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Die Alben

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Rock - Erschienen am 23. September 1970 | Columbia - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
"Ich fragte das Bild, ich klagte es an, ich liebkoste es, ich betete zu ihm; ich nannte es Mutter, ich nannte es Geliebte, nannte es Hure und Dirne, nannte es Abraxas." Diese Zeilen aus Herman Hesses "Demian" (1919) inspirieren Carlos Santana im Frühjahr 1970 zu einem der wichtigsten Alben der Rockgeschichte. "Abraxas" verankert den Latin Rock im kollektiven Musikgedächtnis und beweist nebenbei, dass monumentaler Erfolg und künstlerischer Anspruch kein Gegensatz sein muss. "Ich spiele Musik so wie du Sex hast ... und gleichzeitig das 'Ave Maria'", sagte Santana einmal über seinen Stil. Das lakonische Bonmot illustriert Santanas ganzheitliche musikalische Vision. Obwohl tiefgläubig und gottesfürchtig, steckt in ihm zeitlebens jener freigeistige Philantrop, der Fleischeslust, Lebensfreude und Empathie über verknöcherte Dogmen des Katholizismus stellt. Bevor dies alles auf neun Liedern für die Welt nachhörbar wird, gibt es für das klassische Line-Up der Santana-Band gleichwohl eine Menge zu tun. Mitte April 1970 liegt der furiose Durchbruch des Woodstockauftritts samt Charterfolg der Debüt-LP erst wenige Monate zurück. Doch echte Zufriedenheit stellt sich bei Don Carlos trotz aller Anfangslorbeeren nicht ein. Der Sound des Erstlingswerks liegt im quer im Magen, die Arrangements kommen ihm nicht ausgefeilt vor. So steckt das Sextett nahezu den gesamten Gewinn in die damals modernste Technik und jammt Tag und Nacht, bis die Lieder langsam aber sicher das Licht der Welt erblicken. Ob Zufall oder Schicksal: Die Methode birgt eine weitere Parallele zum von Santana verehrten Hesse-Roman. "Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Der Vogel fliegt zu Gott. Der Gott heißt Abraxas." Das Ergebnis ist in doppelter Hinsicht jeden Kniefall wert. Zum einen geraten die Songs in höchstem Maße filigran, facettenreich und detailverliebt. Allein schon das nicht einmal dreiminütige "Se A Cabo" transportiert mit perkussiver Stereospielerei eine vielschichtige Frische, die in jenen frühen Tagen absolut einmalig ist. Sexy Salsa-Rock der Spitzenklasse! Zum anderen - man glaubt es kaum - gelingt ihnen der komplette Prozess 'Jamming - Komposition - Arrangement - Mix - Produktion' in rekordverdächtigen zwei Wochen. Bereits Anfang Mai ist "Abraxas" komplett im Kasten. Das Resultat ist meisterhaft. Das Windspiel "Singing Winds, Crying Beasts" ist eine der schönsten Einleitungen aller Zeiten. Simultan verströmt es meditative Ruhe und pulsierende Dynamik. Während die Leidenschaft dort eher glüht, wächst sie spätestens mit "Incident At Neshabur" zum verzehrenden Flammensturm. Ein Riff so hart wie damals höchstens Deep Purple, dazu der Veitstanz einer regelrechten Höllenorgel und ganz viel flirrender Salsa geben den Ton an. Gitarrensolo und Piano wandeln zwischen Jazz und zum Ende Bossanova. Ein Killer unter Killern! Besonders die zwischendurch immer wieder eingeflochtenen jazzigen Passagen zeigen Santanas nahe Verwandtschaft zu John McLaughlin. Kein Zufall! Letzterer erwarb sich bereits einen exzellenten Ruf durch seine Arbeit für Miles Davis "Bitches Brew" und jammte ausgiebig mit Jimi Hendrix. Santana schätzte das Spiel des Jazz-Gurus schon damals über alle Maßen. Er veröffentlicht kurz darauf ein komplettes Album mit ihm ("Love Devotion Surrender", 1973). Bis heute treten beide gern zusammen zusammen auf und inspirieren einander. Und dann gibt es noch diese drei unzerstörbaren Welthits. "Oye Como Va" ist die ultimative Eggshaker-Orgie überhaupt. Das Duell von Gitarre und Orgel pflügt im Verlauf den Rahmen - halb Salsa, halb Bossa - mit fettem Rock um. Hernach gelingt der absolute Feuerzeugmoment: Das langsame "Samba Pa Ti" erkennt man auf der ganzen Welt. Es ist der dienstälteste Evergreen im Kanon großer, romantischer Gitarrennummern wie "Stairway To Heaven", "Parisienne Walkways" oder "Nothing Else Matters". Absoluter Höhepunkt jedoch ist "Black Magic Woman/Gypsy Queen". Ironisch, dass ausgerechnet Santanas Visitenkarte kein eigenes Stück der Band ist, sondern ein Cover von Peter Greens 1968er Fleetwood Mac-Original. Ein Cover? Ach was, es ist viel mehr. Santana interpretiert das Stück um, deutet es musikalisch individuell und kombiniert es kongenial mit Gábor István Szabós Klassiker "Gypsy Queen". Santanas eleganter Latino-Drive gilt zu Recht als ultimative Version des Songs. Mit dieser Hymne auf den schwarzmagischen Fluch und Segen der Weiblichkeit schließt er vollends den Kreis zu Hesse, denn "unser Gott heißt Abraxas, er ist Gott und Satan, er hat die lichte und die dunkle Welt in sich." © Laut
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Pop - Erschienen am 15. Juni 1999 | Columbia - Legacy

