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Die Alben

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Rock - Erschienen am 1. Juli 1968 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
1968 war das Jahr, in dem sich The Band der Schirmherrschaft Bob Dylans entzogen. Als Haus- und Hofkapelle unterstützten sie Dylan zu Beginn seiner elektrischen Phase zwischen 1965 und 1967. Aus diesem Zusammenspiel erwuchsen auch die 1975 erschienenen "The Basement Tapes". Als Bindeglied zwischen diesem Song-Sammelsurium und der ersten eigenmächtigen Veröffentlichung von The Band steht ein Haus im Dörfchen West Saugerties im US-Bundestaat New York, dem beide Alben Rechnung tragen: The Big Pink. In diesem Unterschlupf mit seiner pinken Außenfassade wurde den Kopfgeburten der The Band-Mitglieder tönendes Leben eingehaucht. Gerade wegen seiner Country-, Folk- und Roots-Rock-Variationen brachen The Band mit "Music From Big Pink" eine Aufnahme vom Zaun, die nicht der Mode des damaligen Zeitgeistes unterworfen war. Die Psychedelia der Westküste stellte die Heimstatt von Körpererfahrung und Klangcollagen dar, die das individuelle Bewusstsein verschwimmen lassen sollte. Neben dieser eingetrübten Realität geriet das politische Tagesgeschäft ins Wanken. Die USA hatten ihren bis zu diesem Zeitpunkt größten Prediger, Martin Luther King, durch einen Terrorakt verloren und ließen eigensinnig den Horror im Stellvertreterkrieg in Vietnam walten. Matthew Oshinsky vom Wall Street Journal ordnete den bekanntesten Album-Track "The Weight" (aus dem Soundtrack zum Kultstreifen "Easy Rider") so ein: "Es war tatsächlich an der Zeit, Ballast abzuwerfen ("take a load off") und die psychedelische Party hinter sich zu lassen. Revolution und Drogen und Krieg und Maßlosigkeit wogen schwer, zu schwer. Wie der Protagonist im Lied blickten The Band auf eine erschöpfte Szenerie." The Band brachten im Sommer des Jahres 1968 mit klaren Akkorden und reinen Melodien das auf den Punkt, was jahrzehntelang durchs Land wehte. Keine 43 Minuten benötigt das Quintett, um "Music From Big Pink" wie ein sorgsam gepflegtes und sagenumwobenes Erbe nordamerikanischer Musikgeschichte erschallen zu lassen. Von der Wehklage "Tears Of Rage" bis zu den hochtonigen Harmonien von "I Shall Be Released" versprühen die aufgeteilten Gesänge von Richard Manuel, Levon Helm, Rick Danko und Robbie Robertson im Wechselspiel mit Orgel, Klavier, Clavinet, Saxophon, Fidel, Gitarren und Schlagwerk ein gleichzeitiges Gefühl von Nah und Fern. "Music From Big Pink" ist klanggewordene Aura, die uns die frohe Kunde des Philosophen Walter Benjamin überbringt: Dass wir es hier mit einem Kunstwerk zu tun haben, dessen Anziehungskraft sich darin äußert, eine "einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag" herzustellen. Es ist ein Meilenstein, der herausragt aus den Schollen des großflächigen popmusikalischen Bodens, gerade weil er so erdverbunden ist. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Juni 1978 | Rhino - Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Rock - Erschienen am 22. September 1969 | SPECIAL MARKETS (SPM)

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
The Band's first album, Music from Big Pink, seemed to come out of nowhere, with its ramshackle musical blend and songs of rural tragedy. The Band, the group's second album, was a more deliberate and even more accomplished effort, partially because the players had become a more cohesive unit, and partially because guitarist Robbie Robertson had taken over the songwriting, writing or co-writing all 12 songs. Though a Canadian, Robertson focused on a series of American archetypes from the union worker in "King Harvest (Has Surely Come)" and the retired sailor in "Rockin' Chair" to, most famously, the Confederate Civil War observer Virgil Cane in "The Night They Drove Old Dixie Down." The album effectively mixed the kind of mournful songs that had dominated Music from Big Pink, here including "Whispering Pines" and "When You Awake" (both co-written by Richard Manuel), with rollicking up-tempo numbers like "Rag Mama Rag" and "Up on Cripple Creek" (both sung by Levon Helm and released as singles, with "Up on Cripple Creek" making the Top 40). As had been true of the first album, it was The Band's sound that stood out the most, from Helm's (and occasionally Manuel's) propulsive drumming to Robertson's distinctive guitar fills and the endlessly inventive keyboard textures of Garth Hudson, all topped by the rough, expressive singing of Manuel, Helm, and Rick Danko that mixed leads with harmonies. The arrangements were simultaneously loose and assured, giving the songs a timeless appeal, while the lyrics continued to paint portraits of 19th century rural life (especially Southern life, as references to Tennessee and Virginia made clear), its sometimes less savory aspects treated with warmth and humor. © William Ruhlmann /TiVo
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Rock - Erschienen am 17. August 1970 | Capitol Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Mit ihrem dritten Album wurde The Band zu einer gewöhnlichen Band - geprägt vom Druck, neue Alben liefern zu müssen, auf Tour zu gehen, Erfolg zu haben, Familie und Beruf zu vereinen. Zeichneten sich die ersten zwei Werke "Music From Big Pink" (1968) und "The Band" (1969) durch außerordentliche Kreativität aus, standen die Mitglieder zu Beginn der Sessions unter Stress. Aus einem verschworenen Haufen, der wie in einer WG lebte, sich Ideen und Instrumente regelrecht zuwarf, waren individuelle Musiker geworden, von denen jeder sein eigenes Bündel zu tragen hatte. Familienzuwachs einerseits, Drogen- und Alkoholprobleme andererseits. Album Nummer drei sollte eine schnelle Sache werden, aufgenommen in jenem Ort, an dem sich die Musiker niedergelassen hatten: Woodstock. Nach dem Zwischenspiel in Los Angeles für "The Band" war es eine Rückkehr zu den Wurzeln, in denen die "Basement Tapes" mit Bob Dylan und Album Nummer eins entstanden waren. Doch auch hier war nicht alles beim Alten, denn das legendäre Festival hatte die kleine Ortschaft im Jahr zuvor weltweit berühmt gemacht. Viele Bewohner waren wenig begeistert von der medialen Aufmerksamkeit und den vielen Menschen, die herumlungerten. Die Idee, das Album als Liveveranstaltung vor Publikum im lokalen Theater aufzunehmen, stieß auf Ablehnung. Also nutzten die Musiker die Räumlichkeiten als improvisiertes Studio. Zwölf Tage im Mai und Juni 1970 genehmigten sie sich, um die Lieder zu schreiben und zu arrangieren. Das klappte erstaunlich gut, dank Gitarrist Robbie Robertson, der sich zum Verdruss der anderen Mitglieder immer mehr zur zentralen Figur