Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD21,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 15. August 2019 | Epic

Hi-Res
Es gibt viele Namen, die man dem verleihen könnte, was Rick Ross macht. Luxus-Rap. Kingpin-Rap. Boss-Rap. Vielleicht sogar so etwas wie Zuhälter-Rap. Im Grunde ist der inzwischen zu Veteranen-Status gekommene Florida-MC Projektions-Fläche für alle, die in Deutschland Gangster-fixierten Image-Rap machen. Doch was Ross in Sachen Opulenz, Lebensstil und Drama bildgewaltig heraufbeschwört, lässt deutsche Darstellungen des guten Lebens nach zweiter Regionalliga aussehen. Es ist allein schon seine Stimme, die mit so viel Bombast und hämischer Gelassenheit über die Instrumentals dröhnt, dass man seinen Status gar nicht hinterfragen will. Rick Ross ist ein Boss, er ist möglicherweise sogar der Boss, und in Sachen Charisma macht ihm so schnell niemand etwas vor. Kommt dann noch ein wirklich explosives Instrumental hinzu, wird hier scharf geschossen. Ein erstes Highlight gibt es auf dem zerschmetternden "Nobody's Favorite", auf dem eine einsame Kirchenglocke verzerrt und drängend die gesamte Melodie des erdrückenden Trap-Beats ausfüllt. Friedhofs-Atmosphäre für Ross und einen eiskalten Gunplay, die keine Scherze und erst recht keine Gefangenen machen. Später heißt es dann "Oh, this is Swizz Beatz talking on a Just Blaze track" und Ross beschwört in einer triumphalen Hook seinen Erfolg auf epochalen Filmmusik-Loops herauf. Es ist ein immens plastisches, cineastisches Album. Wenn über die meiste Zeit mit der Justice League, Just Blaze, DJ Toomp oder Trop absolute Könner am Instrumental sitzen und Ross dem ganzen Bombast eine Aura der Bedeutung und Angemessenheit verleiht, funktioniert das auch und macht für ein Hörerlebnis, das den Begriff Luxus-Rap mit Eifer rechtfertigt. "Port Of Miami 2" klingt nach Geld. Nach vergoldetem Kaffee und Satin-Morgenmänteln in einer kubanischen Villa. Trotzdem kann der ganze Bombast erschlagen. Gerade in der ersten Hälfte rollen die Panzer mit je drei Verses von Ross, der seit eh und je nicht mit der Anzahl seiner Flows besticht (er hat ungefähr einen), und ein paar zu schmachtenden Hooks von Dej Loaf, Summer Walker und Teyena Taylor langsamer, als sie müssten. Später ziehen sie zwar nicht an, aber der Ernst und der Ton wandeln sich vom Prahlerischen ins Reflektierte und die Stimmung wird schneidend kalt. Der Wendepunkt ist die Aufnahme eines Live-Berichts über den Schlaganfall, den Ross im letzten Jahr erlitt und der ihn fast das Leben gekostet hat. Auf einmal untergräbt ein Hauch der Vergänglichkeit und die Instrumentals kühlen ab. Wo vorher noch Tuxedos und Ballkleider durch die üppigen Katakomben von Ross' Residenz wankten, weht nun eine eisige Leere durch die Architektur, der Bombast fühlt sich zunehmend hohl an. Melancholie macht sich auf den Rängen breit. "You can have the biggest clique, you will die a loner", brummt er dann wehmütig auf "I Still Pray". Egal, wie viel Reichtum er anhäuft. Das Ende fühlt sich nah an. Nicht nur sein eigener Tod wirkt präsent, auch der 2017 verstorbene Manager Black Bo wird gewürdigt und erst recht der im letzten Jahr verstorbene Nipsey Hussle, dessen Verse auf "Rich N*gga Lifestyle" von einer gespenstischen Atmosphäre umgeben scheint. Auch andere Gäste denken an das Ableben. YFN Lucci reflektiert, wie einst sein bester Freund nach seinem Leben getrachtet hat, und Denzel Curry wendet sich mit Rat an sein ungeborenes Kind, auf dass es auch nach seinem Ableben auf dieser Welt zurechtkomme. Ein besonderes Highlight ist das abschließende Drake-Feature "Gold Roses", auf dem zwei Rapper, die sich in der Rolle des Veteranen auch in dieser Phase ihrer Karriere immer noch seltsam anfühlen, eine lange Zeit im Rampenlicht Revue passieren lassen. Der größte Unterschied zwischen einem Image-Gangsterrapper und einem Rick Ross ist, dass Rick Ross die ganze Geschichte erzählt. Er ist nun über vierzig Jahre alt, er ist seit über zehn Jahren im Game, er veröffentlicht sein zehntes Album und spürt, wie nicht nur seine Freunde sich verändern, sondern sogar sein eigener Körper welkt. Sein Bild von Luxus ist ein Bild von Dekadenz. Sein Bombast wird von einer Ironie der Sterblichkeit untergraben. "Port Of Miami 2" ist ein transzendentales, morbides Album, das zwar mit über einer Stunde Dauer und nicht dem schnellsten Laufschritt seine Längen und Ermüdungserscheinungen mitbringt, aber doch atmosphärisch ein gewichtiges Ausrufezeichen für die Karriere des Rick Ross setzt. © Laut
Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2010 | Def Jam Recordings

Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2006 | Def Jam Recordings

Ab
CD21,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 17. März 2017 | Epic

Ab
CD24,49 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. März 2014 | Def Jam Recordings

Booklet
Der moderne Drogenbaron legt sein Geld nicht etwa an. Nein, er hortet die gesamte Kohle bei der örtlichen Sparkasse auf dem Konto, das ihm Mama und Papa irgendwann einmal angelegt haben. So fällt die Übersicht der Finanzen besonders leicht: "Your checking account available balance is 92,153,183.28$", überbringt die automatische Ansage die frohe Kunde. Wow. Klingt, als sei der "Drug Dealers Dream" wahr geworden. "Rich Is Gangsta", so viel steht fest. Allerdings macht sich Rick Ross nicht die Mühe, dem Hörer zu erläutern, wie er denn sein Konto mit solch immensen Summen füllen konnte. Hat er auch nicht nötig. Genau wie ein gutes Pferd springt Rozay eben nur so hoch wie er muss. Den Rest des Weges legt er lieber bequem im zweifarbigen Ledersitz eines sündhaft teuren Maybachs zurück. Statt sich durch die einschläfernde Geschichte über den langen Weg nach oben zu quälen, dreht das "Mastermind" den Zeiger der diamantbesetzten Rolex etwas vor und erzählt vom Leben als "young mogul". Da braucht es dann auch kein ausgefeiltes Storytelling, das bekanntlich ohnehin nicht zu den Stärken des Protagonisten zählt. Also, Fenster runter, Arm raus, und mitten rein in unverschämtes Rumgeprotze und bis an die Grenzen getriebenes Don-Gehabe, wie es sonst nur einer vollbringen könnte: Rick Ross selbst. Das macht in diesem Fall einen Heidenspaß. "Benz coupe, wood frames, low fade, nigga / Got the cubans, got the boats, got the zoes, nigga", tagged der Florida-Trapper sein Hab und Gut bis auf das letzte Detail runter. Dass der Gute in einer streng bewachten Prunkvilla haust, versteht sich von selbst, "elevators like Frank's in Scarface" inklusive. Wer "Ricky the Ruler" seinen Boss nennt, darf sich übrigens über ähnlichen Luxus freuen. Meek Mill und Wale, von der mächtigen Maybach Music Group unter die Fittiche genommen, schenkte der großzügige Chef mal eben Cartier-Uhren zur Vertragsunterschrift und Range Rover zum Geburtstag. Doch trotz aller Generosität: Feinde macht man sich als stinkreicher Rap-Mobster eben auch, wie "Shots Fired" zeigt. Die im Skit verwendeten Polizeifunk- und Nachrichtenausschnitte rufen den Januar 2013 ins Gedächtnis, als Ross das Ziel eines Attentats wurde. Mehrere Schüsse trafen das Auto, in dem er und seine Freundin saßen. Beide kamen unverletzt davon. Wie schmal aber der Grat zwischen Leben und Tod sein kann, verarbeitet der Rapper im ungewohnt deepen "Nobody". Dafür sampelt er nicht nur den kompletten Beat von "You're Nobody (Till Somebody Kills You)", sondern wartet auch noch mit einem gesprochenen Intro von Sean "Diddy" Combs auf, der schon auf Biggies posthum veröffentlichtem Track zu hören war. Hier hält sogar der sonst rücksichtslos prahlende Kingpin für einen melancholischen Moment inne und erkennt: "My desire for fine things made me a liar." Nicht einmal French Montana stört die Harmonie dieser starken knapp fünf Minuten, zumal er sich lediglich in der Hook zu Wort meldet. Dafür aber mit der Quintessenz des Ganzen: "You're nobody till somebody kills you." Dass Rick Ross wahrlich kein Niemand ist, zeigt sich mitunter in der illustren Gästeliste. Wie es sich für einen Rangobersten gehört, schart er zahlreiche Stars um sich, darunter Lil Wayne, The Weeknd und Jay-Z. Auch unter den Produzenten tummeln sich etliche Hochkaräter, das Grundgerüst der 17 Tracks umfassenden Platte stammt aber größtenteils aus der Schublade des bereits erwähnten Diddy. Wirklich Neues schwemmt die seit Jahren wütende Trap-Flut zwar nicht mehr in den Port Of Miami. Solange es ordentlich aus den Boxen dröhnt - und das tut es - taugen mächtige Beats wie in "Blk & Wht" und "What A Shame" dennoch als ideale Grundlage für Rozays voluminöses, gewohnt heiseres Organ. Das überzeugt nach wie vor, wenn auch nicht mit besonderem Reichtum an stimmlichen und emotionalen Facetten. Außer in "Nobody" existiert nämlich weder ein trauriger noch ein wütender, weder ein melancholischer noch ein beflügelter Rick Ross. Es gibt nur den einen, immer gleich klingenden Rick Ross, der Maybach fährt, Geld verprasst und dir erzählt, dass du niemals Maybach fahren und Geld verprassen wirst: "You still smokin' weed on your car chase." Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, trifft "Mastermind" einen Nerv. Wenn Ricky mit dem Jigga im epischen "Devil Is A Lie" erst einmal richtig ins Rollen kommt, nimmt die Angeberei Formen an: Der Hauptdarsteller erzählt keine vertrackte Geschichte über Aufstieg und Fall, über Loyalität und Hinterlistigkeit. Aber er nimmt dich mit in sein abgehobenes Bonzen-Imperium aus Kokain, Geld, Macht und Luxuskarossen. Ob dir das gefällt oder nicht, ist ihm herzlich egal. Denn im "Untouchable Maybach Empire" zählt ohnehin nur sein Wort: "The devil is a lie, bitch I'm the truth / The devil is a lie, bitch I'm the proof." Auch wenn er sich in der zweiten Single-Auskopplung "War Ready" dem technisch versierteren Trap Lord Young Jeezy unterordnen muss, begeistert der selbstherrliche Don in all seiner Einfältigkeit auch im sechsten Anlauf - sofern man sich denn darauf einlassen kann, sein Hirn weitestgehend abzuschalten und lediglich den fetten Klängen aus den Boxen zu lauschen. © Laut
Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. Juli 2012 | Def Jam Recordings

Going cinematic comes easy when your life's a movie, and since Rick Ross' previous 12 months included platinum albums, numerous awards, and some pre-gig CPR and resuscitation on an airport runway, it seemed sensible that the Miami rap superstar cited Scorsese and Tarantino as influences for God Forgives, I Don't. "Yeah, such a breath of fresh air/Get a blowjob, have a seizure on a Lear" is the typically brutish and bold way he addresses the recent past on the great, familiar anthem "Maybach Music IV," but his detractors should note that he didn't cite Michael Bay or Brett Ratner as influences, meaning he's looking not just for bombast but for that new, kinetic kind of gangster noir, just like Marty and Quentin. On key track "3 Kings," he's found it, acting as a Tony Soprano-type character whose thoughts bounce between the meaning of life and the table dance happening in front of him, while mammoth guest Jay-Z shows up with some free-association freestyling that's wonderfully clumsy and fun, while stone-cold legend Dr. Dre uses the loose atmosphere to growl and drop some product placement ("You should listen to this beat through my headphones"). Hip-hop royalty being so free and flippant takes the superstar team-up cut to another level, and when it comes to putting his Maybach spin on new ground, Ross proves he can thrive in "Prototype"-like surroundings during the smooth as silk "Sixteen," which slowly struts over eight minutes of J.U.S.T.I.C.E. League-produced elegance with OutKast's Andre 3000 along for the ride. Being overly serious is never an issue as Ross chills in the red-light district during "Amsterdam," offering big-boy insults like "You a bitch, where your Honda Accord?" along with the depraved brilliance of "I laughin' at the people who labeled me poor/Now I'm pissin' on Europeans, you'd think it was porn." Then, three of the expected thug tracks -- "Hold Me Back," "911," and "So Sophisticated," with Meek Mill -- help anchor the album before it's on to the unexplored with a Pharell Williams-helmed finger-snapping cut ("Presidential"), some naked passion with Omarion ("Ice Cold"), and a bright cut with Wale and Drake that compares fine woman to health food ("Diced Pineapples"). All of it works, there's plenty of ambition with little overreaching, and the most striking bits of the album are striking for unexpected reasons. That makes three lavish triumphs in a row for Ross, with this one being the richest. © David Jeffries /TiVo
Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2009 | Def Jam Recordings

Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2008 | Def Jam Recordings

"Es kann nur einen geben." Sollte an der alten Highlanderweisheit etwas dran sein, dann hat Bruce Springsteen schlechte Karten. Dann nämlich muss wohl ein Machtwechsel vonstatten gegangen sein: Ein ohne jeden Zweifel amtierender Boss zieht die Fäden seiner diversen Geschäfte von Miami aus. Dort, in den Tiefen des dreckigen Südens, brodelt es gewaltig. Immer wieder erschüttern heftige Eruptionen die Rap-Landschaft. So gleicht auch Rick Ross' zweiter Ausbruch am ehesten einer Naturgewalt, der man sich besser nicht in den Weg stellt. "We survive through every storm, any weather, any road block. We are here forever. We would never be stopped 'cause we the motherfuckin' best." Nun, ob Rick Ross tatsächlich das ewige Leben haben wird, bleibt abzuwarten. Die alles beherrschende Haltung hinter "Trilla" bringt DJ Khaled allerdings ganz gut auf den Punkt. Diskussionen gibt's nicht. Wer meckert, wird plattgewalzt. Das Leben kann so einfach sein. Folgerichtig erstickt Rick Ross eventuelle Widerrede bereits im Intro im Keim und verbietet einmal lustig rundum sämtlichen Anwesenden das Maul. Der schleppende Sound aus der Werkstatt der J.U.S.T.I.C.E. League, der den donnernden Auftakt begleitet, unterstreicht die kompromisslosen Worte und lässt ahnen, was die kommende Stunde bereit hält: Nix für Zwerge. Mörderisch druckvoll schieben die wuchtigen Beats alles und jeden gegen die nächste verfügbare Wand. Dabei bedienen sich die zahlreichen beteiligten Produzenten der kompletten Klaviatur dessen, was der Süden Ureigenes zu bieten hat. Chopped&Screwed-Elemente werden eingestreut. Mannie Fresh grüßt mit einem Geto Boys-Sample in "All I Have In This World" höflich in Richtung der Dirty South-Pioniere. Von Tower of Power bis Kanye West wird verwurstet, was immer eine Wirkung erzielt. Schnurgerade Drumcomputer lässt 'Blac Elvis' Williams in "This Is The Life" mit schrägen Bläser-Klängen kollidieren. J. R. Rotem nutzt für "The Boss" Dancehall-Elemente zu dumpf im Hintergrund ploppenden Bässen. Ein Effekt über dem Gesang verhindert hier das Abgleiten in gefühlsduseligen R'n'B-Sirup. Selbst ein R. Kelly, eigentlich ein Garant für klebrige Schmachtfetzen-Stimmung, tönt keineswegs überzuckert, wenn The Runners "Speedin'" zum Titel passend mit harten Claps nach vorne treiben: So und nicht anders, bissig und keinesfalls weichgespült, stelle ich mir eine "Best Of Both Worlds"-Kollabo vor. Inhaltlich behält "Trilla" den auf "Port Of Miami" eingeschlagenen Kurs konsequent bei: "If it ain't 'bout cash I don't really care." Big money, big business: Damit ist - die Tracklist lässt solches vermuten - im Grunde alles erzählt: Rick Ross' "Maybach Music" dient ausschließlich dazu, seinen Status als "Billionaire" zu zementieren und weiterhin die "Luxury Tax" begleichen zu können. Warum das alles? Diese Frage beantwortet Lady Ebonylove: "Money Makes Me Come". Trotz gewohnt schlichter Reimstrukturen liefert Rick Ross eine fesselnde Darbietung. Er beherrscht das Kunststück, zugleich in sich gefestigt und höllisch hungrig zu erscheinen; aus dem Handgelenk. Dass man im Süden nicht zwingend auf der Bremse stehen muss, zeigt er unter anderem in "Here I Am", wo er ordentlich Fahrt aufnimmt. "I will save you if you let me." Ob alleine, an der Seite Jay-Zs in "Maybach Music" oder im Kreise seiner Brüder im Geiste (Lil Wayne, Young Jeezy und Trick Daddy in "Luxury Tax"): Rick Ross bringt für die eine oder andere Rettungsaktion durchaus das nötige Format mit. Sollte er auch, behauptet er doch, er sei "the biggest boss that you've seen thus far". Als einzigen Ausrutscher verbuche ich die leider böse im Gedächtnis haftende, weil am Ende platzierte, mit Abstand scheußlichste Hookline des Albums. Den Versuch einer Entschuldigung birgt der Track selbst: "I'm not perfect", heißt es da. "I'm Only Human". Na, gut. Trotzdem darf Bruce Springsteen jetzt einpacken. Der neue Boss ist längst am Ruder, und er hat gesprochen: "Bounce!" © Laut
Ab
HI-RES32,49 Fr.
CD23,49 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Dezember 2015 | Def Jam Recordings

