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Die Alben

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Rock - Erschienen am 29. April 1991 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 16. September 1985 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 1. Juli 1988 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 21. August 2020 | Cooking Vinyl Limited

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Rock - Erschienen am 21. August 2020 | Cooking Vinyl Limited

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Rock - Erschienen am 21. Oktober 2013 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 17. September 1990 | Chrysalis Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Januar 2015 | Cooking Vinyl Limited

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Rock - Erschienen am 1. Januar 1984 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 8. September 2017 | BMG Rights Management (UK) Ltd

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Rock - Erschienen am 24. Mai 2019 | Cooking Vinyl Limited

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Die Rock-Geschichte dreht sich im Titelsong "Where The Action Is" wie ein Riesenrad, bis Schwindel einsetzt. Gibt es da nicht doch das eine oder andere bekannte Sample? Nein? Bis der Hörer sich überlegt hat, woher ihm die Musik vertraut vorkommt, haben ihn The Waterboys längst mit dem nächsten Baustein aus ihrer Wohlklang-Pyramide abgelenkt. Sinnlich tönen die Background-Sängerinnen Jess Kavanagh und Zeenie Summers an der Spitze der Tonhöhen. Glänzende Hammond-Orgeltöne setzen laufend neue Reize. Langeweile kommt keinen Takt lang auf. Auch den ruhigeren Songs wohnt ein zügig treibender Beat inne. In diesem Sinne löst "Where The Action Is" die im CD-Titel gesetzte Erwartung ein. The Waterboys spielen stringent auf. Im 38. Jahr des Bestehens reißen Mike Scott und seine Kollegen auf sympathisch lockere, entschlackte, ungewöhnliche wie fokussierte Art einen Volltreffer-Songkatalog herunter. Dabei bedienen sie sich einer klaren Struktur: Sie starten schnell und werden schrittweise balladesker. Genau so ergibt es Sinn. Sie setzen Mick Jones und seinen The Clash im "London Mick" ein Denkmal und verweisen im Text auf Punk. Obwohl The Waterboys wohl nichts ferner liegt als Punk. Wobei, stopp: Natürlich stellt diese Band völlig infrage, wie Plattenläden aufgebaut sind, nach bestimmten Genre-Grenzen, zwischen denen die Wasserjungs munter switchen. Auch früher wirkten sie nie systemkonform. Es gab schon avantgardistischere, jazzigere Platten dieser Gruppe, etwa das 'unechte' Album "Too Close To Heaven" mit Lost Tapes von einst. Seit jeher profilieren sie sich als wandelndes Oxymoron. Sie bestätigen sich als eine Band der Achtziger, die sich den nostalgischen Achtziger-Trends verweigert. Sie verbinden angedeutete Gefälligkeit mit sperriger Eleganz, hier nun ganz besonders. Die Musik geht leicht ins Ohr, besitzt aber doch auch Anspruch und tänzelt zugleich leichtfüßig, mit widerhakenden Momenten. Mike Scott richtet sich an Connoisseure, denen die Jazzpolizei zu elitär ist, aber der Rock'n'Roll zu simpel. Der Preis: Blättert man durch Fan-Foren, stößt "Where The Action Is" einen Teil der eingefleischten Follower der Band vor den Kopf, treten doch mitunter künstlich wirkende Klänge ("Then She Made The Lasses O") und eine unverhohlene Eingängigkeit ("Right Side Of Heartbreak (Wrong Side Of Love)") auf den Plan. Die Waterboys verschieben ihren Rock auch ein bisschen in die Richtung dessen, was der Producer von The Doors einst als Cocktail-Jazz benannt haben soll. So dürfte "In My Time On Earth" manchem Rock-Puristen als zu opulent aufstoßen. Und bei alldem überzeugt gerade, dass die Gruppe zeigt, was sie alles beherrscht und keine Erwartungen bedient. Sänger Mike hat nicht nur hörbar Spaß, sondern frönt auch seinem Faible für Theatralik. Wenige legen so gekonnt so viel schauspielerischen Ausdruck in einen Gesangsvortrag. Der Bandleader beherrscht deutlich das Geschehen. Seine Stimmlage verändert er zwischen und innerhalb der Songs ständig und performt sehr lebendig. Seine Vocals vibrieren voll und satt im Vordergrund der Sound-Abmischung. In Sachen