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 1. September 1971 | Columbia - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Pop/Rock - Erschienen am 18. Februar 2011 | Columbia - Legacy

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Pop - Erschienen am 26. März 1976 | Columbia - Legacy

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Pop/Rock - Erschienen am 1. Oktober 1974 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 1. Oktober 1978 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 29. April 1981 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 6. September 1983 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 14. April 1987 | Epic

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Rock - Erschienen am 30. August 1969 | Columbia - Legacy

Hi-Res
"Ich fragte das Bild, ich klagte es an, ich liebkoste es, ich betete zu ihm; ich nannte es Mutter, ich nannte es Geliebte, nannte es Hure und Dirne, nannte es Abraxas." Diese Zeilen aus Herman Hesses "Demian" (1919) inspirieren Carlos Santana im Frühjahr 1970 zu einem der wichtigsten Alben der Rockgeschichte. "Abraxas" verankert den Latin Rock im kollektiven Musikgedächtnis und beweist nebenbei, dass monumentaler Erfolg und künstlerischer Anspruch kein Gegensatz sein muss. "Ich spiele Musik so wie du Sex hast ... und gleichzeitig das 'Ave Maria'", sagte Santana einmal über seinen Stil. Das lakonische Bonmot illustriert Santanas ganzheitliche musikalische Vision. Obwohl tiefgläubig und gottesfürchtig, steckt in ihm zeitlebens jener freigeistige Philantrop, der Fleischeslust, Lebensfreude und Empathie über verknöcherte Dogmen des Katholizismus stellt. Bevor dies alles auf neun Liedern für die Welt nachhörbar wird, gibt es für das klassische Line-Up der Santana-Band gleichwohl eine Menge zu tun. Mitte April 1970 liegt der furiose Durchbruch des Woodstockauftritts samt Charterfolg der Debüt-LP erst wenige Monate zurück. Doch echte Zufriedenheit stellt sich bei Don Carlos trotz aller Anfangslorbeeren nicht ein. Der Sound des Erstlingswerks liegt im quer im Magen, die Arrangements kommen ihm nicht ausgefeilt vor. So steckt das Sextett nahezu den gesamten Gewinn in die damals modernste Technik und jammt Tag und Nacht, bis die Lieder langsam aber sicher das Licht der Welt erblicken. Ob Zufall oder Schicksal: Die Methode birgt eine weitere Parallele zum von Santana verehrten Hesse-Roman. "Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Der Vogel fliegt zu Gott. Der Gott heißt Abraxas." Das Ergebnis ist in doppelter Hinsicht jeden Kniefall wert. Zum einen geraten die Songs in höchstem Maße filigran, facettenreich und detailverliebt. Allein schon das nicht einmal dreiminütige "Se A Cabo" transportiert mit perkussiver Stereospielerei eine vielschichtige Frische, die in jenen frühen Tagen absolut einmalig ist. Sexy Salsa-Rock der Spitzenklasse! Zum