entwickelte. Unter Gleichen war er etwas gleicher, sozusagen, steuerte dafür aber auch fast das gesamte Material bei. Noch hatte er genügend Ideen. Der Opener "W.S. Walcott Medicine Show" hätte auch auf dem Vorgängeralbum gut ausgesehen, die Geschichte eines Quacksalbers, der mit viel Rauch seine Ware unters Volk bringt, musikalisch mitreißend begleitet. Ein Klassiker im Repertoire der Band, doch auch ein Außenseiter auf dem Album, das eher Probleme und schwierige Gemütszustände thematisierte. Diese sickerten durch die Planken der Bühne und setzten sich in den Zeilen fest, wie Robertson es später beschrieb. Wer die Originalausgabe des Albums kennt, wird sich über die geänderte Reihenfolge der Stücke dieser Jubiläumsedition wundern. Auch das ein Zeichen des Endes der einstigen Verschworenheit, denn die Anordnung sei ein Zugeständnis an Klavierspieler Richard Manuel und Schlagzeuger Levon Helm gewesen, die ihr eigenes Material am Anfang sehen wollten, so Robertson in den Liner Notes. Und ein Zeichen dafür, wie herrisch Robertson mit dem Erbe vorgeht. Wobei ihm keiner widersprechen kann, denn neben ihm ist nur noch Organist Garth Hudson am Leben, der sich aber schon lange nicht mehr um das alte Material kümmert. Robertson hat aber eigentlich recht: Durch die neue Anordnung wirkt das Album stimmiger. Das zeigt sich beim ruhigen "Sleeping", das an zweiter Stelle keinen wirklichen Sinn machte, nun aber das Album schön abschließt. An dessen Stelle befindet sich das ebenfalls mitreißende "The Shape I'm In", das trotz der fröhlichen Stimmung ein ernstes Thema ansprach, die mittlerweile Besorgnis erregende Drogenabhängigkeit Richard Manuels. "Schau mal, wie ich mich zugerichtet habe", singt er im Refrain die Zeile, die Robertson auf ihn gemünzt hatte. Ein Test, sozusagen, wie es auch "All La Glory" war, eine Art Wiegenlied, das Richardson für den ebenfalls angeschlagenen Levon Helm geschrieben hatte. Wie besorgt Robertson war, zeigt sich im Refrain: "All la glory, I'm second story / Feel so tall like a prison wall". Gefängnismauern in einem Kinderlied unterzubringen ist ungewöhnlich, doch ist es das wohl zärtlichste Stück im Repertoire von The Band, auch dank Helm, der die stimmliche Herausforderung erfolgreich annahm. Was der Titel bedeutet, ist nach wie vor unklar. Eine Interpretation lautet, dass es eine andere Schreibweise für "Allegory" ist, doch auf der Hülle des Mastertapes, in dieser Jubiläumsausgabe abgebildet, steht "All The Glory". Offenbar nur ein kleines Verwirrungsspiel. Dir Sache mit den hohen Wänden kam nicht von ungefähr, wie "The Rumor" zeigt, in dem sich Robertson darüber beschwert, wie viele Gerüchte im Umlauf seien. Gemeint habe er damit die Stimmung in Woodstock, das nach dem Festival von Misstrauen geprägt gewesen sei. Doch bleibt auch Zeit für lichte Momente wie "Time To Kill", das bluesige "Strawberry Wine" oder "Just Another Whistle Stop", in denen Robertson auch mal so etwas wie ein Solo andeutet. Er hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, auf der Bühne den Gitarrenhelden zu mimen und änderte sein Spiel. In der Tat ließ er eher Hudson die Tasten seiner Orgel bedienen als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Dazu gehört auch, dass er auf dem Album selbst nicht sang. Wie gewohnt übernahmen Manuel, Helm und Bassist Rick Danko das Mikrofon. Letzterer im Titeltrack, der im Laufe der Jahre unterschiedliche Interpretationen erfuhr. War der 'Mann mit dem Lampenfieber' Bob Dylan? Oder Robertson selbst? Auf jeden Fall thematisiert das Stück die Schwierigkeiten, die der Erfolg mit sich bringt. "Sie gaben diesem Jungen sein Glück und seinen Ruhm / Seit diesem Tag ist er nicht mehr derselbe", heißt es in der ersten Strophe. Auf dem Weg nach oben muss man Opfer bringen, wie auch jener junge Mann, der in "Daniel And The Sacred Harp" seine Seele verkauft, um sein Instrument zu erlernen. Trotz der Unstimmigkeiten wurde aus "Stage Fright" ein Album aus einem Guss, das rockiger ausfiel als seine Vorgänger. An den Reglern, als Tontechniker, saß ein noch junger Todd Rundgren, der die Bänder zum Abmischen mit nach England nahm. Was genau geschah, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, dennoch gab es mindestens zwei Mixe, einer von Rundgren selbst und einer von Glyn Johns, der sich mit den Rolling Stones einen Namen gemacht hatte. 50 Jahre später sorgt Bob Clearmountain für klanglich hervorragende Ergebnisse, auf CD, Vinyl und auch Dolby Surround 5.1. Nach den Aufnahmesessions ging die Band mal wieder auf Tour. Unter anderen mit Janis Joplin und Grateful Dead rollten sie mit dem "Festival Express" durch Kanada, lebten das Rock'n'Roll-Leben und spielten sich gegenseitig ihre Lieder vor, wie die hier zum ersten Mal veröffentlichten Aufnahmen aus einem Hotelzimmer in Calgary beweisen. Unter den Stücken befindet sich "Get Up Jake", das bei den Sessions zu "The Band" entstanden war, es aber nicht aufs Album geschafft hatte. Nett anzuhören, aber nicht zu vergleichen mit dem Konzert aus der Royal Albert Hall auf CD2, aufgenommen im Juni 1971. Da machte der Titel des Albums, "Lampenfieber", tatsächlich Sinn. Nach ihrer Tour mit Dylan 1966 war The Band nicht mehr in Europa gewesen und hatte Bammel, wie damals einem feindseligen Publikum gegenüber zu stehen. Das Gegenteil war der Fall: Schon der erste Auftritt in Hamburg war ein Erfolg, auf den Flügeln der Begeisterung ließen sie ihren späteren Auftritt in London mitschneiden. Es muss eine riesige Genugtuung gewesen sein, fünf Jahren nach den Buhrufen, die mittlerweile ebenfalls erschienen sind. Hörenswert ist der Auftritt auf jeden Fall. Wie bei den ersten zwei Platten ist die Super Deluxe-Ausgabe eine lohnenswerte Anschaffung, bietet sie neben zwei CDs, Blu-Ray (für die Dolby-Abmischung des Albums und des Bonusmaterials) und Vinyl auch eine 7"-Single in einer liebevoll gestaltete Box. In ihr kommt neben anderen Norman Seeff zu Wort, der ein Jahr zuvor aus Südafrika nach New York gekommen war, um als Fotograf zu arbeiten. Er war kurz davor aufzugeben, als er den Auftrag bekam, diese Typen ein paar Autostunden entfernt abzulichten. Mit seinem letzten Geld kaufte er sich sechs Filme, verfuhr sich, kam zu spät und war mit dem Ergebnis unzufrieden. Mit dem Gefühl, das sei es gewesen, schob er die Abzüge Gestalter Bob Cato unter der Tür durch. Dieser war jedoch so begeistert, dass er eines der Bilder dem Album als Poster beifügte. Ein Jahr später war Seeff der Creative Director bei United Artist Records und wurde zu einem der besten Rock-Fotografen. So kann es gehen. Manchmal hat man auch Glück. Trotz der widrigen Umstände erreichte "Stage Fright" die höchste Platzierung von The Band in den US-Charts (Platz fünf), auch wenn sich der Vorgänger "The Band" im Laufe der Jahre besser verkaufte. Manchmal muss man Dinge einfach geschehen lassen. Wie Robertson passend in "The Rumor" dichtete: "Close your eyes, hang down your head / Until the fog blows away, let it blow away / Open up your arms and feel the good / It's a-comin', a brand new day. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2009 | Capitol Records

