andere Überraschung ist auch dabei. Der Titeltrack etwa klingt fast gleich wie die bekannte Version, die gesummte Bridge verwendeten Petty und Rubin im Studio dann aber für "Hard To Find A Friend". Ein besonderer Auszug ist "There Goes Angela (Dream Away)", das Heartbreakers-Keyboarder Benmont Tench auf einem Tape entdeckte - fertig eingespielt mit allen Instrumenten. "Ich kann mich nicht erinnern, es jemals gehört zu haben", erzählt er in einem Interview. "Ich glaube, das ist ein Stück, bei dem ich gesagt hätte: 'Ach, komm schon. Lass uns das aussortieren'. Als es lief, war ich so begeistert. Aber ich war auch wütend: 'Was? Wir haben das nicht aufgenommen?' Als ich es zum ersten Mal hörte, war ich so glücklich, dass ich fast weinen musste". Oder, wie Pettys Tochter Arie zu Protokoll gibt: "Es hat etwas an sich, das dich wohl fühlen lässt. Als wärst du daheim". Ein willkommener Anlass also, sich mit dem Album ausgiebig auseinander zu setzen. Zweieinhalb Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung ist Dylan der einzige Vertreter populärer Musik, der sich Nobelpreisträger schimpfen darf, und "Wildflowers" Pettys beliebteste Platte. The times they are a' changin'. © Laut
HI-RES42,99 Fr.
CD36,99 Fr.

Rock - Erschienen am 28. September 2018 | Reprise

Hi-Res
Gibt es etwas Besseres als eine 4-CD-Box, um die Karriere eines zu früh dahingeschiedenen Künstlers zu verklären? Als Tom Petty 2017 plötzlich starb, brachen die Herzen aller echten Rock-Fans. Um sich damit abfinden zu können, machten sich seine Frau Dana und seine Tochter Adria daran, An American Treasure zu überarbeiten. Da er wahre Schätze an unveröffentlichten Stücken hinterlassen hatte, nahmen seine Verwandten und Freunde mit Unterstützung der Produzenten Ryan Ulyate, Mike Campbell und Benmont Tench (die Mitglieder seiner Gruppe) die Sache sehr ernst. Sozusagen eine familiäre Selektion mit Demos, Alternativen Takes von Albumtiteln oder auch Live-Mitschnitten, womit sich die Entwicklung des Masterminds der Heartbreakers abzeichnet. Outtakes aus dem Jahr 1976 (Surrender), dann Alternative Takes aus dem Jahr 1979 (Louisiana Rain) und das reicht hin bis zu Demos aus dem Jahr 1984 (The Apartment Song). Alles klingt sauber und sehr aussagekräftig und ist der sorgfältigen Remasterisierung durch Chris Bellman zu verdanken, der sich schon um die Aufnahmen von Diana Ross, Rick James und einigen anderen Motown-Künstlern gekümmert hatte. Es ist ein posthumes Werk mit 60 Titeln in Hi-Res 24-Bit-Qualität aus der Zeit, als Tom Petty bei den Heartbreakers startete, aber auch als er bei der Gruppe Mudcrutch spielte oder als Solist unterwegs war. Da es chronologisch aufgebaut ist, bildet das Live aus dem Jahre 2016, Hungry No More, den Abschluss dieser vierstündigen Anthologie. Ein emotionales Achterbahnfahren sowohl für die Fans als auch für die jüngeren Generationen, die einen wichtigen Künstler aus der amerikanischen Rockgeschichte entdecken wollen. © Anna Coluthe/Qobuz
HI-RES21,49 Fr.
CD18,49 Fr.

