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Die Alben

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CD17,99 Fr.

Pop - Erschienen am 21. Juni 2010 | Universal-Island Records Ltd.

Einblick in die Psychen der aktuellen Generation FemPop möchte man manchmal haben. Ist es tatsächlich rein werbetechnisches Adaptionsverhalten, wenn sich seit Lady Gagas Landung auf unserem Planeten ein weiblicher Popstar nach dem anderen ins Cyborg-Reih-und-Glied stellt? Janelle "ArchAndroid" Monáe, Christina "Bionic" Aguilera, Kelis aus dem "22nd Century" und jetzt "Fembot" Robyn - dieser unübersehbare Retrofuturismus in der Frauenliga sollte eigentlich manch aktuelles Gender-Seminar beschäftigen. Zumal ein technoides Enhancement von weiblichen Körpern ja durchaus auch im Geiste chauvinistischen Ressentiments gegenüber einer femininen "Schwäche" gelesen werden kann: Braucht die selbstbehauptete Mainstream-Künstlerin von heute auf einmal die mechanische Unterstützung ihrer Physis zur Ausformulierung einer betont toughen Attitüde? Oder ganz im Gegenteil: Bedeutet die äußere maschinelle Modifikation die Sichtbarmachung einer Antithese zu den äußeren (regressiven) Schönheits-Modifikationen, die in einer nach wie vor eher männerdominierten Gesellschaft vor allem an die weibliche Bevölkerung mal subtil, mal im Imperativ herangetragen werden? Emanzipatorische Fragen, auf die Robyn mit dem ersten von drei Minialben in 2010 ihre eigene Antwortversion artikuliert. In Entsprechung letztgenannter Position dient ihr eigener Fembot vor allem als Projektionsfläche für den Umgang mit dem externen Druck, dem sich ein seit über einem Jahrzehnt erfolgreicher Popkünstler ausgesetzt sieht. "My tour is killing me / This flight is killing me / My manager's killing me", deklamiert sie vor trockenem Backbeat im Eröffnungstrack die Stimme des Boulevards, der den Breakdown des Celebritys lüstern herbeiredet. Erst nach vier Minuten wird die Reaktion auf das Druckszenario als "Don't fucking tell me what to do!" formuliert. Musikalisch löst sich das Roboterszenario bereits im folgenden "Fembot" in luftiger Dancemusic auf, geht aber lyrisch noch einmal in die Science Fiction: "Fresh out of box, the latest model" und "Looking for a droid to man my station" bricht sie zynisch erneut mit ihrer Vergangenheit. So fremdgesteuert mag sich Robyn jedenfalls als Teenager gefühlt haben, als sie in den Händen eines Majorlabels zur neuen Aguilera aufgebaut werden sollte. Der Track erklärt ganz wie der Opener auch eine klare Gegnerschaft: "I've got some news for you / Fembots have feelings too". Damit trägt die Schwedin, die schon auf der Grammy-nominierten Selftitled von der "Bionic Woman" und dem "Robotboy" sang und erst neulich für Röyksopp den Track "The Girl And The Robot" beisteuerte, ihre Cyborg-Hülse bis auf Weiteres zu Grabe - und lässt fortan ihren Körper aus Fleisch und Blut sprechen. Jedoch anders als gedacht, auf dem Dancefloor nämlich. Der dort inszenierte Bodytalk öffnet die Bühne für die zwei Seiten ihrer Künstlerpersona: Verletzlichkeit, Romantik und Selbstzweifel einerseits im "Dancing On My Own"-Bubblegum-Pop, der dem großartigen "With Every Heartbeat" von 2007 in nichts nachsteht; Kraft, Aufbegehren und schwelende Wut in "Dancehall Queen", speziell aber in "None Of Dem". "None of them get my sex / None of them move my intellect / None of them work for me / None of them make me feel anything", tönt ihr Diss vom Rand der Tanzfläche. Von dort hört man sie zu Röyksopps Dubtechno schwer atmen, fast schnaufen vor rastloser Anspannung. Schlicht grandios wird die halbe Stunde von "Pt I" dann am Ende mit "Hang With Me". Verpackt in eine zuckersüße Akustikmantelung aus Piano und Streichern löst Robyn hier jenen Dualismus aus Stärke und Verletzlichkeit auf. Können du und ich Nur-Freunde sein, fragt sie, kann ich dir vertrauen? Wirst du da auch sein, wenn ich die Geduld verliere? Sie wünscht sich die Nähe abseits des ausdefinierten Beziehungsrahmens und gesteht, dass sie um die schwierige Möglichkeit bangt. Im selben Moment stellt das lyrische Alter Ego dieses neu zu schaffende Verhältnis unter eine Bedingung: "Just don't fall recklessly, headlessly in love with me / Cause it's gonna be all heartbreak". Damit behauptet sich Robyn als Herrin ihrer eigenen Gefühlslage, ohne den Roboter zu reaktivieren, sich also verstellen oder selbst täuschen zu müssen. Sie lässt schlussendlich nicht den Body talken, sondern das Herz. Aus der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten ihrer inneren wie äußeren Person folgt das autonome Fazit. Damit positioniert sich die Schwedin sowohl musikalisch als auch inhaltlich ganz vorne an der Spitze aller cyborgisierten Popsängerinnen zur Zeit. © Laut
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CD14,49 Fr.