Hi-Res
"More Rakim than Master P": In dieser Line von "Money Dance" offenbaren sich Entwicklung, Finesse und Klasse von Rick Ross. Er fährt nicht mehr nur mit Zigarre im Aston Martin durch die Hood oder schippert mit der Yacht das imaginäre Kokain nach Kuba. Nein, Rozzay hat es zum gestandenen Künstler gebracht, der mittlerweile als einziger auf Biggie-Niveau Rap, Unterhaltung, Politik und Straße stimmig und mit viel Wortgewalt umsetzt. Beispiele gefällig? "Assassinate Trump like I'm Zimmerman / Now accept these words like they came from Eminem" ("Free Enterprise") oder "Get Rich or Die Tryin that's what 50 said, filed for chapter 11, guess the nikka kidneys failed" ("Dope Dick"): Rick ereint mittlerweile smart und catchy in wenigen Versen doppeldeutig diverse Aussagen und Ebenen. Musikalisch greift er dafür auf seine alten "Deeper Than Rap"-Stärken zurück. Wo jeder 6 God und seine kanadische Mutter dem Trap Rap frönt, lässt Ross breit-pathetische Synthies Geschichte erzählen und straight-harte Drums schlagen. Diese Mafia Music bereitet das Fundament für den wohl besten Auftritt seiner Karriere. Beton an den Füßen. Allein die ersten neun Tracks bergen Klassiker-Material. "Free Enterprise" diggt mit John Legend tief im Soul wie einst ihre Kollabo auf "Rich Forever". Jack Ones "Smile, Mama Smile" ist zwar nicht besser als das erste Duett mit Cee-Lo Green auf "Tears Of Joy", trotzdem gehört der Track zu den besten und unpeinlichsten Mutti-ist-die-Beste-Varianten. Auf dem orchestralen Kopfnicker "One Of Us" hält Rick Ross in Sachen Reimen und sozialkritischer Aussage auch mit einem gewohnt superben Nas mit. Auch gut: das wehmütige "Silk Road", das fiebrige "Color Money", das mächtige "Dope Dick", und wenn Jahlil Beats auf "Crocodile Python" die härteste Snare des Album unter Filmmusik-Loops packt, ist Ross endgültig Top five alive. Dass er auf "Ghostwriter" erzählt, bereits seit Jahren für deine Lieblingsrapper zu schreiben und für "Black Opium" DJ Premier an die Turntables stellt, rundet die ersten neun Tracks perfekt ab. Bis jetzt bewegt sich "Black Market" auf "Ready To Die", "The Blueprint" oder "Supreme Clientle"-Level. Zusammen mit seinem ebenfalls starken "Black Dollar"-Mixtape käme kein Hip Hop-Head an Rozzay vorbei, verlöre das Album nicht im Schlussdrittel mit vier komplett unpassenden Songs an Tempo und Klasse. "Can't Say No", "Very Best", "Sorry" und "D.O.P.E." stören mit lahmen R'n'B-Hooks und Trap Rap den Fluss und bringen auch nichts wirklich Neues oder Interessantes hervor. Streicht man diese vier und ersetzt sie mit "Dead Rappers" vom genannten Mixtape, Rick Ross hätte das Album des Jahres und einen echten Klassiker am breiten Gürtel hängen. © Laut
Ab
CD20,49 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. März 2014 | Def Jam Recordings