Rock - Erschienen am 24. Juli 2006 | American Recordings

Hi-Res
Dieser Highway führt wohl zum Mond, der Astronaut auf dem Cover verlässt eine staubige Wüste, in der das Leben es schwer hat. Tatsächlich wirkte Tom Petty ja im meist oberflächlichen Musikgeschäft oft wie ein Reisender in fremden Welten - denen er nun wohl endgültig den Rücken zukehrt. Wenn ein Tom Petty sein neues Album als das letzte ankündigt, steckt da höchstwahrscheinlich mehr dahinter als eine Promo-Masche. Den einsamen Reisenden, der nirgendwo richtig zuhause ist und gerade deshalb einen unbefangenen und unbestechlichen Blick auf seine Umgebung hat, gibt Petty auch in den Texten von "Highway Companion". Der Opener "Saving Grace" rockt dabei noch relativ flott, im weiteren Verlauf werden die Töne leiser und nachdenklicher. "Square One" könnte man fast als Folk-Ballade bezeichnen, in "Down South" moduliert Pettys Gesang so stark und hält sich so wenig an den vorgegebenen Takt, als wolle er auch stimmlich noch einmal ganz deutlich dem großen Vorbild Dylan huldigen. "This Old Town" erinnert zumindest zu Beginn an Neil Youngs "Harvest"-Zeiten, andere Tracks huldigen dem Country ("Big Weekend") oder sind einfach nur schmalzig ("Night Driver", "Damaged By Love"). Andererseits zählen Songs wie "Jack" oder "Turn This Car Around" zu den stärksten Stücken, die Petty je geschrieben hat. Tolle Melodie, griffiger Refrain - da bleiben keine Wünsche offen. So ist "Highway Companion" ein angenehmer und unaufgeregter Begleiter, der viel zu sagen hat, aber dabei nie laut wird. Obwohl Gitarrist Mike Campbell und der langjährige Produzent Jeff Lynne an der Scheibe mitgewirkt haben, vermisst zumindest der eingeflesichte Petty-Fan gewiss mitunter die Heartbreakers, vor allem dann, wenn der Sound den schmalen Grat zwischen gefällig und selbstgefällig überschreitet. Denn obwohl Produzent Lynne diesmal auf seine geliebten Streicher und auch auf sonstigen Schnickschnack fast völlig verzichtet, wirkt das Klangbild nicht rauh und gefährlich, sondern irgendwie ... harmlos. Das mag am fast durchgehend ruhigen Tempo der Tracks liegen oder an der Omnipräsenz der sanft angeschlagenen Akustikgitarre: solche Musik hören Rocker, wenn sie mal ein Lagerfeuer machen. Ehrlich, geradeheraus und ein bisschen zu brav - nicht nur das Coverbild, die ganze Platte erinnert entfernt an Tim und seine Gefährten Bienlein und Haddock in "Reiseziel Mond". Ob aber das Äffchen Struppi heißt, weiß man nicht. © Laut
CD20,49 Fr.

Pop - Erschienen am 1. Januar 1989 | Geffen*

CD36,99 Fr.