Klangqualität bieten uns The Waterboys das erlesenste HiFi-Surround-Feeling, das der Plattenmarkt seit Langem hergibt. Instrumental flackert hier das ganz große Sound-Kino von links nach rechts. "Ladbroke Grove Symphony" versammelt Wüstenrock-Charme seitens Bass und Schlagzeug, Theatervortrag im Gesang, Folk-Fiddle als Solo-Einlage, treibendes Klavierpedal als Rhythmus-Impuls und ein Hörspiel-Anhängsel voller Geräusche. Nachdenken darf man nicht. Es geht gleich weiter. "Take Me There I Will Follow You" zappelt trashig durch die Gefilde von Hip Hop und Electroclash. Die Melodie lässt sich beim ersten Durchlauf schon mitsingen, die Hookline führt uns "a hundred miles and more", bloß nicht stehenbleiben, klingt catchy und beeindruckt mit Schubkraft. Alle zehn Songs stehen für ein einzigartiges Zusammenspiel in handverlesenen Kombinationen aus dem schier unendlich scheinenden Instrumenten-Arsenal, das heute kein Saxophon mehr beheimatet und sich sogar recht bescheiden bestückt. Aber aus wenig machen Scott & Co. hier jede Menge. Die älteren Herrschaften aus Schottland und Irland besetzen hier folgende Marktlücke: Sie fabrizieren Folk, ohne schrammelig, folkloristisch und trist zu klingen. Sie bauen blues-, jazz- und soul-inspirierten Rock für Menschen zusammen, die es nicht mehr lesen wollen, dass alle Musik ursprünglich aus Memphis komme. Für Hörer, die gerne ein paar Schritte weiter ziehen wollen, denen E-Gitarren-Klischees ein Graus sind, aber Rockmusik viel bedeutet. Der Rocksound wendet sich an offene Ohren, denen die Komplexität des Jazz in Form von gesungenen Liedern Spaß macht. Hier offenbart sich Musik für Perlentaucher, die mit Indie-Rock sympathisieren, aber vor dem Twentysomething-Selbstfindungs-Anspruch vieler Indie-Bands Reißaus nehmen. Darüber hinaus sammelt "Where The Action Is" die Splitter abgebrochener Band-Karrieren sorgsam auf und vollendet, was andere offen ließen. Wo Bob Geldof den Faden verlor und ihm die Melodien ausgingen, führen The Waterboys seinen Gestus weiter. Wo die kanadischen Crash Test Dummies sich mit experimentellen Platten zum One Hit Wonder degradierten, traut es sich Mike Scott fast so tief und sonor zu tönen wie Brad Roberts von den Dummies. Wo Chumbawamba sich 2012 auflösten, klafft eine Lücke, in die The Waterboys ihren risikofreudigen Stilmix einbringen, Hauptsache stürmisch und doch zum aktiven Hinhören animierend. Wem Ocean Colour Scenes "Riverboat Song" als Inbegriff perfekter Gitarrenmusik unerreicht bleibt, dem liefern The Waterboys wenigstens hier und da ebenbürtigen Nachschub. Wer The Moody Blues bis heute für die erfinderischste Band aller Zeiten hält, bekommt hier ein paar Beispiele, wie deren Storytelling heute klingen könnte. So zieht diese Platte viele Register. Zu den eindeutigen Stärken des Albums zählen etliche Basics wie Taktgefühl, eingängige Melodien, Abwechslung im Tempo, ungestümer Spieltrieb, Credibility, gelungenes Erzählen von Geschichten, Klarheit im Klang, Vielfalt und Zeitlosigkeit. Besonderheiten treten hinzu: Die Platte platzt vor Inhalt. "Piper At The Gates Of Dawn" erzählt etwa neun Minuten lang inbrünstig die Geschichte von einer zitternden Ratte, einem Maulwurf und deren Abenteuern. The Waterboys frappieren mit Flow und Selbstverständlichkeit, Crazyness statt Selbstzweifeln. Dieses Album versprüht außerdem eine ungemein vereinnahmende Atmosphäre. Sie passt zu verschiedenen Stimmungen, ob 'happy' or 'sad'. Diese Platte ist die pure Provokation für alle, die sich beim Musikhören einer Szene zugehörig fühlen wollen oder etwas einsortieren wollen. Vergesst es hier. 'Unverschämt gut' trifft auf das Album zu, weil mit seinem schneidigen Gestus und seiner Brillanz wohl weder Fans noch Fachwelt noch irgendwer gerechnet haben. Irgend so eine semi-bekannte Restbestands-Band aus den Achtzigern mit ewiggestrigem Folk Revival-Anstrich, die als One Hit Wonder firmiert, soll 2019 noch eine große Platte rausbringen? Yep! "Where The Action Is" surft souverän und angenehm durch zahlreiche Winkel der Tonerzeugung. Selbst wer dieses Werk nicht mag, wird es mindestens abwechslungsreich, kraftvoll und kreativ finden. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1983 | Chrysalis Records