Auszeichnungen Stereophile: Record To Die For
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Rock - Erschienen am 1. November 1975 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Rock - Erschienen am 17. August 1970 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

Hi-Res
Mit ihrem dritten Album wurde The Band zu einer gewöhnlichen Band - geprägt vom Druck, neue Alben liefern zu müssen, auf Tour zu gehen, Erfolg zu haben, Familie und Beruf zu vereinen. Zeichneten sich die ersten zwei Werke "Music From Big Pink" (1968) und "The Band" (1969) durch außerordentliche Kreativität aus, standen die Mitglieder zu Beginn der Sessions unter Stress. Aus einem verschworenen Haufen, der wie in einer WG lebte, sich Ideen und Instrumente regelrecht zuwarf, waren individuelle Musiker geworden, von denen jeder sein eigenes Bündel zu tragen hatte. Familienzuwachs einerseits, Drogen- und Alkoholprobleme andererseits. Album Nummer drei sollte eine schnelle Sache werden, aufgenommen in jenem Ort, an dem sich die Musiker niedergelassen hatten: Woodstock. Nach dem Zwischenspiel in Los Angeles für "The Band" war es eine Rückkehr zu den Wurzeln, in denen die "Basement Tapes" mit Bob Dylan und Album Nummer eins entstanden waren. Doch auch hier war nicht alles beim Alten, denn das legendäre Festival hatte die kleine Ortschaft im Jahr zuvor weltweit berühmt gemacht. Viele Bewohner waren wenig begeistert von der medialen Aufmerksamkeit und den vielen Menschen, die herumlungerten. Die Idee, das Album als Liveveranstaltung vor Publikum im lokalen Theater aufzunehmen, stieß auf Ablehnung. Also nutzten die Musiker die Räumlichkeiten als improvisiertes Studio. Zwölf Tage im Mai und Juni 1970 genehmigten sie sich, um die Lieder zu schreiben und zu arrangieren. Das klappte erstaunlich gut, dank Gitarrist Robbie Robertson, der sich zum Verdruss der anderen Mitglieder immer mehr zur zentralen Figur entwickelte. Unter Gleichen war er etwas gleicher, sozusagen, steuerte dafür aber auch fast das gesamte Material bei. Noch hatte er genügend Ideen. Der Opener "W.S. Walcott Medicine Show" hätte auch auf dem Vorgängeralbum gut ausgesehen, die Geschichte eines Quacksalbers, der mit viel Rauch seine Ware unters Volk bringt, musikalisch mitreißend begleitet. Ein Klassiker im Repertoire der Band, doch auch ein Außenseiter auf dem Album, das eher Probleme und schwierige Gemütszustände thematisierte. Diese sickerten durch die Planken der Bühne und setzten sich in den Zeilen fest, wie Robertson es später beschrieb. Wer die Originalausgabe des Albums kennt, wird sich über die geänderte Reihenfolge der Stücke dieser Jubiläumsedition wundern. Auch das ein Zeichen des Endes der einstigen Verschworenheit, denn die Anordnung sei ein Zugeständnis an Klavierspieler Richard Manuel und Schlagzeuger Levon Helm gewesen, die ihr eigenes Material am Anfang sehen wollten, so Robertson in den Liner Notes. Und ein Zeichen dafür, wie herrisch Robertson mit dem Erbe vorgeht. Wobei ihm keiner widersprechen kann, denn neben ihm ist nur noch Organist Garth Hudson am Leben, der sich aber schon lange nicht mehr um das alte Material kümmert. Robertson hat aber eigentlich recht: Durch die neue Anordnung wirkt das Album stimmiger. Das zeigt sich beim ruhigen "Sleeping", das an zweiter Stelle keinen wirklichen Sinn machte, nun aber das Album schön abschließt. An dessen Stelle befindet sich das ebenfalls mitreißende "The Shape I'm In", das trotz der fröhlichen Stimmung ein ernstes Thema ansprach, die mittlerweile Besorgnis erregende Drogenabhängigkeit Richard Manuels. "Schau mal, wie ich mich zugerichtet habe", singt er im Refrain die Zeile, die Robertson auf ihn gemünzt hatte. Ein Test, sozusagen, wie es auch "All La Glory" war, eine Art Wiegenlied, das Richardson für den ebenfalls angeschlagenen Levon Helm geschrieben hatte. Wie besorgt Robertson war, zeigt sich im Refrain: "All la glory, I'm second story / Feel so tall like a prison wall". Gefängnismauern in einem Kinderlied unterzubringen ist ungewöhnlich, doch ist es das wohl zärtlichste Stück im Repertoire von The Band, auch dank Helm, der die stimmliche Herausforderung erfolgreich annahm. Was der Titel bedeutet, ist nach wie vor unklar. Eine Interpretation lautet, dass es eine andere Schreibweise für "Allegory" ist, doch auf der Hülle des Mastertapes, in dieser Jubiläumsausgabe abgebildet, steht "All The Glory". Offenbar nur ein kleines Verwirrungsspiel. Dir Sache mit den hohen Wänden kam nicht von ungefähr, wie "The Rumor" zeigt, in dem sich Robertson darüber beschwert, wie viele Gerüchte im Umlauf seien. Gemeint habe er damit die Stimmung in Woodstock, das nach dem Festival von Misstrauen geprägt gewesen sei. Doch bleibt auch Zeit für lichte Momente wie "Time To Kill", das bluesige "Strawberry Wine" oder "Just Another Whistle Stop", in denen Robertson auch mal so etwas wie ein Solo andeutet. Er hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, auf der Bühne den Gitarrenhelden zu mimen und änderte sein Spiel. In der Tat ließ er eher Hudson die Tasten seiner Orgel bedienen als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Dazu gehört auch, dass er auf dem Album selbst nicht sang. Wie gewohnt übernahmen Manuel, Helm und Bassist Rick Danko das Mikrofon. Letzterer im Titeltrack, der im Laufe der Jahre unterschiedliche Interpretationen erfuhr. War der 'Mann mit dem Lampenfieber' Bob Dylan? Oder Robertson selbst? Auf jeden Fall thematisiert das Stück die Schwierigkeiten, die der Erfolg mit sich bringt. "Sie gaben diesem Jungen sein Glück und seinen Ruhm / Seit diesem Tag ist er nicht mehr derselbe", heißt es in der ersten Strophe. Auf dem Weg nach oben muss man Opfer bringen, wie auch jener junge Mann, der in "Daniel And The Sacred Harp" seine Seele verkauft, um sein Instrument zu erlernen. Trotz der Unstimmigkeiten wurde aus "Stage Fright" ein Album aus einem Guss, das rockiger ausfiel als seine Vorgänger. An den Reglern, als Tontechniker, saß ein noch junger Todd Rundgren, der die Bänder zum Abmischen mit nach England nahm. Was genau geschah, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, dennoch gab es mindestens zwei Mixe, einer von Rundgren selbst und einer von Glyn Johns, der sich mit den Rolling Stones einen Namen gemacht hatte. 