anderen - man glaubt es kaum - gelingt ihnen der komplette Prozess 'Jamming - Komposition - Arrangement - Mix - Produktion' in rekordverdächtigen zwei Wochen. Bereits Anfang Mai ist "Abraxas" komplett im Kasten. Das Resultat ist meisterhaft. Das Windspiel "Singing Winds, Crying Beasts" ist eine der schönsten Einleitungen aller Zeiten. Simultan verströmt es meditative Ruhe und pulsierende Dynamik. Während die Leidenschaft dort eher glüht, wächst sie spätestens mit "Incident At Neshabur" zum verzehrenden Flammensturm. Ein Riff so hart wie damals höchstens Deep Purple, dazu der Veitstanz einer regelrechten Höllenorgel und ganz viel flirrender Salsa geben den Ton an. Gitarrensolo und Piano wandeln zwischen Jazz und zum Ende Bossanova. Ein Killer unter Killern! Besonders die zwischendurch immer wieder eingeflochtenen jazzigen Passagen zeigen Santanas nahe Verwandtschaft zu John McLaughlin. Kein Zufall! Letzterer erwarb sich bereits einen exzellenten Ruf durch seine Arbeit für Miles Davis "Bitches Brew" und jammte ausgiebig mit Jimi Hendrix. Santana schätzte das Spiel des Jazz-Gurus schon damals über alle Maßen. Er veröffentlicht kurz darauf ein komplettes Album mit ihm ("Love Devotion Surrender", 1973). Bis heute treten beide gern zusammen zusammen auf und inspirieren einander. Und dann gibt es noch diese drei unzerstörbaren Welthits. "Oye Como Va" ist die ultimative Eggshaker-Orgie überhaupt. Das Duell von Gitarre und Orgel pflügt im Verlauf den Rahmen - halb Salsa, halb Bossa - mit fettem Rock um. Hernach gelingt der absolute Feuerzeugmoment: Das langsame "Samba Pa Ti" erkennt man auf der ganzen Welt. Es ist der dienstälteste Evergreen im Kanon großer, romantischer Gitarrennummern wie "Stairway To Heaven", "Parisienne Walkways" oder "Nothing Else Matters". Absoluter Höhepunkt jedoch ist "Black Magic Woman/Gypsy Queen". Ironisch, dass ausgerechnet Santanas Visitenkarte kein eigenes Stück der Band ist, sondern ein Cover von Peter Greens 1968er Fleetwood Mac-Original. Ein Cover? Ach was, es ist viel mehr. Santana interpretiert das Stück um, deutet es musikalisch individuell und kombiniert es kongenial mit Gábor István Szabós Klassiker "Gypsy Queen". Santanas eleganter Latino-Drive gilt zu Recht als ultimative Version des Songs. Mit dieser Hymne auf den schwarzmagischen Fluch und Segen der Weiblichkeit schließt er vollends den Kreis zu Hesse, denn "unser Gott heißt Abraxas, er ist Gott und Satan, er hat die lichte und die dunkle Welt in sich." © Laut
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Rock - Erschienen am 11. Oktober 1972 | Columbia

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 1977 | Columbia - Legacy

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Pop - Erschienen am 1. Juli 1994 | Columbia - Legacy

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Pop - Erschienen am 25. September 2007 | Arista

