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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 6. Januar 2017 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Auf seinem bisherigen Weg durch das Orchester-Œuvre von Richard Strauss stellte François-Xavier Roth stets Vitalität über Pomp. So auch in der fünften Folge der Reihe, die die „Symphonia domestica“ mit den „Metamorphosen“ vereint. Bei aller Vitalität ist der Franzose aber kein Bilderstürmer wider die Opulenz. In der Domestica hütet er sich zudem, allein der Anschaulichkeit des reichlich banalen Sujets zu vertrauen, der Schilderung des Strauss’schen Familienalltags. Es bleibt ein gehöriger Rest an Sublimierung, der auch in den farbenfrohesten Momenten spürbar ist. Die dichte Polyfonie des Strauss’schen Orchestersatzes stellt Roth dabei gewissermaßen in der Totale dar, lässt kaum ein Detail als unwichtig beiseite und kann das Gewebe dennoch transparent halten. Im dritten Abschnitt, dem „Wiegenlied“, belässt er es entsprechend bei eleganter Linienführung, enthält uns aber, anders als etwa Rudolf Kempe (EMI 1972), den impressionistischen Reiz, das Sfumato dieser Episode vor. In der abschließenden Fuge nimmt Roth die Reminiszenzen an die Hauptmotive eher en passant mit. Kürzlich zeigte Kristjan Järvi mit dem MDR-Sinfonieorchester (Naïve), wie diese Rückgriffe dramatisches Gewicht bekommen können. Roths „Metamorphosen“ hört man die Inspiration zu dieser strengen „Studie“, den Schmerz des Komponisten über das im Krieg zerstörte München, kaum an. Das Stück gerät ihm stellenweise zu einer beschwingten, virtuosen Streicheretüde, wodurch er ihrem prosaischen Titel freilich gerecht wird. Beeindruckend jeden- falls, wie aus der kammermusikalischen Delikatesse des Beginns die Intensität in immer größere Höhen wächst. Am Schluss geheimnisvoll raunend, wie es sich gehört, dann das Zitat aus Beethovens „Eroica“. Mit dem „Macbeth“ haben Andrés Orozco-Estrada und das hr-Sinfonieorchester ein Strauss’sches Frühwerk auf ihr Programm gesetzt. Reichlich düster geht es hier zu, und das in einem Tonfall, bei dem Mendelssohns „Hebriden“ mit Wagners „Holländer“-Ouvertüre potenziert zu sein scheinen. Vergleicht man diese Einspielung mit jener Roths von 2013, zeigt sich, dass der Kolumbianer dem Stück erstaunlich viele Facetten abgewinnen kann. Wo Roth zwar brillant, aber auch sehr ungestüm zur Sache geht, lässt Orozco dem Drama Raum und Zeit, sich zu entfalten. Die Ereignisse sind plastischer formuliert, und in den lyrischen Episoden kommt das Geschehen mehr zur Ruhe. Hier können die Frankfurter Streicher mit einem innigeren Klang punkten. Die blendende Leistung der Rundfunksinfoniker findet ihr Komplement in Orozcos expansiver, gut disponierter Leitung, die dem monumentalen Bilderbogen nichts schuldig bleibt. Der Held tritt einem zwar nicht so himmelstürmend entgegen wie bei Fritz Reiner (1954), doch ist die Diktion entschiedener als bei mancher Konkurrenz. Das Gekeife von des Helden Widersachern hat man allerdings schon bissiger gehört. Im letzten Oktober dirigierte Mariss Jansons Strauss’ „Alpensinfonie“ in München. Selten vermittelte eine Aufführung so sehr das Gefühl, das in dieser Musik doch noch mehr stecken müsse als bloßer Naturalismus. Der Lette lässt die riesenhafte Partitur sich ganz und gar sinfonisch entwickeln, zielgerichtet, mit großem Atem. Das Sinfonische wird durch die Naturlaute, durch Kuhglocken oder den machtvoll tobenden Sturm, nicht gefährdet, sondern wie in einer Gegenwelt gespiegelt. Mahler eben, in dessen Nähe Jansons den Strauss-Koloss rückt. Im Übrigen ist dies ein wunderbar idiomatischer, vom Orchester überragend realisierter Strauss von besonderer Güte. Was genauso für „Tod und Verklärung“ auf dieser CD gilt. © Friesenhagen, Andreas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 2. Oktober 2015 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Le Choix de France Musique
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Klassik - Erschienen am 7. Juni 2011 | BR-Klassik