Booklet
Der moderne Drogenbaron legt sein Geld nicht etwa an. Nein, er hortet die gesamte Kohle bei der örtlichen Sparkasse auf dem Konto, das ihm Mama und Papa irgendwann einmal angelegt haben. So fällt die Übersicht der Finanzen besonders leicht: "Your checking account available balance is 92,153,183.28$", überbringt die automatische Ansage die frohe Kunde. Wow. Klingt, als sei der "Drug Dealers Dream" wahr geworden. "Rich Is Gangsta", so viel steht fest. Allerdings macht sich Rick Ross nicht die Mühe, dem Hörer zu erläutern, wie er denn sein Konto mit solch immensen Summen füllen konnte. Hat er auch nicht nötig. Genau wie ein gutes Pferd springt Rozay eben nur so hoch wie er muss. Den Rest des Weges legt er lieber bequem im zweifarbigen Ledersitz eines sündhaft teuren Maybachs zurück. Statt sich durch die einschläfernde Geschichte über den langen Weg nach oben zu quälen, dreht das "Mastermind" den Zeiger der diamantbesetzten Rolex etwas vor und erzählt vom Leben als "young mogul". Da braucht es dann auch kein ausgefeiltes Storytelling, das bekanntlich ohnehin nicht zu den Stärken des Protagonisten zählt. Also, Fenster runter, Arm raus, und mitten rein in unverschämtes Rumgeprotze und bis an die Grenzen getriebenes Don-Gehabe, wie es sonst nur einer vollbringen könnte: Rick Ross selbst. Das macht in diesem Fall einen Heidenspaß. "Benz coupe, wood frames, low fade, nigga / Got the cubans, got the boats, got the zoes, nigga", tagged der Florida-Trapper sein Hab und Gut bis auf das letzte Detail runter. Dass der Gute in einer streng bewachten Prunkvilla haust, versteht sich von selbst, "elevators like Frank's in Scarface" inklusive. Wer "Ricky the Ruler" seinen Boss nennt, darf sich übrigens über ähnlichen Luxus freuen. Meek Mill und Wale, von der mächtigen Maybach Music Group unter die Fittiche genommen, schenkte der großzügige Chef mal eben Cartier-Uhren zur Vertragsunterschrift und Range Rover zum Geburtstag. Doch trotz aller Generosität: Feinde macht man sich als stinkreicher Rap-Mobster eben auch, wie "Shots Fired" zeigt. Die im Skit verwendeten Polizeifunk- und Nachrichtenausschnitte rufen den Januar 2013 ins Gedächtnis, als Ross das Ziel eines Attentats wurde. Mehrere Schüsse trafen das Auto, in dem er und seine Freundin saßen. Beide kamen unverletzt davon. Wie schmal aber der Grat zwischen Leben und Tod sein kann, verarbeitet der Rapper im ungewohnt deepen "Nobody". Dafür sampelt er nicht nur den kompletten Beat von "You're Nobody (Till Somebody Kills You)", sondern wartet auch noch mit einem gesprochenen Intro von Sean "Diddy" Combs auf, der schon auf Biggies posthum