50 Jahre später sorgt Bob Clearmountain für klanglich hervorragende Ergebnisse, auf CD, Vinyl und auch Dolby Surround 5.1. Nach den Aufnahmesessions ging die Band mal wieder auf Tour. Unter anderen mit Janis Joplin und Grateful Dead rollten sie mit dem "Festival Express" durch Kanada, lebten das Rock'n'Roll-Leben und spielten sich gegenseitig ihre Lieder vor, wie die hier zum ersten Mal veröffentlichten Aufnahmen aus einem Hotelzimmer in Calgary beweisen. Unter den Stücken befindet sich "Get Up Jake", das bei den Sessions zu "The Band" entstanden war, es aber nicht aufs Album geschafft hatte. Nett anzuhören, aber nicht zu vergleichen mit dem Konzert aus der Royal Albert Hall auf CD2, aufgenommen im Juni 1971. Da machte der Titel des Albums, "Lampenfieber", tatsächlich Sinn. Nach ihrer Tour mit Dylan 1966 war The Band nicht mehr in Europa gewesen und hatte Bammel, wie damals einem feindseligen Publikum gegenüber zu stehen. Das Gegenteil war der Fall: Schon der erste Auftritt in Hamburg war ein Erfolg, auf den Flügeln der Begeisterung ließen sie ihren späteren Auftritt in London mitschneiden. Es muss eine riesige Genugtuung gewesen sein, fünf Jahren nach den Buhrufen, die mittlerweile ebenfalls erschienen sind. Hörenswert ist der Auftritt auf jeden Fall. Wie bei den ersten zwei Platten ist die Super Deluxe-Ausgabe eine lohnenswerte Anschaffung, bietet sie neben zwei CDs, Blu-Ray (für die Dolby-Abmischung des Albums und des Bonusmaterials) und Vinyl auch eine 7"-Single in einer liebevoll gestaltete Box. In ihr kommt neben anderen Norman Seeff zu Wort, der ein Jahr zuvor aus Südafrika nach New York gekommen war, um als Fotograf zu arbeiten. Er war kurz davor aufzugeben, als er den Auftrag bekam, diese Typen ein paar Autostunden entfernt abzulichten. Mit seinem letzten Geld kaufte er sich sechs Filme, verfuhr sich, kam zu spät und war mit dem Ergebnis unzufrieden. Mit dem Gefühl, das sei es gewesen, schob er die Abzüge Gestalter Bob Cato unter der Tür durch. Dieser war jedoch so begeistert, dass er eines der Bilder dem Album als Poster beifügte. Ein Jahr später war Seeff der Creative Director bei United Artist Records und wurde zu einem der besten Rock-Fotografen. So kann es gehen. Manchmal hat man auch Glück. Trotz der widrigen Umstände erreichte "Stage Fright" die höchste Platzierung von The Band in den US-Charts (Platz fünf), auch wenn sich der Vorgänger "The Band" im Laufe der Jahre besser verkaufte. Manchmal muss man Dinge einfach geschehen lassen. Wie Robertson passend in "The Rumor" dichtete: "Close your eyes, hang down your head / Until the fog blows away, let it blow away / Open up your arms and feel the good / It's a-comin', a brand new day. © Laut
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Rock - Erschienen am 22. September 1969 | SPECIAL MARKETS (SPM)

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The Band's first album, Music from Big Pink, seemed to come out of nowhere, with its ramshackle musical blend and songs of rural tragedy. The Band, the group's second album, was a more deliberate and even more accomplished effort, partially because the players had become a more cohesive unit, and partially because guitarist Robbie Robertson had taken over the songwriting, writing or co-writing all 12 songs. Though a Canadian, Robertson focused on a series of American archetypes from the union worker in "King Harvest (Has Surely Come)" and the retired sailor in "Rockin' Chair" to, most famously, the Confederate Civil War observer Virgil Cane in "The Night They Drove Old Dixie Down." The album effectively mixed the kind of mournful songs that had dominated Music from Big Pink, here including "Whispering Pines" and "When You Awake" (both co-written by Richard Manuel), with rollicking up-tempo numbers like "Rag Mama Rag" and "Up on Cripple Creek" (both sung by Levon Helm and released as singles, with "Up on Cripple Creek" making the Top 40). As had been true of the first album, it was The Band's sound that stood out the most, from Helm's (and occasionally Manuel's) propulsive drumming to Robertson's distinctive guitar fills and the endlessly inventive keyboard textures of Garth Hudson, all topped by the rough, expressive singing of Manuel, Helm, and Rick Danko that mixed leads with harmonies. The arrangements were simultaneously loose and assured, giving the songs a timeless appeal, while the lyrics continued to paint portraits of 19th century rural life (especially Southern life, as references to Tennessee and Virginia made clear), its sometimes less savory aspects treated with warmth and humor. © William Ruhlmann /TiVo
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Rock - Erschienen am 17. August 1970 | Capitol Records

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Mit ihrem dritten Album wurde The Band zu einer gewöhnlichen Band - geprägt vom Druck, neue Alben liefern zu müssen, auf Tour zu gehen, Erfolg zu haben, Familie und Beruf zu vereinen. Zeichneten sich die ersten zwei Werke "Music From Big Pink" (1968) und "The Band" (1969) durch außerordentliche Kreativität aus, standen die Mitglieder zu Beginn der Sessions unter Stress. Aus einem verschworenen Haufen, der wie in einer WG lebte, sich Ideen und Instrumente regelrecht zuwarf, waren individuelle Musiker geworden, von denen jeder sein eigenes Bündel zu tragen hatte. Familienzuwachs einerseits, Drogen- und Alkoholprobleme andererseits. Album Nummer drei sollte eine schnelle Sache werden, aufgenommen in jenem Ort, an dem sich die Musiker niedergelassen hatten: Woodstock. Nach dem Zwischenspiel in Los Angeles für "The Band" war es eine Rückkehr zu den Wurzeln, in denen die "Basement Tapes" mit Bob Dylan und Album Nummer eins entstanden waren. Doch auch hier war nicht alles beim Alten, denn das legendäre Festival hatte die kleine Ortschaft im Jahr zuvor weltweit berühmt gemacht. Viele Bewohner waren wenig begeistert von der medialen Aufmerksamkeit und den vielen Menschen, die herumlungerten. Die Idee, das Album als Liveveranstaltung vor Publikum im lokalen Theater aufzunehmen, stieß auf Ablehnung. Also nutzten die Musiker die Räumlichkeiten als improvisiertes Studio. Zwölf Tage im Mai und Juni 1970 genehmigten sie sich, um die Lieder zu schreiben und zu arrangieren. Das klappte erstaunlich gut, dank Gitarrist Robbie Robertson, der sich zum Verdruss der anderen Mitglieder immer mehr zur zentralen Figur entwickelte. Unter Gleichen war er etwas gleicher, sozusagen, steuerte dafür aber auch fast das gesamte Material bei. Noch hatte er genügend Ideen. Der Opener "W.S. Walcott Medicine Show" hätte auch auf dem Vorgängeralbum gut ausgesehen, die Geschichte eines Quacksalbers, der mit viel Rauch seine Ware unters Volk bringt, musikalisch mitreißend begleitet. Ein