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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Mai 2002 | Warner Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
The Flaming Lips, eine Ex-Rock-Band aus Oklahoma City, eine Band, so vielgestaltig und gewaltig, wie einst der große Odysseus, eine Band, die mit "Yoshimi vs. The Pink Robots" ihr mittlerweile elftes Experiment in Form eines Longplayers vorstellt und damit vor allem eines dokumentiert: Alles bleibt anders. Wie gehabt. Wie bereits ihr letztes Album "The Soft Bulletin" und das wahnwitzige 4-CD-Machwerk "Zaireeka" (Achtung: alle 4 CDs müssen gleichzeitig abgespielt werden !) wurde auch "Yoshimi vs. The Pink Robots" in kongenialer Zusammenarbeit mit David Fridmann in dessen Studio bei Buffalo produziert und kommt angesichts dessen alles in allem erstaunlich sanft und relaxed, geradezu poppig daher. Sicher, schräg genug sind die Herren Coyne, Ivins und Drozd immer noch unterwegs, um weit davon entfernt zu sein, sich unversehens in irgendwelchen, ihnen gänzlich unbekannten, Chartsgefilden wieder zu finden. Denn bei allem Pop-Appeal dürfte "Yoshimi..." mit seinen unzähligen strangen Sounds und ulkigen Songideen für das breite Mainstreampublikum doch ein wenig zu sperrig (produziert) sein. Doch zeigen die Flaming Lips wieder, dass sie in der Tat ein ganz feines Händchen für wunderbare Melodien und einfallsreiche Arrangements besitzen. In vorliegendem Fall erinnert das über weite Strecken an die großartigen Ween, ab und an ein wenig an Air, dazu gesellen sich reihenweise analoge Synthiepiepser und so plätschert es dann angenehm vor sich hin, bis plötzlich, haste nicht gesehn, dicke synthetische Beats die Szene beherrschen. Hoppla. Und wer bei "Fight Test", dem ersten Track der Scheibe, nicht nach 0,4 Sekunden "Cat Stevens!" schreit, kennt Vater und Sohn nicht. Es ist schon sehr interessant, aus welchen Zutaten sich die Lips da ihr sehr ambientes Acid-Pop-Süppchen zusammen kochen. Wer einsteigt auf die FL-Rezeptur findet sich alsbald in einem Meer aus fein gesponnenen Songstrukturen und Harmonien wieder, die man in dieser Form wahrlich nicht alle Tage hört. Man muss denn auch nicht eben lange suchen, um auf "Yoshimi..." einige Kleinode zu finden und lieb zu gewinnen. So sind beispielsweise das Titelstück mit seinen japanischen Hintergrundsprenkseln oder auch das, zu Beginn recht kraftwerkige, "Morning of the Magicians" großartige Songs, die einem so schnell nicht mehr aus dem Hinterkopf gehen wollen und sanft aber lange nachhallen. Wirklich schön und vor allem auch schön eigenartig trotz allen Wohlklangs und Säuselns. So ist "Yoshimi..." alles in allem ein gelungenes, durchgängig angenehmes, leicht verschrobenes und durchaus empfehlenswertes Pop-Album, auch wenn für meinen Geschmack die kleine Roboter-Reise ins Yoshimi-Wunderland teilweise doch etwas arg niedlich und verträumt ausgefallen ist. Aber schließlich träumen wir alle gern mal ein wenig vor uns hin ... © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. September 1995 | Warner Records

Auszeichnungen Stereophile: Record To Die For
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Mai 2002 | Warner Records