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Pop - Erschienen am 25. April 2011 | Chrysalis Records

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Rock - Erschienen am 24. Mai 2019 | Cooking Vinyl Limited

Die Rock-Geschichte dreht sich im Titelsong "Where The Action Is" wie ein Riesenrad, bis Schwindel einsetzt. Gibt es da nicht doch das eine oder andere bekannte Sample? Nein? Bis der Hörer sich überlegt hat, woher ihm die Musik vertraut vorkommt, haben ihn The Waterboys längst mit dem nächsten Baustein aus ihrer Wohlklang-Pyramide abgelenkt. Sinnlich tönen die Background-Sängerinnen Jess Kavanagh und Zeenie Summers an der Spitze der Tonhöhen. Glänzende Hammond-Orgeltöne setzen laufend neue Reize. Langeweile kommt keinen Takt lang auf. Auch den ruhigeren Songs wohnt ein zügig treibender Beat inne. In diesem Sinne löst "Where The Action Is" die im CD-Titel gesetzte Erwartung ein. The Waterboys spielen stringent auf. Im 38. Jahr des Bestehens reißen Mike Scott und seine Kollegen auf sympathisch lockere, entschlackte, ungewöhnliche wie fokussierte Art einen Volltreffer-Songkatalog herunter. Dabei bedienen sie sich einer klaren Struktur: Sie starten schnell und werden schrittweise balladesker. Genau so ergibt es Sinn. Sie setzen Mick Jones und seinen The Clash im "London Mick" ein Denkmal und verweisen im Text auf Punk. Obwohl The Waterboys wohl nichts ferner liegt als Punk. Wobei, stopp: Natürlich stellt diese Band völlig infrage, wie Plattenläden aufgebaut sind, nach bestimmten Genre-Grenzen, zwischen denen die Wasserjungs munter switchen. Auch früher wirkten sie nie systemkonform. Es gab schon avantgardistischere, jazzigere Platten dieser Gruppe, etwa das 'unechte' Album "Too Close To Heaven" mit Lost Tapes von einst. Seit jeher profilieren sie sich als wandelndes Oxymoron. Sie bestätigen sich als eine Band der Achtziger, die sich den nostalgischen Achtziger-Trends verweigert. Sie verbinden angedeutete Gefälligkeit mit sperriger Eleganz, hier nun ganz besonders. Die Musik geht leicht ins Ohr, besitzt aber doch auch Anspruch und tänzelt zugleich leichtfüßig, mit widerhakenden Momenten. Mike Scott richtet sich an Connoisseure, denen die Jazzpolizei zu elitär ist, aber der Rock'n'Roll zu simpel. Der Preis: Blättert man durch Fan-Foren, stößt "Where The Action Is" einen Teil der eingefleischten Follower der Band vor den Kopf, treten doch mitunter künstlich wirkende Klänge ("Then She Made The Lasses O") und eine unverhohlene Eingängigkeit ("Right Side Of Heartbreak (Wrong Side Of Love)") auf den Plan. Die Waterboys verschieben ihren Rock auch ein bisschen in die Richtung dessen, was der Producer von The Doors einst als Cocktail-Jazz benannt haben soll. So dürfte "In My Time On Earth" manchem Rock-Puristen als zu opulent aufstoßen. Und bei alldem überzeugt gerade, dass die Gruppe zeigt, was sie alles beherrscht und keine Erwartungen bedient. Sänger Mike hat nicht nur hörbar Spaß, sondern frönt auch seinem Faible für Theatralik. Wenige legen so gekonnt so viel schauspielerischen Ausdruck in einen Gesangsvortrag. Der Bandleader beherrscht deutlich das Geschehen. Seine Stimmlage verändert er zwischen und innerhalb der Songs ständig und performt sehr lebendig. Seine Vocals vibrieren voll und satt im Vordergrund der Sound-Abmischung. In Sachen Klangqualität bieten uns The Waterboys das erlesenste HiFi-Surround-Feeling, das der Plattenmarkt seit Langem hergibt. Instrumental flackert hier das ganz große Sound-Kino von links nach rechts. "Ladbroke Grove Symphony" versammelt Wüstenrock-Charme seitens Bass und Schlagzeug, Theatervortrag im Gesang, Folk-Fiddle als Solo-Einlage, treibendes Klavierpedal als Rhythmus-Impuls und ein Hörspiel-Anhängsel voller Geräusche. Nachdenken darf man nicht. Es geht gleich weiter. "Take