veröffentlichtem Track zu hören war. Hier hält sogar der sonst rücksichtslos prahlende Kingpin für einen melancholischen Moment inne und erkennt: "My desire for fine things made me a liar." Nicht einmal French Montana stört die Harmonie dieser starken knapp fünf Minuten, zumal er sich lediglich in der Hook zu Wort meldet. Dafür aber mit der Quintessenz des Ganzen: "You're nobody till somebody kills you." Dass Rick Ross wahrlich kein Niemand ist, zeigt sich mitunter in der illustren Gästeliste. Wie es sich für einen Rangobersten gehört, schart er zahlreiche Stars um sich, darunter Lil Wayne, The Weeknd und Jay-Z. Auch unter den Produzenten tummeln sich etliche Hochkaräter, das Grundgerüst der 17 Tracks umfassenden Platte stammt aber größtenteils aus der Schublade des bereits erwähnten Diddy. Wirklich Neues schwemmt die seit Jahren wütende Trap-Flut zwar nicht mehr in den Port Of Miami. Solange es ordentlich aus den Boxen dröhnt - und das tut es - taugen mächtige Beats wie in "Blk & Wht" und "What A Shame" dennoch als ideale Grundlage für Rozays voluminöses, gewohnt heiseres Organ. Das überzeugt nach wie vor, wenn auch nicht mit besonderem Reichtum an stimmlichen und emotionalen Facetten. Außer in "Nobody" existiert nämlich weder ein trauriger noch ein wütender, weder ein melancholischer noch ein beflügelter Rick Ross. Es gibt nur den einen, immer gleich klingenden Rick Ross, der Maybach fährt, Geld verprasst und dir erzählt, dass du niemals Maybach fahren und Geld verprassen wirst: "You still smokin' weed on your car chase." Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, trifft "Mastermind" einen Nerv. Wenn Ricky mit dem Jigga im epischen "Devil Is A Lie" erst einmal richtig ins Rollen kommt, nimmt die Angeberei Formen an: Der Hauptdarsteller erzählt keine vertrackte Geschichte über Aufstieg und Fall, über Loyalität und Hinterlistigkeit. Aber er nimmt dich mit in sein abgehobenes Bonzen-Imperium aus Kokain, Geld, Macht und Luxuskarossen. Ob dir das gefällt oder nicht, ist ihm herzlich egal. Denn im "Untouchable Maybach Empire" zählt ohnehin nur sein Wort: "The devil is a lie, bitch I'm the truth / The devil is a lie, bitch I'm the proof." Auch wenn er sich in der zweiten Single-Auskopplung "War Ready" dem technisch versierteren Trap Lord Young Jeezy unterordnen muss, begeistert der selbstherrliche Don in all seiner Einfältigkeit auch im sechsten Anlauf - sofern man sich denn darauf einlassen kann, sein Hirn weitestgehend abzuschalten und lediglich den fetten Klängen aus den Boxen zu lauschen. © Laut
Ab
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 7. August 2020 | Epic