Pop/Rock - Erschienen am 24. Juni 1997 | RCA Records Label

Kollege Schulz möge es mir verzeihen, aber als "Robyn" in der Redaktion eintraf, führte kein Weg am Mann für Schwedophilie vorbei. Sehenden Auges und offenen Ohres fügte diesmal ich mich in die Rolle des Spielgefährten, denn das Album wirkte schon optisch interessant. Eingerahmt von Hochhäusern: Robyn. Die mit dem roten Halsband. Robyn stammt aus Schweden und landete Ende des vergangenen Jahrtausends rund um den Globus noch ein paar Hits. Doch danach wurde es still um sie, zumindest außerhalb des schwedischen Königreichs. Nachdem sich aber die Stockholmerin der Fesseln des Majors entledigte und ihr eigenes Label gründete, macht sie wieder Lärm. Mächtig Lärm. Das muss auch sein, da in der Vergangenheit zu viele Britneys und Aguileras in die Pop-Suppe spuckten. Nach einem amüsanten Intro, das die Fähigkeiten der Sängerin an der Realität vorbei ausschmückt, poltert "Konichiwa Bitches" präzise mit gebrochenen Beats aus den Boxen. Hier übernimmt die Schwedin die Lobhudelei gleich selbst und lotet Möglichkeiten der Selbsterinnerung aus, um sich der eigenen Stärken an schwachen Tagen bewusst zu werden. Elegant vermeidet die mit dem roten Halsband, in dem Lied auch nur einen Ton zu singen, und zieht sich mit Sprechgesang aus der Affäre. Bei "Cobrastyle" nehmen die elektronischen Einflüsse wie auch das Tempo zu. "I press trigger, I don't press people button" lautet das Mantra und der Bass hämmert nach. Etwas eingängiger mit Gitarre und leichtem Hang zur Hymne gibt sich "Handle Me". Tatsächlich: eine Abfuhr, die besagt, dass die Kragenweite nicht ausreicht, hört man nicht gerne. Anders verhält es sich mit diesem Lied. Die Abservierten sind eh in der Überzahl, und da wirkt es weniger peinlich, wenn alle das mitsingen, was sie sich regelmäßig anhören müssen. Die Qualität guter Popmusik lässt sich häufig an der Art und Weise ablesen, wie altbewährte Sequenzen in die Lieder einfließen. Bei "Video Killed The Radio Star" (The Buggles) und Cindy Laupers "Time After Time" handelt es sich um Titel, auf die sich viele einigen können. Elemente davon tauchen nun in "Be Mine!" auf, das den Zustand eines gebrochenen Herzens schön vertont. "With Every Heartbeat" zwingt die bis dato verwendeten Breakbeats in ein Viervierteltakt-Korsett, die stets präsenten Streicher treiben den Song über die Fläche hinweg in höchste Höhen. Nach diesem Titel verwundert nicht, dass ausgerechnet "Who's That Girl?" folgt. Hier legten The Knife mit Hand an - spätestens seit "Silent Shout" sollten die ebenfalls schwedischen Zwillinge auch in Elektropopgefilde vorgedrungen sein. Die eingängige Nummer ruft gerade genug Erinnerungen an "Heartbeats" ins Gedächtnis, dass einem warm ums Herz wird. Vor die atmosphärischen Klavierballade hat Robyn das treibende "Crash And Bone Girl" und das nicht minder druckvolle "Robotboy" gesetzt. Der Gesang driftet in Gehauche ab, was sicherlich wieder die Kritiker der ersten Stunde auf den Plan ruft, die seit über zehn Jahren überzeugt kundtun, dass Robyn nicht singen könne. Während die einen also immer das gleiche Lied anstimmen, biegt die mit dem roten Halsband auf die Zielgerade ihres vierten Albums ein. "Should Have Known", eine Art R'n'B-Soul-Pop mit deplatziert wirkendem Glockenspiel (wie eigentlich in vielen R'n'B-Soul-Pop-Stücken), ist leider ein kleiner Ausrutscher, der recht schnell auf die Nerven geht. Der Schlusstitel "Anytime You Like" rettet dann jedoch das Ende und schmeißt sanft raus. "Robyn" ist eine fast vollkommene Platte. Für Techno zu soft, für Hip Hop zu harmlos, für Rock zu belanglos, aber für Pop genau richtig. © Laut
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CD14,99 Fr.