Was kann schon schief gehen, wenn Santana ein Best-Of veröffentlicht? Nichts! Was gibt es Neues, wenn Santana ein Best-Of veröffentlicht? Fast nichts! Und was rechtfertigt den Kauf von "Ultimate Santana"? Alles! Denn im Unterschied zu den unzähligen Hit-Samplern, die auf des Altmeisters Kappe gehen, verzichtet "Ultimate Santana" weitestgehend auf die Number Ones seiner West Coast Latin/Woodstock-Ära. Statt dessen ist (fast) jeder Ohrwurm konserviert, der ihn seit seinem fulminanten "Supernatural"-Comeback (1999) begleitete. Mit von der Partie: "Smooth" (feat. Rob Thomas), "Maria, Maria" (feat. The Product G&B) und "Corazon Espinado" (feat. Maná) aus dem Comeback-Album "Supernatural". "The Game Of Love" aus dem Nachfolgealbum "Shaman" ist gleich in zwei Ausführungen vertreten. Einmal, wie anno 2002, mit Michelle Branch als Gast. Auf der neu eingespielten Bonus Track-Version erhebt Tina Turner ihr Organ. Und wie! Sie toppt die schwer zu überbietende Branch-Interpretation mit ihrer Powerstimme mühelos und verleiht dem "Spiel der Liebe" einen ganz neuen Charakter. Danke, Tina. "Why Don't You & I" ertönte im damaligen Original mit Nickelbacks Chad Kroeger und erscheint nun mit der Stimme von Alex Band (The Calling). Kroeger ist dafür auf "Into The Night", der ersten Singleauskopplung, zu hören. Der Albumopener ist einer der wenigen neuen Songs, die uns Carlos Santana auftischt. Ebenfalls neu und unverbraucht: "This Boy's Fire". Jennifer Lopez und Baby Bash versehen die (voraussichtlich) zweite Singleauskopplung mit einer ultimativen Hitgarantie. Der Track atmet amtliche R'n'B-Luft und nur Gitarrensound und -solo erinnern daran, dass es sich um eine Santana-Nummer handelt. Um dem Albumtitel und dem Superlativ 'ultimate' gerecht zu werden, dürfen ein paar Klassiker seiner Woodstock-Zeit nicht fehlen. Evergreens wie "Black Magic Woman", "Samba Pa Ti", "She's Not There" und "Oye Como Va" runden die Palette ab. Klanglich und produktionstechnisch können die alten Takes mit den neuen zwar nicht mithalten. Die Zeitlosigkeit der damaligen Kompositionen offenbart sich jedoch erst im "Ultimate Santana"-Kontext so richtig. Mit modernen Mitteln produziert und im Arrangement etwas verändert, würden die Songs auch heute noch Musikgeschichte schreiben. "Ultimate Santana" liefert die erste Werkschau, die die Evergreens der Santana-Frühphase mit den Comeback-Hits der Bestseller-Alben "Supernatural" und "Shaman" vereint. Eine ultimative Santana-Kollektion. Ohne Wenn und Aber! © Laut
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Rock - Erschienen am 7. Juni 2019 | Concord Records

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Santanas Karriere begann vor genau einem halben Jahrhundert, als er beim Woodstock-Festival mit einer Glanzleistung auf sich aufmerksam machte; und heute hat er wieder afrikanische Klänge im Visier. Afrika – Quelle allerlei Musikgenres. Man darf ja nicht vergessen, dass der Blues dem Gesang der Sklaven zu verdanken ist und die Grundlage für Jazz, Rock, Soul… bildet. Dieses, von Rick Rubin produzierte Album, wurde fast zur Gänze in einem Take eingespielt, ohne Nachbearbeitung, Netz und doppelten Boden, denn diese Methode liegt ihm ganz besonders am Herzen. Man denke doch nur daran, wie gerne dieser Mensch improvisiert und sich dank seiner Virtuosität alles erlauben kann. Zusammen mit der Sängerin Buika sowie mit seiner Frau Cindy Blackman am Schlagzeug, gelingt es Santana wie immer, seinen heißgeliebten Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen und ausgemachten Rockreminiszenzen zu kombinieren.Der Opener von Africa Speaks ist eine perfekte Einführung zu diesem Fest der Klänge, die uns das Gefühl geben, sie kämen direkt aus längst vergangenen Zeiten. Es ist eher Sprechgesang als Gesang und richtet sich an die Ferne, aus der dieser Chor auch jedes Mal antwortet. Bei den Titeln Oy Este Mi Canto oder Yo Me Lo Merezco wird es aber im Großen und Ganzen plötzlich funkiger. Und so richtig brennend heiß dann im tropischen Breaking Down The Door, wo die Blechbläser viel Wind machen und man auf die Idee kommt, dass man eigentlich mit ein paar Schiffen in Afrika oder Südamerika gelandet sein könnte. Einerseits sollten wir mehr oder weniger daran erinnert werden, dass der Rock, aber auch der Soul, der Blues und der Jazz ganz einfach aus afrikanischer Musik hervorgegangen sind, andererseits kommt das Selbstverständliche daran auf ganz besondere Weise zur Geltung: dass wir nämlich wohl alle miteinander verwandt sind, denn alles passt irgendwie zusammen und ist miteinander verflochten. Eine einmalige Gelegenheit also, sich von der ansteckenden Herzlichkeit einfach mitreißen zu lassen. © Christian Eudeline/Qobuz
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Pop/Rock - Erschienen am 22. Oktober 2002 | Columbia - Legacy

