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Die Alben

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Kammermusik - Erschienen am 2. September 2016 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Le Choix de France Musique - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Wo soll man nun mit seiner Hymne ansetzen? Beim wunderbar dichten und unfassbar schönen Legato, mit dem die Primaria Corina Belcea Brahms’ Wunsch nach einem cantabile nachkommt – zu Beginn des Andante aus seinem dritten Streichquartett? Oder schwärmt man besser vom Kopfsatz des Stücks, dessen beschwingte 6/8-Heiterkeit das Ensemble mit bissigen Akzenten in Frage stellt? Manchmal sind es auch die scheinbar kleinen Dinge, die einen schon beim ersten Hören süchtig machen und nicht wieder loslassen: Ein absolut rein ausgestimmter Akkord etwa, der für einen Moment einfach stehen bleibt, die perfekte Transparenz der vier Stimmen, oder ein Crescendo, bei dem der Klang nicht bloß lauter wird, sondern kraftvoll aufgeht. All diese herrlichen Details der Einspielung, an denen man sich wahrscheinlich nie satt freuen wird, sind das Resultat einer bestimmten Haltung: Das Belcea Quartet hat den Text der Partitur so verinnerlicht, dass es sich von den einzelnen Buchstaben lösen kann. Es spielt keine Noten mehr, sondern musikalische Sinneinheiten – wie im Kopfsatz des c-Moll-Quartetts, in dem wir den Kontrast zwischen zwei Themen als Wechsel von grundverschiedenen Energiezuständen erleben. Mit den pochenden Achteln zu Beginn erzählen die Streicher von einer nervös flimmernden Unruhe – im zweiten Thema singen sie dagegen mit viel Zeit von milder Zärtlichkeit, um diese Gegensätze im weiteren Verlauf des Satzes immer enger miteinander zu verzahnen. Packender, aufregender und wahrhaftiger kann man kaum Quartett spielen. Für das Klavierquintett von Brahms haben die Belceas Till Fellner als Partner ins Boot geholt, der fraglos ein herausragender Pianist und feinsinniger Kammermusiker ist, aber – so scheint es jedenfalls – nicht ganz an das umwerfende Energieniveau der Streicher heranreicht. Doch das ist der einzige geschmäcklerische Einwand gegen eine Brahms-Produktion, die ansonsten sechs von fünf Sternen verdient hätte. © Stäbler, Marcus / www.fonoforum.de
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Kammermusik - Erschienen am 26. April 2019 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Das Belcea Quartett wurde 1994 am Royal College of Music in London gegründet und verfügt bereits über eine beeindruckende Diskographie, die auch die kompletten Beethoven-Streichquartette beinhaltet. Für diese neue Aufnahme hat das Ensemble drei Quartette von zwei legendären Komponisten des 20. Jahrhunderts ausgewählt: Leos Janáček und György Ligeti. 15 Jahre nach ihrer ersten Aufnahme für Zig-Zag Territoires und nach einigen personellen Veränderungen haben sie sich die Belceas entschieden, die beiden Streichquartette von Janáček erneut aufzunehmen. Inspiriert wurde das erste Quartett von Leo Tolstois berühmter Novelle Die Kreutzer-Sonate. Dieses viersätzige Werk folgt der Erzählung, bis hin zum Mord auf dem Höhepunkt. Das zweite Quartett trägt den Untertitel ‚Intime Briefe‘, eine Hommage an Kamila Stösslova, mit der der Komponist eine enge Beziehung hatte, die sich in Briefen ausdrückte und die sowohl sein Leben als auch seine Musik beeinflusst hat. Abschließend steht das erste Quartett von Ligeti, unter dem Untertitel ‚Métamorphoses nocturnes‘ wegen seiner besonderen Form. Der Komponist beschrieb das Werk als eine Art Thema und Variationen, aber nicht mit einem bestimmten Thema, das dann später variiert wird: „Vielmehr ist es ein einziger musikalischer Gedanke, der unter immer neuen Gesichtspunkten auftaucht - aus diesem Grund ist das Wort ‚Metamorphosen‘ angemessener als ‚Variationen‘“. © Alpha Classics
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Quartette - Erschienen am 26. März 2013 | Zig-Zag Territoires