Pop - Erschienen am 28. September 2018 | Embassy One

Im Jahre 1994 stieß die schwedische, damals noch jugendliche Robyn die kleine Welt des Pop mit Hits wie Do You Really Want Me und Do You Know (What It Takes) vor den Kopf. Nachdem sie bei RCA Records und von den Produzenten Denniz Pop und Max Martin unter die Fittiche genommen worden war, wurde sie dann in den 2000er Jahren schließlich flügge, als sie zwei sowohl experimentelle als auch beliebte Elektropop-Alben herausbrachte: Robyn (2005) und Body Talk (2010). So ähnlich war dann auch Honey, das nicht auf Pop-Bling-Bling machte, sondern leicht verbittert (Baby Forgive Me), ja sogar richtig melancholisch war (Human Being), trotz eines oft beschwingten Tempos. Es ist bemerkenswert, dass das Album von Klas Ahlund (er hat für Britney Spears acht Songs geschrieben) und Joseph Mount (Metronomy) produziert wurde. Mitten in dieser herrlich depressiven Stimmung findet man natürlich eine gehörige Portion Nostalgie aus der Zeit, als Robyn einen durchschlagenden Erfolg feierte. Mit den auf der Hammondorgel gespielten Synkopen in Between the Lines und den Eurodance-Beats in zahlreichen Stücken bietet dieses Album einen zugleich traurigen und wohlwollenden Rückblick auf die 1990er Jahre. Es ist wohl kein Zufall, dass der erste Song dieses kurzen Albums den Titel Missing U trägt. Auch die schillernden Synthesizer in Because It’s in the Music sowie die sonnigen Rhythmen in Beach2k20 sind ein Hinweis darauf, dass die „neue Robyn“ inzwischen einen gewissen Abstand gewonnen hat. © Nicolas Magenham/Qobuz
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CD21,99 Fr.

Pop/Rock - Erschienen am 24. Juni 1997 | Ariola - Ricochet

Robyn's debut album, Robyn Is Here, isn't particularly deep, but it is well-executed European dance-pop. The Swedish teenager has an appealingly thin voice, and her producers and songwriters have a knack for crafting hooky dance-pop that sounds as if it was made in 1990, not 1997. Half of the album rides by on mediocre songs and first-rate production, but when Robyn is given a good song -- as on "Show Me Love" and the dynamite "Do You Know (What It Takes)" -- Robyn Is Here is as good as mainstream dance-pop gets. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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CD16,29 Fr.

