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Die Alben

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Rock - Erschienen am 18. Oktober 2013 | UDR

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4 étoiles Rock and Folk - Hi-Res Audio
Es wäre der Alptraum jedes Motörhead-Fans, seinen Lemmy zu überleben. Sicher, es kann sein, dass der Gute noch 1000 Jahre weiterrockt. Und man will ja den Teufel nicht an die Wand malen. Aber seit sich bei Herrn Kilmister die gesundheitlichen Sperenzchen mehren, sollte man sich gedanklich auch mit dem Unaussprechlichen auseinandersetzen. Ein neues Motörhead-Album muss sich immer auch an der Frage messen lassen: Wäre das ein würdiger Schlussakkord für diese epische Rock'n'Roll-Saga? Im Falle von "Aftershock" lautet die Antwort ganz klar: Ja, verdammt! Die drei Herren haben schon seit einiger Zeit einen echten Lauf, und auch die 2013er-Platte strotzt nur so vor Saft. So handelt der starke Opener "Heartbreaker" lyrisch nicht von Lemmys kürzlich eingesetztem Schrittmacher, sondern von einem Soldaten in den Wirren des Krieges. Das stotternde Hauptriff von Phil Campbell knallt, die Drums von Mikkey Dee sowieso. Auch Lemmys Stimmbändern hört man die 67 Jahre nicht an – was übrigens für das ganze Album gilt, außer vielleicht den Refrain von "Keep Your Powder Dry". Ein schnörkelloser Motörhead-Song, der einen mit festem Griff am Genick oder an den Eiern packt, je nach Geschlecht halt. Von derselben Güteklasse sind erfreulich viele Tracks. Wer sich auf dem Vorgängeralbum noch etwas mehr Tempo gewünscht hatte, kommt mit "Aftershock" voll auf seine Kosten: Vor allem "End Of Time" donnert, von Doublebass-Salven getrieben, wie ein Berserker los. Hoffentlich macht die Pumpe das live mit ... "Going To Mexico" ist ebenso zum Mit-der-Zunge-schnalzen – was aber schwierig ist, wenn man heftig im Takt nickt. Rhythmisch erinnert das Strophenriff sogar an das unverwüstliche "Ace Of Spades". Darf man das überhaupt laut schreiben? Nicht von schlechten Eltern ist auch das schleppende "Silence When You Speak To Me" sagen, das nicht nur mit dem Titel überzeugt, sondern auch mit interessanten Lyrics, in denen Lemmy über Wahrheit sinniert und solche, die diese gepachtet zu haben glauben. Die simplen, aber massiven Riffs und das reduzierte Drumming verleihen der Nummer eine tonnenschwere Atmosphäre. Wenn Lemmy raunt "You may say no, but not to me", würde man am liebsten unter den Tresen flüchten. Wirklich rund machen ein Motörhead-Album freilich erst jene Songs, die einen überraschen. Da wäre das gemächliche "Lost Woman Blues", auf dem Phil und Lemmy ihren Klampfen schwermütige Klänge entlocken und so den rauchigen Gesang des Meisters ideal umschließen. "Cause I swear, I'm sick and tired, singing this lost woman blues", beteuert ein nachdenklicher Lemmy – ehe die drei das Ruder doch noch rumreißen und die Nummer mit wuchtigen Riffs und bellenden Vocals ins Ziel reiten. Blues getankt hat auch "Dust And Glass", dessen melancholische Stimmung konsequent durchgezogen wird. Wunderbar. Macht sich gut, diese akustische Auflockerung in all den Krachern. Leider gehören zu einem Motörhead-Album nun mal auch mittelprächtige Nummern, das bereits erwähnte "Keep Your Powder Dry" oder auch "Crying Shame". Klimpert da etwa frech ein Klavier mit? Pfui Spinne, beim heiligen Warzolomäus! Da ist der Rezensent dann doch zu sehr Purist. Ansonsten aber: Saubere Leistung, die Herren! Bitte weitermachen. © Laut
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CD18,49 Fr.