Klassiker im Repertoire der Band, doch auch ein Außenseiter auf dem Album, das eher Probleme und schwierige Gemütszustände thematisierte. Diese sickerten durch die Planken der Bühne und setzten sich in den Zeilen fest, wie Robertson es später beschrieb. Wer die Originalausgabe des Albums kennt, wird sich über die geänderte Reihenfolge der Stücke dieser Jubiläumsedition wundern. Auch das ein Zeichen des Endes der einstigen Verschworenheit, denn die Anordnung sei ein Zugeständnis an Klavierspieler Richard Manuel und Schlagzeuger Levon Helm gewesen, die ihr eigenes Material am Anfang sehen wollten, so Robertson in den Liner Notes. Und ein Zeichen dafür, wie herrisch Robertson mit dem Erbe vorgeht. Wobei ihm keiner widersprechen kann, denn neben ihm ist nur noch Organist Garth Hudson am Leben, der sich aber schon lange nicht mehr um das alte Material kümmert. Robertson hat aber eigentlich recht: Durch die neue Anordnung wirkt das Album stimmiger. Das zeigt sich beim ruhigen "Sleeping", das an zweiter Stelle keinen wirklichen Sinn machte, nun aber das Album schön abschließt. An dessen Stelle befindet sich das ebenfalls mitreißende "The Shape I'm In", das trotz der fröhlichen Stimmung ein ernstes Thema ansprach, die mittlerweile Besorgnis erregende Drogenabhängigkeit Richard Manuels. "Schau mal, wie ich mich zugerichtet habe", singt er im Refrain die Zeile, die Robertson auf ihn gemünzt hatte. Ein Test, sozusagen, wie es auch "All La Glory" war, eine Art Wiegenlied, das Richardson für den ebenfalls angeschlagenen Levon Helm geschrieben hatte. Wie besorgt Robertson war, zeigt sich im Refrain: "All la glory, I'm second story / Feel so tall like a prison wall". Gefängnismauern in einem Kinderlied unterzubringen ist ungewöhnlich, doch ist es das wohl zärtlichste Stück im Repertoire von The Band, auch dank Helm, der die stimmliche Herausforderung erfolgreich annahm. Was der Titel bedeutet, ist nach wie vor unklar. Eine Interpretation lautet, dass es eine andere Schreibweise für "Allegory" ist, doch auf der Hülle des Mastertapes, in dieser Jubiläumsausgabe abgebildet, steht "All The Glory". Offenbar nur ein kleines Verwirrungsspiel. Dir Sache mit den hohen Wänden kam nicht von ungefähr, wie "The Rumor" zeigt, in dem sich Robertson darüber beschwert, wie viele Gerüchte im Umlauf seien. Gemeint habe er damit die Stimmung in Woodstock, das nach dem Festival von Misstrauen geprägt gewesen sei. Doch bleibt auch Zeit für lichte Momente wie "Time To Kill", das bluesige "Strawberry Wine" oder "Just Another Whistle Stop", in denen Robertson auch mal so etwas wie ein Solo andeutet. Er hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, auf der Bühne den Gitarrenhelden zu mimen und änderte sein Spiel. In der Tat ließ er eher Hudson die Tasten seiner Orgel bedienen als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Dazu gehört auch, dass er auf dem Album selbst nicht sang. Wie gewohnt übernahmen Manuel, Helm und Bassist Rick Danko das Mikrofon. Letzterer im Titeltrack, der im Laufe der Jahre unterschiedliche Interpretationen erfuhr. War der 'Mann mit dem Lampenfieber' Bob Dylan? Oder Robertson selbst? Auf jeden Fall thematisiert das Stück die Schwierigkeiten, die der Erfolg mit sich bringt. "Sie gaben diesem Jungen sein Glück und seinen Ruhm / Seit diesem Tag ist er nicht mehr derselbe", heißt es in der ersten Strophe. Auf dem Weg nach oben muss man Opfer bringen, wie auch jener junge Mann, der in "Daniel And The Sacred Harp" seine Seele verkauft, um sein Instrument zu erlernen. Trotz der Unstimmigkeiten wurde aus "Stage Fright" ein Album aus einem Guss, das rockiger ausfiel als seine Vorgänger. An den Reglern, als Tontechniker, saß ein noch junger Todd Rundgren, der die Bänder zum Abmischen mit nach England nahm. Was genau geschah, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, dennoch gab es mindestens zwei Mixe, einer von Rundgren selbst und einer von Glyn Johns, der sich mit den Rolling Stones einen Namen gemacht hatte. 50 Jahre später sorgt Bob Clearmountain für klanglich hervorragende Ergebnisse, auf CD, Vinyl und auch Dolby Surround 5.1. Nach den Aufnahmesessions ging die Band mal wieder auf Tour. Unter anderen mit Janis Joplin und Grateful Dead rollten sie mit dem "Festival Express" durch Kanada, lebten das Rock'n'Roll-Leben und spielten sich gegenseitig ihre Lieder vor, wie die hier zum ersten Mal veröffentlichten Aufnahmen aus einem Hotelzimmer in Calgary beweisen. Unter den Stücken befindet sich "Get Up Jake", das bei den Sessions zu "The Band" entstanden war, es aber nicht aufs Album geschafft hatte. Nett anzuhören, aber nicht zu vergleichen mit dem Konzert aus der Royal Albert Hall auf CD2, aufgenommen im Juni 1971. Da machte der Titel des Albums, "Lampenfieber", tatsächlich Sinn. Nach ihrer Tour mit Dylan 1966 war The Band nicht mehr in Europa gewesen und hatte Bammel, wie damals einem feindseligen Publikum gegenüber zu stehen. Das Gegenteil war der Fall: Schon der erste Auftritt in Hamburg war ein Erfolg, auf den Flügeln der Begeisterung ließen sie ihren späteren Auftritt in London mitschneiden. Es muss eine riesige Genugtuung gewesen sein, fünf Jahren nach den Buhrufen, die mittlerweile ebenfalls erschienen sind. Hörenswert ist der Auftritt auf jeden Fall. Wie bei den ersten zwei Platten ist die Super Deluxe-Ausgabe eine lohnenswerte Anschaffung, bietet sie neben zwei CDs, Blu-Ray (für die Dolby-Abmischung des Albums und des Bonusmaterials) und Vinyl auch eine 7"-Single in einer liebevoll gestaltete Box. In ihr kommt neben anderen Norman Seeff zu Wort, der ein Jahr zuvor aus Südafrika nach New York gekommen war, um als Fotograf zu arbeiten. Er war kurz davor aufzugeben, als er den Auftrag bekam, diese Typen ein paar Autostunden entfernt abzulichten. Mit seinem letzten Geld kaufte er sich sechs Filme, verfuhr sich, kam zu spät und war mit dem Ergebnis unzufrieden. Mit dem Gefühl, das sei es gewesen, schob er die Abzüge Gestalter Bob Cato unter der Tür durch. Dieser war jedoch so begeistert, dass er eines der Bilder dem Album als Poster beifügte. Ein Jahr später war Seeff der Creative Director bei United Artist Records und wurde zu einem der besten Rock-Fotografen. So kann es gehen. Manchmal hat man auch Glück. Trotz der widrigen Umstände erreichte "Stage Fright" die höchste Platzierung von The Band in den US-Charts (Platz fünf), auch wenn sich der Vorgänger "The Band" im Laufe der Jahre besser verkaufte. Manchmal muss man Dinge einfach geschehen lassen. Wie Robertson passend in "The Rumor" dichtete: "Close your eyes, hang down your head / Until the fog blows away, let it blow away / Open up your arms and feel the good / It's a-comin', a brand new day. © Laut
Ab
HI-RES28,99 Fr.