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Pop/Rock - Erschienen am 20. September 2010 | Arista

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Pop - Erschienen am 30. September 2002 | Arista

'Angeber' dachte ich, als Carlos Santana in einem Interview losprotzte: "So ein Album wie 'Supernatural' (Übernatürlich) kann ich jederzeit wieder machen". Nun ist es da und trägt ebenfalls einen esoterisch angehauchten Namen. "Shaman" (Schamane) heißt Santanas neuester Streich. "Die Lösung der Probleme dieser Welt heißt Spiritualität. Das hat mit Religion überhaupt nichts zu tun. Meine Musik hat eine klare Absicht: die Förderung und Verbreitung von Menschlichkeit!" Diese zutrauliche Botschaft streut er mit verführerischen Grooves, seiner unverkennbaren Stilistik und einem Pfund Ohrwürmer unters Volk. Tanzen, singen und feiern hat zumindest noch niemand geschadet und so folge ich gerne seiner Mission. Der Opener "Adouma" zollt als Instrumentalversion der Urheberin Angelique Kidjo Respekt und führt sanft in das Album ein, bevor die beeindruckende Riege an Gastmusikern mit Musiq (Soulchild) und "Nothing At All" loslegt. 'Singlealarm', schrillt mein Hitmelder, noch bevor die offizielle Auskopplung "The Game Of Love" (mit Michelle Branch) erschallt. Zwei wirklich gute Latin-Soul-Kracher haut uns damit Herr S. schon in den ersten Spielminuten von "Shaman" um die Ohren. Seal hat seinen Auftritt bei "You Are My Kind" und präsentiert damit ein nettes Popstückchen. Aber dann! Macy Gray versetzt mit "Amoré (Sexo)" die Hüfte in erhöhte Wallungszustände. Volkstümlich und mit schnellen Bläser-Zungen gehts dagegen bei "Foo Foo" zur Sache. Samba, ein Loblied auf sich selbst und eine Sechseinhalb-Minuten-Session ist angesagt. "Santaanaa ... Everybody Jump … Santaanaa … Arriba … " heißt das Motto, das in etlichen Tanzlokalen für verschwitzte Hemden sorgen wird. Etwas schnulzig gerät die "Victory Is Won"-Ballade. Mit ausführlichem Orgel- und Gitarrensolo erinnert sie ein wenig an Carlos' frühere Alben. Zur Rock-Sache gehts bei "America", zu dem P.O.D.-Saitenbearbeiter Marcos das fette Gitarrenriff beisteuert. Rockhit klingelt die Singlesirene und markiert damit eine weitere garantierte Singleauskopplung. Den Blues schiebt Citizen Cop-Kopf Clarence Greenwood auf "Sideways". Blues eben. Spannender wirds wieder mit "Why Don't You And I", bei dem Nickelback-Frontmann Chad Kroeger Hand ans Mikro legt. Gekonnt gerockt. Gegen solch geballte Power wirkt "Feels Like Fire", von Didos Organ geziert, wie ein Folkständchen. "Let Me Love You Tonight" shuffelt gemächlich vor sich hin, aber "Aye Aye Aye", bevor wir einnicken, wieder was zum Hüfte wackeln. Einen grandiosen Auftritt hat der argentinische Sänger Alejandro Lerner auf "Hoy Es Adios". Der Westernklassiker "12-Uhr-Mittags" galoppiert in meinen Kopf, während die Trompete für (r)echte Lonesome-Cowboy-Atmosphäre sorgt und der Hoppelgroove für das nötige Pferdeflair. Fette Bläser beim anschließenden "One Of These Days" führen zum Kuriosum des Albums: Oper meets Latin. Startenor Placido Domingo leitet mit dem himmlisch schönen "Novus" die Platte aus. Sanfte Streicher, der dezente Groove, Placidos Organ und Carlos Solo entlassen die befriedigten Ohren in absoluter Harmonie. Mission erfüllt! Santanas Botschaft ist in meiner Hüfte und meinem Herzen angekommen und will - der Traum aller Missionare - noch mal gehört werden ... noch mal ... und noch mal! 'Angeber' werd ich nie wieder denken! © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 1. Mai 1974 | Columbia