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Record of the Month - Hi-Res Audio
Because the Belcea Quartet has divided the string quartets of Ludwig van Beethoven between two box sets, and arranged them so that early, middle, and late works appear in each volume, newcomers to this music may find the program a bit arbitrary and slightly complicated. Undoubtedly, the Belcea wants listeners to approach these landmark works with new ears, and to prevent the expectations that come with time-honored groupings. Hearing the three "Razumovsky" quartets played together, for example, or the Grosse Fuge with its original parent work, Op. 130, listeners might lose that most essential feature in Beethoven, the element of surprise. And the Belcea is quite good at surprises. The group takes pains to articulate the quartets in unpredictable ways, giving each part a strong character, accentuating passages that are often smoothed over, and providing an edginess that maintains suspense. Tempos are on the brisk side, and the string tone is sometimes brusque and even rough, with a kind of grit that is almost harsh. The tension is at its most pronounced in the Grosse Fuge, which is played with a manic frenzy that tangles the counterpoint to the point of incomprehensibility and makes the work unnecessarily grotesque. However, this is an extreme case, and the remaining works are played with less aggressiveness and more humanity. By far the loveliest playing is in the slow movements, particularly in the tender Cavatina of Op. 130, and the sublime Lento assai of Op. 135. Still, taken as a whole, the Belcea's interpretations are bracing and vigorous by most standards, and listeners should sample this set extensively before purchasing. © TiVo
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Kammermusik - Erschienen am 13. April 2018 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Obwohl das Dritte Streichquartett von Schostakowitsch sowie sein Klavierquintett schon lange zum gemeinsamen Repertoire des Belcea Quartett und Piotr Anderszewski gehören, so haben die Musiker erst jetzt Aufzeichnungen von Werken dieses Komponisten realisiert. Dieser Moment in der musikalischen Laufbahn des Quartetts und des Pianisten bildet eine interessante Parallele zur Biographie des Komponisten. Denn Schostakowitsch hat erst spät, mit 32 Jahren – während er an seiner fünften Symphonie arbeitete – sein erstes Streichquartett geschrieben. Seine eigenen hohen Ansprüche haben ihn lange zurückgehalten, denn er betrachtete das Quartett als „die schwierigste unter den musikalischen Gattungen“. Der Anstoß, wenn man so will, kam – völlig unfreiwillig – von Stalin, der die größte Krise in der Karriere von Schostakowitsch ausgelöst hat: 1936 hatte der Diktator eine Aufführung von Lady Macbeth von Mzensk gesehen, die kurz darauf in der „Pravda“ eine vernichtende Kritik erhielt: „Musik wird durch Chaos ersetzt“, hieß es in dem Artikel, der „eine hysterische und entartete Musik“ anprangerte. Dem jungen Komponisten drohten Verhaftung und Exekution. Und so ist es kaum verwunderlich, dass er sich daraufhin auf das intimere Streichquartett konzentrierte. Jeder kann zwischen den Zeilen den Ausdruck von politischem oder humanistischem Protest lesen, so wie man aber auch „nur“ reine, wenn auch sehr aussagekräftige Musik darin hören kann. Dies gilt besonders für das Dritte Streichquartett von 1946, in dem sich an die Tonsprache Haydns erinnernde mit anderen, wesentlich unruhigeren Passagen abwechseln. Das Klavierquintett von 1940 erhielt den Stalinpreis – symptomatisch für die unvorhersehbaren Beziehungen zwischen Schostakowitsch und dem Regime, das ihn einmal als Volksverräter und dann wieder als Vorzeigekünstler behandelte. Der Komponist behauptet, er habe in seinem Quintett deshalb den Klavierpart hinzugefügt, damit er diesen selbst spielen und so von den sich anbietenden Reisemöglichkeiten profitieren könnte… © SM/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 16. Oktober 2015 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
For some listeners, the music of the Second Viennese School is still a stumbling block, due to the complexity of techniques and the intense expressionism found in the innovative works of Arnold Schoenberg, Alban Berg, and Anton Webern. However, this 2015 release by the Belcea Quartet is notable for the relative accessibility of its program, which reflects the profound emotional impulses at the heart of the music, perhaps most apparent in Schoenberg's passionate string sextet, Verklärte Nacht (1899), and Webern's poignant Langsamer Satz for string quartet (1905). These are tonal works that, despite their extreme chromaticism and straining at the limitations of key, retain a feeling of Romantic lyricism that is easy for audiences to appreciate. The compressed expressions of Webern's Fünf Sätze (1909) and Berg's Lyrische Suite (1926) may require more familiarity with the development of atonality and the 12-tone method, which both composers adapted to their purposes with strikingly different results. However, the Belcea play with eloquence and expressive depth, and the performances are highly communicative and moving, without any need of detailed explanations of the compositional techniques involved. Not only is this disc a fine introduction to the Viennese modernists, but experienced listeners will enjoy it for its subtle readings and exceptional sound. © TiVo
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Klassik - Erschienen am 23. Oktober 2012 | Zig-Zag Territoires

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Hi-Res Audio
The Belcea Quartet is a group far removed from the rather sober general tradition of British music-making. This box set, covering eight of Beethoven's 16 string quartets, might be called extreme Beethoven, and the beauty of extreme playing is that if the group has the technical chops to hold it together, it can be very exciting indeed. Beethoven in the eyes of the Belcea players is a contemporary individual: brash and punkish in the early quartets, tortured but not necessarily tragic in the middle ones, lofty but not necessarily spiritual in the late ones. The quartet mixes quartets from all three periods here as a nice change from stolid early-middle-late boxes. It pushes tempos to perilous levels but keeps the music on track and organized into larger structures. In this set, sample the first-movement of the most violent quartet of all, the String Quartet No. 11 in F minor, Op. 95, for an idea of what the Belcea is up to. It blazes through the opening F minor theme at top speed but then manages to ratchet down the tension level sharply for the major second theme so that it sounds like a real lyrical interlude, even at high speed. This is difficult to pull off, and other quartets that emphasize the violence of this movement often generate a perfunctory second theme. Throughout, there are small, well-considered, exhaustively rehearsed details. The early Op. 18 quartets have an obstreperous quality, especially in the scherzos and minuets, that seems to fit very well with what is known of the young Beethoven's personality. In the Quartet No. 14 in C sharp minor, Op. 131, the Belcea sets aside any exotica for a deeply transcendent reading that progresses inexorably through the seven movements from a solemn opening fugue to the ethereal decorations of the end. This is a wonderful half of a Beethoven set, recorded very well in live performance, and if it stirs up controversy in an often moribund repertory, that's all to the good. © TiVo
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Klassik - Erschienen am 25. November 2005 | Warner Classics

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Klassik - Erschienen am 14. Februar 2014 | Alpha

Hi-Res Booklet
As a dynamic young string ensemble, the Belcea Quartet recorded the complete string quartets of Ludwig van Beethoven in what seemed like record time, releasing them in 2012 and 2013 in two separate volumes. This 2014 box set from Zig-Zag Territoires combines those volumes and gives listeners a chance to judge their playing from beginning to end. The quartets appear in a mixed order, though, just as they did previously, so expectations of a predictable, orderly progression from the early Classical works to the late masterpieces are dispensed with. Instead, the Belcea Quartet takes pains to interpret the quartets in unpredictable ways, giving each part and movement a strong character and providing an edginess that maintains a high level of suspense. In a sense, the early quartets are punchy and brash, the middle quartets are knotty and serious, and the late ones are elevated but not treated with excessive reverence. Tempos overall are brisk and the tone is sometimes brusque and even rough, creating a harshness and tension that may be too strong for some ears. This is most pronounced in the Grosse Fuge, Op. 133, which is played with a manic frenzy that tangles the counterpoint to the point of incomprehensibility and makes the work unnecessarily grotesque. That being said, there are movements that are transcendent in their tranquility and beauty, such as the Cavatina of Op. 130, the opening fugue of Op. 131, and the Lento assai of Op. 135. This is a set for adventurous listeners who value the element of surprise in Beethoven, a characteristic that is perhaps the most characteristic aspect of his music. © TiVo
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Klassik - Erschienen am 14. Februar 2014 | Alpha

Hi-Res Booklet
As a dynamic young string ensemble, the Belcea Quartet recorded the complete string quartets of Ludwig van Beethoven in what seemed like record time, releasing them in 2012 and 2013 in two separate volumes. This 2014 box set from Zig-Zag Territoires combines those volumes and gives listeners a chance to judge their playing from beginning to end. The quartets appear in a mixed order, though, just as they did previously, so expectations of a predictable, orderly progression from the early Classical works to the late masterpieces are dispensed with. Instead, the Belcea Quartet takes pains to interpret the quartets in unpredictable ways, giving each part and movement a strong character and providing an edginess that maintains a high level of suspense. In a sense, the early quartets are punchy and brash, the middle quartets are knotty and serious, and the late ones are elevated but not treated with excessive reverence. Tempos overall are brisk and the tone is sometimes brusque and even rough, creating a harshness and tension that may be too strong for some ears. This is most pronounced in the Grosse Fuge, Op. 133, which is played with a manic frenzy that tangles the counterpoint to the point of incomprehensibility and makes the work unnecessarily grotesque. That being said, there are movements that are transcendent in their tranquility and beauty, such as the Cavatina of Op. 130, the opening fugue of Op. 131, and the Lento assai of Op. 135. This is a set for adventurous listeners who value the element of surprise in Beethoven, a characteristic that is perhaps the most characteristic aspect of his music. © TiVo
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Klassik - Erschienen am 11. Februar 2014 | Zig-Zag Territoires

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Klassik - Erschienen am 21. Januar 2008 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 2. November 2009 | Warner Classics

Booklet

Klassik - Erschienen am 14. Februar 2014 | Alpha Classics

Booklet
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As a dynamic young string ensemble, the Belcea Quartet recorded the complete string quartets of Ludwig van Beethoven in what seemed like record time, releasing them in 2012 and 2013 in two separate volumes. This 2014 box set from Zig-Zag Territoires combines those volumes and gives listeners a chance to judge their playing from beginning to end. The quartets appear in a mixed order, though, just as they did previously, so expectations of a predictable, orderly progression from the early Classical works to the late masterpieces are dispensed with. Instead, the Belcea Quartet takes pains to interpret the quartets in unpredictable ways, giving each part and movement a strong character and providing an edginess that maintains a high level of suspense. In a sense, the early quartets are punchy and brash, the middle quartets are knotty and serious, and the late ones are elevated but not treated with excessive reverence. Tempos overall are brisk and the tone is sometimes brusque and even rough, creating a harshness and tension that may be too strong for some ears. This is most pronounced in the Grosse Fuge, Op. 133, which is played with a manic frenzy that tangles the counterpoint to the point of incomprehensibility and makes the work unnecessarily grotesque. That being said, there are movements that are transcendent in their tranquility and beauty, such as the Cavatina of Op. 130, the opening fugue of Op. 131, and the Lento assai of Op. 135. This is a set for adventurous listeners who value the element of surprise in Beethoven, a characteristic that is perhaps the most characteristic aspect of his music. © TiVo
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Klassik - Erschienen am 6. Februar 2006 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 1. September 2008 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 28. November 2005 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 12. Januar 2009 | Warner Classics

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Klassik - Erschienen am 2. September 2016 | Alpha Classics

Hi-Res Booklet
Wo soll man nun mit seiner Hymne ansetzen? Beim wunderbar dichten und unfassbar schönen Legato, mit dem die Primaria Corina Belcea Brahms’ Wunsch nach einem cantabile nachkommt – zu Beginn des Andante aus seinem dritten Streichquartett? Oder schwärmt man besser vom Kopfsatz des Stücks, dessen beschwingte 6/8-Heiterkeit das Ensemble mit bissigen Akzenten in Frage stellt? Manchmal sind es auch die scheinbar kleinen Dinge, die einen schon beim ersten Hören süchtig machen und nicht wieder loslassen: Ein absolut rein ausgestimmter Akkord etwa, der für einen Moment einfach stehen bleibt, die perfekte Transparenz der vier Stimmen, oder ein Crescendo, bei dem der Klang nicht bloß lauter wird, sondern kraftvoll aufgeht. All diese herrlichen Details der Einspielung, an denen man sich wahrscheinlich nie satt freuen wird, sind das Resultat einer bestimmten Haltung: Das Belcea Quartet hat den Text der Partitur so verinnerlicht, dass es sich von den einzelnen Buchstaben lösen kann. Es spielt keine Noten mehr, sondern musikalische Sinneinheiten – wie im Kopfsatz des c-Moll-Quartetts, in dem wir den Kontrast zwischen zwei Themen als Wechsel von grundverschiedenen Energiezuständen erleben. Mit den pochenden Achteln zu Beginn erzählen die Streicher von einer nervös flimmernden Unruhe – im zweiten Thema singen sie dagegen mit viel Zeit von milder Zärtlichkeit, um diese Gegensätze im weiteren Verlauf des Satzes immer enger miteinander zu verzahnen. Packender, aufregender und wahrhaftiger kann man kaum Quartett spielen. Für das Klavierquintett von Brahms haben die Belceas Till Fellner als Partner ins Boot geholt, der fraglos ein herausragender Pianist und feinsinniger Kammermusiker ist, aber – so scheint es jedenfalls – nicht ganz an das umwerfende Energieniveau der Streicher heranreicht. Doch das ist der einzige geschmäcklerische Einwand gegen eine Brahms-Produktion, die ansonsten sechs von fünf Sternen verdient hätte. © Stäbler, Marcus / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 13. April 2018 | Alpha Classics