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Rock - Erschienen am 22. September 1969 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Once the backing band of Ronnie Hawkins and Bob Dylan during the latter's controversial transition from acoustic to electric, The Band—four Canadians and a singing drummer from Arkansas—cemented their unity with a generic name, and startled the rock music world with the otherworldliness of their 1968 debut Music from Big Pink. The follow-up, simply titled The Band (and fondly known as The Brown Album, is a near-perfect mix of American popular music, from country and blues to folk and rock. Recorded in a Hollywood Hills house once owned by Judy Garland, and at the time of the sessions, Sammy Davis Jr., it's one of rock's greatest albums and a foundational touchstone of today's Americana, filled with songs Rolling Stone described as "diamonds that begin to glow at different times." Often favorably compared to Abbey Road, which was released the same week in September 1969, this 50th anniversary reissue features a fresh remix supervised by Bob Clearmountain and Robbie Robertson, and is supplemented with alternate takes and demos, as well as the first official release of the Band’s performance at Woodstock. More coherent and with fewer rough edges than its predecessor, The Band's strengths are immediately audible. The likable and loping opener "Across the Great Divide," (with its unexpected brass and reed accents), followed by the barrelhouse piano romp of "Rag Mama Rag," signals the grounding and respect for the past. Animated by Levon Helm's impassioned singing, "The Night They Drove Old Dixie Down," later memorably covered by Joan Baez, is Robbie Robertson's (the other members' uncredited contributions are a source of controversy) melancholy paean to the South's demise in the Civil War, and perhaps the Band's best-known singalong number. Their biggest hit single, "Up on Cripple Creek," the loopy tale of "little Bessie," who's "a drunkard's dream if I ever did see one,"—most famous as the opener for the 1978 concert film The Last Waltz—is full tilt Americana at its finest. Other standout tracks include Richard Manuel's delicate, dreamy vocals on "Whispering Pines," one of the quintet's most tender performances. As a final twist, there's the super funky closer "King Harvest (Has Surely Come)" with its building groove and Manuel and Helm's one-of-a-kind vocal performances. While none of the alternate performances are life-changing, a version of "Rag Mama Rag" with a slower tempo and fanciful piano intro is illuminating. The Woodstock performances which start out nervous and tight but grow warmer as the set wears on are highlighted by a shout from the crowd of "Where's Dylan?" before "Tears of Rage." Americana begins here. © Robert Baird / Qobuz
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Rock - Erschienen am 16. Dezember 2002 | Rhino - Warner Records

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Rock - Erschienen am 1. Juli 1968 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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1968 war das Jahr, in dem sich The Band der Schirmherrschaft Bob Dylans entzogen. Als Haus- und Hofkapelle unterstützten sie Dylan zu Beginn seiner elektrischen Phase zwischen 1965 und 1967. Aus diesem Zusammenspiel erwuchsen auch die 1975 erschienenen "The Basement Tapes". Als Bindeglied zwischen diesem Song-Sammelsurium und der ersten eigenmächtigen Veröffentlichung von The Band steht ein Haus im Dörfchen West Saugerties im US-Bundestaat New York, dem beide Alben Rechnung tragen: The Big Pink. In diesem Unterschlupf mit seiner pinken Außenfassade wurde den Kopfgeburten der The Band-Mitglieder tönendes Leben eingehaucht. Gerade wegen seiner Country-, Folk- und Roots-Rock-Variationen brachen The Band mit "Music From Big Pink" eine Aufnahme vom Zaun, die nicht der Mode des damaligen Zeitgeistes unterworfen war. Die Psychedelia der Westküste stellte die Heimstatt von Körpererfahrung und Klangcollagen dar, die das individuelle Bewusstsein verschwimmen lassen sollte. Neben dieser eingetrübten Realität geriet das politische Tagesgeschäft ins Wanken. Die USA hatten ihren bis zu diesem Zeitpunkt größten Prediger, Martin Luther King, durch einen Terrorakt verloren und ließen eigensinnig den Horror im Stellvertreterkrieg in Vietnam walten. Matthew Oshinsky vom Wall Street Journal ordnete den bekanntesten Album-Track "The Weight" (aus dem Soundtrack zum Kultstreifen "Easy Rider") so ein: "Es war tatsächlich an der Zeit, Ballast abzuwerfen ("take a load off") und die psychedelische Party hinter sich zu lassen. Revolution und Drogen und Krieg und Maßlosigkeit wogen schwer, zu schwer. Wie der Protagonist im Lied blickten The Band auf eine erschöpfte Szenerie." The Band brachten im Sommer des Jahres 1968 mit klaren Akkorden und reinen Melodien das auf den Punkt, was jahrzehntelang durchs Land wehte. Keine 43 Minuten benötigt das Quintett, um "Music From Big Pink" wie ein sorgsam gepflegtes und sagenumwobenes Erbe nordamerikanischer Musikgeschichte erschallen zu lassen. Von der Wehklage "Tears Of Rage" bis zu den hochtonigen Harmonien von "I Shall Be Released" versprühen die aufgeteilten Gesänge von Richard Manuel, Levon Helm, Rick Danko und Robbie Robertson im Wechselspiel mit Orgel, Klavier, Clavinet, Saxophon, Fidel, Gitarren und Schlagwerk ein gleichzeitiges Gefühl von Nah und Fern. "Music From Big Pink" ist klanggewordene Aura, die uns die frohe Kunde des Philosophen Walter Benjamin überbringt: Dass wir es hier mit einem Kunstwerk zu tun haben, dessen Anziehungskraft sich darin äußert, eine "einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag" herzustellen. Es ist ein Meilenstein, der herausragt aus den Schollen des großflächigen popmusikalischen Bodens, gerade weil er so erdverbunden ist. © Laut
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Rock - Erschienen am 15. August 1972 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2000 | Capitol Records