Rock - Erschienen am 18. Oktober 2013 | UDR

Booklet Auszeichnungen 4 étoiles Rock and Folk
Es wäre der Alptraum jedes Motörhead-Fans, seinen Lemmy zu überleben. Sicher, es kann sein, dass der Gute noch 1000 Jahre weiterrockt. Und man will ja den Teufel nicht an die Wand malen. Aber seit sich bei Herrn Kilmister die gesundheitlichen Sperenzchen mehren, sollte man sich gedanklich auch mit dem Unaussprechlichen auseinandersetzen. Ein neues Motörhead-Album muss sich immer auch an der Frage messen lassen: Wäre das ein würdiger Schlussakkord für diese epische Rock'n'Roll-Saga? Im Falle von "Aftershock" lautet die Antwort ganz klar: Ja, verdammt! Die drei Herren haben schon seit einiger Zeit einen echten Lauf, und auch die 2013er-Platte strotzt nur so vor Saft. So handelt der starke Opener "Heartbreaker" lyrisch nicht von Lemmys kürzlich eingesetztem Schrittmacher, sondern von einem Soldaten in den Wirren des Krieges. Das stotternde Hauptriff von Phil Campbell knallt, die Drums von Mikkey Dee sowieso. Auch Lemmys Stimmbändern hört man die 67 Jahre nicht an – was übrigens für das ganze Album gilt, außer vielleicht den Refrain von "Keep Your Powder Dry". Ein schnörkelloser Motörhead-Song, der einen mit festem Griff am Genick oder an den Eiern packt, je nach Geschlecht halt. Von derselben Güteklasse sind erfreulich viele Tracks. Wer sich auf dem Vorgängeralbum noch etwas mehr Tempo gewünscht hatte, kommt mit "Aftershock" voll auf seine Kosten: Vor allem "End Of Time" donnert, von Doublebass-Salven getrieben, wie ein Berserker los. Hoffentlich macht die Pumpe das live mit ... "Going To Mexico" ist ebenso zum Mit-der-Zunge-schnalzen – was aber schwierig ist, wenn man heftig im Takt nickt. Rhythmisch erinnert das Strophenriff sogar an das unverwüstliche "Ace Of Spades". Darf man das überhaupt laut schreiben? Nicht von schlechten Eltern ist auch das schleppende "Silence When You Speak To Me" sagen, das nicht nur mit dem Titel überzeugt, sondern auch mit interessanten Lyrics, in denen Lemmy über Wahrheit sinniert und solche, die diese gepachtet zu haben glauben. Die simplen, aber massiven Riffs und das reduzierte Drumming verleihen der Nummer eine tonnenschwere Atmosphäre. Wenn Lemmy raunt "You may say no, but not to me", würde man am liebsten unter den Tresen flüchten. Wirklich rund machen ein Motörhead-Album freilich erst jene Songs, die einen überraschen. Da wäre das gemächliche "Lost Woman Blues", auf dem Phil und Lemmy ihren Klampfen schwermütige Klänge entlocken und so den rauchigen Gesang des Meisters ideal umschließen. "Cause I swear, I'm sick and tired, singing this lost woman blues", beteuert ein nachdenklicher Lemmy – ehe die drei das Ruder doch noch rumreißen und die Nummer mit wuchtigen Riffs und bellenden Vocals ins Ziel reiten. Blues getankt hat auch "Dust And Glass", dessen melancholische Stimmung konsequent durchgezogen wird. Wunderbar. Macht sich gut, diese akustische Auflockerung in all den Krachern. Leider gehören zu einem Motörhead-Album nun mal auch mittelprächtige Nummern, das bereits erwähnte "Keep Your Powder Dry" oder auch "Crying Shame". Klimpert da etwa frech ein Klavier mit? Pfui Spinne, beim heiligen Warzolomäus! Da ist der Rezensent dann doch zu sehr Purist. Ansonsten aber: Saubere Leistung, die Herren! Bitte weitermachen. © Laut
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Rock - Erschienen am 8. November 1980 | Sanctuary Records