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The Flaming Lips, eine Ex-Rock-Band aus Oklahoma City, eine Band, so vielgestaltig und gewaltig, wie einst der große Odysseus, eine Band, die mit "Yoshimi vs. The Pink Robots" ihr mittlerweile elftes Experiment in Form eines Longplayers vorstellt und damit vor allem eines dokumentiert: Alles bleibt anders. Wie gehabt. Wie bereits ihr letztes Album "The Soft Bulletin" und das wahnwitzige 4-CD-Machwerk "Zaireeka" (Achtung: alle 4 CDs müssen gleichzeitig abgespielt werden !) wurde auch "Yoshimi vs. The Pink Robots" in kongenialer Zusammenarbeit mit David Fridmann in dessen Studio bei Buffalo produziert und kommt angesichts dessen alles in allem erstaunlich sanft und relaxed, geradezu poppig daher. Sicher, schräg genug sind die Herren Coyne, Ivins und Drozd immer noch unterwegs, um weit davon entfernt zu sein, sich unversehens in irgendwelchen, ihnen gänzlich unbekannten, Chartsgefilden wieder zu finden. Denn bei allem Pop-Appeal dürfte "Yoshimi..." mit seinen unzähligen strangen Sounds und ulkigen Songideen für das breite Mainstreampublikum doch ein wenig zu sperrig (produziert) sein. Doch zeigen die Flaming Lips wieder, dass sie in der Tat ein ganz feines Händchen für wunderbare Melodien und einfallsreiche Arrangements besitzen. In vorliegendem Fall erinnert das über weite Strecken an die großartigen Ween, ab und an ein wenig an Air, dazu gesellen sich reihenweise analoge Synthiepiepser und so plätschert es dann angenehm vor sich hin, bis plötzlich, haste nicht gesehn, dicke synthetische Beats die Szene beherrschen. Hoppla. Und wer bei "Fight Test", dem ersten Track der Scheibe, nicht nach 0,4 Sekunden "Cat Stevens!" schreit, kennt Vater und Sohn nicht. Es ist schon sehr interessant, aus welchen Zutaten sich die Lips da ihr sehr ambientes Acid-Pop-Süppchen zusammen kochen. Wer einsteigt auf die FL-Rezeptur findet sich alsbald in einem Meer aus fein gesponnenen Songstrukturen und Harmonien wieder, die man in dieser Form wahrlich nicht alle Tage hört. Man muss denn auch nicht eben lange suchen, um auf "Yoshimi..." einige Kleinode zu finden und lieb zu gewinnen. So sind beispielsweise das Titelstück mit seinen japanischen Hintergrundsprenkseln oder auch das, zu Beginn recht kraftwerkige, "Morning of the Magicians" großartige Songs, die einem so schnell nicht mehr aus dem Hinterkopf gehen wollen und sanft aber lange nachhallen. Wirklich schön und vor allem auch schön eigenartig trotz allen Wohlklangs und Säuselns. So ist "Yoshimi..." alles in allem ein gelungenes, durchgängig angenehmes, leicht verschrobenes und durchaus empfehlenswertes Pop-Album, auch wenn für meinen Geschmack die kleine Roboter-Reise ins Yoshimi-Wunderland teilweise doch etwas arg niedlich und verträumt ausgefallen ist. Aber schließlich träumen wir alle gern mal ein wenig vor uns hin ... © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Mai 1999 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. April 2006 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Juni 2018 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Oktober 2009 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Juni 1993 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Dezember 2009 | Warner Records