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Rock - Erschienen am 17. August 1970 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Mit ihrem dritten Album wurde The Band zu einer gewöhnlichen Band - geprägt vom Druck, neue Alben liefern zu müssen, auf Tour zu gehen, Erfolg zu haben, Familie und Beruf zu vereinen. Zeichneten sich die ersten zwei Werke "Music From Big Pink" (1968) und "The Band" (1969) durch außerordentliche Kreativität aus, standen die Mitglieder zu Beginn der Sessions unter Stress. Aus einem verschworenen Haufen, der wie in einer WG lebte, sich Ideen und Instrumente regelrecht zuwarf, waren individuelle Musiker geworden, von denen jeder sein eigenes Bündel zu tragen hatte. Familienzuwachs einerseits, Drogen- und Alkoholprobleme andererseits. Album Nummer drei sollte eine schnelle Sache werden, aufgenommen in jenem Ort, an dem sich die Musiker niedergelassen hatten: Woodstock. Nach dem Zwischenspiel in Los Angeles für "The Band" war es eine Rückkehr zu den Wurzeln, in denen die "Basement Tapes" mit Bob Dylan und Album Nummer eins entstanden waren. Doch auch hier war nicht alles beim Alten, denn das legendäre Festival hatte die kleine Ortschaft im Jahr zuvor weltweit berühmt gemacht. Viele Bewohner waren wenig begeistert von der medialen Aufmerksamkeit und den vielen Menschen, die herumlungerten. Die Idee, das Album als Liveveranstaltung vor Publikum im lokalen Theater aufzunehmen, stieß auf Ablehnung. Also nutzten die Musiker die Räumlichkeiten als improvisiertes Studio. Zwölf Tage im Mai und Juni 1970 genehmigten sie sich, um die Lieder zu schreiben und zu arrangieren. Das klappte erstaunlich gut, dank Gitarrist Robbie Robertson, der sich zum Verdruss der anderen Mitglieder immer mehr zur zentralen Figur entwickelte. Unter Gleichen war er etwas gleicher, sozusagen, steuerte dafür aber auch fast das gesamte Material bei. Noch hatte er genügend Ideen. Der Opener "W.S. Walcott Medicine Show" hätte auch auf dem Vorgängeralbum gut ausgesehen, die Geschichte eines Quacksalbers, der mit viel Rauch seine Ware unters Volk bringt, musikalisch mitreißend begleitet. Ein Klassiker im Repertoire der Band, doch auch ein Außenseiter auf dem Album, das eher Probleme und schwierige Gemütszustände thematisierte. Diese sickerten durch die Planken der Bühne und setzten sich in den Zeilen fest, wie Robertson es später beschrieb. Wer die Originalausgabe des Albums kennt, wird sich über die geänderte Reihenfolge der Stücke dieser Jubiläumsedition wundern. Auch das ein Zeichen des Endes der einstigen Verschworenheit, denn die Anordnung sei ein Zugeständnis an Klavierspieler Richard Manuel und Schlagzeuger Levon Helm gewesen, die ihr eigenes Material am Anfang sehen wollten, so Robertson in den Liner Notes. Und ein Zeichen dafür, wie herrisch Robertson mit dem Erbe vorgeht. Wobei ihm keiner widersprechen kann, denn neben ihm ist nur noch Organist Garth Hudson am Leben, der sich aber schon lange nicht mehr um das alte Material kümmert. Robertson hat aber eigentlich recht: Durch die neue Anordnung wirkt das Album stimmiger. Das zeigt sich beim ruhigen "Sleeping", das an zweiter Stelle keinen wirklichen Sinn machte, nun aber das Album schön abschließt. An dessen Stelle befindet sich das ebenfalls mitreißende "The Shape I'm In", das trotz der fröhlichen Stimmung ein ernstes Thema ansprach, die mittlerweile Besorgnis erregende Drogenabhängigkeit Richard Manuels. "Schau mal, wie ich mich zugerichtet habe", singt er im Refrain die Zeile, die Robertson auf ihn gemünzt hatte. Ein Test, sozusagen, wie es auch "All La Glory" war, eine Art Wiegenlied, das Richardson für den ebenfalls angeschlagenen Levon Helm geschrieben hatte. Wie besorgt Robertson war, zeigt sich im Refrain: "All la glory, I'm second story / Feel so tall like a prison wall". Gefängnismauern in einem Kinderlied unterzubringen ist ungewöhnlich, doch ist es das wohl zärtlichste Stück im Repertoire von The Band, auch dank Helm, der die stimmliche Herausforderung erfolgreich annahm. Was der Titel bedeutet, ist nach wie vor unklar. Eine Interpretation lautet, dass es eine andere Schreibweise für "Allegory" ist, doch auf der Hülle des Mastertapes, in dieser Jubiläumsausgabe abgebildet, steht "All The Glory". Offenbar nur ein kleines Verwirrungsspiel. Dir Sache mit den hohen Wänden kam nicht von ungefähr, wie "The Rumor" zeigt, in dem sich Robertson darüber beschwert, wie viele Gerüchte im Umlauf seien. Gemeint habe er damit die Stimmung in Woodstock, das nach dem Festival von Misstrauen geprägt gewesen sei. Doch bleibt auch Zeit für lichte Momente wie "Time To Kill", das bluesige "Strawberry Wine" oder "Just Another Whistle Stop", in denen Robertson auch mal so etwas wie ein Solo andeutet. Er hatte irgendwann keine Lust mehr darauf, auf der Bühne den Gitarrenhelden zu mimen und änderte sein Spiel. In der Tat ließ er eher Hudson die Tasten seiner Orgel bedienen als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Dazu gehört auch, dass er auf dem Album selbst nicht sang. Wie gewohnt übernahmen Manuel, Helm und Bassist Rick Danko das Mikrofon. Letzterer im Titeltrack, der im Laufe der Jahre unterschiedliche Interpretationen erfuhr. War der 'Mann mit dem Lampenfieber' Bob Dylan? Oder Robertson selbst? Auf jeden Fall thematisiert das Stück die Schwierigkeiten, die der Erfolg mit sich bringt. "Sie gaben diesem Jungen sein Glück und seinen Ruhm / Seit diesem Tag ist er nicht mehr derselbe", heißt es in der ersten Strophe. Auf dem Weg nach oben muss man Opfer bringen, wie auch jener junge Mann, der in "Daniel And The Sacred Harp" seine Seele verkauft, um sein Instrument zu erlernen. Trotz der Unstimmigkeiten wurde aus "Stage Fright" ein Album aus einem Guss, das rockiger ausfiel als seine Vorgänger. An den Reglern, als Tontechniker, saß ein noch junger Todd Rundgren, der die Bänder zum Abmischen mit nach England nahm. Was genau geschah, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, dennoch gab es mindestens zwei Mixe, einer von Rundgren selbst und einer von Glyn Johns, der sich mit den Rolling Stones einen Namen gemacht hatte. 50 Jahre später sorgt Bob Clearmountain für klanglich hervorragende Ergebnisse, auf CD, Vinyl und auch Dolby Surround 5.1. Nach den Aufnahmesessions ging die Band mal wieder auf Tour. Unter anderen mit Janis Joplin und Grateful Dead rollten sie mit dem "Festival Express" durch Kanada, lebten das Rock'n'Roll-Leben und spielten sich gegenseitig ihre Lieder vor, wie die hier zum ersten Mal veröffentlichten Aufnahmen aus einem Hotelzimmer in Calgary beweisen. Unter den Stücken befindet sich "Get Up Jake", das bei den Sessions zu "The Band" entstanden war, es aber nicht aufs Album geschafft hatte. Nett anzuhören, aber nicht zu vergleichen mit dem Konzert aus der Royal Albert Hall auf CD2, aufgenommen im Juni 1971. Da machte der Titel des Albums, "Lampenfieber", tatsächlich Sinn. Nach ihrer Tour mit Dylan 1966 war The Band nicht mehr in Europa gewesen und hatte Bammel, wie damals einem feindseligen Publikum gegenüber zu stehen. Das Gegenteil war der Fall: Schon der erste Auftritt in Hamburg war ein Erfolg, auf den Flügeln der Begeisterung ließen sie ihren späteren Auftritt in London mitschneiden. Es muss eine riesige Genugtuung gewesen sein, fünf Jahren nach den Buhrufen, die mittlerweile ebenfalls erschienen sind. Hörenswert ist der Auftritt auf jeden Fall. Wie bei den ersten zwei Platten ist die Super Deluxe-Ausgabe eine lohnenswerte Anschaffung, bietet sie neben zwei CDs, Blu-Ray (für die Dolby-Abmischung des Albums und des Bonusmaterials) und Vinyl auch eine 7"-Single in einer liebevoll