Pop - Erschienen am 22. November 2010 | Ministry Of Sound

"I'm in the corner, watching you kiss her / I'm right over here, why can't you see me / I'm givin' it my all, but I'm not the girl you're takin' home / I keep dancin' on my own." Mit glitzernden "Dancing On My Own" gelang "Fembot" Robyn einer der Hits des Jahres. Zu finden auf "Body Talk Part 1", dem ersten Teil einer Dreierreihe, mit der sich das schwedische Ex-Sternchen 2010 als wahres Pop-Schwergewicht zurückgemeldet hat. Nun, da sowohl das dritte Minialbum mit erneut fünf Songs als auch ein gebündeltes "Body Talk" erscheinen, kann man durchaus respektvoll Bilanz ziehen. Lässt sich gerade bei chartenden Pop-Acts oftmals ein gehöriges qualitatives Gefälle zwischen zwei bis drei Singles und dem Füllmaterial für ein Album diagnostizieren, verhält sich das bei einer gereiften Robyn nicht zuletzt dank der allmächtigen Produzentenriege im Hintergrund etwas anders. Nach dem großen Konfetti-Pop-Konzert auf der ersten und der Feierei im dunklen, kalten Techno-Club auf der zweiten "Body Talk" liefert Teil drei so etwas wie die morgendliche Fortsetzung einer rauschenden Nacht mit Robyn: Jacken an der Garderobe geholt, raus auf die Straße gestolpert, sich im Morgengrauen unzerstörbar fühlen. Aus der Akustikversion von "Indestructible" macht Robyn im Transit einen unwiderstehlichen Electro-Smasher. "This is Hardcore", singt sie zu Geigencrescendi – garantiert meint sie "Heartcore". Auch "Time Machine" mit seinen pumpenden Beats und seinem losgelösten, glitzernden Hyper-Refrain ist ein Hit. Die doch eher bausatzartige Electro-Ballade "Call Your Girlfriend" dagegen bewahrt sich allein ihres Tempos und schneidenden Samplings wegen davor, zu viel Kitsch aufzufahren. Für den Moment ist auch sie toll. Mit "Get Myself Together" folgt noch so eine perfekt ausproduzierte Dance-Keule, die mit eingestreuter Double Bass punktet. "Stars 4-Ever" geht, wenn man so will, zum Abschluss als kleine Reminiszenz an Robyns Anfangsjahre im Eurodance der 90er Jahre durch. Der Song bietet kaum mehr als ein naiver Abzählreim: "You and me together / Stars 4-Ever". Dabei aber nicht hop-hop für den nächsten Bravo-Sampler zusammenmontiert, sondern pumpend, fordernd. Dafür muss man wohl jedoch eher Robyns omnipräsentem Produzenten Klas Åhlund Tribut zollen. Das Minialbum ist auch für sich allein eine Anschaffung wert. Hört man sich aber das gesamte "Body Talk" am Stück durch und setzt sich zwischendurch vorbeugend eine Insulinspritze, so schreit doch alles nach einer großen Wachablösung: Alte Madonna! Junge Frau Gaga! Platz da, hier kommt die Grande Dame mit der Silbertolle! © Laut
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CD6,49 Fr.

Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Universal Music Ltda.

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CD9,49 Fr.