Rock - Erschienen am 28. September 2018 | Reprise

Von Tom Petty kursieren bisher zwei Compilations - eine "Greatest Hits" (1993) sowie die "Anthology" von 2000. Beide Produkte ähneln einander deutlich und frieren sein Werk auf den Stand 1993 ein. Die posthume Zusammenstellung "An American Treasure" umfasst jetzt dagegen neun unveröffentlichte Songs, 13 Liveaufnahmen und eine bislang kaum bekannte Single-B-Seite. Des Weiteren sind alternative Versionen und Demo-Takes versammelt. Ein 'Best Of' aus 17 Album-Cuts vervollständigt dazu die Auswahl. Getroffen haben sie u.a. Mike Campbell und Benmont Tench, beide Mitglieder von Pettys Band The Heartbreakers. Es fällt auf, dass sie dabei auf keine klassischen Kriterien für Box-Sets, Anthologies, Best-Of-CDs, The Essential-Selections und ähnliche Produkte zurückgreifen. Ganz behutsam scheint das Nachlassarchiv des am 2. Oktober 2017 überraschend verstorbenen Chefs durchpflügt worden zu sein. Anstatt die vier CDs in Unreleased/Live/Raritäten/Best-Of aufzugliedern, ist die Compilation als Zeitreise aufgebaut. Von den 1970ern an begleiten wir Petty bis kurz vor seinen Tod - ein ernsthaftes Angebot an die Millionen Fans weltweit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch zum Wunsch des Verstorbenen, seiner Zielgruppe faire Preise zu bieten. In "Money Becomes King" (einem seiner besten Songs überhaupt) führt er dies am Beispiel von Ticketpreisen aus: "They raised the cost of living, how could we ignore? They doubled the price of tickets, to go see Johnny's show". Die Geschichte erzählt, wie ein Fan seinen Lieblingsrockmusiker an Bierwerbung, VIP-Zirkel und das große Geschäft verliert. Petty bekannte sich oft öffentlich dazu, dieses Business nicht zu verstehen und konfrontierte auch sein Label MCA mit dieser Ansicht. Man trennte sich, bevor es in die Krise schlingerte (2002/03). Gerade, als Geffen Records meldete, das Unternehmen zu schlucken und seiner eigenen Konzernpolitik unterzupflügen, nahm Petty auch diesen Song auf. "Money Becomes King" ist nur ein Beispiel für die enorme Aufgabe, die Tom Pettys Ex-Musiker bewältigten: Aus dem riesigen Songkatalog des Texters, Sängers, Rhythmus- und Lead-Gitarristen, Bassisten, Keyboarders und Ukulelespielers noch Verborgenes und zugleich Tolles Zu tage zu fördern. Campbell und Tench spielten ab Bandgründung bis zum Schluss miteinander und kannten Petty schon zuvor. Campbell schrieb übrigens u.a. auch die Melodie von "The Boys Of Summer" (Don Henley) und spielte die Slide Guitar auf "One Headlight" von The Wallflowers, der Band von Dylan-Sohn Jakob. Nach dem Tod Pettys stieg Mike bei Fleetwood Mac ein, für die er ebenfalls immer wieder Songs komponiert hatte. Tench lernte Petty zufällig 1964 in einem Plattenladen kennen. Tench spielte bei den Heartbreakers meist die Hammond-Orgel. War Petty solo unterwegs, ließ Tench sich Country-Songs für andere einfallen und tourte zum Beispiel mit Johnny Cash. Auch hat er das Verdienst, Stevie Nicks wenigstens ein Soloalbum mit Weltruhm beschert zu haben, hob sein Spiel auf "Bella Donna" doch das Niveau. Beide Heartbreaker gelten darüber hinaus als angesehene Instrumentalisten. Und diesen Hintergrund hört man der umsichtigen Werkschau "An American Treasure" auch an. Besonderes Interesse weckt der Release aufgrund der unveröffentlichten Songs von 1975 bis 2012. Sowohl mittelmäßig interessante als auch wirklich herausragende Lieder finden sich darunter. "Walkin' From The Fire" mit dominantem Lead Guitar-Intro stammt von 1984. Während der Text absolutem Classic Rock-Standard entspricht, ereignet sich instrumental so einiges. Die Dynamik des Songs mit explosiven und stillen Momenten erinnert an Russ Ballard und die lange Version seines Klassikers "Fire Still Burns". Die E-Gitarren Pettys und Campbells quietschen, als würde ein Auto während einer Verfolgungsjagd in einem Actionfilm abrupt bremsen. Ein so stereophil, schön abgemischtes Schlagzeug wie auf dieser Aufnahme finden Hi-Fi-Liebhaber selten. Der Song "Gainesville" (1994) über die Heimatstadt der Heartbreakers lauscht sein schmerzerfüllt dröhnendes Intro beim damals angesagten Grunge ab. Weitere Überraschungen hält der Track dagegen nicht bereit. Im Rockabilly "Lonesome Dave" möchte Petty wohl die The Kinks, ihre 70er Jahre-Alben und den Vibrato-Gesangsstil von Ray Davies imitieren. Gut denkbar, dass der genannte "Dave" gar Dave Davies sein soll. Campbell gab die Davies-Brüder jedenfalls in Interviews ebenfalls als Inspirationen für seinen Stil an. "Bus To Tampa Bay" erklingt als solider On-The-Road-Country. Subtil funky und sympathisch erdig erwecken Tom Petty & The Heartbreakers auf "Two Men Talking" (2012) das Genre des episch veranlagten 70er-Jahre Keyboard-Piano-Rocksongs mit Gitarrenduell und fiebrigen Hi-Hats zum Leben (siehe so oder ähnlich bei Gallagher, Thin Lizzy, The Rolling Stones, Godley & Creme). Mit seinen sieben Minuten legt sich der Song als echtes Brett in die Lautsprecher. Auch das schwungvolle, simpler gestrickte "Keep A Little Soul" zündet als kräftiges Rock-Drama. Originell klingt der kauzige Gesang, bei dem Petty wirkt, als würde er auf die Schlagzeugstöcke seines Kollegen oder wenigstens einen Kaugummi beißen. Um noch weitere Diamanten der CD-Box zu nennen: "Fooled Again (I Don't Like It) (Alt. Version, 1976)" in einer bislang nur archivierten Version reißt mit. "Don't Treat Me Like A Stranger (B-Seite, 1989)"- neu 'gemastert' und zuvor nur als Vinyl-Maxisingle erhältlich. Ob "A Woman In Love (It's Not Me (Live, 1981)" oder "Two Gunslingers (Live, 2013)", auch die Konzertaufnahmen sind durchweg wertvoll. Zu bemängeln gibt es an dieser Compilation nur, dass sie die Traveling Wilburys ausspart. Diese Supergroup mit Petty, Dylan und Ex-Beatle George brachte nicht wenige Hörer erst zu Tom Petty. Auch markiert die Band fraglos einen Wende- und Höhepunkt in Pettys Leben. Sie wegzulassen ist aus Sicht der beiden Heartbreaker zwar verständlich. So entgeht einem das wohl außergewöhnlichste und für mich beste Stück von und mit Petty: "Tweeter And The Monkey Man". DEr Song über eine Transgender-Drogendealerin, die im Vietnamkrieg war, gehörte bis zum Tod zu Pettys Bühnenprogramm. Ein weiteres Manko: das 90er-Kapitel. Dort überwiegen die langsamen Songs, die Dramaturgie schwächelt und die Scheibe gerät etwas langweilig. Umso besser führt die Zusammenstellung durch die 70er, 80er und schließlich die Ära ab 2000. Der "Hit"-Petty geht an diesem Box-Set vorbei. Hits befanden sich etwa auf dem Album "Damn The Torpedoes", das in der laut.de-Top 100-Platten der 70er-Jahre auftaucht. Der Sänger blieb bis in die 2010er-Dekade immer offen für Neues. Auf "Fault Lines" sampelt er 2014 den Song "Sleep Walker" von Pere Ubu (1993) und stellt ihn in einen harten Modern Rock-Kontext - ebenfalls ein Highlight auf "An American Treasure". Mit "Hungry No More (Live, 2016)" findet die Box einen wirklich umwerfenden Schluss. Die berührende, über sieben Minuten lange Konzertfassung (hier mit seiner Band Mudcrutch) zwingt einen dazu, Petty als überwältigenden Storyteller im Gedächtnis zu behalten. 52 Seiten Booklet mit einer Fülle guter Fotos helfen dabei, ein Gespür für Tom Pettys Wandlungen in den Jahrzehnten zu entwickeln. © Laut
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Rock - Erschienen am 28. September 2018 | Reprise