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica - Herausragende Tonaufnahme
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Klassik - Erschienen am 24. September 2013 | BR-Klassik

Booklet Auszeichnungen Gramophone Record of the Month - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 4. August 2017 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Nach der Siebten und Neunten nun Mahlers Fünfte: Ob das irgendwann auf eine Gesamteinspielung der Mahler-Sinfonien hinauslaufen wird? Zu wünschen wäre es, denn auch im vorliegenden Konzertmitschnitt aus der Münchner Philharmonie am Gasteig erweisen sich Mariss Jansons und „sein“ Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks als ideales Team für Mahler. Unerhört, wie Jansons die disparaten, oft sich diametral widersprechenden emotionalen Stimmungen in dieser Musik nahtlos zu einem großen Ganzen zu verbinden versteht – eines wächst völlig natürlich aus dem anderen heraus. So wird, um ein Beispiel zu nennen, das molto espressivo crescendo im Kopfsatz ab Takt 203 zwar leicht verlangsamt, aber der Puls der Musik bleibt – jedenfalls gefühlt – im selben Tempo. Oder die wunderbar innig vorgetragene Pianissimo-Passage ab Ziffer 14: Das klingt wie ein Echo aus vergangenen Zeiten, aus Eichendorffs Waldeinsamkeitswelten. Nur zwei Partiturseiten weiter dann dieser skurrile Schattentanz im zwei- und dreifachen Pianissimo, leichenfahl im Klang: Es ist, als würde ein musikalisch-emotionaler Anklang vom „Tod in Venedig“ schon hier und nicht erst im Adagietto spürbar. Und dieses musiziert Jansons dann mit großer Zurückhaltung, Musik sozusagen nach innen gewendet. Selbst die nicht immer problemlosen Glissandi in den Streichern werden nie kitschig, sondern wirken eher wie eine Vorausnahme von Kompositionsmitteln Alban Bergs. Nicht nur hier staunt man, über welche klangliche Subtilität das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, seit Rafael Kubeliks „goldenem Zeitalter“ ein eingeschworenes Mahler-Orchester und nun unter Mariss Jansons Leitung zu noch höheren Zielen geführt, verfügt. In Sachen Mahler heute zweifellos die erste Wahl. © Pfister, Werner / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 7. Februar 2020 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Es scheint ein Trend der Zeit zu sein, Bruckner entmystifizieren zu wollen: mit schnellen Tempi und kammermusikalischen Texturen. Dafür eignet sich Bruckners Sinfonie Nr. 6 naturgemäß besonders, und Thomas Dausgaard gelingt der „Bruckner light“ besser als so manchem anderen Dirigenten. Sein Dirigat des Scherzos, des wohl „elfenhaftesten“ Satzes aus Bruckners Feder, vermag durchaus zu fesseln, ebenso wie Dausgaards durchgehender Fokus auf ein transparentes Orchestergeflecht. Mit dem rasanten Tempo jedoch, das er fürs Finale anschlägt, ist Dausgaard auf der falschen Fährte, da ein gleichzeitiger überzeugender Spannungsaufbau fehlt. © Schulz, Thomas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. Januar 2017 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 3. Juni 2016 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
Mit seiner zweiten Sinfonie wurde Sibelius zu einer Art Nationalheld Finnlands. In den heroischen Momenten dieser Musik konnten sich seine damals um ihre Unabhängigkeit vom russischen Reich kämpfenden Landsleute offenbar wiederfinden. Dabei hatte Sibelius sicherlich nicht allein Heroismus im Sinn, als er das Werk komponierte: Inspiriert ist es von Italien, vom südlichen Licht, von mediterranen Meerespanoramen. Sibelius’ letzte „romantische“ Sinfonie ist ein heiteres, optimistisches Stück. So ist es nur folgerichtig, wenn Mariss Jansons in diesem Konzertmitschnitt nicht die mystisch raunenden Wälder des Nordens beschwört. Er lässt seine Rundfunksinfoniker präzise und druckvoll formulieren, durchleuchtet das Stimmengeflecht, selbst um den Preis einer bisweilen übertrieben erscheinenden Kantigkeit. Das ist eine sehr konkrete, vielleicht gar plakative Aussage zu Sibelius – ein Eindruck, der durch den trockenen Klang der Aufnahme noch verstärkt wird. Schön hingegen, wie Jansons den dramatischen Zügen des Werks auf den Grund geht, etwa in den Kontrastierungen des langsamen Satzes. Schon im Kopfsatz entwickelt er aus den abwechselnd von Streichern und Holz- oder Blechbläsern vorgetragenen