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Man muss schon die Eier dazu haben oder ein kleines bisschen durchgeknallt sein. Oder beides. Warum sonst käme man als Musiker auf die Idee, das drittmeistverkaufte Album der Musikgeschichte zu covern? The Flaming Lips hatten die Eier und waren durchgeknallt genug, um sich an Pink Floyds "The Dark Side of The Moon" zu wagen. Zusammen mit den Experimental-Rockern von Stardeath & White Dwarfs, Henry Rollins und Peaches haben sie den 1973er Psych-Rock-Klassiker neu eingespielt. An "The Dark Side Of The Moon" kommt niemand vorbei. Jeder Musikliebhaber besitzt das Album in mindestens einem der mittlerweile verfügbaren Aggregatzustände und kann das Tracklisting fehlerfrei herunterbeten, wenn er nachts um drei Uhr geweckt wird. Jeder Musiker hat mindestens schon einmal versucht, "Money" oder "On The Run" nachzuspielen oder das Album parallel zum Zauberer von Oz zu hören, um die angebliche Synchronität zum Film zu finden. Jedes Kind sollte von der Existenz dieses Albums wissen, das zusammen mit Michael Jacksons Thriller und AC/DCs "Back In Black" mit 45 Millionen Exemplaren zu den meistverkauften Alben der Musikgeschichte zählt. So weit, so gut. Nun kommen also die Flaming Lips daher, suchen sich ein paar befreundete und verwandte Musiker und wagen sich an die unantastbaren und heiligen 42 Minuten und 59 Sekunden Kulturgeschichte. Der Grat, auf dem sie wandern, ist verdammt schmal. Die gute Nachricht: Die Lips und Freunde versuchen nicht, Pink Floyd zu übertrumpfen. Sie wollen nicht besser sein, sondern dem Meisterwerk den Respekt zollen, den es verdient und die ein oder andere Innovation beisteuern. Somit entpuppt sich die Neuinterpretation als erfrischend kompetent und mutig. Auf den ersten Blick ist vieles ähnlich: Der in die Spektralfarben aufgefächerte Lichtstrahl des Plattencovers, das Pochen des Herzschlags am Anfang von "Speak To Me/Breathe" und am Ende von "Eclipse", die markanten gesprochenen Passagen - ja sogar der letzte Satz des Albums stimmt überein: "There is no dark side in the moon, really; (as a) matter of fact it’s all dark." So erweist sich die Suche nach Übereinstimmungen und Abweichungen als wahrer Erlebnispark für Musik-Geeks. Wer genauer hinhört, bemerkt die kleinen aber feinen Unterschiede, die dem Album erst seine Berechtigung geben. Der Herzschlag ist ein eher kränkelnder, die Uhren und Wecker in "Time" werden durch rhythmisches Husten und schweres Atmen verstärkt, Gitarrensoli kommen an manchen Stellen dazu, an anderen werden sie entfernt. Die Basslinie in "Breath" ist aggressiver als beim Original und dreckiger und funkiger in "Money". "Money" wird auch bei den Flaming Lips zum wichtigsten Song des Albums - es dient als Aushängeschild für die Weirdness, die sie überall hineinstreuen. Aber was haben sie aus dem Song gemacht? Geflüsterter und digitalisierter Gesang erinnern an Roboter, die psychedelische Musik machen. Irgendwie komisch, aber irgendwie gut. Auch "Eclipse" klingt mehr wie ein Flaming-Lips-Song, ohne jedoch zu viel PinkFloydness zu verlieren. War es nötig, "The Dark Side Of The Moon" noch einmal aufzunehmen? Who cares?! Die Flaming Lips haben dem Album 37 Jahre nach dessen erscheinen noch einmal neues Leben eingehaucht. Sie haben dieses Meisterwerk mit ihrer eigenen musikalischen Handschrift versehen. Jungen Hörern ermöglichen sie damit einen Zugang zu Pink Floyd, alteingesessenen Fans bieten sie eine neue Perspektive. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Juni 2018 | Ryko - Rhino

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Die herrlich merkwürdigen und chaotischen Flaming Lips gehören zu jenen Gruppen, die in den achtziger Jahren in der Szene des Alternativ Rocks entstanden und sich eher gut gehalten haben. Ihr Hang zum Psychedelischen und Skurrilen überrascht und fasziniert gleichzeitig. Mit dieser verrückten Truppe aus Oklahoma nimmt Alles neue Formen an. Irgendeine Mischung aus übertriebenen Verzerrungen und immer intensiverem Headbanging, oder auch ein Rollenspiel mit Gestalten, die irgendein Kraut geraucht haben. Das entspricht in etwa dem Ambiente, das diese Rockgenies seit 1983 bis zum heutigen Tag regelmäßig erzeugt haben. Beim Label Rhino Records sind sie damit nicht auf taube Ohren gestoßen. Zum ersten Mal erscheinen die gesamten, beim Label Restless Records zwischen 1986 und 1990 gemachten Einspielungen der Flaming Lips unter dem Titel Seeing The Unseeable auf sechs Platten zusammengefasst, und zwar in geremasterter Version. Ein erstaunliches Fazit mit vier ihrer besten Alben: Hear It Is, Oh My Gawd, Telepathic Surgery und In a Priest Driven Ambulance. Als Zugabe gibt es eine Platte mit raren Juwelen: The Mushroom Tapes. © Anna Coluthe/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. September 1995 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Juni 2018 | Ryko - Rhino

Die herrlich merkwürdigen und chaotischen Flaming Lips gehören zu jenen Gruppen, die in den achtziger Jahren in der Szene des Alternativ Rocks entstanden und sich eher gut gehalten haben. Ihr Hang zum Psychedelischen und Skurrilen überrascht und fasziniert gleichzeitig. Mit dieser verrückten Truppe aus Oklahoma nimmt Alles neue Formen an. Irgendeine Mischung aus übertriebenen Verzerrungen und immer intensiverem Headbanging, oder auch ein Rollenspiel mit Gestalten, die irgendein Kraut geraucht haben. Das entspricht in etwa dem Ambiente, das diese Rockgenies seit 1983 bis zum heutigen Tag regelmäßig erzeugt haben. Beim Label Rhino Records sind sie damit nicht auf taube Ohren gestoßen. Zum ersten Mal erscheinen die gesamten, beim Label Restless Records zwischen 1986 und 1990 gemachten Einspielungen der Flaming Lips unter dem Titel Seeing The Unseeable auf sechs Platten zusammengefasst, und zwar in geremasterter Version. Ein erstaunliches Fazit mit vier ihrer besten Alben: Hear It Is, Oh My Gawd, Telepathic Surgery und In a Priest Driven Ambulance. Als Zugabe gibt es eine Platte mit raren Juwelen: The Mushroom Tapes. © Anna Coluthe/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Mai 1999 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Dezember 2009 | Warner Records