Hi-Res
Von Tom Petty kursieren bisher zwei Compilations - eine "Greatest Hits" (1993) sowie die "Anthology" von 2000. Beide Produkte ähneln einander deutlich und frieren sein Werk auf den Stand 1993 ein. Die posthume Zusammenstellung "An American Treasure" umfasst jetzt dagegen neun unveröffentlichte Songs, 13 Liveaufnahmen und eine bislang kaum bekannte Single-B-Seite. Des Weiteren sind alternative Versionen und Demo-Takes versammelt. Ein 'Best Of' aus 17 Album-Cuts vervollständigt dazu die Auswahl. Getroffen haben sie u.a. Mike Campbell und Benmont Tench, beide Mitglieder von Pettys Band The Heartbreakers. Es fällt auf, dass sie dabei auf keine klassischen Kriterien für Box-Sets, Anthologies, Best-Of-CDs, The Essential-Selections und ähnliche Produkte zurückgreifen. Ganz behutsam scheint das Nachlassarchiv des am 2. Oktober 2017 überraschend verstorbenen Chefs durchpflügt worden zu sein. Anstatt die vier CDs in Unreleased/Live/Raritäten/Best-Of aufzugliedern, ist die Compilation als Zeitreise aufgebaut. Von den 1970ern an begleiten wir Petty bis kurz vor seinen Tod - ein ernsthaftes Angebot an die Millionen Fans weltweit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch zum Wunsch des Verstorbenen, seiner Zielgruppe faire Preise zu bieten. In "Money Becomes King" (einem seiner besten Songs überhaupt) führt er dies am Beispiel von Ticketpreisen aus: "They raised the cost of living, how could we ignore? They doubled the price of tickets, to go see Johnny's show". Die Geschichte erzählt, wie ein Fan seinen Lieblingsrockmusiker an Bierwerbung, VIP-Zirkel und das große Geschäft verliert. Petty bekannte sich oft öffentlich dazu, dieses Business nicht zu verstehen und konfrontierte auch sein Label MCA mit dieser Ansicht. Man trennte sich, bevor es in die Krise schlingerte (2002/03). Gerade, als Geffen Records meldete, das Unternehmen zu schlucken und seiner eigenen Konzernpolitik unterzupflügen, nahm Petty auch diesen Song auf. "Money Becomes King" ist nur ein Beispiel für die enorme Aufgabe, die Tom Pettys Ex-Musiker bewältigten: Aus dem riesigen Songkatalog des Texters, Sängers, Rhythmus- und Lead-Gitarristen, Bassisten, Keyboarders und Ukulelespielers noch Verborgenes und zugleich Tolles Zu tage zu fördern. Campbell und Tench spielten ab Bandgründung bis zum Schluss miteinander und kannten Petty schon zuvor. Campbell schrieb übrigens u.a. auch die Melodie von "The Boys Of Summer" (Don Henley) und spielte die Slide Guitar auf "One Headlight" von The Wallflowers, der Band von Dylan-Sohn Jakob. Nach dem Tod Pettys stieg Mike bei Fleetwood Mac ein, für die er ebenfalls immer wieder Songs komponiert hatte. Tench lernte Petty zufällig 1964 in einem Plattenladen kennen. Tench spielte bei den Heartbreakers meist die Hammond-Orgel. War Petty solo unterwegs, ließ Tench sich Country-Songs für andere einfallen und tourte zum Beispiel mit Johnny Cash. Auch hat er das Verdienst, Stevie Nicks wenigstens ein Soloalbum mit Weltruhm beschert zu haben, hob sein Spiel auf "Bella Donna" doch das Niveau. Beide Heartbreaker gelten darüber hinaus als angesehene Instrumentalisten. Und diesen Hintergrund hört man der umsichtigen Werkschau "An American Treasure" auch an. Besonderes Interesse weckt der Release aufgrund der unveröffentlichten Songs von 1975 bis 2012. Sowohl mittelmäßig interessante als auch wirklich herausragende Lieder finden sich darunter. "Walkin' From The Fire" mit dominantem Lead Guitar-Intro stammt von 1984. Während der Text absolutem Classic Rock-Standard entspricht, ereignet sich instrumental so einiges. Die Dynamik des Songs mit explosiven und stillen Momenten erinnert an Russ Ballard und die lange Version seines Klassikers "Fire Still Burns". Die E-Gitarren Pettys und Campbells quietschen, als würde