gestaltete Box. In ihr kommt neben anderen Norman Seeff zu Wort, der ein Jahr zuvor aus Südafrika nach New York gekommen war, um als Fotograf zu arbeiten. Er war kurz davor aufzugeben, als er den Auftrag bekam, diese Typen ein paar Autostunden entfernt abzulichten. Mit seinem letzten Geld kaufte er sich sechs Filme, verfuhr sich, kam zu spät und war mit dem Ergebnis unzufrieden. Mit dem Gefühl, das sei es gewesen, schob er die Abzüge Gestalter Bob Cato unter der Tür durch. Dieser war jedoch so begeistert, dass er eines der Bilder dem Album als Poster beifügte. Ein Jahr später war Seeff der Creative Director bei United Artist Records und wurde zu einem der besten Rock-Fotografen. So kann es gehen. Manchmal hat man auch Glück. Trotz der widrigen Umstände erreichte "Stage Fright" die höchste Platzierung von The Band in den US-Charts (Platz fünf), auch wenn sich der Vorgänger "The Band" im Laufe der Jahre besser verkaufte. Manchmal muss man Dinge einfach geschehen lassen. Wie Robertson passend in "The Rumor" dichtete: "Close your eyes, hang down your head / Until the fog blows away, let it blow away / Open up your arms and feel the good / It's a-comin', a brand new day. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. November 1975 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Rock - Erschienen am 15. September 1971 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Rock - Erschienen am 1. Juli 1968 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

1968 war das Jahr, in dem sich The Band der Schirmherrschaft Bob Dylans entzogen. Als Haus- und Hofkapelle unterstützten sie Dylan zu Beginn seiner elektrischen Phase zwischen 1965 und 1967. Aus diesem Zusammenspiel erwuchsen auch die 1975 erschienenen "The Basement Tapes". Als Bindeglied zwischen diesem Song-Sammelsurium und der ersten eigenmächtigen Veröffentlichung von The Band steht ein Haus im Dörfchen West Saugerties im US-Bundestaat New York, dem beide Alben Rechnung tragen: The Big Pink. In diesem Unterschlupf mit seiner pinken Außenfassade wurde den Kopfgeburten der The Band-Mitglieder tönendes Leben eingehaucht. Gerade wegen seiner Country-, Folk- und Roots-Rock-Variationen brachen The Band mit "Music From Big Pink" eine Aufnahme vom Zaun, die nicht der Mode des damaligen Zeitgeistes unterworfen war. Die Psychedelia der Westküste stellte die Heimstatt von Körpererfahrung und Klangcollagen dar, die das individuelle Bewusstsein verschwimmen lassen sollte. Neben dieser eingetrübten Realität geriet das politische Tagesgeschäft ins Wanken. Die USA hatten ihren bis zu diesem Zeitpunkt größten Prediger, Martin Luther King, durch einen Terrorakt verloren und ließen eigensinnig den Horror im Stellvertreterkrieg in Vietnam walten. Matthew Oshinsky vom Wall Street Journal ordnete den bekanntesten Album-Track "The Weight" (aus dem Soundtrack zum Kultstreifen "Easy Rider") so ein: "Es war tatsächlich an der Zeit, Ballast abzuwerfen ("take a load off") und die psychedelische Party hinter sich zu lassen. Revolution und Drogen und Krieg und Maßlosigkeit wogen schwer, zu schwer. Wie der Protagonist im Lied blickten The Band auf eine erschöpfte Szenerie." The Band brachten im Sommer des Jahres 1968 mit klaren Akkorden und reinen Melodien das auf den Punkt, was jahrzehntelang durchs Land wehte. Keine 43 Minuten benötigt das Quintett, um "Music From Big Pink" wie ein sorgsam gepflegtes und sagenumwobenes Erbe nordamerikanischer Musikgeschichte erschallen zu lassen. Von der Wehklage "Tears Of Rage" bis zu den hochtonigen Harmonien von "I Shall Be Released" versprühen die aufgeteilten Gesänge von Richard Manuel, Levon Helm, Rick Danko und Robbie Robertson im Wechselspiel mit Orgel, Klavier, Clavinet, Saxophon, Fidel, Gitarren und Schlagwerk ein gleichzeitiges Gefühl von Nah und Fern. "Music From Big Pink" ist klanggewordene Aura, die uns die frohe Kunde des Philosophen Walter Benjamin überbringt: Dass wir es hier mit einem Kunstwerk zu tun haben, dessen Anziehungskraft sich darin äußert, eine "einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag" herzustellen. Es ist ein Meilenstein, der herausragt aus den Schollen des großflächigen popmusikalischen Bodens, gerade weil er so erdverbunden ist. © Laut
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Rock - Erschienen am 17. September 2013 | Capitol Records (CAP)

Not so much an expansion of 1972's classic double-live album Rock of Ages, but an exhaustive tribute to its source material, the four-CD/one-DVD 2013 box set Live at the Academy of Music 1971 digs deep into the Band's year-end four-night stint at New York City's Academy of Music. The original 18-track sequence for the 1972 LP has been abandoned in favor of a double-concert construct, where the first two discs present one version of each of the 29 songs the Band played over the course of these four nights, while the final two discs present the entirety of the New Years Eve concert that capped off this residency; this CD is remixed from the soundboard tapes, and the DVD replicates this New Years Eve concert (note that there is no footage of the NYE concert, so the music is presented with a selection of stills; nevertheless, there are full clips of the Band performing "King Harvest (Has Surely Come)" and "The W.S. Walcott Medicine Show" on December 30, which are welcome). This structure is an appealing one but invites perhaps more duplications than are necessary. The 29 songs on the first two disc contain 11 songs from the New Years Eve show -- including the four-song encore with Bob Dylan -- but the trade-off is the NYE concert is loaded with unheard versions of familiar songs: 16 of the 27 songs are previously unreleased (in contrast, the only unearthed song on the first two discs is a killer version of "Strawberry Wine"). Perhaps some of these performances are ever so slightly rougher than the accompanying ones on the first two discs, but that liveliness is part of the appeal (besides, this is hardly ragged; as enthusiastic as the Band is, they're also supplemented by Allen Toussaint's horn section, so they do need to hit their marks to ensure all the elements fit together). Rock of Ages and, in turn, Live at the Academy of Music 1971 do close out the early years of the Band. They'd tour again, supporting Bob Dylan in 1974, and they turned out a few more records before disbanding in 1976, but they never seemed as triumphant as they did at the end of 1971. Although this box is not perfect -- it's hard not to wish there were no duplications on the first two discs, or the last two -- it is nevertheless a mighty testament to the Band at the peak of their powers. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Pop - Erschienen am 15. März 1977 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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