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Man muss schon die Eier dazu haben oder ein kleines bisschen durchgeknallt sein. Oder beides. Warum sonst käme man als Musiker auf die Idee, das drittmeistverkaufte Album der Musikgeschichte zu covern? The Flaming Lips hatten die Eier und waren durchgeknallt genug, um sich an Pink Floyds "The Dark Side of The Moon" zu wagen. Zusammen mit den Experimental-Rockern von Stardeath & White Dwarfs, Henry Rollins und Peaches haben sie den 1973er Psych-Rock-Klassiker neu eingespielt. An "The Dark Side Of The Moon" kommt niemand vorbei. Jeder Musikliebhaber besitzt das Album in mindestens einem der mittlerweile verfügbaren Aggregatzustände und kann das Tracklisting fehlerfrei herunterbeten, wenn er nachts um drei Uhr geweckt wird. Jeder Musiker hat mindestens schon einmal versucht, "Money" oder "On The Run" nachzuspielen oder das Album parallel zum Zauberer von Oz zu hören, um die angebliche Synchronität zum Film zu finden. Jedes Kind sollte von der Existenz dieses Albums wissen, das zusammen mit Michael Jacksons Thriller und AC/DCs "Back In Black" mit 45 Millionen Exemplaren zu den meistverkauften Alben der Musikgeschichte zählt. So weit, so gut. Nun kommen also die Flaming Lips daher, suchen sich ein paar befreundete und verwandte Musiker und wagen sich an die unantastbaren und heiligen 42 Minuten und 59 Sekunden Kulturgeschichte. Der Grat, auf dem sie wandern, ist verdammt schmal. Die gute Nachricht: Die Lips und Freunde versuchen nicht, Pink Floyd zu übertrumpfen. Sie wollen nicht besser sein, sondern dem Meisterwerk den Respekt zollen, den es verdient und die ein oder andere Innovation beisteuern. Somit entpuppt sich die Neuinterpretation als erfrischend kompetent und mutig. Auf den ersten Blick ist vieles ähnlich: Der in die Spektralfarben aufgefächerte Lichtstrahl des Plattencovers, das Pochen des Herzschlags am Anfang von "Speak To Me/Breathe" und am Ende von "Eclipse", die markanten gesprochenen Passagen - ja sogar der letzte Satz des Albums stimmt überein: "There is no dark side in the moon, really; (as a) matter of fact it’s all dark." So erweist sich die Suche nach Übereinstimmungen und Abweichungen als wahrer Erlebnispark für Musik-Geeks. Wer genauer hinhört, bemerkt die kleinen aber feinen Unterschiede, die dem Album erst seine Berechtigung geben. Der Herzschlag ist ein eher kränkelnder, die Uhren und Wecker in "Time" werden durch rhythmisches Husten und schweres Atmen verstärkt, Gitarrensoli kommen an manchen Stellen dazu, an anderen werden sie entfernt. Die Basslinie in "Breath" ist aggressiver als beim Original und dreckiger und funkiger in "Money". "Money" wird auch bei den Flaming Lips zum wichtigsten Song des Albums - es dient als Aushängeschild für die Weirdness, die sie überall hineinstreuen. Aber was haben sie aus dem Song gemacht? Geflüsterter und digitalisierter Gesang erinnern an Roboter, die psychedelische Musik machen. Irgendwie komisch, aber irgendwie gut. Auch "Eclipse" klingt mehr wie ein Flaming-Lips-Song, ohne jedoch zu viel PinkFloydness zu verlieren. War es nötig, "The Dark Side Of The Moon" noch einmal aufzunehmen? Who cares?! Die Flaming Lips haben dem Album 37 Jahre nach dessen erscheinen noch einmal neues Leben eingehaucht. Sie haben dieses Meisterwerk mit ihrer eigenen musikalischen Handschrift versehen. Jungen Hörern ermöglichen sie damit einen Zugang zu Pink Floyd, alteingesessenen Fans bieten sie eine neue Perspektive. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Dezember 2009 | Warner Records