Passagen einen lebendigen Dialog, nicht zuletzt durch feine Modifikationen des Tempos. Weil Jansons dem Komponisten recht kompromisslos in die letzten Winkel seiner Partitur folgt, kann er den hymnischen Aufschwung im Finale umso glaubhafter inszenieren. Die verklärte Streicherepisode der Schlussgruppe allerdings bleibt bei ihm etwas zu sehr im Diesseits verhaftet. Von den beiden mitgelieferten „Hits“, der Karelia-Suite und der Tondichtung „Finlandia“, lässt besonders Letztere aufhorchen: Jansons gibt das Stück, das von der russischen Obrigkeit seinerzeit wegen seiner nationalistischen Untertöne mit einem Aufführungsverbot belegt wurde, als grimmige Orchesterstudie, der die triumphalen Gesten nahezu ausgetrieben sind. © Friesenhagen, Andreas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 16. Oktober 2020 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or
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Klassik - Erschienen am 1. April 2016 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4 étoiles Classica
Dvoráks achte Sinfonie ist vielleicht seine umstrittenste: Ihre rhapsodische Form, ihre heitere Stimmung haben früh schon Unverständnis provoziert, etwa bei Brahms. Mariss Jansons lässt keine Zweifel an der Statur des Werks aufkommen. Die Sinfonie baut sich hier so überwältigend musikalisch, so klangprächtig, so präzise ausgehört vor dem Hörer auf, dass es eine Freude ist. Vor allem geht Jansons dem Klischee des harmlosen Idylls aus dem Weg, bei ihm ist der sinfonische Ernst vom ersten Takt an konstitutiv. Man versteht, warum Harnoncourt die „überzeugende originale Architektur“ des Werks pries. Die Streicherserenade von Josef Suk ist eine willkommene Zugabe. © Friesenhagen, Andreas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 20. September 2019 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Als im Jahr 2011 Jörg Handsteins Hör-Biografie „Mahler – Welt und Traum“ erschien, fand sich auf der vierten CD eine klingende Zugabe, Mahlers erste Sinfonie mit dem Symphonieorchester des BR und Mariss Jansons, festgehalten im Jahr 2007. Jetzt erst ist diese Aufnahme erstmals einzeln in den Handel gekommen. Sie lohnt immer noch, weil sie zeitlos gelungen ist. Jansons lässt es fließen und strömen, er zieht die Zügel an und sorgt für feudale Explosionen. Er kennt die Sinfonie aus dem Effeff, und das merkt man allen Ausdrucks-Nuancen auch an. Nichts ist Zufall, alles gewollt. © Vratz, Christoph / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. November 2015 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Diese Einspielungen prägt vor allem – und das ist zugleich auch ein großes Kompliment für den Dirigenten – das fabelhafte Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit seinen vorzüglichen Stimmführern. Man gewinnt den Eindruck, dass Mariss Jansons gleichsam das Musizieren des Orchesters initiiert und ihm dann freie Hand lässt. Es scheint diese Freiheit denn auch zu nutzen und durch lustvolles Musikmachen zu danken. Spürbar wird das etwa im Schlussbild des Volksfestes aus „Petruschka“, einem Höhepunkt der Strawinsky’schen Orchestrierungskunst. Die Instrumente, welche etwa die zitierten Volksweisen intonieren, spielen ihre Stimmen wirklich aufeinander zu, als gingen sie wie im Vortrag von Liedstrophen nuancenreich und beziehungsvoll aufeinander ein und lösten sich ab. Gewinnt Strawinskys Partitur durch solche Interpretation ausdrucksvollere, gewissermaßen mitteilsamere Züge, als man es gewohnt ist, so werden Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ ungemein raffiniert koloriert. Die Musiker lassen jedoch den vordergründigen, sich verselbstständigenden, spektakulären Glanz, zu dem Ravels Instrumentierung der Stücke verführen könnte (und über den sie natürlich auch mühelos verfügen), hinter sich und halten sich mehr an die Stimmung oder die besondere Atmosphäre der Bilder, die sie mit einer dann wesentlich intensiver wirkenden, anderen Art von orchestraler Virtuosität als Kunst subtilster Differenzierungen hörbar machen. Sie stellen die Musik plastisch und konturenreich dar, sodass sich der reine Show-Charakter hohler Virtuosität gar nicht erst einstellt, zu der diese Partitur oft missbraucht wird. © Schubert, Giselher / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 4. März 2016 | BR-Klassik