Das vierte Motörhead-Album Ace of Spaces gilt, zusammen mit seinem Vorläufer Overkill, als eines der besten der legendären Metalband - nicht zuletzt dank des Titeltracks, der zu einer langlebigen Hymne wurde. Auch sonst ist die klassische Motörhead-Besetzung aus Lemmy, Gitarrist "Fast" Eddie Clarke und Drummer "Philty Animal" Taylor hier in Bestform und serviert donnernde Songs mit roher Kraft und immenser Energie. 2020 wurde die Platte zum 40. Jubiläum neu veröffentlicht - in einer 2-CD- bzw. 3-LP-Edition mit einem Live-Konzert von 1981 und in einer Deluxe-Box, die ein zweites Live-Album, Instrumentalstücke, B-Seiten, Outtakes, eine DVD, ein Buch und mehr enthält. © TiVo
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Rock - Erschienen am 8. November 1980 | Sanctuary Records

Das vierte Motörhead-Album Ace of Spaces gilt, zusammen mit seinem Vorläufer Overkill, als eines der besten der legendären Metalband - nicht zuletzt dank des Titeltracks, der zu einer langlebigen Hymne wurde. Auch sonst ist die klassische Motörhead-Besetzung aus Lemmy, Gitarrist "Fast" Eddie Clarke und Drummer "Philty Animal" Taylor hier in Bestform und serviert donnernde Songs mit roher Kraft und immenser Energie. 2020 wurde die Platte zum 40. Jubiläum neu veröffentlicht - in einer 2-CD- bzw. 3-LP-Edition mit einem Live-Konzert von 1981 und in einer Deluxe-Box, die ein zweites Live-Album, Instrumentalstücke, B-Seiten, Outtakes, eine DVD, ein Buch und mehr enthält. © TiVo
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Rock - Erschienen am 1. September 2017 | Motörhead Music

Hi-Res
Sogar da oben auf seiner Wolke schafft Lemmy es, seine Fans zu beglücken. Auch wenn diese im Sommer 2017 erschienene Platte von Motörhead in Wahrheit eher eine Kompilation ist, die der am 28. Dezember 2015 verstorbene Sänger/Bassist und seine Komplizen zwischen 1992 und 2015 aufgenommen haben. Das auf den Namen Under Cöver getaufte Album beinhaltet also “nur” Coversongs. Das Menü besteht vor allem aus Metal (Judas Priest, Ted Nugent, Ozzy Osbourne, Twisted Sister, Metallica, Dio, etc. ), man findet aber auch unerwartetere Cover wie das von God Save The Queen der Sex Pistols (2000), Rockaway Beach der Ramones (2002), Heroes von David Bowie (2015) und zwei Songs der Rolling Stones, Jumpin’ Jack Flash (2001) und Sympathy For The Devil (2015). Der verstorbene Leader von Motörhead glänzt auch bei diesem weniger nach Metal klingendem Repertoire und macht sich diese großen Klassiker mit seinem einzigartigen Gesangsorgan, das nach dem ein oder anderem Jack Daniels klingt, ganz zu eigen. © MD/Qobuz
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Rock - Erschienen am 1. August 2013 | Sanctuary Records

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Rock - Erschienen am 8. August 2013 | Sanctuary Records