ein Auto während einer Verfolgungsjagd in einem Actionfilm abrupt bremsen. Ein so stereophil, schön abgemischtes Schlagzeug wie auf dieser Aufnahme finden Hi-Fi-Liebhaber selten. Der Song "Gainesville" (1994) über die Heimatstadt der Heartbreakers lauscht sein schmerzerfüllt dröhnendes Intro beim damals angesagten Grunge ab. Weitere Überraschungen hält der Track dagegen nicht bereit. Im Rockabilly "Lonesome Dave" möchte Petty wohl die The Kinks, ihre 70er Jahre-Alben und den Vibrato-Gesangsstil von Ray Davies imitieren. Gut denkbar, dass der genannte "Dave" gar Dave Davies sein soll. Campbell gab die Davies-Brüder jedenfalls in Interviews ebenfalls als Inspirationen für seinen Stil an. "Bus To Tampa Bay" erklingt als solider On-The-Road-Country. Subtil funky und sympathisch erdig erwecken Tom Petty & The Heartbreakers auf "Two Men Talking" (2012) das Genre des episch veranlagten 70er-Jahre Keyboard-Piano-Rocksongs mit Gitarrenduell und fiebrigen Hi-Hats zum Leben (siehe so oder ähnlich bei Gallagher, Thin Lizzy, The Rolling Stones, Godley & Creme). Mit seinen sieben Minuten legt sich der Song als echtes Brett in die Lautsprecher. Auch das schwungvolle, simpler gestrickte "Keep A Little Soul" zündet als kräftiges Rock-Drama. Originell klingt der kauzige Gesang, bei dem Petty wirkt, als würde er auf die Schlagzeugstöcke seines Kollegen oder wenigstens einen Kaugummi beißen. Um noch weitere Diamanten der CD-Box zu nennen: "Fooled Again (I Don't Like It) (Alt. Version, 1976)" in einer bislang nur archivierten Version reißt mit. "Don't Treat Me Like A Stranger (B-Seite, 1989)"- neu 'gemastert' und zuvor nur als Vinyl-Maxisingle erhältlich. Ob "A Woman In Love (It's Not Me (Live, 1981)" oder "Two Gunslingers (Live, 2013)", auch die Konzertaufnahmen sind durchweg wertvoll. Zu bemängeln gibt es an dieser Compilation nur, dass sie die Traveling Wilburys ausspart. Diese Supergroup mit Petty, Dylan und Ex-Beatle George brachte nicht wenige Hörer erst zu Tom Petty. Auch markiert die Band fraglos einen Wende- und Höhepunkt in Pettys Leben. Sie wegzulassen ist aus Sicht der beiden Heartbreaker zwar verständlich. So entgeht einem das wohl außergewöhnlichste und für mich beste Stück von und mit Petty: "Tweeter And The Monkey Man". DEr Song über eine Transgender-Drogendealerin, die im Vietnamkrieg war, gehörte bis zum Tod zu Pettys Bühnenprogramm. Ein weiteres Manko: das 90er-Kapitel. Dort überwiegen die langsamen Songs, die Dramaturgie schwächelt und die Scheibe gerät etwas langweilig. Umso besser führt die Zusammenstellung durch die 70er, 80er und schließlich die Ära ab 2000. Der "Hit"-Petty geht an diesem Box-Set vorbei. Hits befanden sich etwa auf dem Album "Damn The Torpedoes", das in der laut.de-Top 100-Platten der 70er-Jahre auftaucht. Der Sänger blieb bis in die 2010er-Dekade immer offen für Neues. Auf "Fault Lines" sampelt er 2014 den Song "Sleep Walker" von Pere Ubu (1993) und stellt ihn in einen harten Modern Rock-Kontext - ebenfalls ein Highlight auf "An American Treasure". Mit "Hungry No More (Live, 2016)" findet die Box einen wirklich umwerfenden Schluss. Die berührende, über sieben Minuten lange Konzertfassung (hier mit seiner Band Mudcrutch) zwingt einen dazu, Petty als überwältigenden Storyteller im Gedächtnis zu behalten. 52 Seiten Booklet mit einer Fülle guter Fotos helfen dabei, ein Gespür für Tom Pettys Wandlungen in den Jahrzehnten zu entwickeln. © Laut
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 20. August 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 10. September 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 12. Juni 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 26. Juni 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 19. August 2020 | Warner Records