Dance - Erschienen am 21. Juni 2010 | Ministry Of Sound

Einblick in die Psychen der aktuellen Generation FemPop möchte man manchmal haben. Ist es tatsächlich rein werbetechnisches Adaptionsverhalten, wenn sich seit Lady Gagas Landung auf unserem Planeten ein weiblicher Popstar nach dem anderen ins Cyborg-Reih-und-Glied stellt? Janelle "ArchAndroid" Monáe, Christina "Bionic" Aguilera, Kelis aus dem "22nd Century" und jetzt "Fembot" Robyn - dieser unübersehbare Retrofuturismus in der Frauenliga sollte eigentlich manch aktuelles Gender-Seminar beschäftigen. Zumal ein technoides Enhancement von weiblichen Körpern ja durchaus auch im Geiste chauvinistischen Ressentiments gegenüber einer femininen "Schwäche" gelesen werden kann: Braucht die selbstbehauptete Mainstream-Künstlerin von heute auf einmal die mechanische Unterstützung ihrer Physis zur Ausformulierung einer betont toughen Attitüde? Oder ganz im Gegenteil: Bedeutet die äußere maschinelle Modifikation die Sichtbarmachung einer Antithese zu den äußeren (regressiven) Schönheits-Modifikationen, die in einer nach wie vor eher männerdominierten Gesellschaft vor allem an die weibliche Bevölkerung mal subtil, mal im Imperativ herangetragen werden? Emanzipatorische Fragen, auf die Robyn mit dem ersten von drei Minialben in 2010 ihre eigene Antwortversion artikuliert. In Entsprechung letztgenannter Position dient ihr eigener Fembot vor allem als Projektionsfläche für den Umgang mit dem externen Druck, dem sich ein seit über einem Jahrzehnt erfolgreicher Popkünstler ausgesetzt sieht. "My tour is killing me / This flight is killing me / My manager's killing me", deklamiert sie vor trockenem Backbeat im Eröffnungstrack die Stimme des Boulevards, der den Breakdown des Celebritys lüstern herbeiredet. Erst nach vier Minuten wird die Reaktion auf das Druckszenario als "Don't fucking tell me what to do!" formuliert. Musikalisch löst sich das Roboterszenario bereits im folgenden "Fembot" in luftiger Dancemusic auf, geht aber lyrisch noch einmal in die Science Fiction: "Fresh out of box, the latest model" und "Looking for a droid to man my station" bricht sie zynisch erneut mit ihrer Vergangenheit. So fremdgesteuert mag sich Robyn jedenfalls als Teenager gefühlt haben, als sie in den Händen eines Majorlabels zur neuen Aguilera aufgebaut werden sollte. Der Track erklärt ganz wie der Opener auch eine klare Gegnerschaft: "I've got some news for you / Fembots have feelings too". Damit trägt die Schwedin, die schon auf der Grammy-nominierten Selftitled von der "Bionic Woman" und dem "Robotboy" sang und erst neulich für Röyksopp den Track "The Girl And The Robot" beisteuerte, ihre Cyborg-Hülse bis auf Weiteres zu Grabe - und lässt fortan ihren Körper aus Fleisch und Blut sprechen. Jedoch anders als gedacht, auf dem Dancefloor nämlich. Der dort inszenierte Bodytalk öffnet die Bühne für die zwei Seiten ihrer Künstlerpersona: Verletzlichkeit, Romantik und Selbstzweifel einerseits im "Dancing On My Own"-Bubblegum-Pop, der dem großartigen "With Every Heartbeat" von 2007 in nichts nachsteht; Kraft, Aufbegehren und schwelende Wut in "Dancehall Queen", speziell aber in "None Of Dem". "None of them get my sex / None of them move my intellect / None of them work for me / None of them make me feel anything", tönt ihr Diss vom Rand der Tanzfläche. Von dort hört man sie zu Röyksopps Dubtechno schwer atmen, fast schnaufen vor rastloser Anspannung. Schlicht grandios wird die halbe Stunde von "Pt I" dann am Ende mit "Hang With Me". Verpackt in eine zuckersüße Akustikmantelung aus Piano und Streichern löst Robyn hier jenen Dualismus aus Stärke und Verletzlichkeit auf. Können du und ich Nur-Freunde sein, fragt sie, kann ich dir vertrauen? Wirst du da auch sein, wenn ich die Geduld verliere? Sie wünscht sich die Nähe abseits des ausdefinierten Beziehungsrahmens und gesteht, dass sie um die schwierige Möglichkeit bangt. Im selben Moment stellt das lyrische Alter Ego dieses neu zu schaffende Verhältnis unter eine Bedingung: "Just don't fall recklessly, headlessly in love with me / Cause it's gonna be all heartbreak". Damit behauptet sich Robyn als Herrin ihrer eigenen Gefühlslage, ohne den Roboter zu reaktivieren, sich also verstellen oder selbst täuschen zu müssen. Sie lässt schlussendlich nicht den Body talken, sondern das Herz. Aus der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten ihrer inneren wie äußeren Person folgt das autonome Fazit. Damit positioniert sich die Schwedin sowohl musikalisch als auch inhaltlich ganz vorne an der Spitze aller cyborgisierten Popsängerinnen zur Zeit. © Laut
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CD4,99 Fr.

Dance - Erschienen am 11. Juni 2010 | Ministry Of Sound

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CD22,49 Fr.

Dance - Erschienen am 30. Oktober 2002 | Konichiwa Records LLP

Pop - Erschienen am 16. Dezember 1999 | RCA - Ricochet

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Pop - Erschienen am 18. Februar 2011 | Ministry Of Sound

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Dance - Erschienen am 6. November 2020 | KRUNK

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Dance - Erschienen am 26. Oktober 2007 | Ministry Of Sound

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Electronic - Erschienen am 31. Mai 2019 | Embassy One

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CD7,49 Fr.

Pop - Erschienen am 18. Juni 2007 | Ministry Of Sound

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CD9,49 Fr.

Pop - Erschienen am 6. September 2010 | Ministry Of Sound

Keine drei Monate nach Teil eins schiebt Robyn bereits den zweiten Teil ihrer "Body Talk"-Saga nach. Klar, dass sich textlich nicht zu viel ändert in so kurzer Zeit, Schreiben, Aufnahme und Release der jeweiligen Minialben passieren zeitnah. Gar kein Problem das, die Schwedin hat schließlich nach 15 Jahren im Business verstanden, welchen Muskel sie zu auszuspielen hat: Wieder positioniert sie sich in der goldenen Mitte aus gereiftem künstlerischen Selbstbewusstsein und ehrlicher Verletzlichkeit. Überhaupt funktioniert "Body Talk Pt. 2" dramaturgisch nach einem vergleichbaren Muster. Erst ergeht Robyn sich in selbstaffirmativer Geste, singt "It's gonna be okay" ins Spiegelbild; zwischendrin teilt sie, diesmal unter anderem mit Snoop Dogg, ordentlich Handkanten aus, warnt vor den letalen Seiten der Liebe oder empfiehlt die Einberufung eines schwarzen weiblichen Papstes, um schlussendlich mit einem tollen Streicher-Allegro die eigene Unzerstörbarkeit UND den ungebrochenen Glauben an die Heilkraft Liebe zu proklamieren. Interessanter ist die Betrachtung der musikalischen Seite. Denn nicht nur aufgrund der Danceversion von "Hang With Me" – auf dem Vorgänger noch balladesk – wurde diese Veröffentlichung vorab als Tanzplatte angekündigt. Und tatsächlich: Robyn kommt diesmal schneller in den Club. Gleich in "In My Eyes" pusht die Snare ihre Entourage an der Schlange vorbei. Nur wenig später schon, nämlich bei "Love Kills" und "We Dance To The Beat", übernimmt die Bassdrum endgültig das Abendprogramm. Über ihren melodieseligen Schatten springt Robyn zwar selbstredend nicht (warum sollte sie?), doch macht viel eindeutiger als zuletzt der Beat die Angabe. Speziell letztgenanntes Stück dringt mit Roboterstimme und sinnbildlich-assoziativen Lyrics tief vor bis zur Club-Primetime, zu Momenten beim Tanzen, die schon gefangen im Rhythmus, die nicht mehr intellektuell erfahren sind. Auch das Snoop-Feature referiert unter anderem auf das Watergate in Berlin und bratzt so herrlich drückend nach vorne, dass man erst beim folgenden Geigenfinale wieder luftholen mag. Minimalen Originalitäts-Notenabzug gibt's lediglich für den "Piece Of Me"-Klon "Criminal Intent". Hier bleibt einfach völlig unüberhörbar, dass Robyns Haus-Songschreiber Klas Åhlund auch für besagten Britney Spears-Hit mitverantwortlich zeichnet. Selbst wenn ein solch Sexhormon-getränkter Track gegenwärtig eher einer Ke$ha oder Uffie zugeschrieben werden dürfte. So fügt "Body Talk Pt. 2" dem Œuvre eine aggressivere und (für einen Europop-Darling) Club-orientierte Facette hinzu. Steht ihr ausgezeichnet. © Laut
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CD2,49 Fr.

Electronic - Erschienen am 23. August 2019 | Embassy One

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Dance - Erschienen am 1. Juli 2011 | Embassy of Music

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CD2,99 Fr.

Electronic - Erschienen am 3. Juli 2020 | Embassy One

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CD2,99 Fr.

Electronic - Erschienen am 28. September 2018 | Embassy One