Ja natürlich, schreib mal kurz was über Motörhead, hieß es. Weil man ja auch kurz was über Motörhead schreiben kann. Was schreibt man über 'ne Band, die schon aktiv war, als man selber noch wenig mehr als ein Glitzern in den Augen seiner Eltern war. Machen wir's kurz, schließlich ist die Tracklist schon lang genug. Diese Scheibe macht Sinn, und zwar für jeden. Ich hör zwar schon wieder Gemecker: "Warum ist der Song nicht drauf? So toll ist der Titel aber nicht!" Ach, hört doch auf, wenn man es jedem Recht machen könnte, wär ich als Mädchen auf die Welt gekommen. Fakt ist, dass auf zwei CDs insgesamt 20 Songs stehen, die digital überarbeitet wurden und mit Material aus jeder Schaffensphase des Rock'n'Roll-Urgesteins Motörhead aufwarten. Außerdem haben es noch vier bisher unveröffentlichte Live-Tracks auf die Tonträger geschafft. Unvermeidliche Klassiker wie "Bomber", "Ace Of Spades" oder "Eat The Rich" sind genauso vertreten wie die Coverversionen "Louie Louie" von Chuck Berry oder "God Save The Queen" von den Sex Pistols. Auch das Booklet zur CD macht ganz nett was her. Lemmys bisherige musikalische Karriere wird kurz beschrieben, wobei die wirklichen Fans allerdings nichts Neues erfahren. Außerdem sind Photos von jeder Bandkonstellation abgebildet, außer dem heutigen Trio. Wem erzähl ich hier eigentlich lange Geschichten, für Fans ein Muss, für Jungfüchse sowieso und für diejenigen, die sich mal über den Godfather of dirty Rock'n'Roll informieren wollen, erst recht. Genau deshalb macht die Scheibe Sinn, weil sie eigentlich zu jedem Haushalt dazu gehört, wie Fußpilz zum Freibad. Amen. © Laut
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Rock - Erschienen am 24. März 1979 | Sanctuary Records

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Metal - Erschienen am 28. August 2015 | Motörhead Music

Hi-Res
Anlässlich von "Aftershock" sinnierte Kollege Franz Tanner bereits über die Frage, ob sich die Scheibe als Schlussakkord eignete, sollte Motörwarze Lemmy tatsächlich das Zeitliche segnen. Seine Antwort damals: "Ja, verdammt!" Auch nach einem zweijährigen test of time kann ich dieser Aussage nur beipflichten. Wie stehts da jetzt mit "Bad Magic"? Wäre das ebenfalls ein würdiger Abschluss, um auf der laufenden Tour glücklich lächelnd in den weißen Cowboystiefeln von der Bühne zu kippen? Fuck, yeah! Mit "Victory Or Die" knarzt es uns Lemmy gleich zu Beginn des Albums entgegen: keine halben Sachen. Schließlich hat er der Gesundheit zuliebe ja auch von Whisky auf Wodka umgesattelt. Dicht gefolgt vom treibenden "Thunder & Lightning" fixt das Eröffnungsdoppel gleich ordentlich an. Vor allem, was die Gitarrenarbeit angeht, hat es sich wohl bezahlt gemacht, dass diesmal Mikkey Dee und Phil Campbell den Löwenanteil im Songwriting übernommen haben. Gerade Phil überrascht mit reizvollen spielerischen Feinheiten. Zum Filigrantechniker mutiert der Mann vor allem live sicher nicht mehr. Seine eingstreuten Licks werten die Scheibe aber zusätzlich auf. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Motörhead schießen die ersten acht Nummern aus allen Rohren. Es fällt wirklich schwer, ein Stück besonders herauszuheben. Die sind alle geil! Als Beispiel sei hier nur die echt coole Soloarbeit in "Teach Them How To Bleed" genannt. Die ist live als Trio zwar nie reproduzierbar, aber dennoch: Hut ab, Mr. Campbell! Mit "Till The End" haben sie auch wieder eine echt tolle, vollkommen unkitschige Ballade dabei, die eigentlich auf keiner Motörhead-Scheibe fehlen darf. Das musikalisch unauffällige "Choking On Your Screams" klingt zunächst nach dem einzigen Stinker des Albums, setzt sich aber nach ein paar Durchläufen ebenso im Gedächtnis fest. Einmal mehr setzt Phil Campbell kleine, aber feine Akzente. Allein auf das Rolling Stones-Cover von "Sympathy For The Devil" hätte ich verzichten können. Aber wer bin ich, um Lemmy zu sagen, was er spielen darf und was nicht? Mit "Bad Magic" legen Motörhead ein weiteres bärenstarkes Album vor, das die Liste großartiger Veröffentlichungen des bald 70-Jährigen nicht abreißen lässt. Hoffen wir, dass auch das noch nicht die letzte Platte war! © Laut
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Rock - Erschienen am 8. August 2013 | Sanctuary Records