Hi-Res
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 1. Oktober 2020 | Warner Records

Hi-Res
CD18,49 Fr.

Rock - Erschienen am 21. Juli 2006 | American Recordings

Dieser Highway führt wohl zum Mond, der Astronaut auf dem Cover verlässt eine staubige Wüste, in der das Leben es schwer hat. Tatsächlich wirkte Tom Petty ja im meist oberflächlichen Musikgeschäft oft wie ein Reisender in fremden Welten - denen er nun wohl endgültig den Rücken zukehrt. Wenn ein Tom Petty sein neues Album als das letzte ankündigt, steckt da höchstwahrscheinlich mehr dahinter als eine Promo-Masche. Den einsamen Reisenden, der nirgendwo richtig zuhause ist und gerade deshalb einen unbefangenen und unbestechlichen Blick auf seine Umgebung hat, gibt Petty auch in den Texten von "Highway Companion". Der Opener "Saving Grace" rockt dabei noch relativ flott, im weiteren Verlauf werden die Töne leiser und nachdenklicher. "Square One" könnte man fast als Folk-Ballade bezeichnen, in "Down South" moduliert Pettys Gesang so stark und hält sich so wenig an den vorgegebenen Takt, als wolle er auch stimmlich noch einmal ganz deutlich dem großen Vorbild Dylan huldigen. "This Old Town" erinnert zumindest zu Beginn an Neil Youngs "Harvest"-Zeiten, andere Tracks huldigen dem Country ("Big Weekend") oder sind einfach nur schmalzig ("Night Driver", "Damaged By Love"). Andererseits zählen Songs wie "Jack" oder "Turn This Car Around" zu den stärksten Stücken, die Petty je geschrieben hat. Tolle Melodie, griffiger Refrain - da bleiben keine Wünsche offen. So ist "Highway Companion" ein angenehmer und unaufgeregter Begleiter, der viel zu sagen hat, aber dabei nie laut wird. Obwohl Gitarrist Mike Campbell und der langjährige Produzent Jeff Lynne an der Scheibe mitgewirkt haben, vermisst zumindest der eingeflesichte Petty-Fan gewiss mitunter die Heartbreakers, vor allem dann, wenn der Sound den schmalen Grat zwischen gefällig und selbstgefällig überschreitet. Denn obwohl Produzent Lynne diesmal auf seine geliebten Streicher und auch auf sonstigen Schnickschnack fast völlig verzichtet, wirkt das Klangbild nicht rauh und gefährlich, sondern irgendwie ... harmlos. Das mag am fast durchgehend ruhigen Tempo der Tracks liegen oder an der Omnipräsenz der sanft angeschlagenen Akustikgitarre: solche Musik hören Rocker, wenn sie mal ein Lagerfeuer machen. Ehrlich, geradeheraus und ein bisschen zu brav - nicht nur das Coverbild, die ganze Platte erinnert entfernt an Tim und seine Gefährten Bienlein und Haddock in "Reiseziel Mond". Ob aber das Äffchen Struppi heißt, weiß man nicht. © Laut
HI-RES2,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 20. August 2020 | Warner Records