Me There I Will Follow You" zappelt trashig durch die Gefilde von Hip Hop und Electroclash. Die Melodie lässt sich beim ersten Durchlauf schon mitsingen, die Hookline führt uns "a hundred miles and more", bloß nicht stehenbleiben, klingt catchy und beeindruckt mit Schubkraft. Alle zehn Songs stehen für ein einzigartiges Zusammenspiel in handverlesenen Kombinationen aus dem schier unendlich scheinenden Instrumenten-Arsenal, das heute kein Saxophon mehr beheimatet und sich sogar recht bescheiden bestückt. Aber aus wenig machen Scott & Co. hier jede Menge. Die älteren Herrschaften aus Schottland und Irland besetzen hier folgende Marktlücke: Sie fabrizieren Folk, ohne schrammelig, folkloristisch und trist zu klingen. Sie bauen blues-, jazz- und soul-inspirierten Rock für Menschen zusammen, die es nicht mehr lesen wollen, dass alle Musik ursprünglich aus Memphis komme. Für Hörer, die gerne ein paar Schritte weiter ziehen wollen, denen E-Gitarren-Klischees ein Graus sind, aber Rockmusik viel bedeutet. Der Rocksound wendet sich an offene Ohren, denen die Komplexität des Jazz in Form von gesungenen Liedern Spaß macht. Hier offenbart sich Musik für Perlentaucher, die mit Indie-Rock sympathisieren, aber vor dem Twentysomething-Selbstfindungs-Anspruch vieler Indie-Bands Reißaus nehmen. Darüber hinaus sammelt "Where The Action Is" die Splitter abgebrochener Band-Karrieren sorgsam auf und vollendet, was andere offen ließen. Wo Bob Geldof den Faden verlor und ihm die Melodien ausgingen, führen The Waterboys seinen Gestus weiter. Wo die kanadischen Crash Test Dummies sich mit experimentellen Platten zum One Hit Wonder degradierten, traut es sich Mike Scott fast so tief und sonor zu tönen wie Brad Roberts von den Dummies. Wo Chumbawamba sich 2012 auflösten, klafft eine Lücke, in die The Waterboys ihren risikofreudigen Stilmix einbringen, Hauptsache stürmisch und doch zum aktiven Hinhören animierend. Wem Ocean Colour Scenes "Riverboat Song" als Inbegriff perfekter Gitarrenmusik unerreicht bleibt, dem liefern The Waterboys wenigstens hier und da ebenbürtigen Nachschub. Wer The Moody Blues bis heute für die erfinderischste Band aller Zeiten hält, bekommt hier ein paar Beispiele, wie deren Storytelling heute klingen könnte. So zieht diese Platte viele Register. Zu den eindeutigen Stärken des Albums zählen etliche Basics wie Taktgefühl, eingängige Melodien, Abwechslung im Tempo, ungestümer Spieltrieb, Credibility, gelungenes Erzählen von Geschichten, Klarheit im Klang, Vielfalt und Zeitlosigkeit. Besonderheiten treten hinzu: Die Platte platzt vor Inhalt. "Piper At The Gates Of Dawn" erzählt etwa neun Minuten lang inbrünstig die Geschichte von einer zitternden Ratte, einem Maulwurf und deren Abenteuern. The Waterboys frappieren mit Flow und Selbstverständlichkeit, Crazyness statt Selbstzweifeln. Dieses Album versprüht außerdem eine ungemein vereinnahmende Atmosphäre. Sie passt zu verschiedenen Stimmungen, ob 'happy' or 'sad'. Diese Platte ist die pure Provokation für alle, die sich beim Musikhören einer Szene zugehörig fühlen wollen oder etwas einsortieren wollen. Vergesst es hier. 'Unverschämt gut' trifft auf das Album zu, weil mit seinem schneidigen Gestus und seiner Brillanz wohl weder Fans noch Fachwelt noch irgendwer gerechnet haben. Irgend so eine semi-bekannte Restbestands-Band aus den Achtzigern mit ewiggestrigem Folk Revival-Anstrich, die als One Hit Wonder firmiert, soll 2019 noch eine große Platte rausbringen? Yep! "Where The Action Is" surft souverän und angenehm durch zahlreiche Winkel der Tonerzeugung. Selbst wer dieses Werk nicht mag, wird es mindestens abwechslungsreich, kraftvoll und kreativ finden. © Laut
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Rock - Erschienen am 29. September 2011 | Cooking Vinyl Limited