Ab
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 21. Februar 2020 | Epic

Ab
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. November 2014 | Def Jam Recordings

Ab
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2012 | Def Jam Recordings

Ab
CD21,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 8. August 2019 | Epic

Es gibt viele Namen, die man dem verleihen könnte, was Rick Ross macht. Luxus-Rap. Kingpin-Rap. Boss-Rap. Vielleicht sogar so etwas wie Zuhälter-Rap. Im Grunde ist der inzwischen zu Veteranen-Status gekommene Florida-MC Projektions-Fläche für alle, die in Deutschland Gangster-fixierten Image-Rap machen. Doch was Ross in Sachen Opulenz, Lebensstil und Drama bildgewaltig heraufbeschwört, lässt deutsche Darstellungen des guten Lebens nach zweiter Regionalliga aussehen. Es ist allein schon seine Stimme, die mit so viel Bombast und hämischer Gelassenheit über die Instrumentals dröhnt, dass man seinen Status gar nicht hinterfragen will. Rick Ross ist ein Boss, er ist möglicherweise sogar der Boss, und in Sachen Charisma macht ihm so schnell niemand etwas vor. Kommt dann noch ein wirklich explosives Instrumental hinzu, wird hier scharf geschossen. Ein erstes Highlight gibt es auf dem zerschmetternden "Nobody's Favorite", auf dem eine einsame Kirchenglocke verzerrt und drängend die gesamte Melodie des erdrückenden Trap-Beats ausfüllt. Friedhofs-Atmosphäre für Ross und einen eiskalten Gunplay, die keine Scherze und erst recht keine Gefangenen machen. Später heißt es dann "Oh, this is Swizz Beatz talking on a Just Blaze track" und Ross beschwört in einer triumphalen Hook seinen Erfolg auf epochalen Filmmusik-Loops herauf. Es ist ein immens plastisches, cineastisches Album. Wenn über die meiste Zeit mit der Justice League, Just Blaze, DJ Toomp oder Trop absolute Könner am Instrumental sitzen und Ross dem ganzen Bombast eine Aura der Bedeutung und Angemessenheit verleiht, funktioniert das auch und macht für ein Hörerlebnis, das den Begriff Luxus-Rap mit Eifer rechtfertigt. "Port Of Miami 2" klingt nach Geld. Nach vergoldetem Kaffee und Satin-Morgenmänteln in einer kubanischen Villa. Trotzdem kann der ganze Bombast erschlagen. Gerade in der ersten Hälfte rollen die Panzer mit je drei Verses von Ross, der seit eh und je nicht mit der Anzahl seiner Flows besticht (er hat ungefähr einen), und ein paar zu schmachtenden Hooks von Dej Loaf, Summer Walker und Teyena Taylor langsamer, als sie müssten. Später ziehen sie zwar nicht an, aber der Ernst und der Ton wandeln sich vom Prahlerischen ins Reflektierte und die Stimmung wird schneidend kalt. Der Wendepunkt ist die Aufnahme eines Live-Berichts über den Schlaganfall, den Ross im letzten Jahr erlitt und der ihn fast das Leben gekostet hat. Auf einmal untergräbt ein Hauch der Vergänglichkeit und die Instrumentals kühlen ab. Wo vorher noch Tuxedos und Ballkleider durch die üppigen Katakomben von Ross' Residenz wankten, weht nun eine eisige Leere durch die Architektur, der Bombast fühlt sich zunehmend hohl an. Melancholie macht sich auf den Rängen breit. "You can have the biggest clique, you will die a loner", brummt er dann wehmütig auf "I Still Pray". Egal, wie viel Reichtum er anhäuft. Das Ende fühlt sich nah an. Nicht nur sein eigener Tod wirkt präsent, auch der 2017 verstorbene Manager Black Bo wird gewürdigt und erst recht der im letzten Jahr verstorbene Nipsey Hussle, dessen Verse auf "Rich N*gga Lifestyle" von einer gespenstischen Atmosphäre umgeben scheint. Auch andere Gäste denken an das Ableben. YFN Lucci reflektiert, wie einst sein bester Freund nach seinem Leben getrachtet hat, und Denzel Curry wendet sich mit Rat an sein ungeborenes Kind, auf dass es auch nach seinem Ableben auf dieser Welt zurechtkomme. Ein besonderes Highlight ist das abschließende Drake-Feature "Gold Roses", auf dem zwei Rapper, die sich in der Rolle des Veteranen auch in dieser Phase ihrer Karriere immer noch seltsam anfühlen, eine lange Zeit im Rampenlicht Revue passieren lassen. Der größte Unterschied zwischen einem Image-Gangsterrapper und einem Rick Ross ist, dass Rick Ross die ganze Geschichte erzählt. Er ist nun über vierzig Jahre alt, er ist seit über zehn Jahren im Game, er veröffentlicht sein zehntes Album und spürt, wie nicht nur seine Freunde sich verändern, sondern sogar sein eigener Körper welkt. Sein Bild von Luxus ist ein Bild von Dekadenz. Sein Bombast wird von einer Ironie der Sterblichkeit untergraben. "Port Of Miami 2" ist ein transzendentales, morbides Album, das zwar mit über einer Stunde Dauer und nicht dem schnellsten Laufschritt seine Längen und Ermüdungserscheinungen mitbringt, aber doch atmosphärisch ein gewichtiges Ausrufezeichen für die Karriere des Rick Ross setzt. © Laut
Ab
HI-RES3,49 Fr.
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 2. Juli 2019 | Epic

Hi-Res
Ab
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 6. August 2020 | Epic

Ab
CD21,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. März 2017 | Epic

Ab
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juli 2019 | Epic

Ab
CD2,99 Fr.

Dance - Erschienen am 7. April 2015 | Def Jam Recordings