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Nach wie vor birgt Mahlers sinfonischer Erstling einige Geheimnisse. So fehlt in dieser Veröffentlichung der Beiname „Titan“, weil sich die Musikwissenschaftler nicht einig sind, ob das eine Anspielung auf den gleichnamigen Roman von Jean Paul ist, oder ob es sich – so erklärte es Mahler selbst – nur um eine Anspielung auf einen kraftvollen Helden handelt. Wenn Letzteres aber der Fall ist, warum klingt die Musik hier dann (jedenfalls in den ersten drei Sätzen) über weite Strecken so duftig und weich? Zweifellos hängt das mit Nézet-Séguins Sicht der Dinge zusammen – vor allem aber mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das spätestens seit dem goldenen Zeitalter unter Kubelik und jetzt unter Mariss Jansons das vielleicht kongenialste Mahler-Orchester ist. Unvergleichlich die weichen, schlanken Holzbläser mit den Silberflötentönen zuoberst wie ein sonnenglänzender Firn. Die Hörner verwöhnen mit romantischem Wohlklang, die Trompeten bringen jugendliche Strahlkraft ohne jegliche Muskelprotzerei ins akustische Feld. Überhaupt, unter Nézet-Séguin wirkt diese Musik unglaublich jung, zu Beginn sind – wie es in Mahlers Anweisung heißt – alle Betonungen sehr zart, im zweiten Satz ist die Artikulation dann eher rustikal, denn es handelt sich ja um einen Bauerntanz, aber ohne unnötig derb zu werden. Das Kontrabass-Solo zu Beginn des dritten Satzes klingt wie aus einer anderen – eher kindlichen – Welt herüber. Und selbst die problematische Stelle ab Takt 39, wo Oboen in Terzen mit Trompeten in Sexten wetteifern und Mahler das als Parodie haben wollte, wirkt nicht kitschig übertrieben. Insgesamt eine jugendliche, in sich ungemein stimmige und souverän realisierte Interpretation – bewundernswert auch, weil hier von Anfang an der Nerv der Musik getroffen wird. Naturlaut und Wunderhorn-Ton in schönster Vollendung. © Pfister, Werner / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 1. Februar 2011 | BR-Klassik

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 1. Januar 2005 | Deutsche Grammophon (DG)

Auszeichnungen Außergewöhnliche Schallplattensammlung von Qobuz
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Klassik - Erschienen am 1. März 2019 | Orfeo

Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice
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Klassik - Erschienen am 1. Januar 1975 | Deutsche Grammophon (DG)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Klassik - Erschienen am 6. November 2015 | BR-Klassik

Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
Mit diesen Mitschnitten von einer Japan-Tournee seiner Rundfunksinfoniker schwimmt Mariss Jansons gegen den Strom. Denn hier sind Beethovens Sinfonien einmal nicht auf äußerste Schlankheit gebürstet. Im Gegenteil: Man hört, dass ein großes Sinfonieorchester am Werk ist. Was den klanglichen Auftritt des formidablen Klangkörpers kennzeichnet, ist Substanz, die schiere Fülle des Wohllauts, die von Jansons nicht dem rhetorischen Prinzip geopfert wird. Dennoch ist dies kein Beethoven alter Schule. Jansons verzichtet auf die Streicher-Aureole, mit der Karajan und Bernstein diese Sinfonien versahen. Ein Beispiel dafür sind die fallenden Quinten und Quarten in der ersten Violine zu Beginn der Neunten, die hier eher kurz und knapp abgehandelt werden. Auch haben die Bläser jenes größere Gewicht, das ihnen die historisierende Aufführungspraxis erstritten hat. Dass Jansons die Phrasen nicht verschleift, hat er sich vielleicht auch von dieser Fraktion abgeschaut. Aber im Grunde reicht Jansons Beethoven-Deutung weiter zurück, mindestens zu Toscaninis legendärem Sinfonien-Zyklus von 1939. Man mag bei dem Letten auch etwas von dem Feuer wiederfinden, das Furtwängler 1948 in Stockholm bei der zweiten Sinfonie entfachte. Die rasche Gangart, die Jansons anschlägt, sein geradezu elektrisierender, kompromissloser, der pathetischen Geste misstrauender Zugriff – das alles erinnert stark an diese Generation von Beethoven-Dirigenten. Ob die eigens für Jansons’ Konzertreihe entstandenen Auftragswerke von Johannes Maria Staud und Misato Mochizuki im Bezug auf Beethovens Sinfonien sinnstiftend sind, bleibe dahingestellt. Mit den Sinfonien Nr. 1 und 2 auf einer CD gekoppelt, wirken sie verzichtbar. © Friesenhagen, Andreas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 3. Februar 2017 | NEOS Music

Auszeichnungen Gramophone Award
Musik als statischer Klangblock, aber als einer, dessen Konsistenz und Umriss sich ständig irisierend ändert und in Bewegung bleibt – ein Paradoxon? Vielleicht! Aber György Ligetis gleichzeitig monströses wie sensibel leuchtendes Orchesterstück „Lontano“ ist genau dies. Denn es arbeitet, ähnlich wie das berühmte „Atmosphères“, mit mikropolyfonen Feinstverästelungen, ist ein sich fortschreibendes Klangband, dem alle Instrumente unterworfen sind, jede musikalische Erzählung negierend. Stillstand in der Bewegung. Vor allem aber ist „Lontano“ lebendige Musik, wenn es so dargeboten wird wie hier vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter George Benjamin. Überhaupt müssen die Musica-Viva-Abende im Mai 2012 Sternstunden gewesen sein. „Le Désenchantement du monde“, ein sinfonisches Konzert für Klavier und Orchester (wie es sein Schöpfer Tristan Murail bezeichnet), fügt sich nahtlos an „Lontano“ an. Auch hier dominiert die Klangmodellierung. Im Nachhall auf- und absteigender Linien wird das Klavier ins Orchester eingebettet. Aber Murail verbleibt nicht im klanglichen Schwebezustand, sondern schöpft immer neue Einfälle und Klanginseln, wechselt die Tonstärken und Klangfarben. Im Zentrum präsentiert sich Pierre-Laurent Aimard mit leuchtend hellem Ton am Flügel in Bestform. Schließlich verebbt das Stück in der Vereinzelung leise begleiteter Klaviertöne, um sich dann im Finale noch einmal zu Clustern aufzuschwingen. Ein Aushauchen ist es allemal. George Benjamins „Palimpsests“ hingegen leben von dynamischen und formalen Gegensätzen. Hier überlagern sich die Texturen, haben zunächst scheinbar nichts miteinander gemein und formieren sich doch immer wieder. Wie eine Befragung unterschiedlichster musikalischer Materialien nach möglichen Gemeinsamkeiten wirkt das. Dem Homogenen im Heterogenen auf der Spur. © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 4. November 2014 | Oehms Classics

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason