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Paul Simon

Paul Simon, einer der bekanntesten amerikanischen Künstler im Bereich Pop-Rock, sollte in den 60er Jahren mit dem Duo Simon & Garfunkel und später als Soloartist großen Erfolg haben. Unbestreitbar ist der Songwriter einer der begabtesten Musiker seiner Generation.



Im Jahre 1941 als Kind von Lehrern in New Jersey geboren, zieht es die Familie schon bald nach Queens, wo der junge Simon fortan aufwächst. Als großer Fan von Jazz- und Folkmusik verfällt dieser, inspiriert durch Künstler wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Carl Perkins, schon bald dem Charme des R&B und des Rockabilly. Mit 11 Jahren lernt er schließlich Art Garfunkel kennen, mit welchem er sich sehr bald schon anfreundet und ein Duo, angelehnt an den Stil der Everly Brothers, gründet. Die beiden Freunde nennen sich Tom & Jerry und treten regelmäßig auf Schulfesten auf. Eines Tages entschließen sie sich, ein Studio aufzusuchen, um dort eine Komposition von Simon, welche den TItel Hey Schoolgirl trägt, aufzunehmen. Zufälligerweise hört der Direktor des kleinen Labels Big Records die Musik der beiden und bietet Ihnen an, den Titel zu veröffentlichen. Die Single erscheint im Jahre 1957 und erfährt einen echten Erfolg. Leider bleibt dieser Ruhm aber nur von kurzer Dauer. Hey Schoolgirl bleibt die vorerst einzige erfolgreiche Single des Duos.



Die beiden Künstler vereinen sich einige Jahre später erneut und veröffentlichen im Jahre 1964 ihr erstes Album Wednesday Morning 3 AM unter dem Bandnamen Simon & Garfunkel. Auch wenn das Werk zunächst keine große Aufmerksamkeit erlangt, lässt es bereits den Erfolg erahnen, welchen das Duo schon bald erfahren wird. Vor allem aber enthält die Platte eine erste Akustikaufnahme von The Sound Of Silence, einer der wohl bekanntesten Titel von Simon & Garfunkel, welcher Jahre später in seiner bekannten Version veröffentlicht wird. Da Wednesday Morning 3 AM nicht den erhofften Erfolg einbringt, arbeitet Simon fortan eigenständig an einem Soloprojekt. Im Jahre 1965 bringt er schließlich The Paul Simon Songbook auf den Markt. Leider bleibt auch dieses trotz der Tatsache, dass es einige der zukünftig erfolgreichen Klassiker des Komponisten enthält, zunächst weitestgehend unbeachtet.



Im Jahre 1965 erfährt Tom Wilson, der Produzent der ersten Platte von Simon & Garfunkel, dass Sound of Silence regelmäßig im Radio gespielt wird und so hat er die Idee, den Song in einer etwas rockigeren Version erneut aufzunehmen. Der Einfall des Produzenten entpuppt sich als überaus brilliant und der Titel erfährt schon bald enorme Beliebtheit. In der Konsequenz führt dieser neue Ruhm dazu, dass Simon und Garfunkel sich erneut zusammentun und im Jahre 1966 sogar ein weiteres Album herausbringen, welchem sie passenderweise den Titel Sounds of Silence geben.


Wirklich große Beliebtheit aber erfahren die beiden Musiker erst mit ihrem finalen Album Bridge Over Troubled Water aus dem Jahre 1970. Mit der Veröffentlichung des Werks erlangen Sie schließlich den ihnen gebührenden und hart erarbeiteten Erfolg. Simon und Garfunkel gehören fortan zu den meist geschätzten Künstlern der Ära.


 


 


Meinungsverschiedenheiten und Spannungen schleichen sich nach und nach in den gemeinsamen Alltag der Künstler ein. Mit der Veröffentlichung Paul Simons Soloalbum im Jahre 1972 trennt sich das Duo schließlich. Das neuerschienene Werk zeigt sogleich eine neue Facette Simons, welcher sich plötzlich dem Reggae und lateinamerikanischer Musik zuzuwenden scheint. 1973 öffnet er sich zudem für weitere Genres, darunter Gospel, Jazz sowie RnB und bringt sein Werk There Goes Rhymin' Simon auf den Markt. Still Crazy After All These Years erscheint zwei Jahre später im Jahre 1975 und thematisiert die Scheidung des Künstlers von seiner ersten Frau. Das Werk enthält zudem den Track My Little Town auf welchem Simon & Garfunkel das erste Mal seit Bridge Over Troubled Water wieder zusammen singen.



In den folgenden Jahren zeigt sich Paul Simon musikalisch weniger produktiv und versucht sich stattdessen eine Zeit lang im Schauspiel. Es ist das Jahr 1981, in welchem Simon und Garfunkel überraschenderweise erneut zusammenfinden und diese Wiedervereinigung sogleich in einem gigantischen Konzert im New Yorker Central Park zelebrieren. Auch ein neues Album erscheint. Es handelt sich bei diesem um eine Liveaufnahme, welche schließlich einen ausgesprochenen Erfolg erzielt. Im Anschluss daran starten die beiden Künstler eine Tournee, auf welcher sie neue Ideen für ein weiteres gemeinsames Album schöpfen. Die Zusammenarbeit trägt letztlich keine Früchte, stattdessen veröffentlicht Paul Simon das Album Hearts und Bones im Jahre 1983 ohne das Zutun seines Künstlerkollegen. Die Verkaufszahlen sind enttäuschend und Paul Simons Quelle der Inspiration scheint nach und nach zu versiegen.



Als Paul Simon daraufhin das Werk der südafrikanischen Gruppe The Boyoyo Boys hört, entwickelt er eine große Faszination für afrikanische Musik und scheint damit einen neuen Antrieb gefunden zu haben. Er beschließt, ein Album herauszubringen, welches zu einem großen Teil von afrikanischen Pop-Klängen inspiriert ist. Das Resultat zeigt sich im Jahre 1986 in Form des Albums Graceland, welches schließlich der größte Solo-Erfolg des Künstlers darstellen soll. Das Werk beinhaltet mehrere Hits und bringt zudem einer breiten Masse afrikanische Klänge und Rhythmen näher. Im Anschluss daran wendet sich Paul Simon, in seiner nie ermüdenden Neugierde, der brasilianischen Musik zu. Diese sorgt schließlich für den besonderen Charakter des Album The Rythm Is A Saints, welches 1990 erscheint. Ergänzend nimmt der inzwischen knapp 50-Jährige Künstler ein weiteres Live-Album auf, welchem zudem eine Tournee folgt. Von einem Karriereende scheint Paul Simons weiterhin meilenweit entfernt zu sein.


Fortan arbeitet der begnadete Komponist an einem Musical, welches am Broadway aufgeführt werden soll. Das Stück trägt den Namen The Caperman und feiert 1998 Premiere. Der gewünschte Erfolg bleibt aus. Im Jahre 2000 geht Simon schließlich zurück ins Tonstudio und nimmt dort You’re The One und im Jahre 2006 den Titel Surprise auf. In der Zwischenzeit vereinigt er sich aufs Neue mit seinem alten Freund Garfunkel und die beiden starten eine gemeinsame Tournee. Zudem nehmen Sie ein Album auf, welches sie – passender könnte es nicht sein - Old Friends: Live on Stage nennen und 2004 veröffentlichen. So Beautiful Or So What erscheint im Jahre 2011 und liefert Titel, die sehr stark an die musikalischen Anfänge des Künstlers erinnern. Die kompositorische Gabe des Künstlers bleibt weiterhin allgegenwärtig und beispiellos.


Auch in den weiteren 2010er Jahren ist Paul Simon mit seiner Musik unterwegs. Erst im Jahre 2012 hat er ein Best-of-Konzert im Londoner Hyde Park gespielt, welches im Juli 2017 zudem als Album erschienen ist. Erstaunlich bleibt, wie es dem Künstler gelungen ist, über mehr als 60 Jahre hinweg stetig neue Ideen zu entwickeln, Musik zu komponieren und Texte zu schreiben. Man fragt sich, welche Geheimformel der Künstler entdeckt haben muss, die es ihm letztlich ermöglicht, diese ungewöhnlich-inspirierende Kraft, die er ohne Frage in sich trägt, über all die Jahre aufrechtzuerhalten. Zudem beeindruckend bleibt, wie es der Musiker geschafft hat sich immer wieder von neuen Musikrichtungen inspirieren zu lassen, ohne dabei seinen Weg aus den Augen oder gar sich selbst zu verlieren. Paul Simon hat sich auf der Suche nach einer neuen Quelle des kreativen Ausdrucks stets weiterentwickelt und sich nie auf seinem Erfolg ausgeruht. Vor allem aber hat er sich nie verbiegen lassen und ist sich selbst stets treu geblieben. Das mag sie schließlich sein, seine ganz persönliche Geheimformel, die letztlich dafür sorgt, dass die Musik nach all den Jahren auch heute noch seine wahre Leidenschaft bleibt. © SL/Qobuz

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