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Man muss schon die Eier dazu haben oder ein kleines bisschen durchgeknallt sein. Oder beides. Warum sonst käme man als Musiker auf die Idee, das drittmeistverkaufte Album der Musikgeschichte zu covern? The Flaming Lips hatten die Eier und waren durchgeknallt genug, um sich an Pink Floyds "The Dark Side of The Moon" zu wagen. Zusammen mit den Experimental-Rockern von Stardeath & White Dwarfs, Henry Rollins und Peaches haben sie den 1973er Psych-Rock-Klassiker neu eingespielt. An "The Dark Side Of The Moon" kommt niemand vorbei. Jeder Musikliebhaber besitzt das Album in mindestens einem der mittlerweile verfügbaren Aggregatzustände und kann das Tracklisting fehlerfrei herunterbeten, wenn er nachts um drei Uhr geweckt wird. Jeder Musiker hat mindestens schon einmal versucht, "Money" oder "On The Run" nachzuspielen oder das Album parallel zum Zauberer von Oz zu hören, um die angebliche Synchronität zum Film zu finden. Jedes Kind sollte von der Existenz dieses Albums wissen, das zusammen mit Michael Jacksons Thriller und AC/DCs "Back In Black" mit 45 Millionen Exemplaren zu den meistverkauften Alben der Musikgeschichte zählt. So weit, so gut. Nun kommen also die Flaming Lips daher, suchen sich ein paar befreundete und verwandte Musiker und wagen sich an die unantastbaren und heiligen 42 Minuten und 59 Sekunden Kulturgeschichte. Der Grat, auf dem sie wandern, ist verdammt schmal. Die gute Nachricht: Die Lips und Freunde versuchen nicht, Pink Floyd zu übertrumpfen. Sie wollen nicht besser sein, sondern dem Meisterwerk den Respekt zollen, den es verdient und die ein oder andere Innovation beisteuern. Somit entpuppt sich die Neuinterpretation als erfrischend kompetent und mutig. Auf den ersten Blick ist vieles ähnlich: Der in die Spektralfarben aufgefächerte Lichtstrahl des Plattencovers, das Pochen des Herzschlags am Anfang von "Speak To Me/Breathe" und am Ende von "Eclipse", die markanten gesprochenen Passagen - ja sogar der letzte Satz des Albums stimmt überein: "There is no dark side in the moon, really; (as a) matter of fact it’s all dark." So erweist sich die Suche nach Übereinstimmungen und Abweichungen als wahrer Erlebnispark für Musik-Geeks. Wer genauer hinhört, bemerkt die kleinen aber feinen Unterschiede, die dem Album erst seine Berechtigung geben. Der Herzschlag ist ein eher kränkelnder, die Uhren und Wecker in "Time" werden durch rhythmisches Husten und schweres Atmen verstärkt, Gitarrensoli kommen an manchen Stellen dazu, an anderen werden sie entfernt. Die Basslinie in "Breath" ist aggressiver als beim Original und dreckiger und funkiger in "Money". "Money" wird auch bei den Flaming Lips zum wichtigsten Song des Albums - es dient als Aushängeschild für die Weirdness, die sie überall hineinstreuen. Aber was haben sie aus dem Song gemacht? Geflüsterter und digitalisierter Gesang erinnern an Roboter, die psychedelische Musik machen. Irgendwie komisch, aber irgendwie gut. Auch "Eclipse" klingt mehr wie ein Flaming-Lips-Song, ohne jedoch zu viel PinkFloydness zu verlieren. War es nötig, "The Dark Side Of The Moon" noch einmal aufzunehmen? Who cares?! Die Flaming Lips haben dem Album 37 Jahre nach dessen erscheinen noch einmal neues Leben eingehaucht. Sie haben dieses Meisterwerk mit ihrer eigenen musikalischen Handschrift versehen. Jungen Hörern ermöglichen sie damit einen Zugang zu Pink Floyd, alteingesessenen Fans bieten sie eine neue Perspektive. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Juni 2018 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. September 2009 | Rykodisc

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. September 2009 | Rykodisc

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. August 1992 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Juni 1993 | Warner Records