Hi-Res Booklet
Was auch immer das Belcea Quartet anfasst, sei es im Konzert oder auf Tonträger – es wird zum eindringlichen Erlebnis und zu einer Demonstration dessen, was an Differenzierung, Lebendigkeit und Präzision in der Kammermusik möglich ist. Das jüngste Album des Ensembles widmet sich dem Schaffen von Dmitri Schostakowitsch und offenbart gleich mit dem ersten Satz eine Fülle an Farben und Charakteren, die die Streicher zu einer packenden Erzählung verdichten. Etwa wenn sich das demonstrativ harmlos düdelnde Anfangsmotiv im Mittelteil zu einer bedrohlichen Geste verfinstert und damit jene für Schostakowitsch so typische Unsicherheit sät. Man kann nie wissen, ob sich ein Lächeln im nächsten Moment zu einer höhnischen Fratze verzerrt. Diese Atmosphäre der Angst ergreift im weiteren Verlauf Besitz von der Musik. Todeskalt ticken die Staccati im zweiten Satz, zwischen deren Tongerippe die fahlen Klänge der ersten Geige hindurchwehen. Die Forte-Attacken im anschließenden Allegretto non troppo klingen wie auskomponierte Gewalt – jeder Akkord ein brutaler Schlag, schmerzhaft und erbarmungslos. Nein, die Aufnahme verhehlt nicht die bisweilen alptraumhafte Düsternis des Stücks, sondern lotet dessen Extreme aus und entfacht so eine beklemmende Intensität. Das Grauen des Krieges und der Terror des Stalin-Regimes hallen in der Musik nach. Auch der vordergründig freundlichere Charakter des Klavierquintetts – vom Belcea Quartet mit seinem kongenialen Klavierpartner Piotr Anderszewski eingespielt – wird von den Interpreten kunstvoll in Frage gestellt: indem sie etwa die Süße im einleitenden Präludium einen Tick zu verklärt herausstellen, als dass sie echt sein könnte, oder indem sie den Frohsinn im Scherzo als aufgesetzt entlarven. Zugleich lassen die Streicher und Anderszewski im Intermezzo jene Sehnsucht nach Schönheit aufscheinen, die ja auch zur komplexen Wahrheit von Schostakowitsch gehört. © Stäbler, Marcus / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 26. April 2019 | Alpha Classics

Hi-Res Booklet
Kaum ein anderer Komponist hat die emotionale Botschaft und die Hitze des Ausdrucks in der Kammermusik so kompromisslos ins Zentrum gerückt wie Leoš Janáček in seinen beiden Streichquartetten. Und kaum ein anderes Ensemble hat diese Dringlichkeit so packend und zugleich so präzise in die Saiten gebürstet wie das gewohnt großartige Belcea Quartet. Im ersten Quartett, der „Kreutzersonate“ – inspiriert von der gleichnamigen Tolstoi-Novelle – sind die eruptive Wucht und der Schmerz des Eifersuchtsdramas geradezu physisch zu spüren: wenn das Belcea Quartet die Ansätze zarter Liebesklänge im dritten Satz mit beißenden Sul-Ponticello-Sounds nicht bloß unterbricht, sondern förmlich zerfetzt. Die Musik scheint hier stellenweise außer sich zu geraten, wie es der Notentext verlangt, und trotzdem hört man die rhythmischen Konflikte und harmonischen Reibungen unglaublich transparent und gestochen klar. Dieses Miteinander von Leidenschaft und Präzision prägt auch das zweite Quartett, die „Intimen Briefe“, deren lodernde Intensität Janáčeks Gefühle für seine fast 40 Jahre jüngere Geliebte und Muse Kamila Stösslova ahnen lässt. Melodien von betörender Süße treffen auf eine glühende Sinnlichkeit, die sich in wilden Kontrasten und Ausbrüchen, aber auch einem bisweilen atemlosen Vorandrängen entlädt. Die Belceas entfalten hier eine unbändige Kraft. György Ligetis erstes Quartett ist aus einer anderen Haltung komponiert und gewinnt seinen Reiz eher aus dem geistreichen Bezug zur Tradition, treibt die Streicher aber in ähnliche Extremsituationen. Auch dort fesselt das Belcea Quartet mit seinem grenzenlosen Farbreichtum, seiner technischen Meisterschaft und Virtuosität und setzt, wie gewohnt, Maßstäbe des Quartettspiels. © Stäbler, Marcus / www.fonoforum.de