Darf man eigentlich die lebendige Poesie eines toten Dichters zu seinen Gunsten verwerten? Als William Butler Yeats zeitlebens nach den Worten rang und symbolträchtige Verse schmiedete, konnte der dichtende Visionär natürlich nichts von seinem posthumen Treffen mit dem sehr regen Schotten Mike Scott ahnen. Auf "An Appointment With Mr. Yeats" wird die textliche Steilvorlage des irischen Literatur-Nobelpreisträges zum Grundbaustein des Waterboys-Monarchen. Dieser versteht es, die Fremdanleihe bestens zu phrasieren und ordentlich einzukleiden in ein Gewand, das aus keltischem Folk und kraftvollem Rock'n'Roll verwoben ist. Schon während Scott besonders beachtete Alben wie "Fisherman's Blues" und "A Pagan Place" schuf und andere, weniger für Prachtexemplare gehaltene ("Room To Roam", "Dream Harder") in die Welt setze, aalte er sich innig im Yeats'schen Sprachschatz. Als Fußnote dient das zu Waterboys-gewordene Lied und ursprüngliche Gedicht "The Stolen Child", auf dem Scott erstmals 1988 seine Liebhaberei offenkundig zeigte. Die nun sorgfältig ausgewählten Texte liefern eine eindrucksvolle Gesamtschau von W.B. Yeats' Blickwinkeln, Prognosen und mystischen Erzählungen. Das Instrumentarium ist mal unbändig, mal zart: So zeigen sich eine griechische Bouzouki-Laute, Cabasa-Rasseln, die irische Fiddle, das elektromechanische Mellotron und unzählig synthetische Sounds. Die Liste geht weiter wie auch die Menge der Musiker. Doch meist legt der besessene Mike Scott selbst Hand an und formt aus dem vorhandenen Gedankengut beseelte, unverwechselbare Lieder. Es schlendert Aengus, der keltische Gott der Liebe, Jugend und Poesie umher und Scott schenkt ihm eine Panflöten-Melodie ("Song Of Wandering Aengus"). Sie haucht so zart, dass man glaubt, ihren Atem zu spüren. Eine berstende und alarmierende Orgel dokumentiert, wie der gleißende Vollmond sein wahres Gesicht zeigt ("A Full Moon In March"). Freundlich folgt "Sweet Dancer", das im Refrain einen betörenden Chor hervorbringt. In "Mad As The Mist And Snow" wird gen Ende aus dem anfänglichen Folk ein ausladendes Überraschungsmoment, gestützt vom einem Bläser-Allerlei und Steve Wickhams delirierendem Geigenspiel. Das pikante "September 1913" verabschiedet sich vom romantischen Irland jener Zeit und erinnert an die Stones der späten Siebziger. Mit "An Appointment With Mr. Yeats" zieht Mike Scott den bereits 1939 verstorbenen Poeten aus dem Club der toten Dichter. Der große Yeats hätte dem bestimmt nichts entgegenzusetzen, käme er in den Genuss dieser stimmigen Verheißung. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Mai 1993 | Geffen

After two albums of neo-traditional Irish music, Mike Scott brings The Waterboys back to the big rock sound of earlier albums like This is the Sea. Coming after the remarkably accomplished Fishermen's Blues and Room to Roam, Dream Harder is a bit of a disappointment. Its best material doesn't carry the same weight as compositions from Blues -- compare the simple beauty of Fishermen's Blues' "Has Anyone Hear Seen Hank" to Dream Harder's overblown "The Return of Jimi Hendrix." Scott can still bang out some good songs, but on Dream Harder there aren't as many as on previous efforts. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Rock - Erschienen am 5. Juni 2020 | Cooking Vinyl Limited

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Rock - Erschienen am 15. Juli 2020 | Cooking Vinyl Limited

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Rock - Erschienen am 25. September 2000 | Cooking Vinyl Limited

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. August 2005 | Puck Records