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Hard Rock - Erschienen am 8. August 2013 | Sanctuary Records

Das vierte Motörhead-Album Ace of Spaces gilt, zusammen mit seinem Vorläufer Overkill, als eines der besten der legendären Metalband - nicht zuletzt dank des Titeltracks, der zu einer langlebigen Hymne wurde. Auch sonst ist die klassische Motörhead-Besetzung aus Lemmy, Gitarrist "Fast" Eddie Clarke und Drummer "Philty Animal" Taylor hier in Bestform und serviert donnernde Songs mit roher Kraft und immenser Energie. 2020 wurde die Platte zum 40. Jubiläum neu veröffentlicht - in einer 2-CD- bzw. 3-LP-Edition mit einem Live-Konzert von 1981 und in einer Deluxe-Box, die ein zweites Live-Album, Instrumentalstücke, B-Seiten, Outtakes, eine DVD, ein Buch und mehr enthält. © TiVo
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Rock - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Sanctuary Records

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Rock - Erschienen am 8. Dezember 1979 | Parlophone UK

Seltsam, das Schicksal dieses allerersten Motörhead-Albums! On Parole wurde 1976 fertiggestellt, United Artists lehnte es jedoch ab, weil es angeblich zu gewaltvoll und zu laut, also ohrenuntauglich war. Erst Ende 1979 sollte es dann beim Label Bronze erscheinen, und damit lag nun das Schicksal des Trios in dessen Händen. Dieses hatte nämlich gerade einen hübschen Erfolg eingefahren, weil es innerhalb eines Jahres zwei einschlägige Alben herausgebracht hatte: Overkill und Bomber. Zuerst wird On Parole vom Sänger und Gitarristen Larry Wallis, vom Schlagzeuger Lucas Fox und natürlich vom unschlagbaren Bassisten und Sänger Lemmy Kilmister eingespielt, erscheint dann aber in einer bereits überarbeiteten Version, da der in der Zwischenzeit zum Schlagzeuger der Band promovierte Philthy „Animal“ Taylor ersucht wurde, die meisten Partien von Fox neu aufzunehmen (einzig und allein der Titel Lost Johnny kommt heil davon). Fünf der insgesamt neun Titel sind schon auf dem gleichnamigen Debütalbum der Gruppe erschienen (1977), das tut aber nichts zur Sache: es liegt nahe, den günstigen Rückenwind in bare Münze zu verwandeln. Die Zeiten haben sich geändert: was vor vier Jahren noch als „Krach“ bezeichnet worden ist, erschreckt nun keinen Menschen mehr. Vibrator saust zwar flink dahin, hört sich aber eher so an, als würden die Beach Boys mit ihrem zuckersüßen Refrain Gas geben, wogegen es sich bei Iron Horse / Born To Lose um rein traditionellen Blues handelt. Der weitestgehend von MC5 inspirierte Hardrock der damaligen Motörheads hat noch lange nichts mit einem Pulverfass wie Ace Of Spades zu tun. On Parole ist übrigens ein recht interessantes Tondokument, weil es die im Laufe der Jahre von Lemmy oft zitierten Einflüsse zur Geltung bringt, die in seiner späteren Musik dann viel schwerer zu erkennen sind. Die abschließende Krönung: diese „endgültige“ geremasterte Neuausgabe enthält außerdem sechs, von Dave Edmunds hergestellte Demoaufnahmen. Letzterer hatte die allererste Produktion der LP übernommen und stieg dann noch unterwegs aus. Er brachte damit einen herrlich frischen Wind in die Sache, und es ist bedauernswert, dass nicht das ganze Album durch seine Hände gegangen ist, die so wunderbar zu diesem Trio, der später allseits bekannten Rocklegende, gepasst hätten. Solch ein Archivbestand ist natürlich ein kleines Wunder! © Charlélie Arnaud/Qobuz
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Rock - Erschienen am 1. August 2013 | Sanctuary Records