Hi-Res
CD2,99 Fr.

Rock - Erschienen am 11. Juli 2018 | Reprise

CD18,49 Fr.

Rock - Erschienen am 24. Juli 2006 | American Recordings

Video
Dieser Highway führt wohl zum Mond, der Astronaut auf dem Cover verlässt eine staubige Wüste, in der das Leben es schwer hat. Tatsächlich wirkte Tom Petty ja im meist oberflächlichen Musikgeschäft oft wie ein Reisender in fremden Welten - denen er nun wohl endgültig den Rücken zukehrt. Wenn ein Tom Petty sein neues Album als das letzte ankündigt, steckt da höchstwahrscheinlich mehr dahinter als eine Promo-Masche. Den einsamen Reisenden, der nirgendwo richtig zuhause ist und gerade deshalb einen unbefangenen und unbestechlichen Blick auf seine Umgebung hat, gibt Petty auch in den Texten von "Highway Companion". Der Opener "Saving Grace" rockt dabei noch relativ flott, im weiteren Verlauf werden die Töne leiser und nachdenklicher. "Square One" könnte man fast als Folk-Ballade bezeichnen, in "Down South" moduliert Pettys Gesang so stark und hält sich so wenig an den vorgegebenen Takt, als wolle er auch stimmlich noch einmal ganz deutlich dem großen Vorbild Dylan huldigen. "This Old Town" erinnert zumindest zu Beginn an Neil Youngs "Harvest"-Zeiten, andere Tracks huldigen dem Country ("Big Weekend") oder sind einfach nur schmalzig ("Night Driver", "Damaged By Love"). Andererseits zählen Songs wie "Jack" oder "Turn This Car Around" zu den stärksten Stücken, die Petty je geschrieben hat. Tolle Melodie, griffiger Refrain - da bleiben keine Wünsche offen. So ist "Highway Companion" ein angenehmer und unaufgeregter Begleiter, der viel zu sagen hat, aber dabei nie laut wird. Obwohl Gitarrist Mike Campbell und der langjährige Produzent Jeff Lynne an der Scheibe mitgewirkt haben, vermisst zumindest der eingeflesichte Petty-Fan gewiss mitunter die Heartbreakers, vor allem dann, wenn der Sound den schmalen Grat zwischen gefällig und selbstgefällig überschreitet. Denn obwohl Produzent Lynne diesmal auf seine geliebten Streicher und auch auf sonstigen Schnickschnack fast völlig verzichtet, wirkt das Klangbild nicht rauh und gefährlich, sondern irgendwie ... harmlos. Das mag am fast durchgehend ruhigen Tempo der Tracks liegen oder an der Omnipräsenz der sanft angeschlagenen Akustikgitarre: solche Musik hören Rocker, wenn sie mal ein Lagerfeuer machen. Ehrlich, geradeheraus und ein bisschen zu brav - nicht nur das Coverbild, die ganze Platte erinnert entfernt an Tim und seine Gefährten Bienlein und Haddock in "Reiseziel Mond". Ob aber das Äffchen Struppi heißt, weiß man nicht. © Laut
CD23,99 Fr.

Rock - Erschienen am 14. August 2019 | 3 Amigos

Der Interpret

Tom Petty im Magazin