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Hard Rock - Erschienen am 26. Februar 1991 | WTG

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Rock - Erschienen am 5. Januar 2007 | Golden Core

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Rock - Erschienen am 27. Oktober 1979 | Sanctuary Records

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Rock - Erschienen am 8. August 2013 | Sanctuary Records

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Rock - Erschienen am 21. August 1977 | Ace Records

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Metal - Erschienen am 22. Juni 2004 | Sanctuary Records

Die Fetzen fliegen schon beim ersten Riff: Ohne Vorwarnung setzen Gitarre, Bass und Schlagzeug ein, der Lautstärkeregler steht am Anschlag. "Why are we here, does anyone know, why are we here at the Terminal Show?" fragt sich Lemmy mit seiner überanstrengten Reibeisenstimme. Die Antwort liefert er mit "Inferno" selbst: Motörhead sind noch da, weil sie knapp 30 Jahre nach ihrer Gründung immer noch überzeugende Musik hervor bringen. Ließen ihre Konzerte schon immer das Herz höher schlagen, hatte sich bei den letzten Studioalben so etwas wie Routine ausgebreitet: Mickey Dee hämmerte auf sein Schlagzeug ein, Lemmy holte fiese Klänge aus seinem Bass und gröhlte ins Mikro, Phil Campbell sorgte mit Riffs und Soli für ein bisschen Melodie. An dem Rezept hat sich auf diesem Album nichts geändert, jedoch klingt es diesmal wieder frisch und überzeugend. Neue Energie aus alter Quelle, sozusagen. Die Ursache ist hauptsächlich in Campbell zu finden, der einige gute Ideen liefert und den Vergleich zu seinem Kollegen Steve Vai ohne Schaden besteht. Lemmy soll in einem Lokal auf den Ausnahmegitarristen gestoßen sein und ihn zu den Aufnahmen eingeladen haben. Vai kam vorbei und spielte zwei feurige Soli für "Terminal Show" und "Down On Me" ein. Dennoch ist es Campbell, der den Ton angibt: Lemmy und Dee liefern die Grundstruktur, auf der er sein Instrument optimal einsetzen kann. Spektakuläre Momente sind zwar weniger zu finden, dafür flechtet er verschiedene Einflüsse in die typische Drei-Akkorde-Struktur gelungen ein. "In The Name Of Tragedy" prägt etwa die typische Metallica-Rhythmusgitarre, wodurch das Stück an "Seek And Destroy" erinnert. "Life's A Bitch" trägt Züge von ZZ Top nach einem Starkstromschlag. "Suicide" könnte dagegen von Accept stammen, selbst Lemmy hört sich ein bisschen wie Udo Dirkschneider an. Der Sänger legt eine ungeahnte Vielfalt an den Tag und fügt immer wieder ein paar Noten zu seinen gewohnten zwei oder drei hinzu. Selbst vor einer Unplugged-Session schreckt er nicht zurück und liefert mit "Whorehouse Blues" einen countryesken Abschluss. "Stay clean, be true, do whatever you can do. Later or soon, we're all gonna die, 10.000 years and all we got is suicide" verkündet Lemmy angesichts von Umweltverschmutzung und Klimawandel. Zum Glück bleibt Motörhead bis dahin noch genügend Zeit, um die Welt mit vielen Auftritten und dem einen oder anderen gelungenen Album zu beglücken. © Laut